Identitäre Bewegung Deutschland – essentials I.

30 Okt

Schon in meinem Vorgängerblog   www.Metapolitka.wordpress.com  wurde in Gruppenarbeit an einem Gerüst für eine IdAPO, eine Identitäre Außerparlamentarische Opposition, gearbeitet, wobei wir in Zusammenarbeit mit dem Marketingfachmann „Basa Donard“  unverzichtbare Voraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit einer solchen Bewegung fanden und formulierten. Ich stelle sie hier redigiert ein.

Gemeinsam wollen wir die Verlautbarungen und das organisatorische Bemühen des neuen Projekts  „Identitäre Bewegung Deutschland“  http://www.facebook.com/identitaer?ref=ts&fref=ts,  inzwischen auch mit einer eigenen Netz – Seite  http://www.identitaere-bewegung.info  unter dem Namen „Identitäre Bewegung“  daraufhin prüfen, ob sie diesen Voraussetzungen entsprechen:

I. Jedes Projekt benötigt ein einfaches, klares und das Projekt zusammenhaltendes „g r o ß e s“, konkretes, genau abgrenzbares Ziel – längerfristiges, strategisches Ziel im Gegensatz zum operativen Ziel –

Dieser zielgerichtete Inhalt muß von den Begründern des Projekts Identitäre Bewegung so verkündet und vorgelebt werden, daß eine Vision erkennbar wird, auf die die Mitstreiter „eingeschworen“ werden können. Die schriftliche Zielformulierung dient dazu, Einzelentscheidungen und tägliche Aktionen über einen notfalls langen Zeitraum hinweg in Richtung des „großen“ Ziels zu steuern. 

Laßt uns hier gemeinsam in solidarischer, aber auch kritischer Verbundenheit mit der Identitären Bewegung debattieren, ob I. erfüllt, teilerfüllt oder garnicht erfüllt ist.

„Der  Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewußte gestaltet es!“

„Josephine Erdmann“ hat bereits einen deutlichen Kommentar abgegeben: „Das große Ziel ist nicht formuliert auf der Webseite, es sind eher Selbstbeschreibungen (“Wir sind….”). Es kommt einem so vor, als wird die ganze Zeit um den heissen Brei herumgeredet.“

Prüfen wir doch einmal unter Verwenden der obigen Kriterien, ob das in den facebook – Verlautbarungen http://www.facebook.com/identitaer?ref=ts&fref=ts  und auf der Netz – Seite http://www.identitaere-bewegung.info Vorzufindende  den Anforderungen an das „große Ziel“ genügt, ob Josephine Erdmann zuzustimmen ist.

Wir finden:

I. Auf facebook:…gefragt, was unsere identitären Ziele sind..

a.  „Uns Identitären geht es um den Erhalt unserer ethnokulurellen Identität….

b. Das Ziel der identitären Bewegung ist die totale Umwälzung und Auslüftung dieser stickigen, giftigen Atmosphäre..

c. Dieses Ziel, unsere identitäre Idee, soll vom namenlosen Gespenst..

d. Unser Ziel ist es, die identitäre Frage in ganz Deutschland und Europa zu stellen.

e. Unser Ziel ist der offene Diskurs und die Schaffung eines identitären Bewußtseins im Volk.

f. ..Ihr ( der positiv – patriotischen Informationsarbeit ) Ziel ist es, dem einfachen Michel klar zu machen…

g. Mit all dem oben genannten Rüstzeug ausgestattet kann jeder Identitäre bereits arbeiten, Ziele stecken..“

II i): „unser Ziel ist demokratisch“ – ein Verhalten oder ein System oder ein Verhalten können demokratisch sein, nicht aber ein Ziel, schon garnicht ein großes.

II. Auf der Netzseite:

1. Positionierung: „100 % identitär – 0 % Rassismus“

h. „Identitär zu sein heißt für uns, mit vollem Einsatz für den Erhalt unserer ethnokulturellen Identität einzutreten.

Unsere Identität ist für uns das Zusammenspiel aus unserer tradierten Kultur, unserem Bewußtsein, eine homogene, verwandte Gemeinschaft zu sein sowie der gemeinsamen Erinnerung an ihren Weg durch die Zeit. Diese Identität wird lebendig durch unseren Willen, sie auch in die Zukunft fort zu tragen. Sie ist ein dynamischer Prozeß, eine Geschichte, in die wir immer schon ein(ge)bettet sind und die schon immer unsere Perspektive auf ( sic!) die Welt prägt. Sie ist kein hermetisch versiegelter Zirkel, sondern lebte und lebt im und vom Austausch. Doch das was sie ausmacht und was uns als Deutsche von allen anderen unterscheidet, ist eben die ethnische und kulturelle Substanz, die sich über Jahrtausende hinweg, über verschiedene Staats- und Erscheinungsformen erhalten hat. Eine abschließende Definition dieser Identität ist kaum möglich, ( Betonung durch mich, niekisch ) weil wir selbst ein Teil von ihr sind. Wir erkennen ihre Wirklichkeit aus der Geschichte unseres Volkes, die in unserem Gedächtnis aktuell wird. Wir bilden, als Glied in einer Kette, die lebendige Geschichte und Zukunft unseres ethnokulturellen Erbes. Die Sprach- und Gedankenwelt, die organische Gemeinschaft in die wir hineingeboren sind, bildet unser Dasein in der Welt und gibt uns eine perspektivische Wahrnehmung der Wirklichkeit, wie sie so kein anderes Volk hat.Aus diesem Bewusstsein folgt die Erkenntnis um die Vielfalt der Identitäten, die Welt der tausend Völker und Kulturen, die je ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Schicksal und ihre eigene Sprachwelt haben. Diese Vielfalt bildet den wahren Reichtum der Erde und zeichnet den Menschen als differenziertes Kulturwesen aus. Sie zu erhalten ist das oberste Ziel der Identitären, (Betonung durch mich, niekisch) das Respekt vor dem Anderen und Einsatz für das Eigene gebietet. Vor allem aber ist die identitäre Idee (Betonung durch mich, niekisch) eine Botschaft der Freiheit und Selbstverwirklichung jedes Volks und jeder Kultur im Rahmen ihres eigenen Charakters. Wir lehnen so die allgemeine Verflachung, Vereinheitlichung und Abstumpfung der Welt im Zuge der Globalisierung ebenso ab wie den kulturellen Imperialismus und globale Vereinheitlichungsversuche. Wir kämpfen gegen den eigenen Identitätsverlust, gegen unseren demographischen und kulturellen Verfall und gegen die allgemeine Entwurzelung und Entfremdung des Menschen in der Moderne. Wir stellen uns gegen einen abstrakten, weltfremden Menschenbegriff, der ihn nur als degenerierte kultur- und geschlechtslose, internationale Ware, als Humankapital betrachtet, anstatt ihn in seiner Ganzheit, als Erbe und Träger einer bestimmten Identität zu betrachten. Wir betrachten die ethnokulturelle Gemeinschaft als ein konkretes und dynamisches Phänomen, welches wir nicht gegenüber einem imaginierten, internationalen Rasseideal abwerten. Ebenso wie jede rein geistige lehnen wir auch eine nur biologistische Auslegung unserer Gemeinschaft ab. Es gibt keine „reinrassigen Völker“ und das ist auch kein Ideal welches wir Identitäre anstreben! Die ethnokulturelle Identität ist nicht mit dem Begriff der Rasse gleichzusetzen. Wir halten die unzähligen Rassentheorien des 20. Jahrhunderts für unzureichende und willkürliche Relikte eines Einteilungswahns, der meist von eigenen Überlegenheitsgefühlen getragen war.Wir lehnen jeden chauvinistischen Rassismus oder Nationalismus, der andere Kulturen abwertet, strikt ab. Indem wir einsehen, dass unsere Identität über unsere Perspektive auf die Welt erst unsere Wertmaßstäbe schafft, erübrigt sich für uns auch jede Hierarchisierung und Einteilung der Völker und Kulturen. Eine völlige Übersetzbarkeit und die Rückführung auf eine Einheitssprache und Einheitskultur ist nicht möglich. Jeder Versuch in diese Richtung endet immer in einer chauvinistischen Überhöhung der eigenen und einer rassistischen Vergewaltigung der anderen Kultur. Hier ist stattdessen ein Austausch und eine gegenseitige Bereicherung, eine ewige Kommunikation angebracht, die natürlich nicht frei von Konflikten sein wird. Doch diesen Preis nehmen wir für die Freiheit gerne in Kauf!

Indem wir Identitäre mit Vehemenz gegen Rassismus auftreten, lehnen wir jede Abwertung des Fremden, jede Idee einer „Herrenrasse“ oder eines „Herrenmenschen“ strikt ab. Rassisten haben bei uns keinen Platz! Wir achten und schätzen alle Kulturen. Wir verwehren uns aber gegen eine Ausweitung des Rassismusbegriffs auf die bloße Feststellung unterschiedlicher verwandter Gruppen und Populationen innerhalb der Menschheit. Zudem geht heute der größte Rassismus in unserem Land von migrantischen Banden gegen Deutsche aus, weswegen unser Kampf gegen diesen antideutschen Rassismus für uns auch ein selbstbewusstes und entschlossenes Auftreten in unseren eigenen Städten bedeutet.“

4. Positionierung: „Unser Ziel ist demokratisch“

i. „Unser Ziel ist demokratisch..

j. Unsere Vision ist eine echte, direkte, deutsche, subsidiarische Demokratie,…

k. Wir wollen, als Jugend Europas, eine friedliche, demokratische, gerechte Lösung der identitären Frage, die als unausgesprochenes Hauptproblem  und Daseinsfrage uns allen unter den Nägeln brennt.“

Ich versuche schon einmal, die Punkte auszuscheiden, die das „große Ziel“  n i c h t   benennen:

I b): Umwälzen und Auslüften einer Atmosphäre ist nicht das große Ziel, weil zu einer Lage und dem daraus zun benennenden großen Ziel mehr als nur Atmosphäre gehört.

I c): Die identitäre Idee kann weder ein kleines noch das große Ziel sein, weil jede Idee vor jedem Ziel steht, ein Vorher, ein Weniger ist.

I d): die identitäre Frage in Deutschland und Europa zu stellen, kann der Ausgangspunkt, ein Ausgangsziel oder ein Zwischenziel des großen Ziels sein, nicht aber das große Ziel selber.

I e): wie I d):  das gilt auch für den offenen Diskurs und das Schaffen eines identitären Bewußtseins im Volk.

I f): wie zuvor gilt das auch für die positiv- patriotische Info – Arbeit.

I g): ebenso wie vor: Rüstzeug für die Identitären zum Arbeiten und Ziele stecken.  Dieser Punkt setzt ebenso wie die vorherigen voraus, daß das „große Ziel“ bereits – am besten schriftlich –  festgelegt ist.

II h): „Identitär sein heißt für uns, mit vollem Einsatz…“ – wie zuvor.  Der restliche Text von II h ab „Unsere Identität..“ kann hingegen in Frage kommen.

II i): „Unser Ziel ist demokratisch“ – s. Ic: weder ein kleines noch ein großes Ziel können demokratisch sein, demokratisch sind ein System, Methoden oder ein Verhalten auf dem Weg zu einem großen Ziel.

II j.): für die Vision Demokratie gilt wie vor. Eine bloße Regierungsform kann nicht unser großes Ziel sein.

Es bleiben meiner Ansicht nach für die Prüfung, ob die IBD ein „großes Ziel“ benennt: I a), II h ab „Unsere Identität…, II k).

Viel Spaß bei der Arbeit, für die die Kommentarspalte zur Verfügung steht!

Euer niekisch

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19 Antworten to “Identitäre Bewegung Deutschland – essentials I.”

  1. Chantal-Cheyenne Meier November 5, 2012 um 4:00 pm #

    Ein großes Ziel für die IBD: Bedingungen zu schaffen, die ein Aussterben (denn für nichts anderes steht der Euphemismus „demografischer Wandel“) der Deutschen zu verhindern. Der demografische Abwärtstrend muß gestoppt werden, sowohl quantitativ (Deutsche vs. Migranten) als auch qualitativ (gebildete Schichten vs Unterschicht).

    • niekisch November 5, 2012 um 6:42 pm #

      Da stimme ich zu, Chantal-Cheyenne. In dem Artikel III. habe ich das Problem angeschnitten. Keine Identität ohne ethnische Plattform, also ein Volk.

  2. Polemos November 2, 2012 um 5:09 pm #

    „In diesem Sinne ist der historische Idealismus das Gegenteil des negativen historischen Fatalismus der falschen Gelehrten. Heute meinen diese zum Beispiel, die tatsächliche Präsenz fremdrassiger Massen sowie des Islams in Europa sei eine vollendete, unabänderliche und folglich unumkehrbare Tatsache. Gegen eine solche Auffassung gilt es, die Ideen von Rückführung und Rückeroberung unablässig zu behaupten und mit der ganzen Kraft des Willens zu verbreiten, auch wenn wir noch nicht imstande sind, ihre Art und Weise zu bestimmen.“ – Wofür wir kämpfen; Guillaume Faye

    • niekisch November 2, 2012 um 9:27 pm #

      Danke, Polemos, für dieses Zitat. Bist Du bereit und willens, es auf unsere Aufgabenstellung hier zu übertragen? Hat Deiner Ansicht nach die Identitäre Bewegung ein „großes Ziel“ formuliert?

  3. Wahrheitskrieger Oktober 31, 2012 um 7:53 pm #

    Hallo Niekisch, sicher erkennst du mich noch, damals hatte ich halt nur den Namen eines Adlingen.

    Hier noch mal der LINK zu:http://www.europaeische-aktion.org/index_de.html

    Bitte gib mir mal eine Stellungnahme zu der Europäischen Aktion.

    • niekisch Oktober 31, 2012 um 8:13 pm #

      Eines „Adlingen“?, Wahrheitskrieger. Meinst Du: eines Adeligen? Wenn ja,: Ich erinnere mich jetzt nicht. Hilf mir bitte auf die Sprünge.
      Nach summarischer Prüfung: Zu eng, zu apodiktisch, für eine kleine Elite geeignet. Die IB halte ich für wesentlich besser geeignet, starre Fronten aufzubrechen, so eine Art 68iger Bewegung der Identitären zu starten. Wegen unseres konkreten Themas hier bitte ich um Nachsicht, daß wir die Beurteilung der EA zurückstellen müssen.

      • Wahrheitskrieger November 1, 2012 um 11:32 am #

        Gut, dann jetzt mal ne Frage, ist die Identitäre Bewegung proamerkanisch und proisraelisch?

        • niekisch November 1, 2012 um 5:48 pm #

          Die bisherigen Verlautbarungen, z.B. „Weder Kippa noch Palituch“, Wahrheitskrieger, sprechen nicht gerade dafür..

      • Moritz Haberland November 1, 2012 um 5:54 pm #

        @Niekisch : auch der junge Adel hat Anspruch auf eine
        vernünftige Antwort, also rede Dich nich heraus 😦 .

        • niekisch November 1, 2012 um 6:51 pm #

          Es fehlte noch, Moritz, daß ich mich herausrede. Nur bin ich nicht der Initiator der IBD, auch kein Admin, fühle mich der IDB zugehörig und kann daher die Verlautbarungen nur so gut bewerten, wie ich es kann. In der Positionierung 2. „Weder Kippa noch Palituch“ heißt es: „..ohne in eine pathologische Überidentifikation mit Israel zu kippen…wir wollen nicht zu einer willenlosen Schachfigur in einer transatlantischen, westlichen Allianz werden, sondern als Deutschland und Europa selbstbewußt auftreten. ..Generell ist die Nahostfrage keine zentrale Frage der identitären Bewegung. Es geht um Deutschland und Europa und nicht um irgendwelche anti – oder philosemitischen Fixierungen.“

          Ich lese daraus keine Tendenz pro USA oder Israel, was ich schon erklärt habe. Der junge Prinz sollte natürlich auch ein wenig Mühe aufwenden und nachlesen. Bei dieser Gelegenheit: Schöne Grüße an ihn!

      • Moritz Haberland November 1, 2012 um 7:06 pm #

        Ist schon klar, wobei ich allein diese „Fragenotwendigkeit“ bereits als Bevormundung betrachte, die „Notwendigkeit“ ist so allgegenwärtig wie aufdringlich. Warum heißt die Frage nicht NVA-Stahlhelm oder BW-Stahlhelm für eine deutsche Armee, warum nicht Schlips oder Fliege für Professoren, warum nicht 3- oder 5-beinige Kühe ?

        Nein…die Frage heißt :
        Palli oder Kippa ?
        Was ist daran identitär ?

        Gib dem jungen Bürgertum eine Chance, auch
        wenn es sich seinerzeit feudal gebärdete 🙂 .

        • niekisch November 1, 2012 um 7:34 pm #

          „Pali oder Kippa? Was ist daran identitär“ Moritz, Du näherst Dich wieder Deinem früher schon mehrfach gezeigten Verhalten, das mich ein wenig an der Arbeit hindert.
          Du solltest schlicht und ergreifend diesen Text einmal lesen oder soll ich Dir alles vorkauen? Nur e i n Zitat: “ Wir wollen….zu einer gesunden, selbstbewußten Identität zurückfinden.“
          Aus einer bloßen Überschrift kann man nicht einen ganzen Text bewerten.

          Und nun laß es bitte gut sein..sonst…

      • Moritz Haberland November 1, 2012 um 8:05 pm #

        Ich belasse es dabei, Du reagierst immer etwas ungehalten, doch glaube mir ruhig, bei all Deinen Bemühungen hast Du mein ganzes Wohlwollen, das war „damals“ so und ist es auch heute.

        Mein Temperament, meine Art … also mein Naturell mag anders sein, ansonsten gehen wir recht weit konform. Würde ich mich sonst imme wieder für Dein publizistisches Tun interessieren?

        • niekisch November 1, 2012 um 8:12 pm #

          Schon in Ordnung, Moritz, die Sache ist nur zu wichtig, um Energie zu verplempern. Schau bitte auf den neuesten Artikel, dann siehst Du, wieviel Arbeit ich habe, die ich allerdings gerne tue, weil ich will, daß wir zum Sieg kommen.

  4. Josephine Erdmann Oktober 31, 2012 um 6:37 am #

    Das große Ziel ist nicht formuliert auf der Webseite, es sind eher Selbstbeschreibungen („Wir sind….“). Es kommt einem so vor, als wird die ganze Zeit um den heissen Brei herumgeredet. Da alles sehr versteckt abläuft, also keine Personen sichtbar werden, die das Ganze tragen, kann natürlich auch nichts vorgelebt werden. Das mit dem Vorleben wird solange nicht funktioninieren, wie der Verfolgungsdruck so stark ist wie jetzt, was ein offeneres Agieren bisweilen noch unmöglich macht. Da bleibt wohl nichts anderes übrig, als sich erstmal den „Nimbus“ auf dem Subversiven und Geheimnisvollen, dem Bild des Untergrundrebellen, aufzubauen.

    • niekisch Oktober 31, 2012 um 7:45 pm #

      Der Text um das „große Ziel“ auf Metapolitika,Josephine, entstammt dem Marketingbereich im Wirtschaftlichen. Da stecken auch im Online-Verkauf natürlich Personen hinter den Unternehmen, die letztlich für die Beschäftigten und die Kunden erreichbar, als Personen wahrnehmbar sind. Insofern ist die derzeitige Lage bei der Identitären Bewegung ( IB ) einer zu vermarkteten Firma nicht ganz vergleichbar. Es wird wohl so sein, daß selbst die Mitglieder der Koordinationsgruppe auf facebook ( geschlossenen Gruppe ) die Admins und Initiatoren der IB nicht persönlich kennen. Möglicherweise gilt dies sogar für die Admins untereinander. Ich besitze da keinerlei Informationen.

      Wir müssen daher die Prüfung, ob das große Ziel als Vision von der Führungsspitze angemessen vorgelebt wird, zunächst außer acht lassen. Wir können die Frage wieder aufgreifen,wenn sie akut wird.

      Da keine visionsvorlebenden Personen vorhanden sind, ist es umso wichtiger, wenigstens ein strategisches, großes Ziel vorzufinden, das konkret, einfach, klar und genau abgegrenzt, schriftlich formuliert das Projekt zusammenhalten kann und geeignet ist, Einzelentscheidungen und tägliche Aktionen über einen notfalls langen Zeitraum hinweg in Richtung des „großen Ziels“ zu steuern.

      Du schreibst, Josephine: „Das große Ziel ist nicht formuliert auf der Webseite, es sind eher Selbstbeschreibungen (“Wir sind….”). Es kommt einem so vor, als wird die ganze Zeit um den heissen Brei herumgeredet.“

      Auf diesen Einwurf hin werde ich mir die Verlautbarungen der IB noch einmal ganz genau durchlesen, bevor ich Stellung nehme. Das tue ich in Kürze.

  5. Ernstfall Oktober 30, 2012 um 10:21 pm #

    Der erste Verweis funktioniert leider nicht. So kann man auf das Dokument zugreifen: http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.newsweek.com%2Fmedia%2F70%2Ftip_report.pdf

    Bei den Autoren handelt es sich um absolute Profis, von denen man in Deutschland wirklich einiges lernen kann.

    • niekisch Oktober 31, 2012 um 6:57 pm #

      Das lese ich mir in Ruhe durch, Ernstfall. Danke für den Hinweis.

  6. Ernstfall Oktober 30, 2012 um 10:18 pm #

    Von den Profis der politischen Kommunikation kann auch die identitäre Bewegung in Deutschland etwas lernen:
    http://www.newsweek.com/media/70/tip_report.pdf
    http://www.muzzlewatch.com/wp-content/wujshasbara.pdf

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