Stille Tage…

7 Okt

Eintönig, traumhaft, wie Tropfen rinnen,

Gleiten und spinnen

Meine einsamen Tage.

Zur Jahreszeit…

Und ich seh sie verwehn,

Kommen und gehn

Ohne Frage und Klage,

Mit stillen Sinnen,

Eintönig, traumhaft, wie Tropfen rinnen.

Doch in jedem Tropfen, der rinnt und fällt,

Spiegelt sich schimmernd die ganze Welt!

( Lulu von Strauß und Torney )

Wenn wir als Deutsche in der schon vorhandenen und der noch ansteigenden Flut des uns Fremden standhalten und unsere Zukunft sichern wollen, so müssen wir an einer gepflegten Sprache, an unseren Stimmungen und Empfindungen, dem Erleben der Jahreszeiten, die uns die Natur geschenkt hat, festhalten.  Auch sollten wir hin und wieder innehalten, Ruhe finden, auch Einsamkeit zulassen und erleben, um den Alltagsbetrieb, den Lärm um uns herum richtig einschätzen zu können, das sich täglich neu widersprechende  Gerede der Politiker. Haben nicht des öfteren die Einsamen in unserem Volk sich zum intensivsten Denken gezwungen? Einer von ihnen war Nietzsche. Sollten wir nicht in Ruhe, und sei es in Einsamkeit, einen Schritt zurücktreten, einen Blick über die Jetztzeit mit ihrer Vergänglichkeit werfen und ihn dann auf unser Inneres richten. Wer von uns besitzt das große Glück, ein unwandelbares Inneres Reich in sich zu tragen, unanfechtbar durch äußeres Getändel, Spiegelbild des ewigen Reiches  der Deutschen, das auf seine Wiedererweckung wartet als Schutz und Schirm unserer Ideen und unseres Lebens?

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