„Identitäre Bewegung“ – des Pudels Kern…

14 Nov

Unser Mitstreiter „Hallo Zeitgeist“  – er gestattet mir sicher, daß ich ihn als Mitstreiter bezeichne – hat zum letzten Artikel   https://diskuswerfer.wordpress.com/2012/11/12/identitare-bewegung-kuschelrechts-2/  einen Kommentar verfaßt, der meiner Ansicht nach die Lage dermaßen präzise und vollkommen richtig beschreibt, daß ich ihn hier als Gastbeitrag einstelle. Ich habe den Kommentar  in ganz wenigen Punkten redigiert und hervorzuhebende Stellen in eigener Verantwortung gefettet und kursiv gesetzt. Es freute mich, wenn Gastautor “ Hallo Zeitgeist“  uns noch ein wenig genauer erklärt, was anläßlich unseres Themas  „Abgrenzung“ zwischen den identitären Kräften unter „Rochade“, „Vorziehen einer kleinen Figur“  oder „umschriebenen Schnittmengen“  im einzelnen zu verstehen ist. Und nun der Text seines Gastbeitrages:

„Ich möchte im Zusammenhang mit  Abgrenzungsprolematiken in der identitären Bewegung  eine These vorstellen, die ich auch schon in einem anderen Blog (unter einem zum Blog-Titel passenden Internetnamen) eingebracht habe. An dieser Stelle jetzt allerdings etwas weiter ausholend:

Beginnen wir damit, dass es im Zusammenhang mit vorgenannter Debatte drei große Strömungen gibt, die “Spieler” im Geschehen sind: Einmal die Vertreter der sogenannten Political Correctness mit ihren Verurteilungs- und Dämonisierungsstrategien gegen nahezu alles, was rechta, national usw. eingestellt ist (dabei vor allem immer wieder mit der Nazi-Keule fuchtelnd). Als zweites Lager Nationale Sozialisten, National-Sozialisten klassischer “Bauart” und verschiedene Gruppierungen, die sich diesem Umfeld zuordnen lassen. Dazwischen stehen wie eigentlich laufend begossene Pudel alle möglichen Kräfte, die sich weder zur einen noch zur anderen Seite rechnen, etwa National-Konservative, Anti-Islamisten, Liberal-Nationale, Freidenker mit vagem patriotischem Lebensgefühl usw. Wahrscheinlich stellt diese dritte Gesamtströmung den größten Teil im patriotisch-nationalen Lager des deutschsprachigen Raums dar – in Österreich und in der Schweiz mit FPÖ, BZÖ und SVP um Längen besser organisiert und aufgestellt als in Deutschland. Und hier liegt auch des Pudels Kern. In der BRD zieht die Nazi-Keule noch viel besser als in Österreich und als in der Eidgenossenschaft. Daher ist die “dritte patriotische Kraft” Deutschland stets und ständig mit Schweißperlen auf der Stirn bemüht, sich von allem abzugrenzen, was auch nur in Richtung Nationaler Sozialismus angehaucht scheint.

Inzwischen hat die Situation für alle Beteiligten längst eine Form von “Stellungsspiel” angenommen, wobei die strategischen Linien wie in jedem typtischen Stellungsspiel mehr oder weniger festgefahren sind. Mit anderen Worten: Eine Situation, die in den letzten Jahren wie eingefroren scheint.

Jetzt wäre zu sehen, wie sich eine Art “Rochade” herstellen ließe, oder ob man sozusagen durch Vorziehen einer “kleinen Figur” neue Wege der Artikulation und gesellschaftlichen Akzeptanz schafft. Die bürgerlichen Patrioten (von mir auch als “dritte patriotische Kraft” bezeichnet) können mit dem Sich-Abgrenzen nämlich noch so sehr rudern, sie bleiben in Zugzwang, einen ständigen Rechtfertigungsdruck perpetuierend. Ja, in gewisser Weise verhält das Systemspiel sich dabei sogar wie kommunizierende Röhren, die wir aus dem Physikunterricht kennen. Was in der Übertragung hieße: Je intensiver die Abgrenzung, desto verfestigender die gesamte Zeitgeist-Konstellation. Eine kreative Alternative der “bürgerlichen Rechten” könnte dagegen immerhin darin bestehen, in etwa zu sagen: Es gibt wohl umschriebene Schnittmengen mit Formen von Nationalem Sozialismus (benenne Merkmal a, b, c unter Prämisse 1, 2, 3 usw.). Auch wäre partiell aus Sicht von Liberalnationalen, National-Konservativen usw. der eine oder andere geschichtsrevisionistische Ansatz möglich, was die Zeit zwischen 1933 und 1945 betrifft.

Doch nun zum Lager der Nationalen Sozialisten und (aufgeklärten) Neo-Nationalsozialisten (die “Betonköpfe” bleiben sowieso beinhart dort stehen, wo sie schon immer positioniert waren). Stellen wir uns aber einmal vor, die geistig Beweglichen in diesem Lager würden einiges einräumen… Zum Beispiel, dass während der Zeit des historischen Nationalsozialismus nun nicht unbedingt alles eitel Sonnenschein war. Und dass bei allem Bekenntnis zu dem, was man aus seiner Sicht als unvergleichlich positive Punkte versteht und ebenso bei verständlichem Anspruch auf unvoreingenommene Klärung bestimmter Fragen zur Vergangenheit eben doch auch zugegeben werden kann, dass eine Reihe historischer Fehler gemacht wurden. Einfach schon deswegen, weil alle Menschen grundsätzlich nicht fehlerfrei sind. Gerade in Spannungs- Kriegs- und Krisensituationen ist es nahezu in der Natur des Menschen liegend, dass Verantwortlichen eines Staatswesens, einer Gesellschaft, strategische Fehler und in manchen Fällen auch menschliche Fehler unterlaufen. Diese Debattenhaltung würde sich wesentlich davon unterscheiden, wie es oft selbst für eine ganze Reihe von Neo-Nationalsozialisten geradezu signifikant scheint, die ein nicht unerhebliches Bildungsniveau haben. Auch bei ihnen ist Hitler oft etwa so unangreifbar und unhinterfragbar wie Jesus für Christen. Oder gar wie Mohammed für Muslime. Meine These: Würde auch in diesem Lager ein frischerer Debatten-Wind wehen, wäre es insgesamt viel schwieriger, Rechten insgesamt gegenüber Berufsverbote zu verhängen, jeglichen Geschichtsrevisionismus von vornherein zu tabuisieren, die Nazi-Keule zu schwingen usw. Auf einmal wäre die gegnerische Seite mit etwas völlig Ungewohntem und Unerwartetem konfrontiert.

Bislang aber ist es noch so:
Die einen Kräfte der Gesellschaft verteidigen mit Vehemenz ihre Dämonen, die in den Köpfen unbedingt als absolut schlecht und böse zu verbleiben haben – nahezu die Inkarnation des Bösen. Dies, obwohl vor Jahren sogar etablierte Presse-Medien Beiträge brachten, die dem Leser zumindest in einzelnen Fragen andere Schlüsse erlaubten. Und die andere Seite hält nahezu krampfhaft daran fest, dass Nationalsozialismus nahezu heilig und ohne jeglichen Fehler gewesen sei. Alles andere sei auf jeden Fall und in jeder Hinsicht, sprich: immer !!! einfach nur Lüge. Ja, und wie gesagt, die bürgerlichen Rechten irgendwie immer wie belämmert dazwischen. Alles nicht sehr fruchtbar und ersprießlich, wenn es unverrückbar dabei bliebe.“

In der Debatte mit dem Leser „Pit“ in der Kommentarspalte des obengenannten letzten Artikels auf Metapolitika „kuschelrechts?“ habe ich, niekisch, angedeutet, wie ich mir ein Vorgehen im Sinne von „Hallo Zeitgeist“  ganz konkret anhand eines Beispiels vorstelle:

„Du und Dein Umfeld, Pit – darf ich das anraten? – sollten einmal den Kommentar von “Hallo Zeitgeist” durchdenken.  A l l e  identitären Kräfte müssen ihre Positionen und die daran hängenden Begriffe einmal in Ruhe überprüfen und am besten wenigstens das für sie nicht Verwerfbare begrifflich neu fassen, um eine breitere Zusammenarbeit möglich zu machen. Divide et impera – dieses Herrschaftssystem des internationalistischen Gutmenschentums sollten wir zukünftig ins Leere laufen lassen, indem die diversen identitären Kräfte ihre Begriffswelt klären, an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse anpassen, öffentlich erklärbar machen. Warum nicht z.B. statt “Weiße Rasse” von “europiden Abstammungsgemeinschaften” sprechen? Da kann vom Nationalliberalen bis zum Nationalsozialisten jeder  zustimmen. Sehe ich das falsch? Wir schlagen dann ja auch mehrere Fliegen mit einer Klappe. Wie willst Du denn argumentieren, wenn Du mit “Weißer Rasse” kommst und der türkische Zivilokkupant erklärt Dir lächelnd, daß er doch auch dazu gehört und mit Dir zusammen gegen die Überfremdung durch fremde Rassen kämpfen will? Nichts für ungut, aber das könnte passieren..“

Das ist dann  V o r  a r b e i t   i.S. von „Hallo Zeitgeist“, mit der wir, würde sie an allen wesentlichen Begriffen von allen wesentlichen identitären Gruppen betrieben, dem Ziel näherkommen:

E i n  Name

E i n  Symbol

und 4 essentials für eine breitgespannte Identitäre Bewegung Deutschland, die die Identität durchsetzen will:

Ich schlage vor:

Wir haben und lassen uns nicht nehmen:

I. den  Begriff  “Identitär”-

II. das  “Lambda” – Symbol

III. die essentials für das Durchsetzen der Identität:

a) Souveränität, da nur die Souveränen den Ausnahmezustand beherrschen.

b) Gewaltlosigkeit außer Notwehrrecht. Gewalt erzeugt stets nur neue Gewalt.

c) Selbstlosigkeit, da es in der Abstammungsgemeinschaft gerecht zugehen muß.

d) demokratische Haltung und das ihr entsprechendes Verhalten. Totalitarismus jeder Art befördert den eigenen Untergang zwangsläufig.

Ich bitte die Debatte um die Abgrenzung im identitären Lager  hier  in der Kommentarspalte weiterzuführen. Danke!

PS: Hier eine frische „Beurteilung“ der Identitären Bewegung  von Roland Sieber: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2012/11/14/identitar-das-neue-modewort-der-rassisten_10485

und hier: http://www.stern.de/politik/deutschland/neue-rechte-der-maskentanz-der-rassisten-1926446.html

sowie hier: http://www.berliner-zeitung.de/neue-rechte/rechtsextremismus-neueste-rechte,10911114,20843510.html

und hier: http://www.fr-online.de/die-neue-rechte/rechtsextremismus-neueste-rechte,10834438,20843510.html

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14 Antworten to “„Identitäre Bewegung“ – des Pudels Kern…”

  1. Mabank November 16, 2012 um 1:59 pm #

    Ich verstehe nicht wie überall, wo indentitäre, Islamkritiker, Konservative etc. sind, immer wieder solche auftauchen, die mit den Nazis gemeinsame Sache machen wollen.
    Da wird herumrelativiert und davon lamentiert, man müsse die Kräfte bündeln. Das ist schlimmer als bei den schlimmsten Gutmenschen. Manchmal denke ich das kommt von linksradikalen U-Booten und V-Leuten.

    Warum sich nicht gleich mit türkischen Nationalisten der Grauen Wölfe solidarisieren? Die sind doch auch RECHTS. Also wo ist das Problem? Oder warum nicht mit Islamisten? Die sind auch RECHTS und KONSERVATIV und REAKTIONÄR. Passt doch, oder?

    Ich fühle mich auch als Identitärer. Aber ich hasse Nazis wie die Pest!
    Den Nazis mit ihrer irren Ideologie haben wir mitunter die desolate Lage zu verdanken!

    Unsere Kultur ist das Resultat jahrtausendelanger Entwicklungen an deren Ende der derzeitige Konsens steht. Veränderungen gab es immer und wird es immer geben. Aber sie müssen langsam und von innen heraus passieren.
    Von aussen oder von einer Minderheit aufoktruerte revolutionäre Veränderungen und das Zwanghafte Umerziehen des Volkes sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
    Und es waren immer die Sozialisten, nationale wie internationale, die diese Veränderungen herbeiführen wollten und sich der Verbrechen schuldig machten.

    Ich lehne das 100% ab. Nazis oder Kommunisten stehen sich da in nichts nach.

    Nazis sind nicht nur stumpfe Rassisten, sie finden teilweise sogar den Islam gut. Hitler hätte es gut gefunden, wenn alle Deutschen Moslems gewäsen wären, denn dann hätten sie die ganze Welt erobert. Das ist nicht identitär, das ist kranker Grössenwahn!

    Wer mit solchen Kräften sympatisiert ist auch kein Identitärer. Er ist eher ein Verräter am eigenen Volk. Die Nazis waren auch Verräter, nicht mehr.

    Diese Leute haben NICHTS ABER AUCH GAR NICHTS mit den Zielen der Identitären Bewegung gemeinsam.

    Eine „Verbrüderung“ mit diesen Kräften hätte keinerlei positive Wirkung. Denn ihre Anzahl ist gering, sie werden zurecht niemals von der Mitte der Gesellschaft akzeptiert werden und die meisten Menschen werden sich angewiedert von jedem abwenden, der mit Ihnen paktiert.

    Jedem sollte klar sein: es geht nicht nicht darum, was linksversiffte Medien über die Identitären schreiben, denn das ist immer die Nazi-Keule, sondern um das, was der Michel auf der Straße glaubt. Wer diesen Unterschied nicht erkennt, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Wenn sich die Identitären nicht 100% diametral von allen Nationalsozialisten und ähnlichen Leuten abgrenzen, dann ist die Bewegung jetzt schon tot, dann haben die Roten schon jetzt gewonnen und ihr gebt ihnen und ihren Schmäh-Artikeln im Nachhinein noch Recht.

    Ich war kurz davor diese Bewegung als etwas tolles und neues gutes mit viel Potential zu sehen, aber dieser Müll hier gibt mir dermaßen zu denken, dass ich ernsthafte Zweifel bekommen habe.

    • Josephine Erdmann November 17, 2012 um 7:47 am #

      Lieber Mabank es ist nicht so schlimm wie du denkst. Bleib locker. Nur Dummheit führt zu Fanatismus, das gilt für alle Seiten. Sprich mit den Intelligenten, mit denjenigen, die differenzieren können und die immer um eine gute, einvernehmliche Lösung der Konflikte, um einen Konsens also, bemüht sind.
      Die gibt es auch bei den „Nazis“. Bitte nicht pauschalisieren, nicht alle über einen Kamm scheren. Denn dadurch entsteht Krieg und man kommt keinen Schritt weiter.
      Jeder der intelligent genug ist, kann Fehler erkennen und zugeben, weil er darum bemüht ist zu lernen und es besser zu machen. Kümmere dich um die, nicht um die Betonköpfe. Die Betonköpfe, egal auf welcher Seite kann man zu überhaupt nichts gebrauchen. Am besten ist, man läßt sie rechts und links liegen.
      Ich zum Beispiel kann am Islam sehr viel Positives erkennen, sehr viel

      Edles und Schönes. Dennoch würde mir nicht im Traum einfallen, ein Ausbreiten des Islam in meinem Heimatland zu dulden, keinen Zentimeter. Verstehst Du?

      • niekisch November 17, 2012 um 11:11 am #

        „Bitte nicht pauschalisieren, nicht alle über einen Kamm scheren. Denn dadurch entsteht Krieg und man kommt keinen Schritt weiter.“

        Genau das scheint Mabank zu beabsichtigen, beste Josephine ( s. meine Antwort an Pit ) Deswegen mein Rat: erst mal nicht zu sehr mit ihm beschäftigen, bevor seine Herkunft und seine Absichten endgültig bloßgelegt sind.

      • Moritz Haberland November 17, 2012 um 2:11 pm #

        @ Niekisch: Ganz recht, diese „Mabank´s“ kommen immer und sofort angerannt, wenn sich etwas tut, um zu verhindern, daß sich etwas tut, ich nenne sie die „Vorfeldzersetzer“, die ausgeschickt werden, das Unerhörte, also die Verständigung oder gar die Netzwerke Gleichgesinnter im Keim zu ersticken.

        Die Wortwahl dieser Burschen (oder Mädels) ist variabel, die Absicht ist immer von der selben Boshaftigkeit 😦 .

        • niekisch November 17, 2012 um 3:59 pm #

          Moritz, ich recherchiere momentan ein wenig: Seine IP – Adresse + seine E – Post – Adresse sind keinem Ort zuzuordnen. Das muß nichts bedeuten, aber es kann.
          Sein Text liest sich wie der von „Fisherman“ = Staatsschützer Staatsrat Stephan Schulz in Hamburg. Es wird eine längere Zeit dauern, bis ich einen seiner früheren Kommentare gefunden habe, der den Beweis liefert, daß er mit Mehrfach – accounts arbeitet und früher „Fisherman“ – eine Assoziation zu Hamburg – hieß. Die anderen nn sind mir wegen Zeitablaufs entfallen. Er erfindet immer neue.

  2. Damon November 15, 2012 um 5:38 pm #

    Dass politisch Oppositionelle mit „Einflussnahme“ (um es mal dezent zu formulieren) seitens gewisser staatlicher Stellen zu rechnen haben, ist ja kein Geheimnis und das stelle ich auch überhaupt nicht in Frage. Das ist sicherlich ein Problem, das man nicht unterschätzen darf.
    Aber was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte, ist die Tatsache, dass sich nunmal nicht hinter jeder Ecke ein V-Mann, Spitzel, Agent Provocateur oder dergleichen verbirgt. Nicht jeder ausgeleierte Gummizug ist auf Sabotage und geheimdienstliche Infiltration zurückzuführen. Vorsicht ist sicherlich die Mutter der Porzellankiste, aber wer hinter jedem Furz gleich den VS vermutet, der leidet zum einen unter Verfolgungswahn und fühlt sich zum anderen ohnmächtig und resigniert.
    Viele Probleme im identitären/nationalen Lager sind hausgemacht und wurden nicht von außen reingetragen. Somit sind diese Probleme auch selbstständig lösbar, und das sollten wir auch tun. Wir stehe uns einfach zu oft selbst im Weg. Das muss aufhören. Unsere tatsächlichen Gegner bereite uns schließlich schon genügend Probleme.

    • niekisch November 15, 2012 um 5:48 pm #

      Damon, ich bin der letzte, der vor denen Angst hat. Sie nennen mich den „Fuchs“, der ihnen und den Kollegen von der PoPo immer wieder entwischtist. Als ich ihnen eine Weihnachtskarte mit einem Fuchs im Schnee schickte, kam mangels Humor keine Antwort..

    • Hallo Zeitgeist November 16, 2012 um 3:58 pm #

      Mir geht es darum, dass sich die politische Landschaft insgesamt verändert. Lange war ich selbst von der Abgrenzeritis geplagt, weshalb ich Ihre persönlichen Gefühle und Überlegungen zu einem Teil verstehen kann. Wenn Sie aber meine Äußerungen, auf die Sie sich offenbar beziehen, noch einmal genau lesen, wird Ihnen – so hoffe ich – deutlich, dass es mir in erster Linie um Heilung historischer Wunden auf einer tieferen Ebene geht, die sich in Anlehnung an C. G. Jung als das Kollektive Unbewusste bezeichnen ließe. Andere würden es das Volksbewusstsein nennen, das ganz bestimmte Energien für das freisetzt, wie in der Gesellschaft insgesamt gedacht und empfunden wird. Ich finde, es sollten da Gräben überwunden werden (Neuordnung des „geistigen Schachbrettmusters“). Wer sagt Ihnen denn, dass etliche in Kreisen eines Nationalen Sozialismus innerhalb Ihrer Anschauungen nicht mit der Zeit durchaus moderatere Positionen einnehmen werden ? Das geht aber nur durch einen Prozess des einander Zuhörens und von Respekt. Übrigens stelle ich in teils leidenschaftlich geführten Diskussionen auf anderen Internet-Blogs bereits heute fest, dass es durchaus moderate Vertreter mit einigem Einfluss in dieser Richtung gibt. Ohnehin betonte ich, dass es mir um die geistig beweglichen in dem Spektrum geht. Die Betonköpfe könne man ohnehin nicht erreichen (lesen Sie bitte noch einmal nach…).

      Mit Verteufelung und pauschaler Dämonisierung erreicht man aber das Gegenteil dessen, was ich gerade beschrieben habe. Im Übrigen habe ich auch nicht von „Verbrüderung“ geschrieben. Mir geht es vielmehr um das Entwickeln von Diskussinskultur über ideologische Gräben hinweg – natürlich in erster Linie mit den Menschen, die – wie auch immer – patriotisch orientiert sind. Als einen Punkt, wo sich vergleichsweise schnell eine Berührungsebene herstellen lässt, ist die Kriegsschuldfrage. Aus meiner Sicht unter anderem deshalb, weil Gerd Schultze-Rhonhof – ein Autor, der nun sicher nicht dem Neo-Nationalsozialismus zugerechnet werden kann – sozusagen von „neutraler Seite“ her eine sehr interessante Argumentation vertritt, nach der sich ein wesentlicher Punkt im Geschichtsbild (der Kriegsschuldfrage nämlich), wie es bislang vorherrschend ist, doch erheblich relativiert.

      Ich habe kürzlich übrigens auch über eine dreiviertel Stunde mit einem Parteimitglied der „Piraten“ diskutiert, und ich habe einen linksliberalen Bekannten, mit dem ich über Monate einen Diskussion-E-Post-Wechsel betrieb, der für mich teils recht anstrengend war. Ich finde also, man sollte mit jedem reden können. Dies zu tabuisieren, ist eine Strategie der internationalen Machteliten. Und ich halte das Gegenteil für menschlich, nämlich; Dialog, Dialog, Dialog…!

  3. Hallo Zeitgeist November 15, 2012 um 5:16 pm #

    Lieber Niekisch,

    vielen Dank für die Verwertung meines Kommentars als Gastbeitrag. Im Vorwort hast du mich gebeten, Erläuterungen zu einigen meiner Formulierungen vorzunehmen.

    Beginnen wir mit „Rochade“ und „Vorziehen einer kleinen Figur“. Mir ist übrigens im Nachhinein der Gedanke gekommen, dass es punktgenauer „Vorziehen einer Denk-Figur“ (im Sinne von mentaler Konfiguration oder Muster) hätte heißen sollen – vielleicht nur um „einen kleinen Schritt vorwärts“. Wenn man nämlich – beispielweise mit einem Schachprogramm am PC – nicht aus der Motivation heraus spielt, unbedingt gegen den Computer zu gewinnen, sondern um eine kreative Spielentwicklung (wie eine Art Meditation) zu erreichen, kommt man auf ganz interessante Analogien zum Alltag. Etwa dergestalt, dass man durch Voziehen eines Außenbauerns (nehmen wir mal den vor dem Springer) einer seiner starken Hintergrundressourcen (in dem Spiel den Läufer) den Weg frei macht. Auch durch eine frühe Rochade – den Schachspielern als Positionswechsel von König und Turm in einem Zug bekannt – lässt sich Bewegungsraum im Spiel schaffen.

    Nun ist Schach in vielerlei Hinsicht ein interessantes Spiel. unter anderem weil es sich gelegentlich als Spiegelung von Steuerungsverhalten des Alltags mit seinen Ja-(als weiß)-Nein(als schwarz)-Plätzen mitten im Leben verstehen lässt. Man mag sich etwa auch fragen, warum wohl die um gesellschaftlichen Einfluss bemühten Freimaurer ihre rituellen Räumlichkeiten in schwarz-weißer Schachbrett-Fliesung auskacheln lassen. Um damit einen gewissen Einfluss über Denkmuster nach außen zu symbolisieren? Nun bin ich – obwohl ich einen Freimaurer im weiteren Bekanntenkreis habe – recht maurerkritisch eingestellt. Aber das bezieht sich vor allem auf Fraktionen von Hochgradfreimaurern, die in der Verschwörungsliteratur als „Illuminaten“ bekannt sind. Außerdem lassen sich auch noch illustre Denker aus den 70ern und 80ern heranziehen. Einer sprach etwa davon, dass sich in Schlüsselsituationen sozusagen das Schachbrettmuster im Gehirn neu anordne. In diesem Sinne geht es bei dem Spiel, das du machst, also um eine kreative Entwicklung von Ressourcen aus dem Hintergrund nach vorne (im Schach nennt man Dame, Läufer, Springer, Turm beispielsweise, die „Offiziere“, die man möglichst schnell ins Spiel bringen will).

    Genauso können wir es aber auch in Fußballsprache ausdrücken und dann sagen, es gelte „Laufwege“ nach vorne frei zu machen oder mal „über die Seiten“ zu kommen usw. Ich halte viel davon, solche Analogien im gesellschaftlichen Transfer zu gebrauchen, nicht etwa weil es sich schön anhört, sondern weil es plastisch macht, worum es geht. Und was sind die Hintergrundressourcen, die „Offiziere“ wie im Schach? Für mich sind das unter anderem die Energien im Kollektiven Unbewussten, die verbindenden Kräfte innerhalb eines Volkes durch gemeinsame Geschichte, Tradition und Kultur. Das, was sich seelisch und geistig mobilisieren lässt.

    Abschließend sei auch noch auf die Frage eingegangen, was ich denn damit meinte, „wohl umschriebene“ Schnittmengen zu identifizieren, die es mit neo-nationalsozialistisch angehauchten Kreisen gibt. Noch einmal vorweg: Ich meine nicht die „Betonköpfe“, die du sowieso keinen Deut weit bewegst, wohl aber die geistig Flexiblen in diesem gesellschaflichen Feld. Zunächst einmal geht es darum, einander zuhören zu können. Nicht die Panik zu bekommen, wenn sich jemand mehr oder weniger eindeutig als Nationaler Sozialist oder Nationalsozialist zu erkennen gibt. Dann vielmehr eine gewisse Diskussionskultur miteinander zu entwickeln lernen. Dazu gehört für mich durchaus auch – ein oft neuralgischer Punkt -, darauf hinzuweisen, dass ein großer Unterschied zwischen dem ganz normalen Juden irgendwo auf der Welt und dem zionistischen Strippenzieher im Hintergrund mit Geld, Macht und oft internationalem Einfluss besteht.

    Die Erfahrung zeigt indes, dass es auch Themen gibt, wo man doch recht leicht eine gemeinsame Sprache herstellt. Wenn man sich beispielsweise nur mal nur etwas mit den Ausführungen des früheren Bundeswehrgeneralmajors Gerd Schulze-Rhonhof vertraut gemacht hat, Autor von „Der Krieg, der viele Väter hatte. Mit solcher Art Information ausgetattet, lässt sich in einem Punkt recht schnell Konsens herstellen, dem der Kriegsschulfrage nämlich.

    Mir geht es also nicht um gemeinsame Aktionen, sondern um Dialog und ein Erkennen, das man letztlich – um mal einen Begriff der Linken zu gebrauchen – auf der selben Seite der Barrikade steht. Wobei „Barrikade“ nicht wörtlich zu verstehen sein soll, sondern metaphorisch. Wenn sich das tiefenpsychologische Schachbrettmuster in unserer Gesellschaft erst einmal fundamental zu ändern beginnt, wird durch Dialog auch eine ganz neue und andere Situation entstehen. Es bewegt sich dann etwas, und zwar zunehmend auf allen Seiten – wie ein gesellschaftliche Kettenreaktion. Das lässt sich im Einzelfall bereits positiv beobachten.

    • Hallo Zeitgeist November 15, 2012 um 5:34 pm #

      Es ist übrigens zu ergänzen, dass bereits aus neo-nationalsozialistischen Kreisen selbst die eine oder andere Stimme erhoben wird, dass zwischen dem normalen Juden (Mitmenschen wie du und ich) und zionistischen Kreisen mit destruktivem Einfluss zu unterscheiden sei. Das finde ich sehr positiv!

      • niekisch November 15, 2012 um 5:50 pm #

        Ja, das ist zwar wenig, aber doch ein bißchen:-)

    • niekisch November 15, 2012 um 5:45 pm #

      Vielen Dank, lieber Hallo Zeitgeist, für das schnelle Erläutern. Schon jetzt wage ich die Prognose, daß uns dies weit voranbringt.

      Sicher hast Du Verständnis, daß ich etwas später auf Dein „Gesamtwerk“ zurückkomme. Wie fast immer, wenn Du schreibst kommt mir etwas dazwischen, so daß ich nicht unmittelbar antworten kann. Gleich kommen Gäste:-)

  4. Damon November 15, 2012 um 6:53 am #

    Meiner Meinung nach sollten wir die IBD als pragmatisch ausgerichtete, zielorientierte Sammlungsbewegung verstehen, als Interessengemeinschaft, der sich all jene zurechnen können, die einen gewissen gemeinsamen Grundkonsens teilen und die allesamt einen gemeinsamen Nenner haben – nämlich den Willen zum Erhalt unserer ethnokulturellen Identität.

    Alles andere muss in diesen Zeiten, da es (so tragisch und dramatisch es klingen mag, aber letztendlich ist es die traurige Realität) um nicht weniger geht, als um die nackte Existenz, um das blanke Überleben der europäischen Völkerfamilie und ihrer tausendjährigen Kultur, hinter diesem absolut vorrangigen Ziel zurückstehen. Jeder, der es mit seinem Bekenntnis zu Volk und Heimat, zur identitären Idee und dem damit verbundenen Willen zum Kampf gegen all jene Kräfte, die in Gegnerschaft zu dieser stehen, ernst meint, muss erkennen, dass es allerhöchste Eisenbahn ist.

    Das Gebot der Stunde ist Einigkeit! Mit Blick auf die vergangenen 2000 Jahre sollten doch gerade wir Deutschen erkannt haben, was die Geschichte uns immer wieder – mitunter auf sehr schmerzhafte Art und Weise – gelehrt hat: Einigkeit macht stark! Das gemeinsame Ziel verbindet! Und diesem Ziel hat sich in Zeiten dringlichster Not alles andere unterzuordnen!

    Es war die Einigkeit unter den germanischen Stämmen, die die gemeinsame Bedrohung in Form des römischen Expansionsdranges im Jahre 9 n. Chr. in der Schlacht im Teutoburger Wald abwendete und damit zum Garanten der Freiheit wurde. So steht auch sehr treffend auf der Schwertklinge in der Hand es Arminius auf dem Herrmannsdenkmal: „Deutschlands Einheit, meine Stärke – meine Stärke, Deutschlands Macht“. Die Einheit war stets die Grundlage unserer Stärke, Uneinigkeit und innerer Zwist hingegen haben uns oftmals an den Rand der Vernichtung geführt.

    In den gemeinsamen Abwehrkämpfen unter Heinrich I. und Otto dem Großen gegen die einfallenden Ungarn bildete sich mehr und mehr ein Bewusstsein der Zusammengehörigkeit heraus, wodurch in der Folge nicht nur die Ungarn geschlagen werden konnten, sondern auch der Grundstein für die Entstehung des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation gelegt wurde. In Richard Wagners Oper Lohengrin ruft Heinrich I. angesichts der fortwährenden Bedrohung durch die Ungarn: „Ob Ost, ob West, das gelte allen gleich. Was deutsches Land ist, stelle Kampfesscharen. Dann schmäht wohl niemand mehr das deutsche Reich.“ Auch hier war es wieder einmal die Eingkeit und der Schulterschluss der verschiedenen deutschen Landsmannschaften vor dem Hintergrund einer gemeinsamen, existenziellen Not, die letztendlich zum Erfolg führte. Das Verbindende stand (notgedrungen) im Vordergrund, das Trennende war zweitrangig.

    In den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Besatzung zu Beginn des 19. Jhdt. war es ebenfalls die Einigkeit unter den vielen deutschen Kleinstaaten, die letzten Endes die Grundvoraussetzung dafür war, dass das Joch der Fremdherrschaft abgeschüttelt werden konnte und sich in der Folgezeit ein deutsches Nationalbewußtsein ausbildete. In der zu Ehren der Befreiungskriege durch Ludwig I. errichteten Befreiungshalle bei Kehlheim steht daher auch die deutliche Mahnung geschrieben, die sich auch in der heutigen Zeit jeder von uns hinter die Ohren schreiben sollte: „Möchten die Teutschen nie vergessen was den Befreiungskampf nothwendig machte und wodurch sie gesiegt“. In Zeiten, da Frankreich unter Napoleon bereits ein geeintes und damit starkes Reich war, glich das deutsche Reich noch einem Flickenteppich mit zig Kleinstaaten, die allesamt auf sich allein gestellt nicht in der Lage waren, der feindlichen Invasion Widerstand zu leisten. Das war unser Verhängnis. Erst später konnte durch vereinte Kraftanstrengung das Schicksal gewendet und die Besatzer geschlagen werden.

    Dieser kleine Exkurs in die deutsche Historie zeigt deutlich, dass wir die Lehren der Geschichte auch heutzutage beherzigen und uns die steten Mahnungen an deutsche Einigkeit und gemeinsames Schicksal immer wieder vor Augen halten und auch ernst nehmen sollten.

    Lasst uns eine Bewegung schaffen, die diese Bezeichnung auch verdient. Marginale Kleingruppen und sektiererische Eigenbrödler, die ständig nur Nabelschau betreiben, aber nichts bewirken, gibt es wie Sand am Meer. Was bringt es wenn zur „Judäischen Volksfront“ und der Volksfront von Judäa“ nun auch noch die „Front des Judäischen Volkes“ dazu kommt? Cui bono? Den „Divide et impera“-Zeigefinger möchte ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst erheben, denn dieses Sprichwort trifft einfach nicht zu. Hier wird nicht seitens des Gegners geteilt und geherrscht. Der Gegner lacht sich vielmehr in Fäustchen ob unserer hausgemachten Mängel und innerer Zerstrittenheit, die uns unserer Schlagkraft und unseres Potentials beraubt. Hören wir endlich auf damit, dem Gegner ständig in die Karten zu spielen und uns selbst Stöcke zwischen die Beine zu werfen.

    Wer sich als Teil dieser Bewegung fühlt, der gehört dazu. Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht dazu zählen kann, soll uns gestohlen bleiben. Wir reichen jedem die Hand, der sich im Sinne des identitären Gedankens einsetzen und für den Erhalt unseres ethnokulturellen Erbes streiten möchte. Aber wir weinen auch niemandem nach, der aus persönlichen Animositäten oder politischer Engstirnigkeit keinen Sinn für die Dringlichkeit dieser gemeinsamen Anstrengung hat und sich dem gemeinsamen Ziel nicht unterordnen kann oder will.

    • niekisch November 15, 2012 um 3:45 pm #

      „Den “Divide et impera”-Zeigefinger möchte ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst erheben, denn dieses Sprichwort trifft einfach nicht zu. Hier wird nicht seitens des Gegners geteilt und geherrscht.“

      Bis auf diese beiden Sätze, Damon, stimme ich Deinem Text voll und ganz zu. Ich wollte es nie so recht glauben, aber ein führender „Staatsschützer“ hat mich aufgeklärt: selbst bis in Kleinigkeiten hinein reicht deren Hand und er wies mich darauf hin, daß von deren Seite sogar Gruppen ganz bewußt aus der Taufe gehoben werden, um bestehenden, „gefährlich“ werdenden Gruppen Konkurrenz zu machen, die Gesamtbewegung zu teilen, in minder wirksame Grüppchen zu spalten. Es steht da sehr viel Personal und Geld zur Verfügung. Wir sollten sehr wachsam sein.

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