Ein unbekanntes Kapitel…

4 Jan

Friedrich II, König von Preußen...

Am 24. Januar 2012 wird der 3oo. Geburtstag des Alten Fritz, des Preußenkönigs Friedrich II, Friedrichs des Großen, gefeiert. Anlaß genug, wegen denkbaren  Bezugs zur heutigen Zeit damalige Verbindungen zum Osmanischen Reich, den Türken, zum Islam, hervorzugraben. Deren erste:

„Als im Juni 1740 dem gerade erst auf den Thron gelangten Friedrich II., später der Große genannt, eine Anfrage aus Frankfurt an der Oder vorgelegt wurde: ob in dem evangelischen  Frankfurt ein Katholik das Bürgerrecht erwerben dürfe, schrieb er an den Rand der Eingabe: „Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sich zu ihnen bekennen, ehrliche Leute sind. Und wenn Türken und Heiden kämen und wollten hier im Land wohnen, dann würden wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen.“ ( Abdulla:  „Halbmond unter dem Preußenadler, S. 10 ) Die erste kleine Moschee auf deutschem Boden wurde dann 1866 in Berlin für die islamischen Totengebete in der Hasenheide ( heute Columbiadamm ) erbaut, sie trägt heute den Namen „Sehitlik – Moschee“  ( S. 15 ) Auf der Netzseite der Moschee: http://www.sehitlik-camii.de/pi4/index.html , wird etwas mißverständlich dargestellt, daß der Grund und Boden für Friedhof und Moschee durch König Friedrich Wilhelm III, den Nachfolger Friedrichs des Großen, bereitgestellt und bezahlt wurde.   Unter der Reichskanzlerschaft Adolf  Hitlers war noch im Jahr 1934 geplant, neben dem Friedhof in der Hasenheide sowohl eine national – türkische als auch eine persisch – schiitische Moschee zu errichten. ( S. 15/16 )“

Das Zitat sollte aus der damaligen Zeit und ihrer Vorgeschichte heraus verstanden werden, in der geographisch, demographisch, politisch, gesellschaftlich, glaubensmäßig völlg andere Verhältnisse herrschten als heute. Diese Unterschiede, aber auch Parallelen zur Jetztzeit mögen hier diskutiert werden.

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18 Antworten to “Ein unbekanntes Kapitel…”

  1. Ralle Januar 6, 2012 um 3:26 pm #

    „Was, Ralle, sind befreundete Netzseiten?“

    @ niekisch

    Ich für meinen Teil würde meinen: VoxPopuli, DS-Aktuell, Mit Patriotismus zur Freiheit(DeeEx) und natürlich DE, wären die, welcher mir am ehesten einfallen, ohne direkt parteiisch zu sein.

    • niekisch Januar 6, 2012 um 7:27 pm #

      Laß uns, Ralle, nächste Woche darüber reden, wenn ich meinen Vortrag hinter mir habe..

      • Ralle Januar 10, 2012 um 10:39 pm #

        @niekisch

        Wo bitte, kann man denn deinen Vortrag nachlesen?

        • niekisch Januar 11, 2012 um 6:08 pm #

          Leider, Ralle, garnicht. Denn ich mache immer nur ganz wenig Notizen und rede frei. Tut mir leid! Ein wenig davon werde ich hier aber servieren:-)

  2. Kaisers Gedenken Januar 5, 2012 um 8:05 pm #

    Auch wenn ich mich inzwischen – nicht zuletzt auch durch den Einfluss von Niekisch – mit einem Deutschen Reich à la Weimar als Zukunftsvision angefreundet habe, bin und bleibe ich vom Herzen her Monarchie-affin. Weiters denke ich, dass gerade das preußische Beamtentum, preußisches Pflichtgefühl und preußische Disziplin bis heute die Tradition hergeben, welche der Wirtschaft in der Bunzelrepublik immer noch einen im europäischen Vergleich halbwegs kraftvollen Odem gibt.

    Andererseits ist Preußen auch eine merkwürdig-ambivalente Angelegenheit. Bekanntlich war der große Friedrich nicht nur Freimaurer, sondern auch als solcher ein Super-schnell-Eingeweihter. Damals war Freimaurerei – zumindest die Deutsche – wohl noch etwas Anderes, jedenfalls keine Zweigstelle des Welt-Illuminatentums, auch wenn eben jenes (denkt man an Adam Weisshaupt) ursprünglich ein bayerischer Exportartikel gewesen ist. Auf jeden Fall soll einer der Vorzüge von Friedrichs Maurer-Mitgliedschaft in dem Ergebnis bestanden haben, in Preußen (im Großen und Ganzen) die Abschaffung der Folter gewesen sein. Ein bestimmter Toleranzbegriff (damals füllten Logenmitglieder ihn möglicherweise grundsätzlich mit anderem Leben und Inhalt) wird der friderizianischen Staatsräson zudem bis heute zugeschrieben. In diesem Sinne bezieht man sich bekanntlich auch gerne auf den großen Friedrich, dessen bedeutende Leistungen ferner wohl wesentlich auch in der Entwicklung einer umfangreichen Infrastruktur des Landes lagen.

    Was mir bis heute ein gewisses Rätsel aufgibt, ist die Frage, warum – ich glaub‘ ich habs sogar aus der Wikipedia – der zweithöchste Rang der Hochgradmaurerei nach dem Schottischen Ritus „Prinz von Preußen“ heißt. Auf jeden Fall dürfte darin eine gewisse Dialektik liegen. Sie ist indes nicht geeignet, mir meine Freude zu vergällen, denk‘ ich an unser Preußen.

    Ich bin ein Preuße

    Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben?
    Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran;
    daß für die Freiheit meine Väter starben,
    das deuten, merkt es, meine Farben an.
    Nie werd ich bang verzagen,
    wie jene will ich’s wagen
    Sei’s trüber Tag, sei’s heitrer Sonnenschein,
    Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein.

    Mit Lieb‘ und Treue nah‘ ich mich dem Throne,
    Von welchem mild zu mir ein Vater spricht;
    Und wie der Vater treu mit seinem Sohne,
    So steh‘ ich treu mit ihm und wanke nicht.
    Fest sind der Liebe Bande;
    Heil meinem Vaterlande!
    Des Königs Ruf dring in das Herz mir ein:
    Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

    Nicht jeder Tag kann glühn im Sonnenlichte;
    Ein Wölkchen und ein Schauer kommt zur Zeit;
    Drum lese keiner mir es im Gesichte,
    Dass nicht der Wünsche jeder mir gedeiht.
    Wohl tauschten nah und ferne
    Mit mir gar viele gerne;
    Ihr Glück ist Trug und ihre Freiheit Schein:
    Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

    Und wenn der böse Sturm mich wild umsauset,
    Die Nacht entbrennet in des Blitzes Glut;
    Hat’s doch schon ärger in der Welt gebrauset,
    Und was nicht bebte, war der Preußen Mut.
    Mag Fels und Eiche splittern,
    Ich werde nicht erzittern;
    Es stürm‘ und krach‘, es blitze wild darein!
    Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

    Wo Lieb‘ und Treu‘ sich so den König weihen,
    Wo Fürst und Volk sich reichen so die Hand,
    Da muss des Volkes wahres Glück gedeihen,
    Da blüht und wächst das schöne Vaterland.
    So schwören wir auf’s Neue
    Dem König Lieb‘ und Treue!
    Fest sei der Bund! Ja schlaget mutig ein!
    Wir sind ja Preußen, lasst uns Preußen sein.

    Und wir, die wir am Ost- und Nordseestrande,
    Als Wacht gestellt, gestählt von Wog‘ und Wind,
    Wir, die seit Düppel durch des Blutes Bande
    An Preußens Thron und Volk gekettet sind,
    Wir woll’n nicht rückwärts schauen,
    Nein, vorwärts mit Vertrauen!
    Wir rufen laut in alle Welt hinein:
    Auch wir sind Preußen, wollen Preußen sein!

    Des Preußen Stern soll weithin hell erglänzen,
    Des Preußen Adler schweben wolkenan,
    Des Preußen Fahne frischer Lorbeer kränzen,
    Des Preußen Schwert zum Siege brechen Bahn.
    Und hoch auf Preußens Throne
    Im Glanz von Friedrichs Krone
    Beherrsche uns ein König stark und mild,
    Und jedes Preußen Brust sei ihm ein Schild!

    • niekisch Januar 6, 2012 um 1:32 pm #

      Da ich, lieber Monarchist, für Montag einen längeren Friedrich – Vortrag vorbereiten muß, kann ich jetzt – Du verstehst das – nicht auf die interessante Frage der Bruderschaft Friedrichs eingehen.

      Wunschgemäß habe ich das Lied kursiv gesetzt und zugleich zum Hervorheben gefettet, da aus Gründen meiner Hilflosigkeit, die Technik betreffend, ein Abstand zwuischen Text und Lied nicht hervorzuzaubern war.

    • Gaffer Januar 6, 2012 um 6:53 pm #

      Als Monarchist wärst Du rehabilitiert, doch F.II war eben kein Kaiser,
      darum solltest Du auch „offiziell“ zu Deinem alten Namen finden 🙂 .

      Ich würde mich dann umgehend in „Windspielfreund“ umbenennen.

      • niekisch Januar 6, 2012 um 7:28 pm #

        „F.II war eben kein Kaiser“

        Doch, Gaffer, der vom Castel del Monte:-)

  3. Ralle Januar 5, 2012 um 12:17 am #

    Es ist ein klarer Unterschied, zwischen damals und heute vorhanden. Ob nämlich in einer deutschen Großstadt, eine Moschee oder 30 gebaut werden, ob dort 30 oder 30 000 Moslems leben, halte ich für keinen wirklichen Vergleich zueinander.

    • niekisch Januar 5, 2012 um 4:52 pm #

      Vor allen Dingen war es ja damals auch so, Ralle, daß Brandenburg im 30 – jährigen Krieg bis zu 50 % der Bevölkerung verloren hatte und Friedrich nahezu j e d e Zuwanderung recht war, um wieder aufzufüllen.

  4. Gaffer Januar 4, 2012 um 5:53 pm #

    „Diese Unterschiede, aber auch Parallelen zur Jetztzeit mögen
    hier diskutiert werden.“

    Hier würdest Du das noch hinkriegen, Niekisch – hättest
    Du Deine Seite nicht selbst derart verstümmelt, doch stell
    Dir mal eine echte Wirksamkeit mit genau diesem Thema
    und eben diesem Text vor 🙂 .

    Bring (D-)Ein unbekanntes Kapitel mal bei „PI“ ein, Du hättest
    eine Wirkung wie Donnerhall, denn die meisten „Konservativen“
    von heute mit Affinität zur Monarchie hätten ihr „Ur – erlebnis“
    durch Dich.

    PS: Ich würde Dir per Diskussionsbeitrag sofort beispringen
    (Anmeldung liegt vor.) Versuch´s mal.

    • niekisch Januar 4, 2012 um 6:18 pm #

      Nächste Woche mache ich das mal, Gaffer, dann habe ich mehr Zeit.
      Die „Selbstverstümmelung“ findet nicht ohne Grund statt:-)

      • Gaffer Januar 4, 2012 um 8:34 pm #

        Hättest Du nicht nötig gehabt, Du hattest ein reges Forum
        erzeugt, Interesse und Freude hervorgerufen und nun das…
        Es ist Bedauern, keine Häme, die ich hier ausdrücke, glaub mir.

        • niekisch Januar 5, 2012 um 4:50 pm #

          Kannst Du Dir wirklich nicht denken, Gaffer, warum ich in der „Etappe“ bin? Es muß Dir doch aufgefallen sein, was sich momentan an „Blitzkriegen“ ereignet. Ich habe das als alter Fuchs vorhergesehen und bleibe solange in meinem Bau, bis der Feuerüberfall vorbei ist:-)

          Dein Bedauern glaube ich Dir schon.

    • Ralle Januar 5, 2012 um 12:22 am #

      Ja, mir ist auch schon aufgefallen, daß es hier plötzlich nicht mehr schneit 🙂

      … und nicht mehr „Diskuswerfer“ heißt, schade eigentlich. Hätte als Beinamen doch gut gepaßt.

      • niekisch Januar 5, 2012 um 4:55 pm #

        Das „Schnee – Programm“ hatte vorab schon angekündigt, daß es am 4.1.2012 zu schneien aufhört:-) Und ich kann es auch nicht mehr einschalten..

        Den Diskuswerfer hatte ich erfunden, um wordpress nicht darauf aufmerksam zu machen, daß es Metapolitika schon gab:-) Über den Doppelnamen denke ich nach. Der Name kann ja jederzeit geändert werden.

      • Ralle Januar 5, 2012 um 9:20 pm #

        Die Ankündigung vom Schnee-Programm, hatte ich wohl übersehen und da es ja dieses Jahr, in der wirklichen Welt, bisher ohnehin kaum geschneit hatte… 😉

        …was ich doch ein wenig vermisse, sind die Links zu den befreundeten Netzseiten, sowas ist doch keine Werbung oder gibt es für das Weglassen, andere Gründe!?

        • niekisch Januar 6, 2012 um 1:19 pm #

          Was, Ralle, sind befreundete Netzseiten? Wenn das festzulegen so einfach wäre:-) Ich denke aber über Deine Anregung nach. Vielleicht hilft ein ganz enges Eingrenzen.

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