Feind erkannt – Nazikeule gebannt?

17 Dez

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19 Antworten to “Feind erkannt – Nazikeule gebannt?”

  1. niekisch Dezember 18, 2012 um 10:04 am #

    Und hier noch ein offener Kommentar von Josephine Erdmann:

    „Natürlich darf man Lügen nicht unwidersprochen stehen lassen, und die Zuweisung der alleinigen Kriegsschuld an Deutschland ist eine schlimme Lüge. Das ist in der Tat auch der Punkt auf dem Entwurf der Identitären, der mich am meisten stört. Hier geht das Zugeständnis an den „Mainstream“ zu weit.

    Zum Wort „bewußt“ , was ich ja auch gerne verwende: Bewußtsein hat etwas mit Wissen zu tun. Bewußt werden Dinge dann, wenn man sie kennt, von ihnen weiß, und auch ihren Zusammenhang, ihre Ursachen, das davor und danach, ihre Einordnung sich klar gemacht hat. Weil aber das 3.Reich mit einem Tabu belegt ist, ist es – trotz der permanenten Bearbeitung in den Medien, eher unbewußt. Die meisten Deutschen wollen darüber gar nichts echtes wissen, weil sie wohl ahnen, dass es sie sehr erschüttern würde und ihr komplettes Weltbild ins Wanken bringen würde. Angesichts des Alltagsstreß, der zunehmenden Armut weiter Teile der Mittelschicht, der Konfrontation mit fremden, unvertrauten Menschen auf den Straßen Deutschlands, den Schulen , den Geschäften, das allein schon überfordert die Leute und sie wollen auf keinen Fall weitere Verunsicherungen, egal auf welchem Gebiet (siehe auch die ständig nachwachsende Anfrage nach Versicherungen, Absicherungen, Garantieen auf allen Gebieten).

    Deshalb meine ich, man sollte einen Schritt nach dem anderen gehen. Erst mal einer breiteren Masse den Rücken stärken, sie sollen selbstbewußter werden, und es wagen ihre eigene Kultur überhaupt erstmal wahrzunehmen und anzunehmen. Viele glauben ja, dass sie etwas Deutsches gar nicht schön finden dürfen. So sehr sind sie schon indoktriniert.“

  2. niekisch Dezember 18, 2012 um 10:01 am #

    Josephine Erdmann hat mich darauf hingewiesen, daß die Kommentarfunktion bei diesem Artikel ausgefallen ist. Obwohl ich in den Einstellungen „Kommentare zulassen“ eingestellt habe, geht es nicht. Ich stelle einen neuen Artikel ein, dann können wir da weitermachen. Es tut mir leid, daß ich Umstände mache.

  3. Moritz Haberland Dezember 18, 2012 um 12:05 am #

    Viel Gutes gelesen, doch meine Skepsis bleibt, denn die Identität bedarf keiner Definition. Ja – ich weiß schon, meine Beispiele hinken wie alle Beispiele, doch es bleiben die Fakten und die Schlüsse, wie mir meine Mädels immerwieder meine alleinerziehenden Bemühungen positiv bestätigten.

    Also Beispiel : Mein Hund weiß gar nicht, daß er ein großer, gutmütiger Hovawart ist, er kennt nicht das Reichszuchtbuch und den Eintrag von 1926, das ihn (seine Vorfahren) als Rückzüchtung einer alten germanischen Hofhundrasse wieder mit definierten Rassemerkmalen dortselbst „geadelt“ hat.

    Und doch, und das meine ich eigentlich, verhält er sich exakt so, wie er von den Menschen beschrieben wurde.

  4. Zukunft Dezember 17, 2012 um 11:58 pm #

    @ VoxPopuli

    Ja ich komme tatsächlich aus Kameradschaftskreisen 😀

    „Und DAS ist genau der Punkt: Wieso sollte man mit einem wie Dir nicht diskutieren?! Es sind ja nicht nur dumpfe Skinheads in den Kameradschaften. Vielleicht lernt das auch die IBD?! „

    Das stimmt allerdings. Gerade die Kader sind (auch abhängig von der Region, ich spreche hier jetzt von meiner) sehr gebildete Leute und so gut wie durchgehend Akademiker, so viele, dass die Antifa und andere Leute, die außerhalb stehen, große Augen machen würden 😉 aber damit will ich keinesfalls Nichtakademiker herabstufen. Aber es zeigt einfach, dass es eben durchaus Möglichkeiten und Potential gibt, progressiv zu arbeiten und ich habe im Zuge der identitären Weiterentwicklung, die ich im meinem Umfeld jetzt voran treiben will bzw. dabei bin, durchaus viele Sympathisanten, was mich sehr zuversichtlich stimmt.

    Ich denke bis spätestens Anfang Februar werden erste äußere Veränderungen wahrnehmbar sein.

    Denn es ist ja auch nicht einfach für die meisten, alte Muster zu überwinden, wenn man teilweise 10 Jahre oder mehr dafür eingetreten ist und nun erkennen muss, was eigentlich falsch daran war bzw. was anders sein muss.

  5. VoxPopuli Dezember 17, 2012 um 10:10 pm #

    @ Zukunft:

    „Ich bin mir aber nicht sicher, ob es nicht erst mal egal ist, was den Standpunkt zu einigen historischen Ereignissen angeht. Denn wir wollen Zukunft und welchen Durchschnittsmann ü25 mit Familie, Haus, Kredit etc. interessiert die Kriegsschuldfrage, wenn er sich über Geld und die Sicherheit seiner Familie Sorgen macht? Deswegen könnte man doch darüber hinwegsehen, oder wie seht ihr das?“

    Völlig richtig!

    Das ist zwar die Ursache allen Übels, aber das Netz an Lügen ist mittlerweile so dicht und fein gestrickt, dass man dort nicht ansetzen kann (ebenso wenig wie bei so manch anderem Zirkel, der noch immer die Geschicke bestimmt, dies aber sehr subtil macht).

    Ich finde auch den Gedanken von Josephine sehr gut: Nicht negativ formulieren, nicht auf das Fremde einhacken. Sondern das Gute, das Schöne, das Starke in den Vordergrund stellen.

    Das hatte ich schon mal in einem Verhaltenskodex angeregt: Nur das Positive zieht an, nicht das ständig Nörgelnde.

    Wenn Du, Zukunft, tatsächlich aus dem Kameradschaftsumfeld kommst, ist das ein sehr gutes Zeichen. Deine Sprache, Dein Ausdruck und Deine Geisteshaltung lassen Dich als guten Diskutanten erkennen.

    Und DAS ist genau der Punkt: Wieso sollte man mit einem wie Dir nicht diskutieren?! Es sind ja nicht nur dumpfe Skinheads in den Kameradschaften. Vielleicht lernt das auch die IBD?!

    • niekisch Dezember 17, 2012 um 10:32 pm #

      „Vielleicht lernt das auch die IBD?!“

      Einen gewissen Lernprozess, Vox, scheint sie gerade in Person der Admins auf facebook durchzumachen. Gab es erst ein Totaldistanzieren von jeglichem „NS“, so hat heute ein Admin als Replik auf einen Diskutanten, der zu starkes Distanzieren monierte, sinngemäß erklärt, NPD, JN, NW brauchten sich nur im Sinne durch mich oben eingestellten Artikels vom NS zu distanzieren, dann gehe was. Die IBD wird wegen dieser Problematik ja auch gerade ganz schön angeschossen.

      Auf den Hinweis, ich hätte zuvor doch auch schon den sog. „Negativkatalog des historischen NS“ ins Spiel gebracht, habe ich wie immer keine Antwort bekommen. Ich scheine nach wie vor Persona non grata für die Admins zu sein.

      Spontan fällt mir da ein: Jetzt kommen die ruhigen Tage. Wie wäre es, wenn jeder für sich oder wir alle gemeinsam am oben eingestellten Text der IBD feilen?

  6. Zukunft Dezember 17, 2012 um 5:50 pm #

    Mh.. ja, eigentlich ist es relativ gut gelungen, besonders die Gegenüberstellung in der Tabelle, jedenfalls für den Normalbürger (für den es wohl auch gedacht ist).

    Was ein massives Problem meiner Meinung noch darstellt, ist, dass viele NW´ler immer noch nicht erkennen, dass die IBD nicht der Feind ist. Man bekämpft sie teilweise aktiv im Netz oder versucht mehr schlecht als recht, das Thema Identität jetzt für sich zu benutzen (JN), ohne dabei zu erkennen, dass es durch die Verbindung zur NPD und anderen keinen Erfolg haben wird.

    Aber es gibt nicht nur schlechte Nachrichten 🙂

    Ich habe bei mir im Kameradenkreis das Thema Veränderung angesprochen. Weg vom NS hin zur Identität und ich war positiv überrascht, dass viele die Problematik und Notwendigkeit eingesehen haben. Damit ist der Weg für eine progressive Entwicklung gelegt und muss jetzt nur konsequent verfolgt werden. Ich bin guter Dinge, dass sobald sich die ersten ehemaligen NS-Gruppen bewegen und weiterentwickeln eine Welle ausgelöst werden kann.

    • niekisch Dezember 17, 2012 um 6:02 pm #

      Das hört sich erfreulich an, Zukunft. Wirklich wertvoll ist die Entwicklung aber nur, wenn sie ohne Verbiegen der Herzen stattfindet und sich an der Wahrheit orientiert. Es ist sinnlos, sich der Lüge zu ergeben, nur um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen. Eine gewisse Gefahr sehe ich da in der Erklärung der IBD: Das offizielle Geschichtsbild der BRD ist partiell sozusagen die institutionalisierte Lüge.

      • Zukunft Dezember 17, 2012 um 6:18 pm #

        Ja da hast du natürlich recht, man muss nach außen das repräsentieren, was man auch innerlich ist. Darauf werde ich auch achten 😉 und das gebe ich ja auch entsprechend an die Kameraden weiter. Es ist nutzlos, etwas vorzuspielen, um die Leute zu mobilisieren, aber diese dann sofort wieder zu verlieren, wenn sie einen Blick hinter die öffentliche Fassade werfen und erkennen, was dort abgeht.

        • niekisch Dezember 17, 2012 um 6:26 pm #

          In dieser Zeit der Lüge, der Täuschung und des politischen Betruges, Zukunft, kommen wir nur weiter mit Klarheit, Wahrheit und gewaltlos – solidarischem Handeln aller vernünftigen identitären Kräfte. Wir müssen den anderen moralisch überlegen sein, damit das Volk sieht, daß wir es ernst meinen mit unserer Liebe zu diesem Land, das unser Garten ist, den w i r zu bearbeiten ein Recht haben und niemand sonst.

    • Josephine Erdmann Dezember 17, 2012 um 6:44 pm #

      Hallo,
      also ich finde die Grafik inhaltlich und optisch sehr gelungen. Es geht ja tatsächlich darum, möglichst vielen Sympathisanten die Furcht davor zu nehmen, dass sie verkappten Nazis auf den Leim gehen, wenn sie sich den Identitären annähern. Und das halte ich für sehr wichtig, angesichts von vielen Jahrzehnten der Beeinflussung. Die Nazis des 3.Reiches wurden und werden massiv als das inkarnierte Böse dargestellt, ein absolutes Tabu. Deshalb muß man den Menschen Brücken bauen, auf denen sie zu den Identitären hingehen können, ohne dass sie Angst bekommen, Angst vor Diffamierung, vor Ausgrenzung, vor sozialer Ächtung. Diese Angst ist berechtigt, das wissen wir.
      Sie wollen auch die Sicherheit, dass sie sich auf der ethisch richtigen Seite engagieren. Und dazu gehört nunmal, dass man unvernünftige und fanatische Positionen, wie sie ja ohne Zweifel im Rahmen des NS auch vertreten worden sind, ablehnt.
      Wenn man jetzt von den Anhängern und Sympathisanten der Identitären verlangen würde, sich differenziert mit unserer belasteten Geschichte auseinanderzusetzen, und auch die Umerziehung und Greuelpropaganda sich bewußt zu machen, dann würde man sie überfordern. Das können Einzelne tun, die schon gedanklich und von ihrem Kenntnisstand so weit vorgedrungen sind, aber für die breitere Masse, die ja erreicht werden soll, ist das noch viel zu früh.
      Hier sollte man viel eher darauf hinarbeiten, dass sich das Schöne und Wertvolle an unserer Kultur, an unserer Tradition, an unserer Lebensart bewußt gemacht wird. Nur wer den Wert des Eigenen erkannt hat, ist überhaupt motiviert, sich dafür einzusetzen. Die meisten Menschen heute können mit „deutscher Kultur“ überhaupt nichts anfangen oder denken dabei an solche Scheußlichkeiten wie Gartenzwerge, Spießertum oder die verzerrte Volksmusik, die in den Medien präsentiert wird. Das ist abschreckend. Deshalb muss erstmal bei vielen das Bewußtsein geweckt werden für die schönen Seiten unserer Kultur. Sie müssen wissen, dass sie sich für etwas Wertvolles und unbedingt Schützenswertes einsetzen, wenn sie die Identitären unterstützen. Tatsächlich ist es ja so, dass sehr viele Deutsche so stark manipuliert sind, und schon so sehr von ihren Wurzeln getrennt sind, dass sie einem Verschwinden der deutschen Kultur gleichgültig gegenüberstehen. Hier muss man, glaube ich, erstmal ansetzen. Die Aufmerksamkeit auf das Schöne und Wertvolle richten.

      • niekisch Dezember 17, 2012 um 6:57 pm #

        Da stimme ich voll und ganz zu, Josephine. Bis auf diese Klitzekleinigkeit: Ganz offensichtliche Lügen dürfen nicht öffentlich stehenbleiben. Die Lüge wird dann durch Lüge bestärkt. Dann besser zu diesem Thema garnichts sagen oder formulieren wie die IBD mit dem Zusatz: “ Für einen bewußten und wahrheitsgemäßen Umgang..Ergebnisse der Geschichtsforschung dürfen nicht zu außergeschichtswissenschaftlichen Zwecken verwendet werden.“

    • Hallo, Zeitgeist Dezember 17, 2012 um 7:03 pm #

      @ Zukunft

      „…versucht mehr schlecht als recht, das Thema Identität jetzt für sich zu benutzen (JN), ohne dabei zu erkennen, dass es durch die Verbindung zur NPD und anderen keinen Erfolg haben wird.“

      Unsere linken Kontrahenten haben es ja verstanden, recht erfolgreich unterschiedliche politische Marken nebeneinander zu etablieren oder aufrecht zu erhalten: die „alte Tante SPD“, die Grünen, die Partei „die Linke“ und neuerdings sogar die viele unbeantwortete Fragen hinterlassenden „Piraten“. Auch wenn letztere Gruppierung bundesweit derzeit wieder unter der Fünf-Prozent-Hürde agiert und sie zwischenzeitlich konservative bis tendenziell nationale Kräfte einbinden konnte, ist sie zum einen doch vergleichsweise linksgestrickt und hatte zum anderen eine Art Saisonerfolg. Wenn die Grünen sich auch als irgendwie „sozialdemokratisch“ oder die SPD sich als heute auch besonders stark „umweltaktiv“ positioniert hätte, dann wäre man sich, wie der Skatspieler sagt, „in die Farbe gekommen“. Das sollte man in unserem Spektrum natürlich mit berücksichtigen.

      Noch zu einer anderen Aussage von dir, zukunft: „Ich bin guter Dinge, dass sobald sich die ersten ehemaligen NS-Gruppen bewegen und weiterentwickeln eine Welle ausgelöst werden kann.“

      Dadurch kommt auf jeden Fall etwas für das gesamte identitär bzw. national orientierte Spektrum in Bewegung. Es wird selbst für Strukturen wie Pro-NRW oder Reps mehr Bewegungsfreiheit schaffen, einfach weil so etwas sozial systemisch zu wirken in der Lage ist. Und wer den patriotischen Gedanken auf jeden Fall mit einer Form von Sozialismus verbinden möchte, kann dies auf moderne Weise ja mit Bezug auf ein Modell wie das Venezuela von Hugo Chavez machen. Wobei ich allerdings einräume, mich noch nicht in der Tiefe mit Chavez auseinander gesetzt zu haben. Aber, was man so liest, macht doch einen recht interessanten Eindruck.

      • niekisch Dezember 17, 2012 um 7:22 pm #

        „sozial systemisch zu wirken in der Lage“…diese Formulierung versuche ich mir zu merken, Hallo Zeitgeist.

  7. niekisch Dezember 17, 2012 um 4:54 pm #

    Der Text ist auf der facebook – Seite der Identitären Bewegung Deutschland (IBD) http://www.facebook.com/identitaer?ref=ts&fref=ts erschienen und erinnert stark an meinen „Negativkatalog des historischen Nationalsozialismus“, der auf Metapolitika erschienen ist: http://metapolitika.wordpress.com/2011/07/12/der-nazi-monarchist-ii/

    Laßt uns hier in der Kommentarspalte debattieren, inwieweit dieser Verortungsversuch der IBD als gelungen angesehen werden kann.

    Die Idee der IBD, eine Skizze zur „Feindbestimmung“ vorzulegen, finde ich hervorragend.

    Einen Punkt des Inhaltlichen will ich schon einmal ansprechen: Die IBD ist „für einen bewußten Umgang mit unserer Geschichte, jenseits von Glorifizierung oder Verdammung.“ Sie grenzt sich von „Nazis“ ab, denen NS – Glorifizierung und Revisionismus unterstellt werden.

    Da frage ich: Gibt es auch einen unbewußten Umgang mit unserer Geschichte? Wenn Bewußtheit wirken soll, Glorifizierung oder Verdammung unterbleiben, geht es dann ohne Revisionismus, um der Wahrheit näherzukommen, ein tatsachengetreues Geschichtsbild zu zeichnen? Jede Sekunde unterliegt Geschichte der Revision, weil immer neue Tatsachen aufgedeckt werden, die als Mosaiksteinchen das Gesamtbild verändern.

    In dem Artikel „Auf die Straßen, Identitäre habe ich als Zitat erwähnt: „Deutschland trägt die Alleinschuld für zwei Weltkriege, für den Massenmord an Millionen von Menschen und für den Niedergang Europas“, das sich die IBD zueigen macht.

    Will sich die IBD wirklich auf die Seite der Wenigen stellen, die Deutschland noch für alleinschuldig am I. Weltkrieg halten?

    • Zukunft Dezember 17, 2012 um 6:27 pm #

      Ja das ist durchaus sehr fragwürdig, wenn sich die IBD dem BRD-Geschichtsverständnis unterwirft. Ich denke es passiert auf Grund von 2 Faktoren:

      1. Die Leute haben kein so großes historisches Wissen bzw. haben die Geschichte (in bestimmten Punkten) nie hinterfragt, um in diesen Punkten eine kompetente Meinung zu haben.

      2. Sie befürchten, durch diese Haltung zu stark in die Naziecke gedrängt zu werden, auch deshalb weil sie den Nazis eine revisionistische Grundhaltung zuschreiben und somit eben eine konsequente Ablehnung aufrecht halten.

      Ich bin mir aber nicht sicher, ob es nicht erst mal egal ist, was den Standpunkt zu einigen historischen Ereignissen angeht. Denn wir wollen Zukunft und welchen Durchschnittsmann ü25 mit Familie, Haus, Kredit etc. interessiert die Kriegsschuldfrage, wenn er sich über Geld und die Sicherheit seiner Familie Sorgen macht? Deswegen könnte man doch darüber hinwegsehen, oder wie seht ihr das?

      • niekisch Dezember 17, 2012 um 6:35 pm #

        Zu Punkt 1. u.2.: Zustimmung. S o wird es sein.
        Es stimmt im übrigen auch, daß diese Fragen auf den ersten Blick zweitrangig sind, Zukunft. Wenn allerdings infolge von permanent induzierten Schuldvorwürfen insbesondere jungen Menschen die Luft zum freien Atmen, Denken und Handeln genommen wird, mit diesem Schuldkomplex bestimmte Dinge wie Überfremdung, Globalismus, finanzielle Sklaverei in alle Ewigkeit begründet werden sollen, dann muß Schluß sein. Dann rückt das Thema in den Vordergrund und berührt auch das Ziel Identität.

    • Hallo, Zeitgeist Dezember 17, 2012 um 7:44 pm #

      @ Niekisch

      Du fragst weiter oben, ob es auch einen „unbewussten Umgang mit Geschichte“ geben kann. Gerade eben, bevor ich über diesen Satz von dir stolperte, ist mir indirekt just dies durch den Kopf gegangen. Und zwar in folgender Weise: Nach außen wird immer brav nachgeplappert, was Guido Knopp und Konsorten den Bundesbürgern vorbeten. Aber unbewusst spielt womöglich ganz etwas anderes eine Rolle, weshalb zum nationalen Gedanken auf Distanz gegangen wird: In kollektiver Erinnerung ist gespeichert, dass nationale Kräfte zwei Krieg verloren haben.

      Man ist eben gern auf der Seite der Gewinner – daher ja auch der USA-Kult mit Pullover-Aufdrucken à la „Stars and Stripes“ (USA-Flagge) usw. Mit den Siegern zu sein, gilt dem Normalmenschen, nicht nur dem Durchschnittsdeutschen als sexy. So ist die Aufstellung im Kollektivbewusstsein unter anderem die: Auf der einen Seite die Neunmalklugen der BRD-Blockflöten, die sagen „wir (unsere historischen Vorgänger) haben das ja schon immer so kommen sehen. Auf der anderen Seite diejenigen, welche die „letzte Schlacht“ noch gewinnen wollen und eventuell – viellelicht unterstelle ich da etwas – sogar in Kauf nehmen mögen, dass erst einmal alles in Schutt und Asche geht, damit etwas Neues, Strahlendes aufgebaut werden kann.

      Dazwischen gibt es dann uns als – man lobt sich ja selbst auch mal gerne, schmunzel – rationale Identitäre. Nicht eine ganz ideale Stellung, zunächt einmal, so im Bewusstseinsfeld „zwischen den Linien“. Aber, wie hieß es früher doch in der DDR: „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“. Dem wäre entgegen zu halten: „Vom Gegner lernen, heißt siegen lernen“. Und zwar ganz kühl und sachlich, etwa im Sinne einer sehr modernen Management-Methode, die leidenschaftslos beobachtet, was der Konkurrent am Markt effektiv löst, um es anschließend für eigene Strategien nutzbar zu machen. Und da geht es halt darum, mit verschiedenen politischen Marken anzutreten und wie Josephine Erdmann sinngemäß formuliert: Erst einmal das ins Bewusstsein zu transportieren, was zu einem aktuellen Zeitpunkt vermittelbar ist. Der Gegner arbeitet ja auch scheibchenweise. Da braucht man nur an einen Ausspruch von Jean-Claude Junkers zu denken, der da etwa so lautetet: Man macht etwas, schaut, ob sich darüber aufgeregt wird und wenn nicht, geht man einen Schritt weiter. Im Unterschied zu den Machteliten werden wir uns allerdins von einem anderen moralischen Impuls dabei leiten lassen.

      • niekisch Dezember 17, 2012 um 10:01 pm #

        @ Hallo Zeitgeist:
        Mich störte sofort die Verbindung von „bewußt“ mit Umgang, weil es sich um einen inneren und einen äußeren Vorgang handelt. Man hat ein Bewußtsein und handelt daraus. Du beziehst Dich m.E. auf wieder etwas Anderes. Bei der unbewußten Speicherung und Weitergabe solcher kollektiver Katastrophen wie des 30-jährigen Krieges oder der Weltkriege an weitere Generationen geht es wohl um die Problematik des Verdrängens, wie die Psychologen sagen. Zum sog. kollektiven Vergessen mit seinen Begleiterscheinungen hat Immanuel Velikovsky ein kleines Buch geschrieben mit dem Titel „Das kollektive Vergessen- verdrängte Katastrophen der Menschheit“, Ullstein Sachbuch 34393,1987, ISBN 3-548-34393-7. Danach sind sämtliche Menschheitskatastrophen im Unbewußten gespeichert und entfalten Wirkung, allerdings nicht direkt in Form von „Umgang“, also Handeln. Irgendwo früher auf Metapo bin ich darauf schon einmal eingegangen, ich weiß allerdings nicht mehr in welchem Zusammenhang. Bei Bedarf kann ich dezidiert auf die Problematik eingehen.

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