Das Mädchen mit dem brennenden Schuh…

17 Okt

Schon wieder Köln, im warmen Herbst,

die Menschen schlendern durch die Stadt,

zum Bahnhof eilt, wer zu verreisen hat.

Direkt daran ein weltbekanntes Fresslokal,

da explodieren Feuercocktails in dem Saal.

An einem Mädchen züngeln Flammen hoch,

es flieht in Angst und Panik vor die Tür.

Ein Mann reisst ihr den Schuh hinweg,

der auf der Strasse weiterloht und -brennt.

Erhebt die Stimme endlich, Deutsche,

dass Ihr den Wahnsinn jetzt

beim mörderischen Namen nennt

und dem jugendlichen Opfer

in Würde den Gedenkstein setzt.

 

Was geschah

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Wer das nicht begreift…

16 Okt

Antonio Gramsci

….der begreift nichts, zitiert Antonio Gramsci aus der „Rassegna settimanale della stampa estera, der wöchentlichen Auslands – Presseschau v. 21.10.1930 (5. Jg.,Nr.42, S. 2303 f.) den Pariser „Avenir“ v. 21. 10.1930, S. 2303-4. Das vollständige Zitat ist  im Hinblick auf die Globalisierung und die Definition von Volk und Nation interessant und zugleich anregend:

„Man sagt uns seit geraumer Zeit, aber vor allem seit Kriegsende (1918, niekisch), daß die Fragen des Interesses die Völker beherrschen und die Welt voranbringen. Es sind die Marxisten, die diese These erfunden haben unter der etwas doktrinären Bezeichnung „historischer Materialismus“. Im reinen Marxismus (und im ideologischen Globalismus, niekisch) gehorchen die als Massen gefaßten Menschen nicht den Leidenschaften, sondern den ökonomischen Notwendigkeiten. Die Politik ist (gemeint: aber, niekisch) eine Leidenschaft. Das Vaterland ist eine Leidenschaft. Diese beiden fordernden Ideen genießen in der Geschichte nur eine Scheinfunktion, weil in Wirklichkeit das Leben der Völker im Laufe der Jahrhunderte erklärt wird mit einem wechselhaften und immer erneuerten Spiel von Ursachen materieller Ordnung. Die Ökonomie ist alles. Viele „bürgerliche“ Philosophen und Ökonomen haben diesen Refrain aufgenommen. Sie machen Miene, uns mit dem Kurs des Getreides, des Erdöls oder des Kautschuks die große internationale Politik zu erklären. Sie befleißigen sich, uns nachzuweisen, daß die gesamte Diplomatie von Fragen der Zolltarife und Kostpreise beherrscht wird. …Die Leidenschaft in der Außenpolitik? Das Gefühl in der nationalen Sache? Weg damit! Dieses Zeug ist gut für gewöhnliche Leute. Die großen Geister, die Eingeweihten, wissen, daß alles vom Geben und Haben beherrscht ist. Doch ist dies eine absolute Pseudo-Wahrheit. Es ist vollständig falsch, daß die Völker sich nur von Interessenerwägungen leiten lassen, und es ist vollständig richtig, daß sie mehr denn je den Gefühlen folgen. Der historische Materialismus ist eine schöne Dummheit. Die Nationen gehorchen vor allem Erwägungen, die von einem brennenden Prestige-Verlangen und -Glauben diktiert sind. Wer das nicht begreift, begreift nichts. “ (zitiert in Gefängnishefte Bd. 3, S. 501, 502, Argument – Verlag 1999)

 

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Nur zwölf Zentimeter…

15 Okt

Ostdeutschland 1945:

„Die Straßen sind scheinbar vereinsamt, aber der Schein trügt. Den Knotenstock in der Hand, in abenteuerlicher Verkleidung, wandern die der Gefangenschaft entgangenen Reste der deutschen Armee, ziehen Geflüchtete, heimwärts Strebende, Suchende und Verirrte durch das..Land. Doch schon das geringste Geräusch, einfaches Räderrollen oder das eines Motors, hat panikartige Fluchtbewegungen zur Folge. Es rauscht in den Büschen, bewegt sich an den Straßenrändern, knackt im Unterholz – und die Straße ist ausgestorben, leer, todeseinsam. Obacht ist das Gebot der Stunde, ist wichtiger als Essen und Trinken oder eine Lagerstatt zur Nacht. Jedes verlassene Haus kann vernichtende Gefahren bergen. In jeder Ruine kann der Tod lauern. und es gibt viele verlassene Häuser und Ruinen, rauchgeschwärzt, von Verwesungsgerüchen umwittert. Einmal sitzt die Familie noch um den Tisch, das Mittagsmahl vor sich, Vater, Mutter und vier Kinder. Tot, Zyankali. In einem anderen Haus hatten sich acht  Frauen mit ihren Kindern zusammengefunden, als die Eroberung begann. Am nächsten Morgen findet man sie auf einer Wiese , die nur zwölf Zentimeter unter Wasser stand. Dort haben sich die Verzweifelten ertränkt. Seitdem betreten die Nachbarn das Grundstück nicht mehr“

( Koepke, Cordula, Blaue Wälder – Weiße Dünen, Erinnerungen an Pommern, Verlag Gerhard Rautenberg, Leer 1967, S. 115 )

Ob dieser Text zu den Ereignissen von 1945 bei der Eroberung Deutschlands durch seine Feinde bis heute auch nur an einer einzigen deutschen Schule einer einzigen Schülerin oder einem einzigen Schüler zu Gehör gelangt ist?

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Du zahlst dabei drauf…

12 Okt

„Gib nicht die Heimat in fremde Hände

Mino Maccari

für ein glitzerndes Ohrgehänge:

Aufs Geschäft sinnt er nur, der lockende Fremde,

Du zahlst dabei drauf, wenn es ihm gelänge.

Wärst schlau du wie er und genauso gerieben,

Jedes Hausrezept würdest du vor ihm verstecken:

Einen Schnitt will er machen , der Fremde von drüben,

Nach deinen Schätzen die Hände ausstrecken.

Lieber ein Rülpser deines dörflichen Pfaffen

als aller Hochmut amerikanischer Laffen:

Hundert Jahrhunderte reicher Geschichte

Stehn jedem Italiener gut zu Gesichte.

Vom Tanzcabaret und vom Charleston

Wird wirr dir der Kopf und der Zunge Ton.

Italiener, stampf wieder den Reigen,

Lass zum Kuttelfleck deinen Gaumen sich neigen.

Sohn Italiens, wende dich zu deiner Scholle,

vertrau nicht den französischen Moden.

Iss Brot du und Zwiebeln

und dein Magen, der volle,

Sagt dir: Hast mir das Rechte geboten.“

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Pause…

23 Sep

Liebe Leser,

wegen wissenschaftlicher Arbeit muß ich wieder einige Zeit pausieren und bitte um Verständnis.

In Verbundenheit!

Euer niekisch