Hier hört man nur Türkisch…

19 Dez

„Melinda Dosa, die junge Ungarin, lebt erst seit drei Monaten in der Stadt. Sie, die Deutsch studiert hat, landete hier im Rahmen des Europäischen Freiwilligen Dienstes bei der Auslandsgesellschaft. Was sie erstaunt als jemand, der wegen der Sprache kam, ist die Tatsache, „dass hier so wenig Deutsch gesprochen wird. zumindest rund um den Borsigplatz ( in Dortmund, der „Wiege“ des BVB Dortmund, niekisch). Hier hört man nur Türkisch oder anderes.„“ (WAZ, 19.12.2012)

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4 Antworten to “Hier hört man nur Türkisch…”

  1. Moritz Haberland Dezember 19, 2012 um 10:36 pm #

    Ganz ohne Gräben aufreißen zu wollen, bester Niekisch, ich glaube tatsächlich, Du und der junge Mann, von dem ich eingangs schrieb, Ihr erzählt mir etwas von einem fernen, fremden Land.

    • niekisch Dezember 19, 2012 um 10:50 pm #

      Jetzt sprichst Du, Moritz, in Rätseln. Das verwundert aber nicht, weil wir Deutschen uns ohnehin in mancherlei Dingen fremd geworden sind unabhängig von Landesteilen. Säßen wir an einem Tisch, verstünden wir uns, so meine ich, aber sofort. Die virtuelle Welt ist schon irgenwie doof.

      Und nun wünsche ich Dir, Deinem jungen Prinzen und dem Hund eine gute, ruhige Nacht so kurz vor dem Weltuntergang:-)

  2. Moritz Haberland Dezember 19, 2012 um 7:29 pm #

    Mit einem ehemaligen Leser des ersten Leserblogs „Metapolitika“, einem erstaunlich klugen jungen Mann, eben aus diesem „NRW“, das wir in verschiedenen Telefonaten den bundesdeutschen „Gasastreifen“ nennen, hab ich alter „Piefke“ erfahren, daß es etliche, nichtdeutsche Sprachinseln dortselbst gibt.

    Mein eigenes Erstaunen war mindestens so groß,
    wie das der Ungarin Fräulein Melinda Dosa 🙂 .

    • niekisch Dezember 19, 2012 um 7:58 pm #

      „es etliche, nichtdeutsche Sprachinseln dortselbst gibt.“ Und nicht nur die, Moritz. Ich muß mir doch mal die Mühe machen, den Flohmarkt in Gelsenkirchen – Schalke („auf Schalke“) fotographisch zu dokumentieren. Da gibt es einen riesigen Bereich, indem – kontrolliert dürch eine türkische „Mafia“ – eine ganze Zeltstadt mit Verkaufsstellen für türkische Waren existiert. Da dudelt türkische Musik, vom türkischen Shampoo bis zu anatolischen Brautkleidern siehst Du da alles, was die Parallelgesellschaft ausmacht. Durch die Zeltstraßen wälzen sich solche Massen von „Mitbürgern“, daß Du Atemnot bekommst, wenn Du es wagst, Dich hineinzubegeben. Unglaubkich und Außenwohnende schlicht unvorstellbar.

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