Manchmal…

17 Nov

manchmal entkommen

worte und verse

dem gefängnis der gedanken

schlafwandlerisch

entschweben sie

dem engstäbigen verstand

und singen

tanzen über alle meere

die hellen lieder einer anderen welt

( Peter Klusen, * 1951 )

Wer von uns hat es noch nicht erlebt: Gedanken verwandeln sich in Worte, die wir in uns hinein sprechen, leise vor uns hinsprechen oder sogar laut, wenn wir keinen anderen Menschen in der Nähe wähnen. Oder wir sperren sie von vorneherein hinter die Gitterstäbe des Gedankengefängnisses in unserem Kopf. Sie fallen dann der Selbstzensur zum Opfer, werden an die Leine gelegt, am Leben gehindert. Es kommt aber auch vor, daß sie sich durch die Stäbe zwängen, hindurchschlupfen, sich davon machen, ohne daß wir dem etwas entgegensetzen können. Etwas drängt uns, diese Worte  gewähren zu lassen. Es entsteht auch das Empfinden: Es ist Euer gutes Recht, gehört zu werden, obwohl wir dabei Unangenehmes empfinden. Manchmal auch das Empfinden: Gut, daß es heraus ist! Ich hatte  nicht den Mut zu diesen Worten, aber sie haben ihren Weg gefunden..Sind nicht wohlüberlegt gesprochene Worte zumeist „sozialisiert“? Geben die dem Gedankengefängnis entflohenen Worte nicht eher das wirklich Gedachte und wirklich Gewollte des Sprechers wieder?

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36 Antworten to “Manchmal…”

  1. niekisch November 22, 2011 um 11:01 pm #

    Ich korrespondiere, Gaffer, mit dem jungen Prinzen freundschaftlich. Wir verstehen uns gut. Also: Keine Aufregung bitte!

    • Gaffer November 22, 2011 um 11:17 pm #

      Unaufgeregt und freundschaftlich, das ist gut,
      solltest Du Dir auch für diese, Deine „andere“
      Seite vornehmen. Viel Glück damit.

      • niekisch November 23, 2011 um 1:37 pm #

        Deine Anregungen, Gaffer, erinnern stark an diejenigen von Sympathieträger:-)

      • Gaffer November 24, 2011 um 2:01 pm #

        Wir sind Brüder aus Siam 🙂 .

  2. niekisch November 22, 2011 um 10:00 pm #

    Dann habe ich ja zur Tapferkeit vielleicht den richtigen neuen Artikel eingestellt, Gaffer. Prinz sollte allerdings – wenn ich das raten darf – seine Tapferkeit dem Leben und seinem Volk widmen. Der Tod kommt früh und schnell genug.

    • Gaffer November 22, 2011 um 10:34 pm #

      Sag ihm das, wenn es geht: freundlich, aufbauend
      und nicht so rechthaberisch, wie es manchmal
      eine Unart von Dir ist. Jungen Menschen ist das
      nicht immer zuträglich.

  3. Gaffer November 22, 2011 um 9:41 pm #

    Deine ist zwar keine hinreichende Antwort,
    meine ist aber dennoch: JA.

    Doch was bedeutet schon Tapferkeit im
    fortgeschrittenen Alter, ich hab gerade
    mit dem Prinzen telefoniert, die jungen
    Burschen müssen Tapferkeit lernen und
    leben. Du und ich sind damit durch.

  4. Gaffer November 22, 2011 um 9:25 pm #

    Gegenfragen beantworten keine(!) einzige Frage 🙂 .
    Gegenfragen sind Feigheit vor den eigenen Gedanken.

    • niekisch November 22, 2011 um 9:31 pm #

      Sind Gaffer besonders tapfer, Gaffer?:-)

  5. Gaffer November 22, 2011 um 8:40 pm #

    @“niekisch“… das ist ja gerade das Problem, wer um alles in der Welt (außer Presse, Funk und Fernseh´n) sagt Dir, daß diese drei jungen Menschen zu „Mördern“ an Menschen und Ideen wurden?

    • niekisch November 22, 2011 um 9:13 pm #

      Gegenfrage, Gaffer: Wer sonst kommt als Täter in Betracht? Meinst Du, der Verfassungsschutz hat die Opfer erschossen?

  6. Gaffer November 22, 2011 um 6:25 pm #

    Zitat Monarchist: „Personen aus dem sogenannten NSU sind zu Mördern an Menschen geworden und fast auch zu Mördern an der nationalen Idee.“

    Die Polizei ermittelt, die Presse wankt zurück, nur der Mann, der das Gedenken an den Kaiser für sich beansprucht weiß, daß die Personen…zu Mördern an Menschen und Ideen
    wurden.

    bewundernswert … beneidenswert … grandios

  7. Kaisers Gedenken November 22, 2011 um 1:40 pm #

    Personen aus dem sogenannten NSU sind zu Mördern an Menschen geworden und fast auch zu Mördern an der nationalen Idee. Die Betonung liegt auf „fast“, da durch die Handlungen, die gerade durch die Medien gehen, das Bewusstsein für nationale Interessen nicht dauerhaft in ein schlechtes Licht gerückt werden kann. Aber, es ist ein Rückschlag, genau wie das Breyvik-Attentat in einigen Ländern mit rechten Kräften insgesamt in Verbindung gebracht wurde.

    Die Internet-Ausgabe der Preußischen Allgemeinen Zeitung.hat zur NSU unter dem Titel „Die Nazi-Macher“ einen Beitrag geschrieben, der den Finger auf VS-Verquickungen der braunen Szene hinweist. Mir hat außerdem ein linksliberaler Freund/ Bekannter einen Aufsatz gemailt, der die Geheimdienstverstrickungen besonders intensiv unter die Lupt nennt, klar mit Namenennungen und Hintergründen. Der Duktus des Autors ist zwar links und entsprechend kritisch gegenüber rechtem Gedankengut, ohne weitere Differenzierung. Trotzdem, denke ich, lässt sich für das Verständnis der Dinge wertvolle Information daraus gewinnen. Hier mal der Link dazu:

    http://www.offene-akademie.org/?p=171

    Auf der anderen Seite ist es wichtig, von normal-rechts her Abgrenzungsarbeit gegenüber Neo-Nazis zu betreiben, zusätzlich auch gegenüber allem, was so im Grenzbereich angesiedelt ist. Metapolitika hat in letzter Zeit einen Prozess unterstützt, der auf jeden Fall auch Markierungen gegenüber „hellbraun“ gesetzt hat. Es wäre zu überlegen, wie sich solche Bemühungen öffentlichkeitswirksam nach „links“ und in die Mitte hinein kommunizieren lassen. Überhaupt frage ich mich, ob in der gegenwärtigen Situation nicht engere Verbindungen ins andere Lager hinein gesucht werden sollten. Der prominente Linke Jürgen Elsässer hat bekanntlich geäußert, ihm sei ein kluger Rechter lieber als ein dummer Linker.

    • niekisch November 22, 2011 um 7:12 pm #

      „Auf der anderen Seite ist es wichtig, von normal-rechts her Abgrenzungsarbeit gegenüber Neo-Nazis zu betreiben, zusätzlich auch gegenüber allem, was so im Grenzbereich angesiedelt ist. Metapolitika hat in letzter Zeit einen Prozess unterstützt, der auf jeden Fall auch Markierungen gegenüber „hellbraun“ gesetzt hat. Es wäre zu überlegen, wie sich solche Bemühungen öffentlichkeitswirksam nach „links“ und in die Mitte hinein kommunizieren lassen. Überhaupt frage ich mich, ob in der gegenwärtigen Situation nicht engere Verbindungen ins andere Lager hinein gesucht werden sollten. Der prominente Linke Jürgen Elsässer hat bekanntlich geäußert, ihm sei ein kluger Rechter lieber als ein dummer Linker.“

      Ob sich Mitte und links wohl mit dem Begriff „identitär“ anfreunden könnten, Kaisers Gedenken?

      Die ständig zunehmende Gewaltbereitschaft der „Rechten“ jedenfalls ekelt mich an. Sie ist dumm und vollkommen kontraproduktiv.

      • Kaisers Gedenken November 22, 2011 um 7:31 pm #

        „Ob sich Mitte und links wohl mit dem Begriff „identitär“ anfreunden könnten, Kaisers Gedenken?

        Die ständig zunehmende Gewaltbereitschaft der „Rechten“ jedenfalls ekelt mich an. Sie ist dumm und vollkommen kontraproduktiv.“

        Es käme wohl weniger auf konkrete Begriffe an, als auf die Intentionen, die zu vermitteln sind. Man hätte sozusagen eine zielgruppenkompatible Ausdrucksweise zu formulieren.

        Das, was wir im Moment ansonsten im eigenen politischen Umfeld leisten können, ist m. E. vor allem einer zunehmenden verbalen Radikalisierung entgegen zu wirken. Es kommt darauf an, die Bewusstseins-Matrix nach rechts hin zu verändern oder wenigstens mäßigend einzuwirken. Einfach weil Worte auch eine mentale Frequenz beinhalten. Nicht umsonst waren Demagogen aller Herren Länder immer wieder in der Lage, mit der Kraft des Wortes Menschen zu Greueltaten aufzuwiegeln. So viel ich weiß, war dies schon während der Französischen Revolution so. Man denke an die Blutgerichte der Jakobiner.

        • niekisch November 22, 2011 um 9:27 pm #

          „Es käme wohl weniger auf konkrete Begriffe an, als auf die Intentionen, die zu vermitteln sind. Man hätte sozusagen eine zielgruppenkompatible Ausdrucksweise zu formulieren.“

          Dann werde ich mich hier von jedem unmittelbar politischen Frage verabschieden müssen. Denn diese Themen – das ist meine Erfahrung aus 2 Jahren Metapolitika – führen sofort zur Polarisierung, Verschärfung, zum Schubladenfüllen. Die bisher hier aufgetretene Klientel ist weit überwiegend weder bereit, zielgerichtet zu diskutieren noch durch mentale Anstöße bewußtseinsmäßig auch nur einen Millimeter zu divergieren. Den Einfluß auf die nichtkommentierenden Leser wage ich nicht zu beurteilen.

          Da im Sinne Gramscis das Beschäftigen mit Kultur essentiell für die Metapolitik ist, bleibt dieses Gebiet, um Einfluß zu nehmen. Darauf werde ich mich in Zukunft beschränken, wobei ich mir völlig darüber im Klaren bin, daß es eine Sache der Wenigen sein wird. Aber die genügen ja auch, wenn es die Richtigen sind, das untergehende Schiff über die Wasserlinie zurückzuhieven.

          Deine E-mail kann ich leider derzeit nicht beantworten, Kaisers Gedenken, da ich das Programm nicht öffnen kann:-) Ich melde mich später.

  8. Kaisers Gedenken November 21, 2011 um 3:43 pm #

    @ Niekisch

    Einen Korrekturfunktion wie im ganz schlichten biblischen Verständnis einer menschenähnlichen göttlichen Instanz (mit langem weißen Bart), die gütig lenkend ins Weltgeschehen eingreift, vermute ich so natürlich nicht. Ich stimme dir auch zu, Niekisch, dass der Weltgeist (Hegel) letztlich nicht zu definieren sein wird, weil er unser Vorstellungsvermögen vermutlich übersteigt. Wir können uns wissenschaftlich oder philosophisch wahrscheinlich allenfalls annähern. Dabei ließe sich immerhin vorstellen, dass auch Korrektivfaktoren im Sinne eines großen kybernetischen Prozesses denkbar sind, der auf Gleichgewichtszustände ausgerichtet ist.

    Geschichtlich finde ich in dem Zusammenhang die Multiversumstheorie interessant, mit der sich aus quantenphysikalischer Hinsicht unter anderem Everett und Wheeler auseinander gesetzt haben. Dazu gibt es in spirituell inspirierten Kreisen eine recht faszinierende Spekulation, nach der sich in Paralleluniversen Geschichte jeweils mit ähnlichen Charakteristika, aber doch qualitativ verschoben abspielt. Entsprechend gäbe es auch eine Parallelwelt, in der es Mozart mal geade zum Musiklehrer gebracht hat sowie eine andere, in der Deutschland den ersten Weltkrieg gewann und Hitler einfach ein politisches Redetalent ohne weiteren Einfluss gewesen sein könnte. Dieser Denkansatz lässt sich auch noch erweitern, und man kann sich immerhin vorstellen, dass solche Parallelwelten (eventuell sogar in ein und dem selben Universum nur mit verschobenen Raum-Zeit-Koordinaten) miteinander auf einer Ebene reiner Information kommunizieren.

    Danach würde jeder „Geschichtsstrang“, um es so einmal zu nennen, für das Weltganze die Konsequenzen verschiedener Dynamiken, Auffassungen, Entwicklungsrichtungen durchspielen. Wohin führt es also, wenn die Freimaurer immer mehr Macht erhalten, was für Konsequenzen hätte es, wenn ein Politiker wie Hitler in verschiedenen Varianten mit mehr oder weniger Macht ausgestattet ist, in einem Krieg siegt oder unterliegt? Die Welt hier also als ein großer kybernetischer Erfahrungsprozess verstanden. Der Weltgeist würde – salopp gesagt – demnach unterschiedliche Szenarien durchspielen, vielleicht vergleichbar damit. wie unsere Wissenschaftler Entwicklungsrichtungen künftiger Wahrscheinlichkeiten bei konkreten Fragestellungen am Computer simulieren.

    Auch die gegenwärtige Masseneinwanderung und die Auflösung ganzer Völker würde dem Multiversum als Erfahrung dienen. Nämlich, wie hilft oder schadet es dem ökologischen Gleichgewicht? Dabei geht es wahrscheinlich aber noch darüber hinaus: Und zwar: Wie hilft oder schadet ein solcher Vorgang dem geistigen Gleichgewicht des Weltganzen? Wenn Annahmen gerade von Quantenphysikern dahin gehen, dass die Welt in letzter Konsequenz „keine große Maschine“, sondern „ein großer Gedanke“ ist, dann würde der zweite Aspekt sogar eine besondere Bedeutung haben. Danach würde dann eine Machtpyramide, die sich in den letzten 5000 Jahren aufgebaut hat, von der Planierraupe der Ereignisse über kurz oder lang platt gemacht werden. Einfach weil das Gleichgewichtsprinzip wichtig ist. Verschiedene Epochen lassen für längere Zeiträume verschiedene Erfahrungstypen zu, die sich mit vielen Zwischenphasen im menschlichen Bewusstsein etwa als Zeitgeist spiegeln. Wenn dannn für eine Großepoche sozusagen „Feierabend“ ist, zieht der kybernetische Erfahrungsprozess halt Bilanz, etwa apokalyptisch verstanden, als das „jüngste Gericht“.

    Ich halte solche Spekulationen nicht für abwegig, sondern insofern für nützlich, als sie helfen können, alles was passiert, in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Sie regen, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen, vermutlich auch die politische Kreativität an. Oder das Spekulieren in solchen Dimensionen löst auf einer subtilen Ebene Zufälle aus, die uns plötzlich rein praktische Möglichkeiten aufzeigen. Das würde dann vielleicht in etwa dem entsprechen, was du „anzapfen“ nennst, Niekisch. Oder man könnte auch sagen, man bringt sich durch kreative Spekulation in eine besondere Form von Kommunikkation mit der Dialektik des Weltgeschehens.

    • niekisch November 22, 2011 um 12:20 pm #

      Und doch stehen wir als Gesellschaftswesen immer auch vor konkreten Tagesaufgaben, haben zu agieren und zu reagieren, Kaisers Gedenken.

      Wie sind die NSU – Morde und die sich verschärfende Finanzkrise, die Problematiken Vergreisung, Verarmung, Überfremdung einzuordnen, was sagen wir aus, wie verhalten wir uns?

      Niemals wird es uns gelingen, a l l e wesentlichen Gesichtspunkte zu finden, zukünftige Entwicklungen treffgenau zu prognostizieren, uns so zu verhalten, daß wir auch in der näheren Zukunft volle Wirksamkeit entfalten. Immerhin können wir versuchen:

      1. möglichst undogmatisch ohne jede Zensur oder Selbstzensur zu analysieren. s. „WM“
      2. ebenso Lösungsvorschläge zu machen, wobei die Ausschlußmethode wegen der begrenzten menschlichen Aufnahmefähigkeit vorzuziehen ist. s. „NS – Negativkatalog.“
      3. einen Verhaltenskodex aufzustellen, wie VoxPopuli es versucht hat.

      Insofern haben wir sicher schon ein wenig erreicht. Leider wird in der virtuellen Welt mit ihrer Oberflächlichkeit und Schnellebigkeit zu selten in die Tiefe gegangen.

      Die Themen moderner nationaler Sozialismus, Schuldkomplex und seine Heilung, Abwehr des einweltlerischen Globalismus hätten es verdient, hinreichend bearbeitet zu werden.

      So müssen wir leider das Gegenteil erleben: Zunahme von Dogmatismus, Gewaltbereitschaft, junge Menschen, die uns eigentlich in die Zukunft tragen sollen, werden zu Mördern an anderen Menschen und zu Mördern an der Idee, die sie eigentlich wiederbeleben wollen.

      Mein Bauchgefühl sagt mir: Die jetzige Krise wird nicht die „Rechte“ als massenwirksame Gegenbewegung finden, sondern die um „attac“ und die „occupy-Bewegung versammelten Menschen, die reflektieren wollen und können, die sich in der Gesellschaft bewegen, die kreativer und solidarischer sind als die „Rechten“, die im Gegensatz zu früher heute fast ohne jede Anbindung an die von der Krise besonders betroffenen Schichten dahinagieren.

  9. Silver Surfer November 19, 2011 um 10:09 am #

    @ Niekisch und Kaisers Gedenken

    Genau, die Zeit läuft uns weg.
    Wenn nicht bald etwas passiert, ist es schon zu spät.

    • Kaisers Gedenken November 19, 2011 um 4:35 pm #

      @ Silversurfer

      Die Zeit läuft immer weiter voran, was die Agenda der Leute betrifft, die im Hintergrund die Schrauben drehen. Es gibt beispielsweise namhafte Autoren, die darauf hinweisen, dass die jetzige Wirtschaftskrise geplant war. Leute, die aus Kreisen der Top-Verschwörer Informationen kriegen, wollen wissen, dass die Absicht besteht, nichts weniger als die Weltwirtschaft zu zerstören. Daniel Estulin weist in seinem Buch „Die Schattenmeister“ (Kopp-Verlag) darauf hin. Er hatte auf You Tube auch die jetzige Wirtschaftskrise aufgrund seiner Informationen prognostiziert.

      Welche Richtung das Ganze nehmen wird, könnte zu einem nicht unwesentlichen Teil aber von unseren inneren Glaubenssätzen abhängen, was wir von der Zukunft erwarten. Einfach ausgedrückt, wäre das so etwas wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, die als Phänomen ja recht bekannt ist. Resignation, Befürchtungen und dergleichen mehr sind für das patriotische Lager keine guten Berater. Ein positiver Glaube an die nationale Zukunft ist derzeit gefragt, und den können wir alle zusammen entwickeln. Das ist erst einmal die mentale Voraussetzung, um etwas sinnvoll zu bewirken.

      Wenn wir nämlich die die richtige Zukunft anziehen, kriegen die Dinge, die im Fluss sind, den richtigen Dreh. Ein Poltiker aus der Geschichte, dessen Anhänger ich ganz bestimmt nicht bin, hatte aber einen Begriff genutzt, der eigentlich – nimmt man ihn von der Person losgelöst – gar nicht falsch ist. Nämlich der Begriff der Vorsehung, nur meine ich, dass es nicht nur eine Vorsehung gibt, sondern sozusagen mehrere. Wir müssen halt sehen, dass wir mit unserer inneren Ausrichtung die richtige Vorsehung so unterstützen, dass sie an Fahrt aufnimmt.

      Eine der positiven Vorsehungstendenzen, die ich für recht wahrscheinlich halte, geht in die Richtung, dass sich die „Schauttenmeister“, um mal Estonlins plakativen Sammelbegriff für Bilderberger & Co zu zitieren, sich zuguterletzt überhoben haben werden. Wenn wir dann der Bevölkerung ein Angebot echter Demokratie machen werden, ich betone echter Demokratie, dann werden die Unterstützerkeise für die deutsche Sache ungefähr ab der Kulmination der Ereignisse mit uns den gemeinsamen Zug in in die Zukunft nehmen. Nämlich den, für den man sich die passende Fahrkarte besorgt hat und bei dessen Abfahrt man den richtigen Bahnsteig nimmt.

      Dazu gehört auch, bei aller nationaler Orientierung nicht aus den Augen zu verlieren, dass alle Völker betroffen sind. Denn die Schattenmeister wollen die Welt, das heißt, möglichst viele, wenn nicht alle Völker, immer weiter unter ihre Fuchtel kriegen. Deswegen sind nationale Impulse selbst in Staaten unserer ehemaligen Kriegsgegner wahrscheinlich hilfreich dafür, die Strippenzieher im Hintergrund zu überwinden, wenn jene ihr Spiel schließlich übertrieben haben. Das ist so wie mit einem gewöhnlichen Kriminellen. In vielen Fällen sorgt er selbst unbewusst dafür, dass man seiner habhaft wird. Womöglich werden wir – die Völker, die endlich ihre Freiheit wollen – die Schattenmeister aber auch in ein behagliches Exil schicken. So wie jene es mit angeblichen oder tatsächlichen Diktatoren, ebenso wie mit einfach nur unliebsamen Köpfen oft gemacht haben.

      Um angemessen handeln zu können, müssen wir alle aber den rechten Zeitpunkt abwarten, bis der „Ruf zur Bastille“ erschallen wird. Das heißt nicht nichts zu tun. Die Occupy-Bewegung bildet, auch wenn sie zum Teil von den Globalisten gesteuert wird oder unterlaufen wurde, doch insoweit einen sinnvollen Ansatz, als man sich in sie einklinken und ihr ein Stück weit den passenden Drall
      geben kann (wenigstens eine gewisse Einflussnahme). Ich mache im übrigen für Publikationen Werbung, die mir liegen wie die Kopp-Nachrichten, die „Junge Freiheit“ oder die „Preußische Allgemeine Zeitung“. Außerdem sind viele Gespräche wichtig, auch mit Andersdenkenden, mit Leuten aus der Mitte, sogar mit Linken. Man muss es schaffen, über den eigenen Dunstkreis hinaus zu argumentieren, damit die Zeit nicht davon läuft.

      Hier noch ein Link, der einen Hinweis auf Szenarien etwa für die Zeit ab Frühjahr gibt:

      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/michael-morris/hyperinflation-2-12-.html

      • niekisch November 19, 2011 um 7:57 pm #

        Dieser Kommentar hat es verdient, weit verbreitet zu werden, Kaisers Gedenken..Herzbewegend ausgedrückt!

        Ob der Verwender des Begriffs Vorsehung, den Du meinst, Hegel gelesen hat? Hawking kann er ja nicht gelesen haben:-)

        Darf ich wagen, 3 Aussagen zu verbinden, ohne mir jetzt aufgrund Müdigkeit sehr viel Mühe machen zu können:

        Sich von der Vorsehung getragen fühlen könnte Ausdruck der Auffassung ( Tatsache? ) sein, daß der ( absolute, Hegel ) Geist – und damit alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ideen – im Kosmos schwebt ( Morphogenetik ? ) und durch dafür prädestinierte Menschen „angezapft“ zu werden vermag..Vereinfacht: Es mag Menschen geben, die aufgrund seelischer Konstitution, Wissen, Bereitschaft, Willenskraft den absoluten Geist „umarmen“.

        Wir dürfen erhoffen, daß wenigstens e i n solcher Mensch unter uns Menschen ist.

    • Kaisers Gedenken November 19, 2011 um 5:51 pm #

      Noch etwas, was ich gerade gelesen habe. Ich denke, wir sollten das, was in nächster Zeit ins Kalkül zu ziehen ist, vor allem vor dem ökonomischen Geschehen beurteilen. Das setzt die Rahmenbedingungen, die den Zeitgeist bestimmten:

      http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/32818/

      • niekisch November 19, 2011 um 7:39 pm #

        Gestern traf ich mich vor Ort mit ein paar Menschen, die trotz etwas fortgeschrittenem Alter zwanglos undogmatisch etwas bewirken wollen. Ein kleiner Auszug aus den formulierten Vorstellungen:

        „Ebenso wie damals ( 1683 vor Wien am Kahlenberg, niekisch ) das Abendland durch eine außereuropäische Macht mit fremdem Recht und fremder Religion aufs äußerste bedroht war, so muß auch heute Europa mit seinem Herzen, unserem deutschen Vaterland, um seine Identität bangen. Gleichmacherischer, einebnender westlicher Globalismus und eroberischer vorderasiatischer Islam rütteln an den Lebensgrundlagen der europäischen Völker, wollen ihnen den angestammten Raum und die Luft zum Atmen nehmen. Wir im…-Kreis wollen das abendländische Kulturerbe schützen, es vor dem Verdrängt- und Vergessenwerden bewahren, soweit es in unserer Macht steht. Unser Denken und Handeln ist insofern metapolitisch,als das Verteidigen von Kultur mit ihren Begriffsbestimmungen und Werken immer auch Teilnahme am Verwirklichen von Selbstbestimmung im vorpolitischen Raum bedeutet. Islam und Globalismus erheben ja den Anspruch, innere und äußere Selbstbestimmung der zu Kolonisierenden aufzuheben. Im Bewußtsein, daß dogmatisches Schaffen von Feindbildern und Gegnerschaften dem Gegenüber erst Anerkennung gewährt und die eigene Kraft schwächt, stellen wir die tätige Liebe zum Eigenen und jederzeitige Friedfertigkeit in den Mittelpunkt unseres Wirkens…

        Vorläufig formuliert, aber die Intentionen sind zu erkennen..zum wirtschaftlichen Hintergrund auch ein wenig kompatibel?

    • niekisch November 19, 2011 um 7:59 pm #

      Wir bewahren die Ruhe, Silver Surfer. „In der Ruhe liegt die Kraft“

      • Silver Surfer November 19, 2011 um 10:17 pm #

        Genau Niekisch!

        Nur mit Ruhe und Gelassenheit kommen die Ideen.

      • Kaisers Gedenken November 20, 2011 um 3:37 pm #

        @niekisch

        „Es mag Menschen geben, die aufgrund seelischer Konstitution, Wissen, Bereitschaft, Willenskraft den absoluten Geist „umarmen“.

        Ich denke, jeder von uns kann das sein. Der absolute Geist (du erwähnst den Weltgeist bei Hegel) offenbart sich m. E. auf unterschiedlichen Ebenen, eine davon ist die alltägliche. Wahrscheinlich brauchen wir nur mehr darauf zu achten, was sich fügt – Dinge also generell mehr kommen lassen, als sie angestrengt zu wollen, auch so rein persönlich. Oder es passieren Dinge rein zufällig, die einen Hinweis geben, wie wir auf dem Strom der Ereignisse gleichsam wellenreiten können (Achtung: Silver-Surfer…). Solche Fügungen als Aha-Erlebnisse bieten sich wahrscheinlich auch im politischen Bereich an. Ich glaube, der Blick sei beispielsweise für den Zeitgeist zu schärfen. Was haben die Leute von Bohlen & Co? Warum sucht man selbst manchmal mit solcher Berieselung Ablenkung? Dazu könnte eventuell auch – kleines Gedankenexperiment – ein verändertes Verständnis der Dinge gehören, die uns vor allem stören.

        Eine Psychologie-Richtung, die sowohl im Therapie- als auch im Management-Bereich seit einigen Jahren populär ist (NLP), geht bei allen möglichen Macken oder Dingen, die uns nerven, davon aus, dass im Unbewussten (früher sagte man Unterbewusstsein) eine „gute Absicht“ dahinter liegt, sozusagen eine Funktion. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu identifizieren. Eine kann darin bestehen, mit Intuition zu arbeiten. Plötzlich kommt jemadem eine Idee dafür, warum etwas gerade (meinetwegen als Lernerfahrung) eine Art von Funktion hat und somit in seinem Leben als Sucht oder Dauerstress passiert.

        Anschließend sucht man nach Alternativen, wie sich das in Zukunft besser verwirlichen ließe – als Vorstellungsbild der „geheilten Zukunft“, die bereits verwirklich ist. Eine innere Stimme oder ein Bild, das mir kommt, sagt dann eventuell, da fehlt noch was, und so arbeitet man innerlich weiter an seiner Zukunftsvision, bis sich ein rundum stimmiges Gefühl dazu einstellt.

        Ich denke in Übertragung auf die Politik beispielsweise an das Phänomen von Überfremdung und Masseneinwanderung. Welche Funktion oder gar verborgene „gute Absicht“, um dem Weltgeist gerecht zu werden, könnte damit verbunden sein? Wie ließe sich die selbe Funktion ohne Überfremdung und Masseneinwanderung für alle aber sehr viel besser gewährleisten? Eine Absicht der Hintergrundakteure ist natürlich Kontrolle der durchmischten Völker. Warum lässt der Weltgeist (ich sehe ihn als intelligentes Prinzip des Universums) dieses Kontrollstreben aber (noch) zu…? Was könnte für das Kollektivbewusstsein der Menschheit daran auf verborgene Weise „gut“ sein (gut bewusst in Anführungszeichen gesetzt)? Und wie könnte man das Kontrollstreben auf andere Weise besser ersetzen? Dazu wäre wahrscheinlich zu uns selbst zurück zu kehren: Wo überall und wie oft will ich selbst beispielsweise in meinem Bereich unbedingt etwas kontollieren? Wo habe ich womölich tief unbewusste Ängste, die sich in die großen Ängste der Menschheit einordnen – Angst vor Terrorismus oder wirtschaftlichem Niedergang, um nur zwei Beispiele zu nennen. Mag ich die vor mir selbst zugeben oder nicht..?

        Oder ist es etwas Anderes, das dafür sorgt, dass wir die immer weitere Machtausbreitung der Kontroll-Fredies geradezu kommen lassen, ihr womöglich sogar so etwas wie innere Anziehung verleihen? Wollen wir vielleicht, dass alles immer krasser wird, damit auch die mit den völlig eingeschlafenen Füßen endlich mal aufwachen?

        Meine Kopfschmerzen, die ich gerade habe, sagen mir, dass sich so etwas wohl nicht so sehr vom Kopf her klären lässt, Aber, eventuell aus dem Bauch heraus. Ich weiß auch nicht, ob sich die Fragestellungen aus der Individualpschologie überhaupt so einfach auf Politik und Gesellschaft übertragen lassen. Aber, ich will mit diesen Sätzen, die ich geschrieben habe, einfach mal meine Billardkugel anstoßen, die auf dem großen Feld unserer gemeinsamen Entwicklungen womöglich ja wieder andere Kugeln (um im Bild zu bleiben) anstößt, und sei es rein unbewusst. Mal sehen, was passiert und ob etwas passiert…?

        Habt ihr Ideen zu den hier angestoßenen Fragen. Müssen keine weltbewegenden Einfälle sein. Aus dem Kleinen heraus entwickelt sich ja oft etwas, dass Chance hat, auch mal größere Kreise zu ziehen. Surfen wir doch mal kreativ auf dem silbernen Gedanken-Faden, der aus unserer gesamten bisherigen Diskussion der letzten Tage sich womöglich weiter spinnt.

        Das wäre dazu einfach mal meine Anregung – für den Fall, dass ihr Lust habt, darauf einzusteigen.

        • niekisch November 20, 2011 um 8:21 pm #

          „Warum lässt der Weltgeist (ich sehe ihn als intelligentes Prinzip des Universums) dieses Kontrollstreben aber (noch) zu…?“

          Wieder ein Feuerwerk von Ideen, Kaisers Gedenken. Darf ich einen besonderen Dank aussprechen?

          Ich komme zunächst auf den Begriff absoluter oder Weltgeist. Weil ich nicht weiß, wie er letztlich zu definieren ist -läßt er als sozusagen Göttliches überhaupt ein Definieren zu?-, rein gefühlsmäßig:

          Er ist uns und der Welt gegenüber ein Mehr, also unseren Maßstäben entzogen. Da er alle frühere, die jetzige und die zukünftige Erkenntnis „enthält“, hat er keine Korrekturfunktion, sondern eine Fassensfunktion, einem Wasserspender vergleichbar, der durch Drücken eines Hebels Wasser freigibt. J e d e r Mensch kann sich bedienen. Der absolute oder Weltgeist steht uns zur Verfügung, er schenkt uns, wenn wir beschenkt sein wollen. Er ist einfach vorhanden, ähnlich wie die Sonne, die Wärme gewährt, gibt er Geist zum Verwenden. Wir können und dürfen nutzen, wobei Gefühl,Vernunft oder ein Zusammenspiel aus beiden entscheiden, w i e wir uns beschenken lassen und das Geschenk weitergeben.

          Da kommen dann Stichworte wie „einen Schritt zurücktreten“, „Gelassenheit“, „Demut“, „Verantwortungsgefühl“, „aus dem Bauch heraus“ usw. ins Spiel. Aber jetzt: „Neues aus der Anstalt“:-)

  10. Kaisers Gedenken November 18, 2011 um 5:22 pm #

    @Silver Surfer
    @Niekisch

    Der Gegner will, dass wir nervös werden, uns unter Druck fühlen und uns dadurch Fehler machen, mindestens unsicher werden. Man bedenke hingegen: Friedrich der Große hatte den 7jährigen Krieg gewonnen, wobei die Aussichten zunächst nicht zum Besten standen. Dann kam eine völlig unerwartete Wende durch eine Veränderung von Machtverhältnissen in Russland. Ich denke nicht, dass der preußische König irgendwann nervös geworden ist.

    Man kann klare strategische Orientierungen finden, wenn man innerlich ruhig ist. So viel ich weiß, gilt dies für die Lenkung eines Unternehmens wie auch für Entscheidungen auf kollektiver Ebene. Patriotische Kreise sollten zudem wieder eine spirituelle Orientierung gewinnen. Der Gegner hat sie auf jeden Fall. Das ist sicher, ich habe mich lange mit solchen Fragestellungen beschäftigt, auch übrigens mit Analysen von Quantenphysikern, díe Erkenntnisse der Psychologie bestätigt haben: Das, woran man glaubt, zieht man als Ereignishorizont an.

    Starke Glaubenssätze – ob positiv oder negativ – werden durch Gefühle aufgeladen, die ihnen sozusagen die Ereigniselektrizität zur Verwirklichung geben. Das ist ein Grund mehr, innerlich Ruhe zu bewahren und positive Zukunftsvisionen zu entwickeln. Wie sagt doch ein altes deutsches Wort: Glaube versetzt Berge!

  11. Silver Surfer November 18, 2011 um 2:56 pm #

    Nur, niekisch und Kaisers Gedenken, ist die Lage noch nie so bescheuert gewesen wie heute.
    Damals war das deutsche Volk noch nicht vom Aussterben bedroht.

    • niekisch November 18, 2011 um 3:02 pm #

      Ja, und insofern stehen wir unter enormem Zeitdruck.

  12. Silver Surfer November 17, 2011 um 8:43 pm #

    Machmal…
    … frage ich mich, ob sich unserer Kampf überhaupt noch lohnt?

    • niekisch November 17, 2011 um 9:08 pm #

      Gegenfrage, Silver Surfer:

      Welche Chance hatten unsere Vorfahren gegen die römische Besatzung? Welche nach dem 30- jährigen Krieg? Welche in den Bauernkriegen? Welche im I. und II. Weltkrieg? ….Und trotzdem versuchten sie es..Und gaben nicht auf..Vielleicht können wir Deutsche uns im allgemeinen Untergang retten, indem die anderen mit sich selbst beschäftigt sind…

      • Kaisers Gedenken November 17, 2011 um 9:44 pm #

        Genau das ist es, was wir von manchen fernöstlichen Kampfsportarten und der dahinter stehenden Philosophie lernen können: Gegner ins Leere laufen lassen, darauf warten, dass sie ihr Gleichgewicht verlieren usw.

        • niekisch November 18, 2011 um 3:01 pm #

          Richtig, wenn unsere Identität derweilen noch nicht völlig verloren ist.

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