Kette der Gewalt…

3 Sep

Zitat…

„Gewalt mit Gewalt bekämpfen heißt, neue Gewalt an die Stelle der alten setzen.“

( Leo Nikolajewitsch Tolstoi, russischer Erzähler, 1828 – 1910 )

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12 Antworten to “Kette der Gewalt…”

  1. Josephine Erdmann September 15, 2012 um 8:34 am #

    Meiner Meinung nach ist Friedfertigkeit ein natürliches Produkt von innerer Stabilität und Reife. Friedfertigkeit ist der Normalzustand, sowohl einer ausgeglichenen Person, als auch eines Volkes.
    Es gibt das Schlagwort des „Friedfertigen Kriegers“. Viele stellen sich darunter einen Pseudokrieger vor der nichts tut. Das ist falsch. Der friedfertige Krieger kann zuschlagen und vernichten, aber er tut es aus einer Haltung des inneren Friedens und der Gelassenheit heraus, was ihm die Freiheit bringt ohne Hass zu handeln, nur aus der Einsicht in eine Notwendigkeit.
    Sobald das getan ist, was getan werden mußte, kehrt der friedfertige Krieger zu seiner friedlichen Stimmung zurück. Und die Handlung ändert auch nichts an seiner Versöhnungsbereitschaft und an seinem Verständnis für alles um ihn herum.
    Und ich denke so in etwa kann auch das Verhältnis zwischen Völkern und Gruppen aussehen, die sich bekriegen.
    Man sollte immer die Hand zur Versöhnung ausgestreckt lassen, und immer die Ruhe bewahren, niemals durchdrehen (das tuen die anderen, die versuchen einen anzugreifen, schon).

    • niekisch September 15, 2012 um 4:52 pm #

      Wunderschön ausgesprochen, Josephine. Das werde ich im nächsten Artikel noch etwas bekräftigen.

  2. reinigungskraft September 7, 2012 um 8:36 pm #

    Ja, OK. Ich bin noch nicht sicher ob ich es auch ganz richtig verstanden habe und glaube, dass das zu Missverständnissen führen wird, wenn man es in einem Wort zusammenfassen will. Das Gegenteil von „streitsüchtig“ wäre „friedliebend“. Doch das bezieht sich vergleichsweise weniger auf Gewalt und klingt etwas nach „Konflikten aus dem Weg gehen“.

    Es gibt noch ein weiteres Problem. Wie stehen wir zu denen, die eine der weltanschaulichen Grundlagen nicht teilen? Norman Finkelstein hat einmal auf die aggressiven Suggestivfrageversuche eines Journalisten geantwortet: „Wer bin ich denn, dass ich von den Palästinensern fordern soll, dass ihr Widerstand gefälligst friedlich zu sein hat?“ Das hat mich sehr beeindruckt. Ich käme im Traum nicht mehr darauf von Nationalisten zu fordern, dass ihr Widerstand friedlich sein muss, aber ich würde es ihnen zur Zeit noch raten.

    • niekisch September 8, 2012 um 9:21 pm #

      Was spricht dagegen, reinigungskraft, bei Rückfragen Erläuterungen zu geben? Das ist doch immer so, wenn parolenartig agiert wird. Hilfst Du mir mal dabei zu prüfen, welcher identitär eingestellte Mensch diesen 4 Punkten z.T. aus welchem Grund nicht zustimmen kann? Die Friedfertigkeit – so betone ich nochmals – schließt das Notwehrrecht bei unmittelbar drohendem Angriff nicht aus.

      • reinigungskraft September 12, 2012 um 9:41 pm #

        Wenn die Rückfragen (an die richtige Person) gestellt werden, spricht nichts dagegen.

        Wenn ich mir einen Kazam-Raketen-Palästinenser vorstelle, dann ist „Friedfertigkeit“ nicht das erste Wort was mir einfällt, obwohl ich ihm sein Notwehrrecht nicht streitig machen will.
        Ich denke nicht, dass man deswegen nicht den 4 Punkten zustimmen könnte, aber dass es schwerer wird sie glaubhaft zu kommunizieren.

        • niekisch September 13, 2012 um 11:03 am #

          reinigungskraft, halten wir uns doch bitte vor Augen, was wir bezwecken wollen: einen Ponton errichten über den tiefen Gräben innerhalb der identitären Kräfte von den kirchlich Gebundenen, den Konservativen bis zu nationalen Sozialisten und Linksnationalen, die begriffen haben, daß eine Weltanschauung die Welt s o anschauen muß, wie sie derzeit ist. Das geht nur, wenn eine Einigung über wenige wesentliche Punkte erfolgt. Sonst triumphiert der deutsche Überindividualismus:-)

          Die terroristische Gewalt in all ihren Formen ist in der Welt, aber das war zu Zeiten Gandhis und Codreanus auch nicht anders. Dennoch versuchten sie die Friedfertigkeit als Ausdruck überlegener Moral in die Herzen ihrer Gegner und Feinde zu pflanzen, um diesen die Gelegenheit zu nehmen, sich mit ihnen überhaupt beschäftigen zu können, auf sie Einfluß nehmen zu können, von ihren eigenen Untaten ablenken zu können.

          Kämpft die deutsche identitäre Bewegung mit dem Anspruch der Friedfertigkeit, dann schlägt sie zumindest 3 Fliegen mit einer Klappe: Sie ist nicht mit dem Signum des Bösen zu belegen, ausländische Interventionen gegen sie werden zumindest erschwert, die eigenen Mitstreiter haben die Gelegenheit, eine überlegene Moral zu demonstrieren.

          Ich werde als nächstes Gandhis 10 Weisheiten als Artikel einstellen, um das Ansinnen zu verdeutlichen.

  3. reinigungskraft September 6, 2012 um 9:28 pm #

    Ich würde gerne etwas gegen Fremdenfeindlichkeit unternehmen. Leider wird das Problem der Fremdenfeindlichkeit ausgenutzt um Hass auf Nationalisten zu schüren, während die Wurzel des Übels ignoriert wird. Wenn sich ein intelligenter Mensch die Initiativen mit dem üblichen Untermotto „gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus“ ansieht, wird er feststellen müssen, dass das erste immer nur als Vorwand dazu missbraucht wird das letztere anzugehen. Die Wurzel allen Übels der Fremdenfeindlichkeit wird ignoriert und das Problem somit natürlich auch niemals gelöst.

    Wir Identitäre bieten nachweisliche, geschichtlich erprobte Lösungen an. Die sollten wir auch in der Form präsentieren wie es der Bürger gewohnt ist. Auch damit er möglichst leicht zwischen echten Lösungen und unnützer Antirechtshetze unterscheiden kann, so dass das Problem auch gelöst und unschuldige Menschen nicht mehr verfolgt werden. Ich fände es gut, wenn wir irgendwie eine Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit anregen könnten.

    Gegen Fremdenhass und fremden Hass
    Für ein friedliches Leben selbstständiger Völker
    Gegen die Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer Ideale

    Unter den aktuellen demografischen Veränderungen ist der fremde Hass von heute der Fremdenhass von morgen.
    WIR haben das wirkliche Interesse daran, dass unterschiedliche Völker wieder in Frieden leben können werden.
    WIR wollen die Probleme nicht ausnutzen um Oppositionelle verfolgen zu lassen.
    In eigenständig-lebenden Völkern braucht niemand Angst davor zu haben aufgrund seiner Rasse verfolgt, diskriminiert oder gar angegriffen zu werden.
    Es ist geradezu schon eine Binsenweisheit, dass eine erhöhte Einwanderung von Ausländern zu einer erhöhten Anzahl an Gewaltdelikten gegen Ausländer und gegen Inländer durch Ausländer führt. Die Zuwanderung von derzeit einer Millionen Fremder pro Jahr ist kleine Lösung, sondern eine katastrophale Verschlimmerung dieser Probleme für uns und für die anderen.
    Die politische Einfuhr von Fremden dient hauptsächlich dem Niedriglohn-Preisdruck auf dem Arbeitsmarkt. Die entstehenden gesellschaftlichen Probleme werden geschickt missbraucht um Kritiker mundtot zu machen und die wirklichen Lösungen dieser Probleme sowie der des Lohndrückens in den Dreck zu ziehen.

    • niekisch September 7, 2012 um 6:52 pm #

      Sehr gute Gedanken, reinigungskraft. Ich mache sie mir zueigen, da ich mich schon auf dem Vorläuferblog immer in diesem Sinn geäußert habe.

      • reinigungskraft September 7, 2012 um 9:44 pm #

        Ja, aus dem Blog habe ich auch viel gelernt.

        Falls ich mit sehr irre, steckt zu diesem Thema. besonders über den Ansatz die falschen Initiativen der Unterdrücker zu kopieren und sinnvollen Initiativen gegenüberzustellen, viel ungenutztes Kommunikationspotential mit unserem Volk. Das schlägt zwei Fliegen mit einer Klatsche und kann auch noch dann zum Denken anregen, falls versucht wird, die Lösungen lächerlich zu machen.

        Dir und mir fehlen die Umsetzungsmöglichkeiten. Mir fallen im Großen und Ganzen im deutschsprachigem Raum auch nur NPD und PRO ein, mit steigenden Bauchschmerzen, die soetwas hinreichend Publik machen und gegebenfalls Systemmedienreaktionen herbeiführen könnten. FPÖ und SVP würden sich nicht trauen. Traurig, dass mir nur Parteien einfallen. (Möglicherweise ein Grund alles doch ein paar Nummern kleiner anzugehen.) Die rechten Publizisten haben das „preaching to the choir“ Problem. Um einen Stein ans Rollen zu bringen, reicht eventuell ein einzelner Kommentar bei Kompakt, Hans Püschel oder freiheitlich.

        Vorher wollte ich noch drüber nachdenken, was verbessert werden kann und wer die guten Anlaufstellen sind.

        • niekisch September 8, 2012 um 9:15 pm #

          Zu den Umsetzungsmöglichkeiten – „Marketingkonzept“ liegt vor – kommen wir noch, reinigungskraft.

          In meinem Feundes – und Bekanntenkreis, aber auch bei einem Monteur und bei Flohmarkthändlern habe ich die 4 Begriffe ins Gespräch gebracht. Kein einziger Gesprächspartner hat die Begriffe von vorneherein abgelehnt. Es wurde nur nach den Hintergründen gefragt. Ich bin sicher, daß sich in der jetzigen und sich verschärfenden demnächstigen Lage Millionen Deutsche zu diesen Ausgangszielen bekennen können. Sie waren letztlich auch die Grundlage der Umwälzung in der DDR.

  4. reinigungskraft September 6, 2012 um 7:48 pm #

    Ich habe den letzten Artikel noch nicht gelesen. Anhand des Artikels davor und einigen Kommentaren glaube ich, dass „Friedfertigkeit“ einfach in eine ungünstige Kategorie („weltanschauliche  Grundlagen“) eingeordnet wurde. Zu einer weltanschaulichen Grundlage, kann es mMn nur schwer ein „zu einer anderen Zeit/unter anderen Umständen wäre es aber sinnvoll“ geben. Das würde besser in die Kategorie „aktuell sehr zu empfehlende Verhaltensregeln“ passen.

    • niekisch September 7, 2012 um 6:48 pm #

      reinigungskraft, eigentlich fällt der Begriff Friedfertigkeit unter Beides: innere Einstellung und Verhalten. Der weitergehende Begriff ist die innerere Einstellung, die Weltanschauung. Deshalb ist der Begriff – so meine ich – unter „Metapolitisches“ nicht falsch einsortiert. Daß unter Umständen von der Friedfertigkeit abgegangen werden muß, widerspricht dem ja nicht. Gerade, wenn wir die Welt so betrachten, wie sie ist.

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