Die identitären Kräfte einigen – aber wie?

18 Nov

Seit etwas mehr als 2 Jahren arbeiten wir hier auf Metapolitika an Konzepten, wie die Einigung der unterschiedlichen identitären Kräfte vorangetrieben werden kann. Von theoretischen Versuchen wie dem „WM“, dem Weltanschaulichen Minimum der identitären Kräfte, bis zur Treppensteigeaktion und  einem Hungerstreik wurde fast alles nur Denkbare und Machbare unternommen. Ein meßbarer Erfolg ist nicht ersichtlich. Natürlich mögen einzelne Vorschläge in die Köpfe gewandert sein, mögen ohne Bezugnahme auf unsere Arbeit in Projekte wie die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) eingeflossen sein. Wir klagen deswegen nicht und machen immer wieder neue Anläufe, bis das Werk eines Tages doch noch vollbracht ist. Unser Mitstreiter „Hallo Zeitgeist“ hat in einem Gastartikel Voraussetzungen für eine Einigung der Identitären bürgerlicher Provenienz bis zum Umfeld der nationalen Sozialisten benannt, für deren Erfüllung ein Denkgerüst erforderlich ist. Ich versuche es mit einer Skizze nachfolgend:

Weg zur Einheit…

Ich erläutere die Skizze wie folgt:

„PC“ = Political Correctness, die durch die Gutmenschen, alle Antideutschen bis zur Antifa erwartet wird. Diese Kräfte tabuisieren, kriminalisieren und schwingen die Nazikeule gegen B-I, die bürgerlichen Identitären sowie gegen die NS-I, die nationalen und sozialistischen Identitären und ihr Umfeld. Die B-I wiederum grenzen sich ständig rechtfertigend von den NS-I ab, die mit Verachtung reagieren.

Durch den Dauerdruck der PC auf B-I und NS-I sowie die permanente Abgrenzung zwischen B-I und NS-I untereinander entfernen sich die Kreise B-I und NS-I immer weiter voneinander, wie es in der Skizze angedeutet ist. Es geschieht also das Gegenteil von dem, was wir uns wünschen, nämlich die Annäherung zwischen B-I und NS-I.

B-I und NS-I sollten daher ihre Werte und Begriffe kritisch prüfen und sich für den Dialog öffnen, um ihn sodann zu führen.

Nur so kann der Druck der PC auf beide, auf B-I und NS-I gemildert werden, können die beiden Kreise B-I und NS-I sich wieder annähern, sich aufeinander zubewegen, bis es im besten Fall zur Zusammenarbeit, ja zur Einigung kommen kann.

Utopie? Die Utopie ist der Anfang aller Realität!

Debattiert bitte in der Kommentarspalte.

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25 Antworten to “Die identitären Kräfte einigen – aber wie?”

  1. Damon November 21, 2012 um 4:54 am #

    Wenn man die verschiedenen Wortmeldunge hier einmal Revue passieren lässt, kommt man eigentlich nicht umhin, festzustellen, dass bzgl. der aufgeworfenen Fragestellungen doch eine weitgehende Einigkeit herrscht. Insbesondere darin, dass die IBD als eine pragmatisch ausgerichtete Sammlungsbewegung konstituiert werden sollte, die sich ein konkretes Ziel – nämlich schlicht und ergreifend den Erhalt der ethnisch-kulturellen Identität des deutschen Volkes – als zentrales Anliegen auf die Fahne geschrieben hat und sich für eine dementsprechende Zukunftsvision ausspricht und stark macht.
    Dabei sollte man jedoch tunlichst vermeiden, nach außen hin als der übliche „mürrische Miesmacher“ aufzutreten, der ständig nur den Status quo kritisiert und jammert, wie schlimm doch die Welt ist, der laufend nur sein Leid klagt und dem scheinbar nichts recht gemacht werden kann und der alles nur schlecht redet, aber keinerlei Lösungen anbietet. Nicht dass wir uns falsch verstehen, Kritik an den herrschenden Verhältnissen ist durchaus angebracht, keine Frage. Aber durch Kritik allein wird nunmal auch nichts besser. Und ohne die Option von Alternativmodellen, greift Kritik zu kurz und ist mitunter auch in der Außenwirkung kontraproduktiv.
    Jammerlappen und Heulsusen sind einfach unsexy! Wir wollen aber attraktiv auf potentielle Mitstreiter und Unterstützer wirken. Wir wollen sexy sein! Wir wollen diejenigen sein, die sich aus dem Sumpf der politischen Beliebigkeit und trostlosen Einfalt (denn genau so wird von vielen heutzutage die politische Landschaft hierzulande beurteilt) abheben und stattdessen authentisch, selbstbewusst und gradlinig einer alternativen Vision folgen!
    Anstatt den Menschen da draußen immer und immer wieder vorzuheulen, wie schlecht „die da oben“ doch alle sind und wie schrecklich die Zeit, in der wir leben, sollten wir vielmehr Wert darauf legen, den Menschen unsere Vision näher zu bringen und dafür zu werben. Wer mit der aktuellen Lage und der absehbaren Entwicklung zufrieden ist und dies befürwortet, der ist für unser Anliegen ohnehin nicht empfänglich. Und wer im Gegenzug für unser Anliegen empfänglich ist, der steht den herrschenden Verhältnissen ohnehin mehr oder weniger kritisch gegenüber, auch ohne dass wir ihm das immer wieder neu, gebetsmühlenartig vor Augen führen. Die Menschen sehenen sich nach Alternativen. Und wir müssen sie ihnen aufzeigen!
    Natürlich geht Pro-Werbung immer mit einer gewissen Anti-Werbung einher (so funktioniert nunmal die Kommunikationsguerilla), und das ist auch legitim und richtig, um dadurch zum einen den Gegner zu treffen und ihm zu schaden, und zum anderen die eigene Position hervorzuheben und gegenüber der des Gegners abzugrenzen. Das Verhältnis bzw. die Ausgewogenheit von Pro- und Anti-Werbung ist jedoch entscheidend. Und da sollten wir künftig einfach wesentlich mehr Wert auf die eigene Profilierung und Bewerbung legen, als auf bloße Kritik und „Gemecker“. Wer sind wir und was sind unsere Ziele?
    Was das Verhältnis zu Gruppen aus den unterschiedlichsten Ecken und Enden des diffusen „identitären Lagers“ betrifft, sollten wir uns meiner Meinung nach folgende Maxime selbst vorgeben: Jeder, der sich selbst zu dieser Bewegung rechnet, sich mit ihr identifizieren kann, unsere gemeinsame Vision teilt und sich auf diesen gemeinsamen Nenner, diesen zentralen Grundkonsens verständigen kann, der gehört dazu. Weitreichende inhaltliche Diskussionen mit dem Ziel der „Homogenisierung der Bewegung“, Gesinnungstest, politische Normenkataloge, Abgrenzungsbeschlüsse und dergleichen mehr sind da nur kontraproduktiv und reißen ungewollt mehr Gräben auf, als sie verbindende Brücken bauen. Akzeptieren wir einfach die Heterogenität und Vielfalt innerhalb unserer Reihen, die aber allesamt für das gleiche Ziel marschieren. Vermeiden wir fortan alle Nebenkriegsschauplätze, die uns beim Erreichen des eigentlichen, primären Zieles, das wir doch alle miteinander teilen, abhalten.
    Als durchaus überlegenswert erachte ich hingegen die Ausarbeitung eines pragmatisch orientierten Kataloges zur Verhaltensnormierung für all jene, die der Bewegung nach außen hin ein Gesicht verleihen und sie beispielsweise bei Aktionen in der Öffentlichkeit repräsentieren. Hier sollte man schon darauf achten, dass nicht jeder sein eigenes Ding durchzieht und macht was er will, sondern sich zum Wohle des Anliegens den gebotenen Anforderungen unterwirft. Soll heißen, dass man alles, was unserem gemeinsamen Anliegen abträglich ist oder dieses sogar gröblichst konterkariert, einfach konsequent unterlassen muss. Das sollte eigentlich für jedermann vermittelbar, einleutend und letztendlich auch umsetzbar sein.
    Grundsätzlich halte ich aber den Versuch von tiefgreifender, zentralistischer Regulation für den falschen Ansatz (insbesondere zur falschen Zeit), der nur unnötigen Unfrieden in die eigenen Reihen tragen, das politische Potential lähmen und letztendlich die gesamte Bewegung im Keime ersticken würde. Das sollten wir vermeiden. Wir benötigen zu diesem Zeitpunkt nur so viel Regulation und Normierung wie zwingend nötig, aber (insbesondere in der jetzigen Phase der Konstitution und Konsolidierung) so wenig wie möglich. Anderenfalls sehe ich die Gefahr, dass wir gleich zu Anfang schon den Grundstein für ein späteres Scheitern legen.

    • Moritz Haberland November 21, 2012 um 10:26 am #

      @ Damon, mein Lieblingssatz aus Deinem Text :
      „Jammerlappen und Heulsusen sind einfach unsexy!“

      Als alter Mann will ich persönlich nicht mehr sexy sein, doch Dein Spruch sagt das, was man heute zutreffend so aussagt und immer schon so gemeint hat.

      Niemand interessiert sich für jemanden, der genauso jammert und heult wie man selbst, es ist nicht bekannt, daß eine zündende Idee bei der „Tafel“ oder in der „Armenküche“ formuliert wurde.

      Abgesehen davon, ist die Identität eben gerade keine „synthetische“ Idee, sie ist, wenn auch bei vielen Menschen verschüttet, der essentielle Grundgedanke des Lebens.

      Wenn das eintritt, was ich beobachte und daraus folgere, dann zerbricht „Multikuli“ nicht am spießigen Islamfresser oder am „Nazi“ sondern an der Besinnung auf die eigene Identität als gemeinsamen Nenner sowohl von „rechts“ als auch von „links“ (ohne Hardcoristen).

      • niekisch November 21, 2012 um 12:49 pm #

        Gerade habe ich auf der Seite der „Sezession“ den Kommentar eines „Kurt Schumacher“ gelesen, der zu Deinem Kommentarm Moritz, bestens paßt:

        „Aus dem Leiden am Seelenverlust (einem Minus) läßt sich keine Zukunft formen. Zukunft kann nur aus einem Kraftüberfluß (einem Plus) geformt werden. Wenn das deutsche Volk seine Identität nur noch in einem Minus erfühlt, dann tritt es zu Recht ab aus der Geschichte. Wo ist dann eigentlich noch der Unterschied zur offiziellen Meinung, die ja ebenfalls, was das Deutsche betrifft, nur negativ definiert wird?

        Wenn das Identitäre überhaupt einen Sinn haben soll, dann muß es die innersten Kraftquellen unserer Identität anzapfen. Dann müssen wir uns fragen: wer hat denn eigentlich unser Europa geschaffen, von welchem inneren Kraftkern her geschah das? Ex oriente lux? Herkunft der Europäer aus Anatolien? Vom Altai? Out of Africa? Oder war nicht vielleicht doch alles ganz anders…Stonehenge, Goseck, Nebra? Dies nur als Schlagworte, die dem Denkenden aber genug sagen.

        Die Ausstrahlungskraft des europäischen Kerns ist das Entscheidende. Ein „authentischer Seelenverlust“ ist eine traurige Angelegenheit; schmeckt nach „no future“. Das erinnert an die aussterbenden weißen Amerikaner, die sich nur noch ein kleines Gnaden-Eckchen erflehen, irgendein jämmerliches Flußtal in Alabama, wo sie vielleicht noch geduldet werden. Projekt „Letzte Zuflucht“ heißt das, glaube ich. Aber das kann doch nicht funktionieren! Wenn die Weißen in Amerika nicht in der Lage sind, als eine Ausstrahlungskraft für die Ordnung zu leben, dann werden sie verschwinden; so sind ja übrigens auch die Pruzzen verschwunden, und die Sorben sind nur als belächelte Spreewaldgurkenminderheit unter Naturschutz gestellt worden. Sonst wären sie auch futsch. Meiner Meinung nach ist ihnen das nur passiert, weil sie eben die Verbindung zum innersten Kern verloren haben, sonst wären sie in die neue Zeit mitgegangen und hätten sie auch mitgestaltet.

        Das Identitäre darf – meiner Meinung nach – keine „Zuflucht“ sein, sondern muß ein Kraftquell bleiben.“

    • niekisch November 21, 2012 um 1:24 pm #

      Danke, Damon, für diesen gehaltvollen Kommentar, der es verdient hat, als Gastartikel eingestellt zu werden. Da wir derzeit aber im „Auge des Orkans“ sind, ist eine weitere Artikelflut untunlich. Daher werde ich Deine Aussagen in das „ABC“ einbauen, womit Du sicher einverstanden bist.

      Bei dieser Gelegenheit: Meinen herzlichen Dank an alle Mitstreiter für ihre aufopferungsvolle Mitarbeit an diesem schwierigen Thema.!

  2. Zukunft November 20, 2012 um 10:53 pm #

    Ich finde deine grafische Darstellung sehr gut. So gut das ich sie in einem Vortrag einbinden werde, welche ich demnächst im Rahmen einer Schulung vor hoffentlich größeren Publikum halten werde. Ich hoffe du gestattest es mir 😉

    Thema des Vortrag ist, in welcher Lage sich die NS-Szene derzeit befindet, welche Möglichkeiten wir haben, uns daraus zu lösen und welche Wege nach diesem Prozess gegangen werden können und müssen. Da hat mir diese Seite hier einige Denkanstöße gegeben, dafür danke ich schon mal.

    • niekisch November 20, 2012 um 11:00 pm #

      „Ich hoffe, du gestattest es mir ;)“

      Ich gestatte alles, was nicht ausdrücklich verboten ist,Zukunft, nur so ist eine Zukunft überhaupt möglich:-)

  3. Josephine Erdmann November 20, 2012 um 12:01 pm #

    Hallo Niekisch,

    Dein neuester Artikel über das Zusammenführen der Identitären Kräfte ist wieder sehr gut.

    Da tut sich wenigstens was. Ich habe natürlich auch den Artikel auf dem Ernstfall-Blog gelesen.

    Götz Kubitschek will die Bewegung an sich reißen und kontrollieren. Damit würde er das zarte Pflänzchen aber ersticken.

    Diese Bewegung lebt davon, dass sie viele heimliche Sympathisanten anlockt, die sich mit den Grundsätzen identifizieren können. Was Götz Kubitschek da vor hat, würde heissen, die Organisatoren und Mitglieder sichtbar auf die politische Bühne zu holen, was sie natürlich extrem angreifbar macht.

    Und was dazu zwingt, sich zu erklären, zu rechtfertigen, zu distanzieren ….. und die Grundsätze völlig zu verwässern, denn diese Grundsätze, auch wenn sie in nicht-belastete Worte gekleidet sind, sind natürlich völlig politisch unkorrekt und für die links- …. Umerziehungsmaschinerie
    der Alptraum, der Supergau schlechthin. Dementsprechend werden sie reagieren.

    Man erkennt ja schon jetzt an den wütenden Reaktionen der Presse, wie die Identitären angegriffen werden, obwohl sie bislang nur als zartes Phantom in Erscheinung getreten sind.

    Grundsätzlich sehe ich das Distanzierungsproblem als ein Scheinproblem an, rein inhaltlich ist es überflüssig. Denn: Die Identitären haben ihre Grundsätze formuliert (100 Prozent Identität, 0 Prozent Rassismus) usw. Das höchste Ziel ist der Schutz der eigenen, ethnischen und kulturellen, Identität. Im Grunde genommen reicht das aus um völlig klarzumachen, wer dazu gehört und wer nicht. Wer diese Ziele unterstützt und sich dazu bekennt, gehört dazu, wer nicht, der eben nicht. Alles weitere Distanzieren hat andere Gründe, keine inhaltlichen.

    Diese anderen Gründe hängen natürlich mit dem Verfolgungsdruck zusammen, und damit, dass die Protagonisten nicht als Nazi gebrandmarkt werden möchten mit all den negativen Folgen der sozialen Ächtung usw.

    Deshalb dieses übereifrige Distanzieren von „Völkischem, NS-mäßigem, Revisionistischem“, weil die Leute denken, so ihre Zugehörigkeit zum vernünftig-bürgerlichen Stand retten zu können, also ihre gesellschaftliche Reputation.

    Ich weiss nicht, ob Gespräche über Inhalte, die Fehler des NS-Regimes, über Revisionismus, über falsch und richtig von Rassentheorien usw. irgendwas an dem Problem lösen würden, ich denke eher nicht. Solche Gespräche führen oft dazu, dass man sich noch weiter auseinanderdividiert, dass Standpunkte noch weiter verhärtet werden, obwohl diese Inhalte im Grunde genommen für unsere aktuelle Lage als Volk, als Nation , völlig irrelevant sind.

    Deshalb bin ich immer für einen mehr pragmatischen Ansatz. Und der ist schlicht: wer sich zu den Grundsätzen der Identitären und zu deren höchstem Ziel bekennt, der gehört dazu. Keine weiteren Distanzierungen von irgendetwas.

    Man könnte allerdings noch die Abmachungen hinzufügen, dass jeder, der sich mit dem Logo der Idenitären schmückt oder mit diesem Namen auftritt, verspricht, kein belastetes Vokabular zu verwenden, sich nicht als historischer Nazi kostümiert oder aufführt, und dass er nicht hasserfüllt gegen andere Menschen oder Gruppen sich äußert, weder in Aktionen noch in Worten. Das letztere scheint mir besonders wichtig, man müsste das aber noch präziser formulieren.

    • niekisch November 20, 2012 um 1:15 pm #

      Danke, Josephine. Besten Dank!

      Den Kommentar habe ich ein ganz klein wenig redigiert, ein einziges Wort durch Punkte ersetzt. Du siehst mir das bitte nach. Ich bin kein Freund von Eingriffen in Texte, aber hier ist es ausnahmsweise nötig, weil das explizite Erwähnen des Wortes unsere schöne Debatte zerstören könnte. Dieser Hinweis paßt präzise in die heutige kommunikative Landschaft. Da hat schon ein Räuspern Sprengkraft. So wie bei diesem Piraten – Abgeordneten in NRW, der am Volkstrauertag eine Linie von einem Friedhof nach Palästina gezogen hat. Was für ein erbärmlich dichter Nebel von PC über unserem Land, der nicht nur die Wäsche auf der Leine anfeuchtet, sondern sogar die Hirne von innen befeuchtet und selbstzensurell zusammenklebt.

      Mal sehen, wie das jetzt hier weitergeht..Deine Argumente fügen sich wunderbar ein.

    • Hallo, Zeitgeist November 20, 2012 um 2:45 pm #

      Hallo, Josephine Erdmann,

      Ihr Kommentar gefällt mir ebenso wie der vom Mit-Kommentator „Zukunft“ und dem längeren Zitat von Moritz Haberland wegen der Klarheit und Punktgenauigkeit in der Formulierung. Die pro-aktive und pro-bewusste Haltung „für etwas“ ersetzt wohltuend einen überflüssigen Katalog an Merkmalen, was man alles nicht will. Wenn ich ursprünglich schrieb, dass es sicher eine Sprengkraft auf die sogenannte Political Correctness hätte, wenn beispielsweise heutige NS-Kreise eine eigene Art von Vergangenheitsbewältigung und tatsächlicher Neuorientierung betrieben, so schließt sich, meine ich, dies nicht mit dem von Ihnen Gesagten aus. Es hätte insfoern eine erhebliche dialektische Wirkung, als sich die alten Schreckgespenster immer weniger an die Wand malen ließen. Parallel dazu wird es bürgerlich-identitären Kreisen, zu denen ich mich übrigens persönlich rechne, gut anstehen, die Abgrenzung gegenüber allem, was in irgend einer Weise NS repräsentiert und symbolisiert, nicht mehr wie eine Prozessions-Monstranz vor sich her zu tragen. So mit dem geradezu vorauseilenden Reflex gegenüber der PC: „Natürlich, ich bin aber nicht…“

      Um noch mal einen Seitenaspekt mit anzuschneiden, der mir vorschwebt: Ich denke, je breiter und vielfältiger das identitäre Spektrum wird, desto besser ist es (gewisse Unterschiedsbetonungen, welche die Debatte beleben, mit eingeschlossen). Dazu könnte dann auch eine Form von nationalem Sozialismus gehören, der sich gleichsam neu erfunden hat – in mancher Hinsicht grundlegend neu und überraschend. Es wäre dann ein (idealerweise moderater) Sozialismus, den vor allem ein wesentliches Merkmal auszeichnen und Unterscheidungskraft verleihen würde: Statt Internationalismus Werte wie Heimatverbundenheit, in einem sympathischen Sinne Volk und auch Nation betonend. Man könnte, wenn man an Modelle denkt, dabei vielleicht eher auf Hugo Chavez in Venezuela und andere Repräsentanten in Schwellen- oder Drittweltländern kommen, als unbedingt auf das, was es der PC leicht macht, sich mit Klischee-Anprangerung zu munitionieren. Nur – so etwas lässt sich natürlich den betroffenen Kreisen nicht vorschreiben; es lassen sich dafür nur Gedankenanstöße geben. Wenn ein Teil davon aufgenommen wird, gut so!

    • Moritz Haberland November 20, 2012 um 6:47 pm #

      Liebe Josephine, vorausgeschickt sei, daß ich Deine Beiträge hier mit viel Gefallen lese, doch alsbald schleicht sich die allgemeine „politische Weitsicht“ ein, als ob es gilt, morgen den Bundestag mit Wählern „zu stürmen“.

      Ich verstehe die Identitären zunächst einmal als Sammlungsbewegung (s.u.) und das für so einige Jahre, bevor aus ihr irgendwann eine politische Bewegung / Partei werden kann.
      Kaum finden sich einige Gleichgesinnte zusammen, schon bricht das „Häuptlings-, Bekenner- und Distanzierungsrunwesen“ aus.

      So schafft man eben gerade keine Gemeinschaften. Identität ist mehr als „Pro-Rep-Freiheit-NPD“. Ich kenne Leute / Wähler aus allen Parteien, die Hoffnungen auf diese Identitären setzen. Es gibt „Linke“ und „Sozis“ und nicht wenige „Christdemokraten“ in meinem Lebenumfeld, die (ein wenig verschämt) auf diese Identitären mit gewissem Interesse schauen.

  4. Moritz Haberland November 20, 2012 um 9:45 am #

    Wenn das die Beschreibung des / der „Identitären“ ist, bin ich dabei :

    Zitat meiner Leseempfehlung :

    „Mittlerweile zieht diese Bewegung weite Kreise. Eine gewisse kritische Masse ist erreicht, die wie von selbst zu Aktionen, Treffen und Aktivitäten drängt. Eine völlig neue Ikonographie und Begrifflichkeit, ein ganz anderes Denken hat sich breit gemacht. Man hört bei den Identitären keine abfälligen Ausländer-Witze mehr, der Stammtisch-Zungenschlag hat sich verflüchtigt. Der Militarismus und Waffenfetisch sind nicht vorhanden und das diktatorische Häuptlingstum bleibt aus. Es gibt keine Feierabendrevoluzer mit Devotionalien-Lagern im Keller, keine haßerfüllten Gewaltphantasien, keine ohnmächtigen Rachesehnsüchte: unermüdliche politische Arbeit, ständige geistige Schulung und ein humorvoller, ja selbstironischer Gleichmut umspielt den knallharten Willen zur Veränderung. Der Slogan: „Wir sind die Guten“ – schneller, schlauer, kreativer, frecher, zahlreicher und entschlossener als alle andern.

    Bisher klappt das sehr gut. Man dringt in Bereiche vor, die der Szenegänger des subkulturellen Politmilieus Wiens nie gesehen hat. Die Identitären kommen von den Unis, aus den Schulen, sie machen Lehren, arbeiten bei McDonalds, als Pagen, Tellerwäscher, und in Anwaltskanzleien. Sie lesen Heidegger und die Krone, sie hören Mozart und Techno, Volksmusik und Metal. Sie fahren Alpha Romeo oder mit der Bim, sie essen am Würstelstand und im Landtmann, sie sind Gourmands und Straight-Edge, tätowiert und konservativ, im Kapu und im Jackett, sie fechten, sind Proleten und Poeten. Alle eint die Liebe zur Heimatstadt und die Sehnsucht nach einer Zukunft, die Suche nach einem Ideal, das in der Konsumgesellschaft als Ware nicht zu finden ist.“

    aus :http://www.sezession.de/34816/identitare-basisarbeit-3-beschreibung-eines-aufziehenden-sturms.html#more-34816

    • niekisch November 20, 2012 um 10:43 am #

      Das, Moritz, entspricht in etwa dem, was Hallo Zeitgeist hier äußert. Da schwirren Moleküle nach dem Urknall sich ausbreitend, wollen ein neues Universum werden, in dem dann alleine schon durch Gravitation auch diejenigen in Bewegung gebracht werden, die bisher bewegungslos verharrten. Einfach gesagt: Wenn Idee, Vermarktung und Verhalten der Identitären Bewegung so durchschlagend sind, daß die Identitäre Bewegung die Luftpumpe so stark drücken kann, daß sie den Ballon „neues Universum“ aufzublasen in der Lage ist, dann werden andere, bisher Abseitsstehende oder Verschmähte ebenfalls den Drang verspüren, mitzupumpen, den Luftstrom nicht ausgehen zu lassen.

      Ja, wir müssen jedes starre Denken, jede unnatürliche Dogmatik, jedes unnütze, gestrige Verhalten über Bord werfen.

      So wie die Sonne jeden Morgen am Horizont erscheint, aber ein immer anderes Gesicht zeigt, so geht auch die politische Nacht vorbei und das ewig Gute und ewig Richtige erscheint im neuen Gewand am Horizont vor unseren Augen.

  5. Gerswind November 19, 2012 um 7:39 pm #

    Reblogged this on Gerswind und kommentierte:
    Add your thoughts here… (optional)

  6. Zukunft November 18, 2012 um 11:52 pm #

    Sehr schöner Ansatz. Genau so muss es ablaufen, damit sich in Deutschland etwas bewegt. Wir brauchen den Dialog. Wenn wir es nicht schaffen, unsere Kräfte zu vereinigen, haben wir verloren.

    Ich für meinen Teil versuche im Bereich der nationalen Sozialisten etwas dazu beizutragen. Soll heißen: ich versuche, wie es schon von „Hallo Zeitgeist“ angemerkt wurde, den Leuten klarzumachen, was wichtig ist, und nicht, dass wir den NS heilig sprechen und unser Erbe auf 12 Jahre reduzieren dürfen. Wir müssen neue Wege gehen und dürfen keine reaktionären Scheuklappen tragen. Ich bin durchaus in Strukturen eingebunden, die konstruktiv arbeiten und wandlungsfähig sind und mit dem NS nicht mehr viel gemein haben bzw. bereit sind, diesen Wandel mitzugehen.

    Ich finde es daher sehr schade, dass es noch keine klaren Strukturen oder Ansprechpartner der Identitären bzw. ihrem Umfeld gibt. Denn so kann es ja leider noch nicht zu einem Dialog beider Seiten kommen außer vereinzelt im Internet.

    Ich hoffe, dass dies sich bald ändert. Eine ähnliche Möglichkeit bietet ja schon der von der Sezession und ihrem Umfeld durchgeführte „Zwischentag“ in Berlin, der als Art Dachverbandstreffen gesehen werden kann. Nur leider waren die meisten Gäste dann wohl doch etwas zu eingeschränkt in ihrem Weltbild, um konstruktiv und zukunftsgewandt zu arbeiten (Stichwort PI) oder etwas zu bürgerlich.

    Aber so in der Art könnte man in Zukunft auch ein Treffen von allen identitären Gruppen aus Deutschland durchführen. Allerdings müssen vorher neue übergreifende Strukturen geschaffen werden, die von Leuten geführt werden, die auch intellektuell in der Lage sind, Ziele zu formulieren und eine bundesweite Einheit zu schaffen.

    • niekisch November 19, 2012 um 4:08 pm #

      „Wenn wir es nicht schaffen, unsere Kräfte zu vereinigen, haben wir verloren.“

      Und wenn wir, Zukunft, zunächst nur zu einer gegenseitigen Duldung ohne Verachtung, Denunziation, Schadenszufügung kommen. Dann ist schon viel gewonnen. Wenn jeder Identitäre jeden Gedanken, jede Tat damit begleitet, sich zuerst als Deutscher/Deutsche zu empfinden, dann ist schon viel gewonnen.

      Solange es noch keine gemeinsame, allseits anerkannt Symbolik für das identitäre Anliegen, keine gemeinsamen Werte, keine gemeinsamen Begriffe, keinen gemeinsamen Verhaltenskodex gibt, können wir hier oder anderswo zumindest schon einmal die Vorarbeit leisten, anderen Identitären ein gutes Beispiel geben, wie man es machen könnte.

      Deswegen bin ich Dir besonders dankbar, daß Du uns eine Rückmeldung aus dem Lager gegeben hast, das am meisten von Tabuisierung und Kriminalisierung betroffen ist.

    • "Hallo, Zeitgeist" November 19, 2012 um 8:24 pm #

      @ Zukunft

      Ein sehr sachlicher und strukturiert formulierter Kommentar, der auf den Punkt kommt. Das Geschriebene ermutigt jeden, der am geistigen Brückenbau bei klarer eigener Positionsbeschreibung interessiert ist…!

      Gruß

      • niekisch November 19, 2012 um 8:35 pm #

        Und hierzu die Vorgehensempfehlungen Götz Kubitscheks von der „Sezession“:

        http://ernstfall.org/2012/11/13/identitare-bewegung-gotz-kubitscheks-handlungsempfehlungen/

        Seine Empfehlung, stets zu prüfen, „wer dahinter steckt“, läßt natürlich schon wieder erahnen, daß Abgrenzung hier bedeutsam sein wird.

      • Hallo, Zeitgeist November 19, 2012 um 9:03 pm #

        “…wer dahinter steckt”, läßt natürlich schon wieder erahnen, daß Abgrenzung hier bedeutsam sein wird.“

        Ich kann den Beitrag zum Link jetzt aus Zeitgründen nicht lesen, möchte aber auf keinen Fall unerwähnt lassen, dass ich ein bestimmtes Maß an Abgrenzung nicht per se negativ finde. Es kommt m. E. wie in sozialen Beziehungen generell lediglich auf eine Balance zwischen Nähe und Offenheit einerseits und Abgrenzung und Unterschiedsmarkierung andererseits an. Dieses konkrete Maß wird jeder für sich individuell markieren, und es könnte ein gesellschaftlich durchaus dynamischer Prozess sein, wie sie zwischen Strömungen sich vom Grund her ähnlicher Anliegen (Beispiel Identitäre) jeweils empfunden wird. Auch dies wird letztlich durch Dialog austarierbar sein.

        • niekisch November 19, 2012 um 9:46 pm #

          Es wird mir wohl letztlich unerklärlich bleiben, Hallo Zeitgeist, wie angesichts der Lage unserer Abstammungsgemeinschaft und derjenigen um uns herum immer noch schier unüberwindliche Trennungsmauern zwischen den Identitären errichtet werden und gestützt werden. Liegt es am induzierten Schuldkomplex? Daß Schuldgefühle eine Art politischen Autismus hervorrufen, der daran hindert, mit den Mitgliedern der eigenen Abstammungsgemeinschaft frei zu kommunizieren?
          Wie soll da austariert werden können?

          Bei dieser Gelegenheit: Wie bringen wir die Strukturskizze in noch bessere Form? So, daß sie das Weniger als Zusammenarbeit plastisch ausdrückt, das Du als ausreichend angenommen hast?

          Und das fand ich noch auf der facebook – Seite der Identitären Bewegung Bremen:

          „In einem SPIEGEL-Beitrag über die verzweifelte Lage in Tibet (SPIEGEL Nr. 16/1998) wurde DIE ÜBLICHE TAKTIK erklärt, um ein Volk in seinem ethnischen und kulturellen Dasein effektiv und endgültig zu zerstören:
          „Um ein besiegtes Volk gefügig zu machen, muss seine Identität zerstört werden:
          1. Schritt: Man setzt eine massenhafte Zuwanderung in Gang
          2. Schritt: Man löscht die einheimische Kultur aus, teils gewaltsam, teils mittels Indoktrination (vor allem der Jugend), teils durch vielfache Verlockungen
          3. Schritt: Man macht sich die Masse durch das Ansprechen tiefstehender Triebe botmäßig und lähmt auf diese Weise den Freiheitswillen (Bordelle, Pornos usw.).“

      • Hallo, Zeitgeist November 19, 2012 um 10:46 pm #

        Hallo, Niekisch,

        Gegensätze und Unterschiedsmarkierungen sind einfach auszuhalten, genauso wie man in einer zwischenmenschlichen Beziehung – Partnerschaft usw. – auch die gelegentlichen Aggressionen usw. erträgt. Oder ein anderer Vergleich: Auch Jugendliche wollen sich von Eltern gern abgrenzen, ihre Eigenheit betonen. Und noch aus einer anderen Vergleichsebene, nämlich aus der Welt linker Politik-Entwicklungen: Wie lange haben sich sogenannte „Fundis“ von den „Realos“ bei den Grünen abgesetzt, SPDler besonders stark ihrerseits von den Grünen usw. Später wiederholte sich das Phänomen von Grünen zu der Partei „Die Linke“. Aber trotzdem wurde unsichtbar immer etwas zwischen all diesen Gruppen orchestriert.

        Ich glaube nicht, dass man auf unserer Seite das große organisatorische Dach braucht. Eher das, wofür es leider nur einen angelsächsischen Ausdruck gibt, der mir bekannt ist, nämlich so etwas wie „Workshops“ der Begegnung und der freien Rede. So etwas müsste erst einmal eine hilfreiche Plattform bieten, gleichsam mal alle Unterschiedlichkeiten aufs Tablett zu bringen (oder drastischer, sich gegenseitig auszuk…) und dann auch Verbindendes heraus zu arbeiten.

        Was per Dialog und unvoreingenommenem Aussprechen all dessen, was man auf der Leber hat, dann irgendwie zusammen passt, wird auch nach und nach zusammenfinden, und sei es erst einmal informell. Ich weiß zwar, dass uns die Zeit auf den Nägeln brennt, aber die Überbrückung der großen Partikularismus-Probleme, die wir vielleicht gerade als Identitäre haben, kann nur durch größtmögliche Ehrlichkeit überwunden werden. Dazu gehört auch, erst einmal Unterschiede frank und frei zu benennen, und dann wird man jeweils weiter sehen.

        Übrigens noch, lieber Niekisch, du erwähntest, Prostitution, Pornografie usw. In diesen Zeitphänomenen steckt natürlich viel vom „Opium fürs Volk“. Ich vertrete diesbezüglich aber eine recht libertäre Haltung und meine, jeder muss selber wissen, welchen Weg er (oder sie) mit seinen (ihren Gelüsten) geht, so lange man dem Partner nicht schadet. Auch dies offen darzulegen gehört für mich zu jener offensiven Offenheit, die zum Brückenbau eben auch gehört.

        Liebe Grüße

        • niekisch November 19, 2012 um 11:27 pm #

          Hallo, Zeitgeist,

          da kann ich komplett zustimmen, wenn diese „workshops“ oder deutsch gesagt, austauschende Arbeitstreffs, am Anfang stehen. Götz Kubitschek (Sezession) sagt das Gegenteil, er will Führung durch eine Auswahl von Leuten von Anfang an. Aber wer soll diese aussuchen? Also doch besser den Aufbau einleitende, Positionen austauschende Arbeitstreffs.

          Also:

          Die diversen identitären Kräfte setzen sich zusammen und „kotzen“ sich aus, knallen sich alle, auch die verhärteten Positionen an den Kopf, stellen dann vielleicht fest, daß sie garnicht so weit auseinanderliegen. Da traue ich dem NS – Umfeld eine Einladungsbereitschaft noch eher zu als dem bürgerlichen Bereich, der das strikt verweigern wird. Die Identitäre Bewegung Deutschland hat das bereits explizit erklärt, von den Leuten um die „Sezession“ erwarte ich es im konkreten Fall.

          Da sehe ich dann nur noch e i n e Möglichkeit: Das NS – Lager hebt jede äußerliche Unterscheidbarkeit seiner Leute vom anderen Lager – soweit vorhanden – auf, so daß dann plötzlich bei Aktionen Aktive beider Lager wie die Fische im Wasser des Identitären schwimmen, garnicht zu unterscheiden sind:)

          Dieses Spiegel – Zitat habe ich nur gebracht, um aufzuzeigen, wie die antiidentitären Kräfte arbeiten. Eine Wertung war damit nicht verbunden.

          Lieber Grüße!

      • Hallo, Zeitgeist November 19, 2012 um 11:48 pm #

        Es ist wie in der „Ursuppe“, von der die Evolutionstheoretiker so gern fabulieren, aber etwas ist auch dran. Und mit diesem „Etwas“ meine ich für uns, dass schon die „richtigen Moleküle“ zusammenfinden, nicht immer „einen Körper“ bilden werden, aber doch Fähigkeiten für ein gemeinsames politisches Biotop.

        Was die Sezessionisten betrifft: nomen est omen. Sezession hat schon in sich den etwas „anderen“, eben „abgetrennten Weg“ im Namen mitbekommen. Die Internet-Plattform hat mich eine Zeit lang mal recht stark angesprochen. Aber, ich bin da im Moment etwas zu sehr draußen, um wirklich mitreden zu können, habe heute und morgen auch nicht die Möglichkeit, die von dir angebotenen Links zu verfolgen.

        Freut mich, dass du mir bezüglichlich der „Austausch-Treffs“ zustimmst (danke auch für die deutsche Wort-Idee.)

        Erst einmal gute Nacht!

        • niekisch November 20, 2012 um 10:21 am #

          „Es ist wie in der “Ursuppe”, von der die Evolutionstheoretiker so gern fabulieren, aber etwas ist auch dran. Und mit diesem “Etwas” meine ich für uns, dass schon die “richtigen Moleküle” zusammenfinden, nicht immer “einen Körper” bilden werden, aber doch Fähigkeiten für ein gemeinsames politisches Biotop.“

          Sehr schön ausgdrückt, Hallo Zeitgeist. Und das noch so spät am Abend – Respekt!

          Die Sezessions – Seite ist wohl eingeschlafen.
          Götz Kubitschek vergleicht die Situation der Sezessionisten im neuen Heft Nr. 50 mit einer Sanduhr. Erst am Rand beim langsamen Durchrinnen der Körner, dann quasi schnell mitgerissen. Nur, wie willst Du da noch steuern?

          Dir wünsche ich die gute Nacht gehabt zu haben.

  7. Hallo, Zeitgeist November 18, 2012 um 10:08 pm #

    Lieber Niekisch,

    das Kräfte-Strukturzeichnung gefällt mir gut – klasse Idee! Zu deinen kommentierenden Schluss-Sätzen möchte ich beitragen: Mir geht es vor allem um einen Dialog der flexiblen Flügel von „B-I“ und „NS-I“. Dieser Dialog wird zunächst oftmals auch ein kritischer Dialog sein. Persönlich sehe ich nicht das Ziel eines Gleichschritts, sondern eher nach – ich darf es mal so formulieren – „linkem Erfolgsmodell“ eine breite Auffächerung beteiligter Strömungen. Darin sollten die Unterschiede ruhig weiterhin benannt werden, aber nicht mehr wie bisher zur prinzipiellen Ausgrenzung führen. Der Prozess dahin wird dialektisch sein. Punktuell kann ich mir in der Langzeitperspektive zwischen den progressiven Varianten beider Polit-Modelle auch Berührungspunkte für so etwas wie gemeinsame Aktionen vorstellen.

    Übrigens: Auch innerhalb von „B-I“ dürfen m.E. bestehende Unterschiede weiterhin benannt werden, solange sie nicht tiefe Klüfte sind. Entsprechendes hat bei den diversen linken Kräften über Jahre hin ebenfalls gut funktioniert. Und ich meine, man kann durchaus schauen, was beim politischen Gegner auf welche Weise erfolgsunterstützend war. Die entscheidenden Merkmale wären dabei Vielfalt und vergleichsweise moderate Abgrenzung, aber eben auch wissen, wer der eigentliche Spielgegner ist. Eine Art von gemeinsamer Sprache im patriotischen Milieu zu finden, die nach außen vertretbar ist, würde in unserem Fall dazu gehören.

    • niekisch November 19, 2012 um 3:57 pm #

      Lieber Hallo Zeitgeist,

      Du verstehst sicher, daß ich in die „Kräfte – Strukturzeichnung“, wie Du es so treffend bezeichnest, sowohl die Maximal – Bedrohung als auch das Maximal – Ziel implantiert habe. Da die Kugeln/ Kreise B-I und NS-I sich extrem weit voneinander wegbewegen können, sollen sie auch die Gelegenheit haben, sich bis zum Verschmelzen durch gegenseitige Osmose aufeinander zu zu bewegen. Die Zwischenstufen diskutieren wir. Gegenseitige Duldung ohne Denunziation oder Schadenzufügung könnte ein erster Schritt sein.

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