Identitäre Bewegung Deutschland – was jetzt am wichtigsten ist..

18 Okt

I B D …

Am wichtigsten jedenfalls ist es nicht, auf der mir sympathischen Seite der „Identitären Bewegung Deutschland“ ( IBD )  einen Artikel unter dem Titel „Weder Kippa noch Palituch“ einzustellen und debattieren zu lassen. Die Bewegung ist noch nicht konsolidiert, steckt gerade erst in den Anfängen, hat eine bloß virtuelle Grundlage im Netz, wo zugleich persönliche Bindungen außerhalb des Initiatorenkreises sicher noch weitgehend fehlen.

Ausgerechnet  d a s  Reizthema  unseres Landes, das aber letztlich nicht die Gegenwartsprobleme unseres Volkes betrifft, wird in den Diskurs gebracht. An den in diesem Artikel behandelten Fragen verlaufen tiefe Trennlinien innerhalb des identitären Lagers. Wie sollen Brücken im Interesse des höheren Zieles geschlagen werden, wenn schon ganz zu Anfang der Bewegung erhebliche Teile ausgeschlossen werden? Eigentlich sollte der Aufbau der Bewegung umgekehrt verlaufen: am wichtigsten ist es jetzt, einer breiten Spanne identitärer Auffassungen mit Hilfe extrem vereinfachter Aussagen Raum zur Mitarbeit geben. In einem zweiten Schritt können diese wenigen Grundsätze in erweiterter Form angeboten und in demokratischer Weise kodifiziert werden, damit die Legitimation unstreitig wird. Ich habe hier auf Metapolitika angeboten und vorgeschlagen, als ersten Schritt die Begriffe Souveränität – Friedfertigkeit – Identität – Selbstlosigkeit für Deutschland ! als Einigungsanruf an die unterschiedlichsten identitären Kräfte zu verwenden. Da müssen wir dann keinen einzigen wohlwollenden, vernünftigen und sich ordentlich verhaltenden Menschen ausschließen. Vielmehr schließen sich Leute mit Fremdloyalität oder Fremdenliebe,  Gewaltbereitschaft und Egoismus in persönlicher Richtung oder gemeinschaftsschädlicher Absicht von vorneherein selber aus.

Wer kann die 4 Begriffe nicht unterschreiben?

Zugleich lösen wir uns ein wenig vom französischen Vorbild. Wir wollen ja ein Eigengewächs sein. Die deutsche Geisteskraft und der mit ihr verbundene Wille dürften auch heute noch stark genug sein, das uns gemäße  E i g e n e  selbständig zu formulieren und zu vertreten!

Ich befürchte, daß die jetzige Vorgehensweise der Initiatoren der IBD dieses wunderbare Vorhaben in Gefahr bringt. Deswegen bitte ich um Verständnis, daß ich mich hier so deutlich äußere. Meine Erfahrung aus mehr als 4 Jahrzehnten kulturell – politischer Betätigung auch in der Partei, die jetzt Spielwiese des Staatsschutzes ist, sagt mir, daß der jetzt vorgezeichnete Weg verhängnisvoll enden kann.  A l l e  bisherigen identitären Versuche sind an zu differenzierter und einengender Programmatik gescheitert, wenn nicht schon vorher kriminelle Elemente, Karrieretypen oder Behörden ihnen den Todesstoß versetzten.
Der bisherige Ablauf der Diskussion um „Weder Kippa noch Palituch“  scheint meine Einschätzung zu bestätigen.

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17 Antworten to “Identitäre Bewegung Deutschland – was jetzt am wichtigsten ist..”

  1. Moritz Haberland Oktober 22, 2012 um 6:26 pm #

    Wahrnehmung ist alles, bester Niekisch, immerhin ist Dein „Metapolitika II“ namhaft:

    Zitat: „So beanspruchen weitere Neurechte in Blogs wie „Diskuswerfer/Metapolitika“, „Der Funke“ und „mauerbluemchen“ Deutungshoheit…“

    siehe: http://www.publikative.org/2012/10/22/von-tanzenden-rassisten-und-uniformierten-milizen/

    • niekisch Oktober 22, 2012 um 6:55 pm #

      Danke, Moritz, für den Hinweis. Vor lauter Arbeit am Blog und auf facebook habe ich garkeine Zeit, meine Wirksamkeit zu prüfen. Das hat den Vorteil, daß ich nicht hypertroph werde:-)

      • Moritz Haberland Oktober 22, 2012 um 7:13 pm #

        …wirst du nicht, Hauptsache ist, daß Du nicht wieder so verbiesterst, dann liest Du nicht richtig, reagierst komisch und bist ungerecht.

        Mag sein, daß es an der vielen Arbeit liegt, wir
        sind auch wirklich nicht mehr die Jüngsten 😦 .

        • niekisch Oktober 22, 2012 um 8:11 pm #

          Der Schöne und das Biest, Moritz?:-)

      • Moritz Haberland Oktober 23, 2012 um 6:17 am #

        Naja, weder bin ich der Schönste, noch bist Du das eigentliche Biest, mir ist nur aufgefallen, daß Du manchmal oberflächlich nachliest und insofern ungerecht urteilst, das ist alles.

        Aber o´kee: Magenweh in NRW… 😦 .

        • niekisch Oktober 23, 2012 um 8:52 am #

          „Du manchmal oberflächlich nachliest und insofern ungerecht urteilst“ – Das mag durchaus sein, und wenn es so ist, dann bedauere ich es Moritz. Sicher hast Du aber auch bedacht, wie viel Arbeit das Betreiben einer Seite erfordert.

      • Moritz Haberland Oktober 23, 2012 um 6:23 am #

        Wenn Du mir etwas außerhalb von „Metapolitika II“ mitteilen möchtest, kannst Du das gern über „Fäßbuck“ machen, denn ich hab Dich weiterhin nicht(!) gesperrt. Gruß M.H. + Odin (Hund).

  2. thorbenarminius Oktober 21, 2012 um 8:35 am #

    > Selbstlosigkeit für Deutschland !

    Kann ich schon nicht unterschreiben, und ich sehe mich auch als identitär an. Klingt mir viel zu idealistisch und nach Selbstaufgabe wie in einer Sekte.

    Ich glaube man muss einfach darauf bestehen das der Begriff z.B. nur aussagt das man auf dem Recht besteht die nationale Identität gegen Masseneinwanderung zu schützen. Fertig.
    Ansonsten kann man klarstellen das jeder Identitäre auch Ansichten hat die darüber hinaus gehen, aber das diese absolut nichts mit den Identitären insgesamt zu tun haben.

    Wenn die Dinge in einer Organisation in die falsche Richtung laufen muss man schnell Alternativen schaffen die sich auch auf den Begriff berufen und ausserdem wahrgenommen werden.

    • niekisch Oktober 21, 2012 um 9:32 pm #

      Danke für den Kommentar, thorbenarminius. Ich komme in Kürze auf ihn zurück.

    • niekisch Oktober 22, 2012 um 5:26 pm #

      „> Selbstlosigkeit für Deutschland !

      Kann ich schon nicht unterschreiben, und ich sehe mich auch als identitär an. Klingt mir viel zu idealistisch und nach Selbstaufgabe wie in einer Sekte.“

      So, thorbenarminius, verzeih mir bitte, daß ich mich erst jetzt melde. Wegen der Identitären Bewegung Deutschland bin ich im Moment eingespannt. Der Begriff Identite´ bedeutet Übereinstimmung, Gleichheit und will uns auffordern, die Übereinstimmung der Gleichen herbeizuführen. Die Gleichen sind wir deutsch Fühlenden und diejenigen,die wieder deutsch fühlen wollen oder sollen. Also eine Gesamtheit über den Einzelnen hinaus. Da greift dann der Begriff Selbstlosigkeit. Ein Egoist, nur auf sich selbst Bezogener kann nichgt mithelfen, eine Übereinstimmung der Gleichen zu erreichen, da er über sich hinaussehen muß. Es muß also selbstlos sein. Der Begriff Selbstlosigkeit gehört notwendigerweise zu Identität hinzu. Er verhindert auch, daß sofort Gräben in der Bewegung um das richtige Wirtschaftssystem entstehen. Wer selbstlos denkt und handelt, der wird kaum zum Raubtierkapitalismus neigen, den uns der Globalismus beschert. Im übrigen sind die Deutschen immer noch eines der altruistischsten Völker auf der Welt. Ich hoffe, eine einigermaßen befriedigende Erläuterung gegeben zu haben.

      • thorbenarminius Oktober 23, 2012 um 3:10 am #

        Naja, mir ist es halt zu sehr schwarz-weiss, nur weil man gegen Egoismus ist muss man nicht gleich das Gegenteil als Losung ausgeben.

  3. Moritz Haberland Oktober 19, 2012 um 9:06 pm #

    Niekisch, für wie komplitziert hältst Du das BRD-Leben ? Auf der Basis eines 30-jährigen Mannes, der am wohl politisch interessantesten Punkt Deutschlands, der Berliner Mauer sozialisiert wurde, bin ich vor 29 Jahren in die BRD gekommen.

    Richtig ist, daß der Bundesbürger nichts vom Leben in der DDR weiß,
    genauso richtig ist es, daß die BRD kein Geheimnis vor mir verbirgt.

    • niekisch Oktober 20, 2012 um 10:37 am #

      Ich will es Dir gerne glauben, Moritz. Gerne teile ich Dir aber auch mal mit, wie meine Eltern vollständig und ich fast unsere Existenz aufgrund staatlich – politischer Unterdrückungsmaßnahmen verloren. Da gehen Dir die Augen über!

  4. Moritz Haberland Oktober 19, 2012 um 1:50 am #

    Ich hab´s gewußt, doch daß es so schnell geht mit der Zersetzung, ahnte ich heute Mittag noch nicht.

    Zitat einer Liedzeile:
    „Satt in die Zunkunft fuhr mein Schiff bereits im Hafen auf ein Riff.“

    Ob Dummheit oder Erbkrankheit, die nach ihrer mitteleuropäischen / deutschen Identität suchen, kloppen sich erstmal wegen der Wüstensöhne. Man glaubt es kaum, so wird das auch bloß nix 😦 .

    • niekisch Oktober 19, 2012 um 1:07 pm #

      Dabei, Moritz, vergessen wir natürlich nicht, daß die junge Generation mit voller Breitseite durch die Umerziehung und die 68iger getroffen wurde und wird, während wir ja noch die Eltern als Korrektiv hatten und haben.

      • Moritz Haberland Oktober 19, 2012 um 1:44 pm #

        Naja, die Ausrede funktioniret nicht perefekt, ich und meine Generation (heute zwischen 55 und 65 Jahre alt) hat die volle Breitseite der sozialistischen Erziehung „genießen“ können, den „eisern erlesenen Ulbrichtismus“ sozusagen.

        Nein, es ist eine Form der Niederhaltung, denn wer sich seiner Identität und somit seiner Kraft bewußt wird, ist ab dann kein(!) „Mensch-ärgere-dich-Männchen“ mehr.

        Die Bewußtseinserweiterung hat nur zwei Säulen: 1. die Bundes – Staatsbürgerkunde oder 2. das Kiffen, alles andere wird bekämpft.

        Das „Drei-Säulen-Programm“ habe ich schon in meinem
        Herkunftsbiotop erlebt: Zersetzung, Ächtung, Haftanstalt.

        • niekisch Oktober 19, 2012 um 6:30 pm #

          Moritz, wir haben ein kleines Problem damit, daß wir im Westen letztlich nicht genau wissen, wie es bei Euch war und Ihr könnt nicht genau wissen, wie subtil die Existenzvernichtung hier ablief und heute noch abläuft. Aber das Thema hatten wir schon mal:-)

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