Feind erkannt – Nazikeule gebannt ? – II…

18 Dez

Da die Kommentarfunktion zum vorherigen Artikel leider ausgefallen ist, bitte ich  hier  zum Thema „Positionierung der IBD“ weiterzudiskutieren.

Und hier noch eben die neuesten Zahlen: 10,7  Millionen aus 194 Ländern: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/10-7-Millionen-Migranten-aus-194-Laendern-leben-in-Deutschland-2194177

Wenn da nicht vor Zorn der Schnee schmilzt!

Vorweihnachtlicher Schnee...

Vorweihnachtlicher Schnee…

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28 Antworten to “Feind erkannt – Nazikeule gebannt ? – II…”

  1. Neuer Geist Dezember 25, 2012 um 8:54 pm #

    Was Hitler dachte und in welchem Verhältnis er zum Christum stand, interessiert mich recht wenig, ich habe mit NS und derartigem noch nie etwas zu tun gehabt.

    Du wirst aber nicht bestreiten können das es damals wie heute einen Deutschen Glauben gab und gibt (natürlich gibt es den Europaweit, aber ich beziehe das jetzt auf Deutschland), einen Glauben an das was oben ist, an das was höher ist. Diesen Glauben widerstrebt es für sich selbst Entscheidungen zu treffen und die Obrigkeit zu hinterfregen, denn die Obrigkeit ist nunmal der Kopf der sozialen Gemeinschaft. Deshalb waren die Deutschen so anfällig für den Nationalsozialismus, weil er wie mit Methoden wie diesen öffentlichen Bescherungen diese Stellung einnahm, indem er sozusagen zum Weihnachtsmann und damit zu etwas von göttlicher Macht wurde. Die selbe Stellung hat heute die moralisierende Political Correctness, die sich als göttliche Autorität der Moral aufspielt, und es ist damals wie heute der Deutsche Glaube, der mit seinen strahlenden Augen und seiner alles drumherum ausblendenden Ignoranz nicht fähig ist, seine Rolle zu verlassen. Der NS und die PC haben beide ein moralisches Grundfundament und welches sollte dies sonst sein als das moralische System des Christentums? Und wo kann man hier anpacken, um die unkritische Ignoranz des Deutschen und des Europäers aufzuknacken und sie dazu zu bewegen so gesellschaftskritisch zu denken wie wir?

  2. Neuer Geist Dezember 24, 2012 um 5:24 pm #

    Das Judentum ist in Europa auch seit 2000 Jahren vorhanden, trotzdem gehört es zur Identität des Nahen Ostens. Und den Islam gibt es hier auch schon eine Weile, trotzdem ist er genau so wie das Christentum eine Ideologie, die trotz ethnischer Färbungen antiidentitär ist, was man daran sieht wie internationale Djihat Kämpfer im Bosnienkrieg mitgemischt und einheimische bosnische Frauen geheiratet haben. Das Christentum hat die europäische Identität nicht übernommen, es hat sie systematisch und gewaltsam zerstört, unterdrückt und überlagert, Kulturgüter wurden systematisch zerstört, Bräuche ausgetilgt, polytheistische Priester verfolgt, Heiden wurden unter Konstantin sogar in Lagern interniert. Mit einer ethnischen oder ethnokulturellen Identität hatte das Christentum noch nie etwas zu tun, denn da sind dem Christentum der christliche Mexikaner oder der christliche Äthiopier oder der christliche Aramäer näher als der europäische Freidenker, und darüberhinaus ist dem Christentum Liebe zum monotheistischen muslimischen Feind näher, als zur eigenen europäischen Kultur und zum eigenen Volk. So erklärt es sich auch das in Schweden christliche Politiker das Mittsommerfest und alle einheimischen Bräuche als „dumm“ bezeichnen und den Ramadan bewundern. Das ist nicht einfach ein Zulassen der Welt, es ist eine christliche Zerstörung und Verachtung der europäischen Kultur, wie es sie zur Zeit Konstantins gab. Die Verteidigung eines „christlichen Abendlandes“ bringt also auch schon rein in der Theorie nichts, denn sein unsiversalistischer Charakter war es, der uns erst die heutigen Probleme bereitete. Die Identitären müssen das geistige Übel an den Wurzeln packen um eine geistige Wende herbei zu führen, und die Wurzel ist nunmal das gedankliche Fundament des Christentums.

    • niekisch Dezember 25, 2012 um 8:34 pm #

      Ich will mich, Neuer Geist, nicht wiederholen: Apodiktischer Dogmatismus ist bei jeder Idee untunlich. Du hast zwar Recht, aber eben nur grundsätzlich. Deine Aussagen sind richtig, aber eben nicht allumfassend. Das moralisch – altruistische Element im Christentum gab es ohne das Christentum auch schon. Eine der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Biowissenschaften besagt ja gerade, daß der Altruismus in Großgruppen evolutionär gesehen eines der wesentlichen, wenn nicht d a s wesentliche Überlebenselement vor allem in Notzeiten war, auch heute noch ist. Dachte man bisher immer, der Neandertaler sei ein grobschlächtiges, brutales, rücksichtsloses Wesen gewesen, so weiß man heute, daß er Kranke und Beladene trotz eigener Überlebensprobleme in Eis und Kälte mitgeschleppt hat, um sie nicht alleine untergehen zu lassen.

      Die massenwirksamsten und überzeugendsten Aktionen des Nationalsozialismus waren vor der Machtübernahme die öffentlichen Bescherungen auf den Straßen und Plätzen vor Weihnachten, die offenbarte Solidarität mit den Ärmsten im Volk. Soll ich mal zitieren, was Otto Wagener über Hitlers Beziehung zum Christentum zitiert hat?

      Deine Schulerschen Rezeptionismen überzeugen mich letztlich nicht.

  3. Neuer Geist Dezember 23, 2012 um 10:46 pm #

    Eigentlich möchte ich lieber das wir die DIskussion um die Weltkriege beenden, da sie zu nichts führt, selbst wenn einer von uns recht haben würde. Von daher mein letztes Kommentar dazu: Durch die Waffenlieferung der USA kippte das noch etwas zugunsten der Sowjets, aber das ist nicht der Punkt. Ich möchte darauf verweisen das der militär-industrielle Komplex von UdSSR und Deutschem Reich gleich groß war und das Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg sogar mitgeholfen hat, den der Sowjets aufzubauen. Die Technik der Sowjets war simpler aber praktischer zu handhaben und bei gleichem Produktionsaufwand in größeren Stückzahlen vorhanden, allein das hätte ausgereicht Deutschland zu besiegen. Hinzu kam der Krieg mit England, welches auch schon vor dem krieg mit der UdSSR großzügig Hilfe aus den USA bekam. Der Zweite Weltkrieg war also rein mathematisch und materiell auch ohne die Kriegsbeteiligung der USA für Deutschland nicht zu gewinnen. Eine Ausnahme wäre es gewesen wenn Deutschland mit der Entwicklung der Atombombe fertig geworden wäre, was aber von den Entscheidungen der NS Regierung verhindert wurde.

    Was den Holocaust angeht ist selbst die Forderung nach einer kriminaltechnischen Untersuchung im allgemeinen Bewusstsein und der allgemeinen Wahrnehmung bereits NS revisionistisch und wirkt damit stark disqualifizierend. Abgesehen davon würde so eine Untersuchung die NS Revisionisten auch nicht überzeugen. Man würde sich hier also mit einem völlig unnötigen Thema selbst disqualifizieren und politisch selbst opfern und sich damit so verhalten, wie es der ideologische Gegner will. Man würde dieses die politische Aktivität zerstörende Selbstopfer außerdem nur erbringen, um eine isolierte Minderheit zu bauchpinseln, die so in ihrem völlig irrsinnigen Wahnsinn verfangen ist, das sie selbst esotherisch an deutsche UFOs vom Aldebaran glaubt. Für mich ergibt es also keinen Sinn sich mit dem Holocaust zu befassen, zumal die Schweden einen sehr viel stärkeren und an Wahnsinn grenzenden Schuldkult haben als wir, obwohl die gar keinen Holocaust hatten. Zu gewinnen wäre damit also nichts, doch man würde wahrscheinlich alles verlieren. Man muss also eher das psychologische Prinzip – Kontrolle durch eingeredete Schuldgefühle – anpacken, als sich in diesem thematisch zu verheddern.

    Zu dem Christentum, von dieser Literaturecke (falls wir die selbe meinen) habe ich keine Ahnung, da ich sie als nicht lesenswert empfand. Ich spreche nur eine historische Wahrheit an, die unbestritten ist und ich verweise auf Paulus von Tarsus. Christentum ist universalistisch erweitertes Judentum. Es kann deshalb keine christliche Idendität geben, das Christentum ist antiidentitär und kennt nur Menschheit und Individuum, man befindet sich auf einer erlösenden Weltmission, die wie die daraus geborenen Ideologien des 20. Jahrhunderts die Schaffung des letzten Menschen und das Ende der Geschichte anstrebt.

    • niekisch Dezember 24, 2012 um 4:18 pm #

      „Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg sogar mitgeholfen hat, den der Sowjets aufzubauen.“

      Und umgekehrt, Neuer Geist, die deutsche Luftwaffe in spe übte in der SU.

      Was den Krieg in seinen Erfolgsaussichten angeht, spekuliere ich nicht weiter mit und bitte dafür um Verständnis.

      „Man muss also eher das psychologische Prinzip – Kontrolle durch eingeredete Schuldgefühle – anpacken, als sich in diesem thematisch zu verheddern.“

      Dazu nur: Schon von meinem Berufbild her verbietet es sich für mich, mich mit der causa für die Schuldgefühle garnicht erst zu beschäftigen und sage mit meiner Mutter: “ Die Sonne bescheint die Wahrheit und die Lügen, aber irgendwann schmelzen die Lügen unter ihr dahin..“

      Natürlich empfehle ich der IB nicht, in dieses Thema einzusteigen. Es ist selbstmörderisch, das stimmt.

      „Es kann deshalb keine christliche Idendität geben, das Christentum ist antiidentitär.“

      Es ist, Neuer Geist, aber in Europa seit 2000 Jahren vorhanden und wirkt. Und m.E. sogar auch partiell positiv, weil es – wie des öfteren hier ausgeführt – dem altruistischen Wesenskern der Deutschen entspricht und unseren Furor etwas mildert. Das ist doch was und hindert nicht zu sagen, daß es zugleich zerstörerisch wirkt, weil es in Europa die Welt zuläßt.

  4. Neuer Geist Dezember 23, 2012 um 7:36 pm #

    Was den Ersten Weltkrieg angeht ist eigentlich klar, das Deutschland an diesem nicht allein Schuld ist.

    Was den Zweiten Weltkrieg angeht war es der Konflikt der USA mit Japan der zum Kriegsausbruch führte, die USA war daran nicht unschuldig, Hitlers Fehler war es der USA dann aus Solidaritiät zu Japan den Krieg zu erklären. Aber auch Ohne USA hätte Deutschland gegen Russland und England verloren und den Krieg gegen Russland hat auch Hitler zu verantworten. Zumindest was den Zweiten Weltkrieg angeht, würde ich Krieg und Niederlage also als von Deutschland selbstverschuldet ansehen.

    Was den Holocaust angeht, hängt mir das rumgedokter daran ziemlich zum Hals raus, ob es 4 oder 6 Millionen waren ist nicht wichtig, ob wie was wo passierte auch nicht, das es passierte steht außer Frage. Jedes Rumgezweifel daran hat nur den Effekt in den Augen des Gegners in die Richtung von isolierten und disqualifizierten NS Revisionisten gerückt zu werden, und da denke ich wollen weder wir noch die IBD hin.

    • niekisch Dezember 23, 2012 um 8:26 pm #

      „auch Ohne USA hätte Deutschland gegen Russland und England verloren und den Krieg gegen Russland hat auch Hitler zu verantworten.“

      Darf ich zu den USA auf das Buch von Stettinius zum „Leih – und Pachtsystem“ verweisen. Da steht drin, was an Überlebensnotwendigem die USA der UdSSR im II. WK geliefert haben. Letztlich bleibt es Spekulation, wer wann warum gewonnen oder verloren hätte. Die USA waren vor der deutschen Kriegserklärung an die USA längst im unerklärten Krieg mit dem Reich, schossen auf alles, was sich im Atlantik bewegte.

      Für mich liegt die „Schuld“ Deutschlands alleine darin, den 30 – jährigen Krieg gegen das Reich angenommen zu haben.

      Was den Holocaust abgeht, entkräftest Du nicht mein Argument, j e d e r Kritik durch eine umfassende kriminaltechnische Untersuchung j e d e n Boden zu entziehen. Dann entfällt j e d e r Revisionismus. Warum eigentlich wird eine solche Untersuchung, die ganz nebenbei einer Vielzahl von Opfern die Würde einer Bestattung gäbe, seit 1945 unterlassen? In j e d em normalen Strafermittlungsverfahren ist das eine Selbstverständlichkeit.

  5. Neuer Geist Dezember 23, 2012 um 7:25 pm #

    @ niekisch

    Im Grunde ist die semitische “Semitische Einstreuung” ja sowieso schon da, ich meine damit die Identitären, die sich auf die christliche Identität berufen und das Christentum ist nichts anderes als Judentum für Nichtjuden. Ich meinte das mit dem Semitischen aber eher etwas anders, eine grundsätzlich positive Haltung zum Judentum würde den identitären Inhalt nicht berühren, dies hätte nur den Zweck in Richtung der Nazis und in Richtung der Multikultis eine bestimmte Wirkung zu entfalten, die es diesen beiden Gruppen etwas schwerer macht uns anzugreifen. Beispielsweise seit es PI gibt, das diese Linie wie ich finde etwas übertreibt, haben die Multikultis extreme Probleme und es wurden sogar ganze (und wie ich hinzufügen muss ziemlich schlechte) Bücher geschrieben, in denen erklärt werden soll warum Nazis keine Juden mehr hassen sondern jetzt auf einmal Moslems, viel gebracht haben diese Wälzer nicht, die störende Wirkung auf das gegnerische Lager bleibt da.

    Wir haben es hier also mit einer sehr erfolgreichen Methode zu tun um den Gegner in seinem Tun und in seiner Propaganda zu stören, das sollten also auch wir nicht ungenutzt lassen. Ein bisschen Solidarität zum Judentum verändert auch nicht den identitären Inhalt, da das Judentum nicht unser identitärer Inhalt ist, und wie gesagt nur in dem politischen Konflikt eingebracht wird um eine Störung des Gegeners auf rechter und linker Seite zu erzeugen.

    Ebenso sollte sich die identitäre Islamkritik stark von der universalistischen Islamkritik unterscheiden und den Islam neben der ethnischen verdrängenden Wirkung wegen seines universalistischen Charakters angreifen, wenn wir den Islam anstatt ihn zu verdammen, nüchtern dekonstruieren, würden wir Identitären in der Islamkritik Neuland betreten, denn sowas gibt es bisher nicht, auch die Bewertung des Judentums sollte, identitärer Sicht folgen, denn aus sicht der Juden ist ihre Religion identitär, im Gegensatz zum Christentum und Islam. Ich spreche davon, sich nicht inhaltlich zu verändern, sondern das identitäre Denken auf Gebiete anzuwenden, die zur politischen Auseinandersetzung zwischen Rechts und Links gehören und so Beiden klarzumachen, das man eine gänzlich andere Denkweise hat, eine Denkweise die es von den Gegnern verlangt den universalistischen Raum gedanklich zu verlassen. Das würde beim Gegner weiter für Verwirrung und ideologischer Angst sorgen, denn Ziel muss es sein den Rechts-Links Gegensatz nicht nur zu überwinden, sondern ihn bis auf den Grund zu zerstören.

    • niekisch Dezember 23, 2012 um 8:34 pm #

      „das Christentum ist nichts anderes als Judentum für Nichtjuden.“

      Diesen Deinen sonstigen bisherigen Ausführungen widersprechenden Satz hätte ich gerne erläutert, Neuer Geist, denn er zeugt nicht von neuem Geist, sondern kommt mir aus einer bestimmten Literaturecke her höchst bekannt vor, die genau da verortet ist, wovon Du Dich gerade so sehr absetzen willst.

  6. Neuer Geist Dezember 23, 2012 um 12:25 am #

    @ VoxPopuli

    Andererseits können wir in Mitteldeutschland abends ohne Kampfsporttraining durch die Straßen laufen, und ohne vom netten Herrn Miri und seinen Brüüdaas mit vorgehaltenem Messer zur Herausgabe von Geld und Handy aufgefordert zu werden. 😉 Multikulti ist hier noch nicht so krass, obwohl es auch schon sichtbar anfängt, die Städte im Westen sind dagegen ja von Moslems überflutet, da fühlt man sich wie ein aramäischer Christ im syrischen Bürgerkrieg. Taxifahrer sind hier auch (noch) deutsch, ebenso wie die Müllabfuhr (noch). Ansonsten haben wir hier genau die selben Probleme, nur beruflich sieht es düsterer aus.

    @ Arwed

    Ich hatte bisher noch nicht den Eindruck als wäre die IBD kritikunfähig, ich finde sie positioniert sich klar und hat eine sehr gute theoretisch argumentative Basis, zu so intelliegnten und differenzierten Texten und Haltungen denke ich kommt man nicht, wenn man kritikunfähig ist. Die IBD muss bei aller Kritik auch darauf achten das sie ihre Sache durchzieht, und sich nicht am Ende alles wie bei der Piratenpartei um tausend Unwichtigkeiten dreht. Kritik muss man normalerweise nur dann annehmen, wenn man Probleme hat, und im Moment hat die IBD eine sehr guten Run. Wenn sie stagniert, dem Druck nicht mehr gewachsen ist oder den Sprung von der virtuellen Welt in die Realität nicht schafft, kann man immer noch kritisieren und überlegen, aber im Moment läuft es gut. Auch die Positionierungen und Abgrenzungen sind argumentativ sehr gut, so gut das sich PI davon manchmal schon eine Scheibe abschneiden könnte, Note 1+. Womit ich aber auch sagen möchte das ich selbst an der IBD und ihren Unterstützern wohlwollende Kritik übe und dabei versuche hilfreich zu sein. Fürs erste ist es gut so das die „Führer“ der IBD, die IBD führen, denn sie machen einen bemerkenswert guten Job und sie müssen auch Autorität ausüben, um die neidischen Nazis auf Abstand zu halten, mit Liquid Feedback ist so etwas nicht zu bewerkstelligen. 😉 Im übrigen kann man sich ja selbst in die IBD einbringen und mitmachen, mitmachen ist ja erwünscht und Programm, und wenn man da das Eine oder Andere hat, das nützlich und hilfreich sein könnte, hätte die Führung der IBD auch sicher nichts dagegen. Ich kritisiere sonst immer sehr radikal und heftig, vor allem alles was aus der rechten Richtung kommt, weil da so viele eklatante Fehler gemacht werden und weil die Einstellung oft so derb falsch, unüberlegt oder unreflektiert ist, aber gerade weil die IBD diese Fehler bisher erstaunlicherweise nicht gemacht hat, bin ich sehr positiv überrascht.

    Inwiefern verbreitet die IBD falsche Geschichtsbilder? Ihre Distanzierung ist argumentativ bisher tadellos. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und als Appetitverderber ein bisschen semitisches PI dazumixen, um den kontaktfreudigen braunen Gesellen von vornherein eine klare Grenze zu setzen. Darauf das NS Gruppen und die NPD versuchen das Identitäre zu besetzen, muss mit einer konsequenten und argumentativ glaubhaften Auseinandersetzung reagiert werden, weil sonst der identitäre Begriff Schaden nimmt. Eine Diffamierung der Antifa oder ähnlicher ideologischer Interessenten, sollte dann in diese Auseinandersetzung eingearbeitet werden, um die Angriffe darin zu entkräften und die Angreifer zu verschleißen und gegeneinander zu stellen.

    Auch sollte man stärker daran arbeiten die Rassismuspeitsche der ethnomasochistischen Autorassisten zu dekonstruieren. Es genügt ja schon der pauschale Vorwurf „…Rassisten…“, um ein beliebiges Anliegen oder eine beliebige Gruppe zu schädigen, die dann entweder mit reflexartiger antirassistischer Selbstkasteiiung reagiert oder stigmatisiert ist. Das ist in der Auseinandersetzung ein Hindernis wogegen man klare Gegenstrategien entwickeln sollte, damit ethnische Selbstbehauptung (die es überall auf der Welt außerhalb des Westens gibt) nicht mehr so leicht als Rassismus diffamiert werden kann.

    • niekisch Dezember 23, 2012 um 2:01 pm #

      „Inwiefern verbreitet die IBD falsche Geschichtsbilder? Ihre Distanzierung ist argumentativ bisher tadellos. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und als Appetitverderber ein bisschen semitisches PI dazumixen“

      Die Alleinschuld Deutschlands am I. u n d II. Weltkrieg ist nach dem neuesten Erkenntnisstand nicht mehr als gegeben anzusehen. Den Revisionismus grundsätzlich zu verdammen, ist m.E. ebenfalls falsch, weil zum einen Geschichte jede Sekunde der Revision unterliegt und die Tätigkeit der sog. Revisionisten auch ihre Bedeutung hat, nämlich diejenige, in Einzelfragen an Erkenntnis weiter voranzukommen als Berufshistoriker, weil sie sich eben schon aus Zeitgründen viel eher in Detailfragen vertiefen können, auch nicht Angst vor Karriereverlust haben müssen, wenn sie unbequeme Erkenntnisse verbreiten. Und was den Holocaust angeht, so wünschte ich mir als Jurist einmal eine kriminaltechnische Untersuchung mit allen Mitteln und an allen Tatorten, nicht um etwas anzuzweifeln, was ja auch nicht erlaubt ist, sondern um unberechtigtem Gerede die Spitze abzubrechen.

      „Semitische Einstreuungen“ in die Identitäre Bewegung lehne ich persönlich ab, weil das höchste Ziel der IB I d e n t i t ä t ist und zu unserer Identität jedenfalls zählt Semitisches nicht.

  7. Neuer Geist Dezember 22, 2012 um 9:44 pm #

    @ Josephine Erdmann

    Die Kehrseite an der Sache mit dem NS ist, das er sich durch seine Radikalität in Ideologie und Taten sowohl in den Augen der Nachwelt als auch historisch und militärisch selbst ein Bein gestellt hat. Er ist eine aus inneren Gründen gescheiterte Ideologie, wie der Kommunismus und diesem nicht unähnlich. Es gibt auch viele Russen, die Fortschritte und den Aufstieg der Stalinzeit gut finden, wodurch eine sich im Elend befindliche zaristisch-bolschwistische Krisengesellschaft reformiert wurde. Andere verweisen darauf, dass in dieser Zeit hemmungslos das eigene Volk gequält und ermordet wurde und auf die vielen Grausamkeiten des Terrors. Ebenso verhält es sich mit der Nazizeit, eine Ideologie, die neben Massentötungen einen Aufstieg und Fall mit sich brachte, verbunden mit schrecklichsten Grausamkeiten und einer Atmosphäre,in der jeder ein Gefangener war. Letzendlich bringt es nichts, in den Leichnamen dieser beiden toten und schrecklichen Ideologien herumzustochern, Krankenversorgung, Fortschritt und so weiter sind nicht von ihnen erfunden worden und wenn man nach der Industialisierung geht, war damals schon die USA Beiden weit voraus, deshalb macht mich das aber noch lange nicht zum Anhänger der USA.

    Abgetrennt von diesem Aspekten, sollte man aber auch die intelligenzbefreite Unmöglichkeit nicht vergessen, die es bedeutet und bedeuten würde, in der heutigen Zeit für Ideologien zu werben, deren dick gefülltes Schwarzbuch es dem Gegner kinderleicht und sogar wortlos möglich macht, einen in der politischen Diskussion zu disqualifizieren und gesellschaftlich zu isolieren. Eine positive Sicht auf den NS und ebenso auf Stalin, käme ernsthaft also in keinem Fall in Frage und ist so kontraproduktiv, das man danach fragen muss, was der Befürworter eigentlich erreichen will. Wenn ihr einzelne Punkte aus der Zeit gut findet, dann unterlasst also bitte unnötige und diesen Punkten abträgliche negativ behaftete historische Bezüge. Der NS ist neben allen pro und contra Punkten an seinem Schicksal selbst Schuld, und hat zugleich unsere heutige Situation zu verantworten, das solltet ihr nicht vergessen.

    • niekisch Dezember 22, 2012 um 10:11 pm #

      „Atmosphäre,in der jeder ein Gefangener war.“ ..Das haben meine Eltern z.B. aber nicht so empfunden und wenn es Ansätze dafür gab, dann haben sie es sich nicht gefallen lassen und den Mund aufgemacht.

  8. Moritz Haberland Dezember 19, 2012 um 9:00 pm #

    Bester Niekisch, Du sprichst für mich in Rätseln, was ich sagen will, ist, daß sich um nichts so sehr gekümmert wird, wie um die NSDAP und ihre sehr begrenzte Regierungszeit … und das um so mehr, je länger die insgesamt kurze Zeit her ist.

    Suche ich als junger Mensch heutzutage meine Identität im vergangenen Jahrhundert oder eher doch im Heute, im Hier und Jetzt, der Geschichte eingedenk, doch aber nur als einen (!) Teil meines Lebens, ganz sicher nicht als den Hauptanteil meines Daseins.

    Ich habe es geahnt und ich mag sie nicht, die aufgenötigten Geschichtdebatten und die jungen Leute von heute „mittelfingern“ das Thema, also : Was soll der Scheiß ?
    Die Identität befördert das so ganz sicher nicht, eher bringt es den LmaA – Frust.

    • niekisch Dezember 19, 2012 um 9:12 pm #

      Bitte einfach mal nachschauen, Moritz, wer die Thematik des NS ausgelöst und betont hat und welchen Umfang sie auf den beiden „Metapolitika“ – blogs hat – 5 %?. Dann verraucht Deine Emotion:-)

  9. Moritz Haberland Dezember 19, 2012 um 8:08 pm #

    Eigentlich verstehe ich diese ganze rückwärtsgewandte Diskussion nicht,
    ich bin 8 Jahre und ein halbes Jahr und 5 Tage nach Kriegsende geboren.
    Und damit basta. Die Ursachenforschung ist eine Selbstverständlichkeit.

    • niekisch Dezember 19, 2012 um 8:22 pm #

      „Die Ursachenforschung ist eine Selbstverständlichkeit.“

      Auch für die jungen Guido Knopp – Generationen, Moritz?

  10. Moritz Haberland Dezember 19, 2012 um 7:37 pm #

    Jede rückwärts gerichtete Aufmerksamkeit ist eben gerade NICHT jugendgerecht.

    PS. Ich bin ein “Liberal – Nazi” … aber damit belästige ich doch meine Kinder nicht 🙂 .

    • niekisch Dezember 19, 2012 um 7:59 pm #

      „Jede rückwärts gerichtete Aufmerksamkeit ist eben gerade NICHT jugendgerecht.“

      Ohne jede Ursachenforschung geht es aber auch nicht, Moritz. Sie darf natürlich nicht im Vordergrund stehen.

  11. Arwed Dezember 18, 2012 um 9:59 pm #

    Zu den Antworten auf meinen Kommentar: Ich sehe einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg der 68iger und der Umerziehung. Das Trauma des Ersten Weltkrieges zeigt sich sicherlich schon in grundsätzlichen Fehlern am NS. Der zweite verlorene Krieg tat dann sein Übriges. Materialismus, Globalisierung usw., sind für mich Auswirkungen des Identitätskonflikts. Aber der Punkt ist, dass das Zerrbild von Gido Knopp und Konsorten ein erhebliches Problem darstellt. Es können sich viele nicht für etwas begeistern, was sich an diesem Geschichtsbild anlehnt.

    Wahrscheinlich war die unglückliche Wahl des zu starken Wortes „Entnazifizierung“ nicht ganz richtig. Was ich sagen will ist, dass wir bei der Überwindung des veralteten NS 100-mal effektiver sein können als jedes Aussteigerprogramm. Wenn wir eine professionelle, präzisere Alternative bieten, ist der NW bald überflüssig oder lockt nur die an, die sich selbst wie in der Nazibeschreibung der IBD einordnen. Ich hoffe auch nicht, dass sich der NW weiter anpasst und dann noch weiter als NW versteht. Besser wäre es, wenn er sich im identitären Denken neu erfindet und das auch so aussagt.- Leicht gesagt, ich weiß.

    Wohlwollen fällt mir gerade bei der abschreckende Arroganz und Kritikunfähigkeit bei der IBD manchmal schwer. Ich würde mich über eine Zusammenarbeit auch freuen, aber dafür fühlen sich dann die „Führer“ der IBD zu erhaben. Das Ablehnen totalitärer Tendenzen und einer Überlegenheitsmentalität muss konsequent gelebt werden. (Ich hoffe die IBD nimmt diesen Seitenwink nicht zu persönlich:-) – Für den Fall, dass das hier einer liest, der sich angesprochen fühlt.- Dass der erste Erfolg sich sehen lassen kann und die Herausforderung unvergleichbar groß ist, ist mir bewusst. Ich sitze schließlich auch nicht nur vorm PC und gebe besserwisserisch meinen Senf dazu und bin auch nicht erst seit gestern dabei.

    Ergänzend:

    „Wenn allerdings infolge von permanent induzierten Schuldvorwürfen insbesondere jungen Menschen die Luft zum freien Atmen, Denken und Handeln genommen wird, mit diesem Schuldkomplex bestimmte Dinge wie Überfremdung, Globalismus, finanzielle Sklaverei in alle Ewigkeit begründet werden sollen, dann muß Schluß sein. Dann rückt das Thema in den Vordergrund und berührt auch das Ziel Identität.“

    Ist das nicht schon lange der Fall?

    „Ergebnisse der Geschichtsforschung dürfen nicht zu außergeschichtswissenschaftlichen Zwecken verwendet werden“

    Richtig! Der NW instrumentalisiert die Ergebnisse der Geschichtsforschung für eine NS-Rehabilitierung und schadet so der Wahrheitsfindung. Die IBD instrumentalisiert verbreitete, falsche Geschichtsbilder, um sich zu distanzieren und andere zu denunzieren und schadet ebenfalls der Wahreitsfindung. Finde ich beides doof -.-

    • niekisch Dezember 18, 2012 um 10:33 pm #

      „Ist das nicht schon lange der Fall?“ Ja, Arwed, die Pläne dafür begannen schon zu Beginn der 40iger Jahre des 2o. Jahrhunderts in den USA mit den „Macy“ – Konferenzen zum Umgang mit den Deutschen nach der zu erwartenden Niederlage und deren mit psychologischen Mitteln durchzuführender Charakteränderung vom sog. „autoritären“ Charakter zum „demokratischen“ Charakter. Die Verwirklichung hält an, weswegen ich den Schluß fordere. Aber nicht, weil wir nicht demokratisch denken und handeln wollen, sondern weil wir ohne Propaganda s e l b e r denken und handeln wollen.

  12. VoxPopuli Dezember 18, 2012 um 9:08 pm #

    Ich will, da es unter dem anderen Artikel nicht mehr möglich ist, einen Kommentar vom Leser Zukunft aufgreifen:

    „Gerade die Kader sind (auch abhängig von der Region, ich spreche hier jetzt von meiner) sehr gebildete Leute und so gut wie durchgehend Akademiker, so viele, dass die Antifa und andere Leute, die außerhalb stehen, große Augen machen würden 😉 aber damit will ich keinesfalls Nichtakademiker herabstufen.“

    Zunächst wünsche ich Dir viel Erfolg bei der programmatischen Arbeit vor Ort. Ein bisschen mehr Akademiker in der Außendarstellung könnten uns sicher nicht schaden. Aber den Eindruck, den Du hier schilderst, teile ich insofern, dass ich die Region betonen möchte.

    Ich glaube, dass es gerade in Mitteldeutschland, wo man, lieber niekisch, nicht nur das leere Bierglas, sondern auch schon die demographischen Folgen merkt, ein aufgeschlosseneres Klientel gibt.

    In den westlichen Bundesländern sieht man diese Folgen eben nicht so. Die Menschen müssen sich damit nicht beschäftigen. Der Akademiker hat auch genügend monetäre Perspektiven, um sich davon abzulenken.

    In weiten Teilen Mitteldeutschlands sieht das schon ganz anders aus. Da ist man in mancher Entwicklung schon 20 Jahre voraus. Wir haben das erst heute wieder im Armutsbericht des Wirtschaftsministeriums gesehen.

    Deine Haltung, Zukunft, finde ich jedenfalls sehr sympathisch. Insbesondere, dass Dein Volk nicht nur aus Akademikern besteht. Falls Du für Deine programmatische Arbeit noch ein paar Hinweise und Ideen brauchst, empfehle ich ein paar Artikel zum Verhaltens- und Sprachkodex, an dem übrigens auch der werte niekisch mitgearbeitet hat 🙂

    http://voxpopuliblog.wordpress.com/2011/10/10/negativbeispiele-fur-den-verhaltens-und-sprachkodex-in-der-npd/

    http://voxpopuliblog.wordpress.com/2010/08/03/verhaltens-und-sprachkodex/

    http://voxpopuliblog.wordpress.com/2010/08/17/verhaltens-und-sprachkodex-erscheinungsbild/

    http://voxpopuliblog.wordpress.com/2010/09/03/verhaltens-und-sprachkodex-innere-einstellung/

    http://voxpopuliblog.wordpress.com/2010/08/29/videos-zum-kodex/

    Es geht dabei vorrangig nicht darum, einen akademischen Lesezirkel zu errichten. Es soll das ganze Volk sein. Wir müssen nur insgesamt mehr Disziplin und Organisation in den Laden bringen 😉

  13. Josephine Erdmann Dezember 18, 2012 um 8:21 pm #

    Es kommt halt immer drauf an, was man unter Nationalsozialismus verstehen will. Oder wem man die Definitionshoheit zugesteht, zu definieren, was Nationalsozialismus ist. Wenn man sich entscheidet, darunter alle möglichen sehr schlechten Ideen und Vorkommnisse aus der damaligen Zeit zusammenzufassen, klar, dann muß man sagen, dass man das nicht gutheisst und gar nicht will. Wenn man aber eine andere Definition des Nationalsozialismus versucht, mehr auf die Motivationen und Absichten, Ziele und Visionen der damaligen Zeit eingeht, dann wäre es ziemlich sinnlos für die Identitären, sich davon zu distanzieren, weil es – worauf ich schon mal hingewiesen habe – viel zu viel inhaltliche Übereinstimmung gibt. Ich kann auch nichts dafür, dass es damals so viele positive und vernünftige Ideen gab. Angefangen beim Naturschutz, bei der Krankenversorgung der Bevölkerung, beim Umbau des Verwaltungswesens, Erfindungen auf technischem Gebiet, wissenschaftliche Fortschritte und so weiter. Nun, auch das zentrale Anliegen der Identitären, der Schutz und Erhalt der eigenen Kultur und des eigenen Volkes, war ja auch damals zentral, das wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen.
    Es gibt einfach zu viel Gutes aus der Zeit, was einfach unendlich dumm wäre, wieder aufzugeben.

    • niekisch Dezember 18, 2012 um 9:26 pm #

      @ Josephine:

      hier erlaube ich mir, einen harten Schnitt zu machen:

      Die NSDAP ist verboten. Sie wiederaufleben zu lassen, ist strafbar.
      Das Vertreten und Befürworten des Programms der NSDAP ist strafbar, § 130 StGB.
      Das Vertreten und Befürworten wesentlicher Mosaiksteine des Programms der NSDAP und somit des Nationalsozialismus sowie das Verwenden Symbolik sind strafbar, §§ 86 a ff., § 130, §§ 185 ff StGB.

      Die BRD als tatsächlich existierender Staat übt die Hoheitsgewalt aus, dies durchzusetzen. Notfalls bekommt sie Hilfe.

      Hat nicht der oberste Repräsentant der NSDAP, Adolf Hitler, in Erkenntnis seines und damit auch zugleich des Untergangs der NSDAP ein Ende gesetzt, sich selbst und damit auch Partei und Programm ausgelöscht?
      E r war A l l e s und nach ihm war ein N i c h t s.

      Wir sollten das ganz einfach akzeptieren, wir selbst sein, j e d e Epoche v o r uns als Blatt im Geschichtsbuch unseres Volkes betrachten. Mehr nicht, wenn wir unsere geistige und ausführende Freiheit behalten wollen.

      Weder die tote NSDAP und ihr Führer noch ihre lebenden Feinde und deren Häupter dürfen h e u t e Macht über uns besitzen.

      Nur so können wir den e i n e n Weg mit den V i e l e n gemeinsam zu Identität in Freiheit gehen. Die Steine für diesen Weg suchen wir uns aus allen Zeiten und überall da, wo wir es für richtig befinden.

      Insofern kommen wir zusammen, liebe Josephine. Insoweit hat auch die Positionierung der IBD ihre Berechtigung.

  14. Hallo, Zeitgeist Dezember 18, 2012 um 8:16 pm #

    @ arwed

    Das Geschichtsbild zu entrümpeln wird eine Langzeitaufgabe sein. Inzwischen gibt es eine ganze Menge an Internetseiten, Büchern und anderern Medien, wodurch man sich schlau machen kann. Wahrscheinlich wird aber weiterhin erst einmal eine geschichtsbewusste Avantgarde sich damit befassen und auseinandersetzen. Dies halte ich insofern auch für richtig, als der Normalbürger nicht überfordert werden sollte. Ihn vorsichtig an die Möglichkeit heranzuführen, etwa die Kriegschuldfrage beider Weltkriege auch einmal ansatzweise zu überdenken, könnte in kleinen, verträglichen Happen der politischen Kost beigegeben werden.

    Einen großen Dienst könnte der NW- und NS-Teil des Gesamtspektrums rechts von den heutigen Blockflötenparteien den anderen patriotischen Kräften erweisen, indem er seinerseits eine Modernisierung in Sprache, Attitüde und Themenbesetzung vornähme. Sich beispielsweise vor allem über Feindbilder zu definieren und dies oft in einem – milde augedrückt – emotional zugespitzten Sprachstil, erscheint ebenso kontraproduktiv wie fortwährend seine „Helden der Vergangenheit“ zu bemühen. Hierdurch wirkt man in der strikten Betonung vormodern und hinterlässt bei vielen Menschen erst einmal irritierende Eindrücke. Aber, vielleicht bewegt sich ja an der Stelle auch mal etwas.

  15. Arwed Dezember 18, 2012 um 5:44 pm #

    Erst mal vorweg ein großes Lob! Ich hab die Anregungen, die hier zu lesen waren, immer als sehr notwendig empfunden und fand in großen Teilen meine Bedenken bei Metapolitika wiedergegeben.

    Zum Thema: Ich halte es für schwierig, die jetzigen Fehler in den Stellungnahmen später zu berichtigen. Es ist nicht immer richtig, „einen Schritt nach dem anderen [zu] gehen“. Vor allem, wenn man den ersten Schritt in eine falsche Richtung macht und später nachsteuern muss. Das könnte in der Außenwirkung als Widerspruch wahrgenommen werden und dann der Glaubwürdigkeit schaden. Die Umerziehungspropaganda war hauptsächlich für den heutigen Identitätskonflikt verantwortlich. Es ist schwer, eine gesunde Beziehung zu diesem Teil der Geschichte und zu den Verwandten aus der Zeit aufzubauen, wenn man nur Verbrechen sieht. Ich halte diese gesunde Beziehung aber für sehr wichtig.

    Wenn den Admins von der IBD das Wissen fehlt, dann halte ich sie nicht für sehr geeignet und ihre Arbeit in Teilen für kontraproduktiv. Objektivität ist sehr wichtig um identitäre Kräfte zu einen. Unser Projekt (https://www.facebook.com/identitasnord?ref=ts&fref=ts) hat auch NW – Kontakte und im Umgang mit den Kameradschaftskreisen sind wir auf weit weniger Dogmatismus gestoßen, als ich ihn bei der IBD erkenne. Ich selber suche den Kontakt zum Kader des NW und habe nur sehr positive Erfahrungen gemacht. Es ist keine utopische Vorstellung, dem NW mit wesentlichen Teilen seines (Nachwuchs-) Kaders und dem Abfangen von Neuzugängen einfach mal die Substanz zu entziehen. Von dem, was übrig bleibt, ist eine seriöse Distanzierung dann auch besser möglich. Wir sollten die effektivste Waffe im Kampf gegen Nazis sein. Wir sollten die Entnazifizierer werden und das auch kommunizieren. Mit ständigen Rechtfertigungen wird eine Botschaft auch nur schleichend transportiert. Hier geht Energie verloren und Schlechtes wird verstärkt.

    Natürlich muss man einer Denunzierung mit einer klaren Abgrenzung entgegenwirken, denn auf eine Positionierung zum NS wird man sicher angesprochen und ständig mit ihm gleichgesetzt. Trotzdem ist diese Distanzierung auch näher an der Wahrheit möglich. Sind die Unterschiede so marginal, dass man die Wahrheit verbiegen muss? Ich denke nicht! Hier sind die „rationalen Identitären“ gefragt, auch auf die IBD einzuwirken.

    • niekisch Dezember 18, 2012 um 7:58 pm #

      Zunächst einmal herzlichen Dank für das Lob, Arwed. Es spornt an!

      Da die IBD offensichtlich einen ganz kleinen Führungszirkel besitzt, mehr oder weniger in der Spitze anonym arbeitet, sind Strategie und Taktik für Außenstehende, wahrscheinlich sogar für die autorisierten Gruppen, wenig durchsichtig. Dennoch halte ich es für sinnvoll, solidarisch begleitend Kritik zu üben. Wenn schon viele Inhalte und Äußeres von VoxPopulis und meinem Blog durch die Admins der IBD und die vorreitenden Wiener Identitären für annehmbar angesehen wurden und weiterhin werden, dann dürfen wir auch davon ausgehen, daß sie die aktuellen Debatten auf Metapolitika verfolgen und aus ihrer Sicht Brauchbares verwerten. So soll es ja auch sein. Es ist ganz normal, daß Manifestationen, sind sie nicht von Anfang an perfekt, immer wieder überarbeitet, der Lage angepaßt werden, wobei allerdings das große Ziel, die Identität, nicht verwässert werden oder verlorengehen darf.

      „Die Umerziehungspropaganda war hauptsächlich für den heutigen Identitätskonflikt verantwortlich.“ ..wobei, Arwed, die 68iger die „willigen Helfer“ waren und bis heute sind. Eine große Rolle spielt auch die kollektive Traumatisierung der Deutschen durch den Verlust von zwei mörderischen Großkriegen ( WK I und II ), den alliierten Bombenterror, die Vertreibung von 12000000 Menschen usw., bei uns und in den anderen europäischen Ländern aber auch die Materialisierung von allem und jedem, die Globalisierung usw

      Natürlich ist es ein Spagat, der hier durch die IBD zu gehen ist: Der deutsche Adler fliegt seit vielen Jahrzehnten wie ein abgerichteter Vogel mit nur einem Flügel, der auch noch so groß ist, daß der Vogel fast schon vergessen hat, daß ihm der zweite Flügel fehlt. Zudem fliegt er in einem Wolkenmeer von Lügen, das ihm die klare Sicht nimmt.

      Die IBD steht also vor der titanenhaften Aufgabe, den fehlenden Flügel im fremdgesteuerten Flug bei schlechtester Sicht zu montieren und dann die Richtung im Blindflug zu ändern. Viel Vergnügen! Diese Aufgabe darf nicht unterschätzt werden. Sie kann nur gelingen, wenn der Flügel einfach konstruiert, robust, sofort einsatzbereit ist und mit einem Navi versehen ist, das das große Ziel anzeigt.

      Was den NS angeht und das von Dir genannte Erfordernis des „Entnazifizierens“: Wir sind doch keine Schädlingsbekämpfer! Geistige Entseuchung ist nicht unser Ding! Wir schicken niemanden unter die Dusche! In den Zeiten der allseits möglichen Information geben wir jedem Menschen selber die Pflicht, sich zu informieren, sich der Wahrheit zu nähern. Das Historisieren des NS ist heute zumindest ansatzweise möglich. Wird noch das geltende Recht hinzugenommen, dann ist die Sache klar: Die NSDAP ist verboten, Apologeten können sich äußern, soweit das Strafrecht es zuläßt. Basta! Der Rest ist Geschmacksache. Ich habe einen Negativkatalog aufgestellt, die IBD ihre Skizze formuliert. Da kann jeder selber entscheiden, wohin er gehört.

      Die Wahrheit aber ist seit Urzeiten eines der höchsten Güter u n s e r e r Welt.

  16. niekisch Dezember 18, 2012 um 5:21 pm #

    Zur Positionierung der IBD dies:

    „Viele der gegründeten „Untergruppen“ sind keine offiziellen. Sie werden teilweise von Provokateuren gegründet um uns zu schaden, daher sind nur die Gruppen repräsentativ, die wir offiziell bestätigen. Wir haben selber in manchen Gruppen auch ehemalige Tierschutzaktivisten/sicherlich auch manche Vegetarier oder Veganer dabei, aber das ist nun mal nicht unser Hauptziel. Primär geht es uns schlicht und ergreifend um >den Erhalt unserer Identität<, Wirtschafts- oder Umweltschutzthemen werden von uns nicht vertreten, da dies nur unnötig den Blick vom wesentlichen ablenken würde und es auf diesen Gebieten unterschiedliche Ansichten gibt. Sich für den Umweltschutz etc. einzusetzen bleibt aber jedem selbst überlassen, in keinster Weise werden hier Veganer etc diskriminiert. (cci)"

    http://www.facebook.com/identitaer

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