Der Soldat mit den roten Ohrringen…zum bevorstehenden Volkstrauertag.

15 Nov

“Denen, die nicht wiederkehrten, zum Gedächtnis” steht auf einer Tafel des Kriegerdenkmals für die Gefallenen, Vermißten und zivilen Toten des ersten und des zweiten Weltkrieges  in unmittelbarer Nähe eines kleinen Wasserschloßes an der Lippe. Eine Ortsbezeichnung unterlasse ich. So oft schon schändeten vaterlandslose Gesellen unsere Ehrenmale. Besonders der bronzene Adler hat es mir angetan. Ich möchte ihn geschützt wissen. Ich gestehe, diesmal gekommen zu sein, um ein Foto für diesen Artikel zu haben. Es ist mir wichtig, ein eigenes Abbild einzustellen, eines, das zum Text paßt. Ein martialisches Denkmal taugt dazu nicht. Dieses hier, mein Kriegerdenkmal, paßt eher zu meiner Gesinnung: Ich ehre es als Gedächtnismal der früheren Kriegszeiten, aus innerer Überzeugung aber will ich keine solchen mehr für die Zeit seit dem 8. Mai 1945 und für die Zukunft. Unsere Soldaten von damals  sind verraten;  jetzt und zukünftig sind sie nur Söldner in fremdem Dienst. Die Kämpfe der Zukunft werden für uns Kriege um Herzen und Gesinnungen sein, unsere Bajonette sind Worte,  Werte und das Beispiel der Ahnen. Dem Weltenfeind, den Auflösern aller Dinge,  darf es nicht gelingen, uns erneut in Kriege zu verwickeln, die uns mangels Siegesmöglichkeit endgültig in den Untergang führen.

Remberg, Willi, 3.11.1928 – 18.4.1945.  Willi, Du warst noch so jung, 17 Jahre, wußtest sicher noch nicht viel vom Leben. Da gingst Du in den Krieg. Ich weiß nicht, warum, ich weiß nicht wohin. Ob freiwillig oder gezogen, sicher wolltest Du das Vaterland in der Zeit des Endkampfes beschützen und Deine Volksbrüder  nicht im Stich lassen. Genauso wie  Deine Soldatenschwester, über die Tony Vaccaro in seinem Buch “Entering Germany 1944 – 1949″ schreibt: “Nach der grausamen Schlacht im Hürtgenwald bekam unser Bataillon den Befehl, den Ort Gey einzunehmen. Am 10. Dezember 1944 griffen wir bei Tagesanbruch an. Als wir näherrückten, wurden wir aus einem Haus mit rotem Dach unter heftigen Beschuss genommen. Wir konzentrierten unseren Angriff auf dieses Haus. Als die Schlacht vorbei war, ging ich hinein. Auf einem Tisch an der rechten Wand stand ein Frühstück für eine Person. Es war nicht angerührt worden. Rechts an der Wand hing ein Bild der Jungfrau Maria, links eins von Hitler. Auf dem Fußboden lag ein toter Soldat. Unter dem Helm lugte etwas Rotes hervor. Als ich “ihm” den Helm vom Kopf nahm, sah ich in das Gesicht einer schönen jungen Frau, die rote Ohrringe trug.”

Am bevorstehenden Volkstrauertag werde ich Deiner, Willi, des schönen Soldaten mit den roten Ohrringen und all  Eurer Kameraden ganz besonders tief im Herzen gedenken, ebenso der Kinder, Mütter und Alten der damaligen Heimatfront. Es wird ein Tag nicht nur der Trauer sein, sondern auch der Gewißheit, daß Euer Opfer in den Kranz geflochten wird, den wir mit unserem identitären Kampf auf den Altar des Vaterlandes legen..

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6 Antworten to “Der Soldat mit den roten Ohrringen…zum bevorstehenden Volkstrauertag.”

  1. paukenschlag November 18, 2012 um 2:04 pm #

    Großes Lob für den Artikel! Weiter so

    • niekisch November 18, 2012 um 6:31 pm #

      Danke, paukenschlag. Darf ich das Lob erwidern?

  2. Kraeutermume November 18, 2012 um 5:28 am #

    Reblogged this on die Geschichten einer Kraeutermume… und kommentierte:
    Gedenken aller tapferen anständigen DEUTSCHEN FRAUEN und MÄNNER in der Geschichte!

  3. Gerswind November 17, 2012 um 4:49 pm #

    Reblogged this on Gerswind und kommentierte:
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  4. Anonymous November 15, 2012 um 6:05 pm #

    Sehr guter Artikel, rührend, wie ich finde! Auch als Kerl hatte ich grad eine Träne im Auge! Die von Ihnen beschriebene Denkmalschändung ist in meinen Augen eines der größten Verbrechen, die man vor seinen Vorfahren begehen kann.

    • niekisch November 16, 2012 um 2:03 pm #

      Und mich, Anonym, rührt Dein Kommentar an..

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