Eine größere Natur..eine größere Idee..

6 Jan

O verlerne die Zeit,

daß nicht dein Antlitz verkümmre

und mit dem Antlitz das Herz!

Leg ab deine Namen!

Verhänge die Spiegel!

Weihe dich einer Gefahr!

Wer einem Wink folgt im Sein,

vieles zu Einem erbaut,

stündlich prägt ihn der Stern.

Und nach glühenden Jahren,

wenn wir irdisch erblinden,

reift eine größere Natur.

– Hans Carossa –

…reift eine größere Natur oder im Rahmen der Natur eine größere  Idee, uns hier auf Metapolitika von Anfang an die einer IdAPO, einer identitären außerparlamentarischen Opposition, die metapolitisch und  gewaltfrei arbeitet. Sind wir hier nicht ein wenig Geburtshelfer einer solchen, nämlich der Identitären Bewegung (IB),  nicht aber hinderlich bis schädlich, wie ein gewisser „cundar“ meint:  http://cundars.wordpress.com/2013/01/03/bringen-uns-die-identitaren-den-volkstod/#comment-18

Er stützt seine Ansicht auf ganze zwei  kurze Zitate aus Metapolitika, die übrigen 447  Artikel und 6754 Kommentare läßt er unbeachtet. Das spricht nicht gerade für Fairness.

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11 Antworten to “Eine größere Natur..eine größere Idee..”

  1. Moritz Haberland Januar 12, 2013 um 3:54 am #

    PS Ich gehe jetzt Nachbars Kühe melken, weil ihm im Krankenhaus einen „Beipaß“ eingebaut wird, doch eben hab ich noch bei Jette und Heinz reingeschaut, Mutter und Kind sind wohlauf und schlafen friedlich. Man glaubt fast nicht, wie einfach das Leben sein kann 🙂 .

  2. Moritz Haberland Januar 12, 2013 um 3:08 am #

    Oh Mann, Zeitgeist … Du gibst genaugenommen schon mit Deinen Fragen mehr Antworten als ein üblicher Fragesteller und ich müßte meine alte Diplomarbeit aktualisieren, um Dir antworten zu können.

    Um es mal einfach zu sagen, der Unterschied zwischen „konventioneller“ und „bio“ Landwirtschaft war schon bei der Erfindung dieses Unterschiedes nicht so groß, wie dargestellt.

    Ich will es mal so zusammenfassen : Weder auf der LPG in unserer lieben alten Zone noch auf irgendeinem Bauernhof in Westdeutschland hat ein Bauer seine Umgebung versaut, sie wußten immer, daß sie von ihrem Land leben mußten.

    Die Ideologisierung der End-70-er / Früh-80-er brachte erst einen „Konflikt“, der gar keiner war, weil er inhaltlich nicht begründet war. Da wurden Düngereitrag und Atomenergie mit der Rolle der „IG Farben“ zwischen 33 und 45 zusammengerührt.

    So machen es die Interessierten auch noch heute.

  3. Hallo, Zeitgeist Januar 11, 2013 um 1:10 pm #

    @Moritz Haberland

    „Der Bio-Markt gleicht heute einem Drogenmarkt“

    Bedeutet es, dass genauso, wenn nicht noch mehr als in konventioneller Landwirtschaft mit Pestiziden usw. gearbeitet wird? Oder was sind die Probleme von „Bio“? Wie industrialisiert ist andererseits der „normale“ Landwirtschaftsbetrieb? Man spricht ja unter anderem von der Spezialisierung, zum Beispiel auf reine Milcherzeugung, oder Schlachtviehzurch. Aber trotzdem werden ja wohl trotz Spezialisierung oft noch selbst Futtermittel angebaut.

    Bringt die Spezialisierung Probleme für die Produkte mit sich, oder wäre die unter anderen Bedingungen eigentlich ganz in Ordnung so? Wenn ich die Diskussion richtig verstehe, erwachsen ja Schwierigkeiten unter anderem aus der Massentierhaltung, die oft einen hohen Antibiotika-Einsatz erfordere oder auch aus der Überdüngung von Böden. Die lässt man ja wohl kaum noch zur Ruhe kommen. Der Gedanke an Dreifelder-Wirtschaft beispielsweise wird wahrscheinlich ein eher mildes Lächeln hervorrufen. Ich kann mir vorstellen, dass die betriebswirtschaftlich heute gar nicht mehr möglich ist. Andererseits werden Böden dadurch, wenn ich das richtig verstanden habe, auf Dauer kaputt gemacht, Nahrungsmittel mit Düngemittelrückständen und Schädlingsbekämpfungsmitteln belastet. Und unsere Gewässer sollen ja auf diese Weise auch schon mit Chemie bis oben hin gefüllt sein. Tja, was wäre die Alternative, wenn der einzelne Betrieb unter heutigen Bedingungen rentabel arbeiten will?

    Woher kommen überhaupt diese Probleme, worin haben sie deiner Meinung nach, Moritz, ihre tieferen Wurzeln? Viele Menschen gab‘ s ja auch vor dem Krieg und in der Nachkriegszeit auch schon, die zu ernähren waren? Liegt alles an der Vermarktungskette, an gesetzlichen Rahmenbedingungen oder letztlich daran, dass der heutige Mensch – mal ganz abgesehen von Monsanto – sich psychologisch insgesamt schon viel zu sehr von der Natur entfernt hat? Was würdest du als wichtigste Ursache oder als Ursachenkette beschreiben? Oder meinst du, dass vielleicht alles gar nicht so schlimm ist und von den Medien nur aufgebauscht wird?

    Die Thematik berührt wahrscheinlich auf einer recht tiefen Ebene identitäre Hintergründe. Denn es heißt ja nicht umsonst: Du bist, was du isst…! Und das Verhältnis des Menschen zur heimatlichen Natur drückt ja ganz wesentlich aus, was Nation auch meint – der Boden, auf dem du geboren bist, der geistige Einklang mit der Biosphäre. „Blut und Boden“ war insofern wohl keine finstre Nazi-Parole, sondern es drückte eine natürliche Bindung zu den Ahnen einerseits aus und unbewusst wohl auch eine einigermaßen ehrfürchtige Beziehung zur Natur. Vielleicht müssen wir dafür nur neue zeitgemäße Worte finden. Gerade Städter haben außerdem wohl einen Nachholbedarf an Bewusstsein für die Quellen unserer Nahrung, zumal vieles einfach aus Übersee oder sonstwo her kommt.

    • niekisch Januar 12, 2013 um 6:50 pm #

      „neue zeitgemäße Worte“

      Das ist für solche Begriffe wie Blut und Boden sicher nicht einfach, Hallo Zeitgeist. Das Elementare kann nur mit grundzielenden Begriffen umschrieben werden. Ich denke da mal nach, Hallo Zeitgeist.

  4. Moritz Haberland Januar 11, 2013 um 7:38 am #

    Meine Jette ist gerade eben Mutter geworden: “Heinz” heiß der neuste Pferdebengel, weil mein (welt-) größter Enkelbengel Paul diesen Namen nach seinem Lieblingsonkel (Bruder meines Schwiegersohns) festgelegt hat. Wir alle haben ihn trockengerieben und die Kinder haben ihn “geknutscht”, wenn das keine Begrüßung auf dieser Welt ist.

    • niekisch Januar 11, 2013 um 11:40 am #

      Dazu herzlichen Glückwunsch, Moritz, Du stolzer Großvater! Als kleines Geschenk für den neuen Erdenbürger und seine Mutter ein Schlaflied:

      Tief umfangen von der Ruh,
      tief im Schlaf geborgen,
      reifst Du neuen Tagen zu,
      träumst Du neuen Morgen.
      Wisse, daß einst Deine Hand
      hütet Volk und Vaterland.

      Dunkel steht die Zukunft auf.
      Was wird kommen, was geschehen,
      was ist ewiglicher Lauf,
      was wird dauern, was bestehen?
      Wisse, daß einst Deine Hand
      hütet Volk und Vaterland.

      Wann erfüllt sich eine Zeit,
      wann erlöst sich die Beschwerde?
      Du ruhst auf der deutschen Erde,
      Same der Beständigkeit.
      Wisse, daß einst Deine Hand
      hütet Volk und Vaterland.

      – Alfred Thieme –

  5. Moritz Haberland Januar 11, 2013 um 4:05 am #

    @ Zeitgeist und Niekisch

    Ich habe in Kiel Landwirtschaft mit einem jungen Mann studiert, der als Deutscher in Süd-West (Namibia) aufwuchs, Er ist heute Bezirksleiter bei Monsanto Kapstadt und sagt von sich selbst, daß er seine Seele zu einem Preis verkauft, der den Wert seiner Seele deutlich übersteigt (das ist Selbstkritik…!).

    Wir wollen nicht vergessen (oder erst lernen) . Monsanto ist der Erfinder und Produzent von “Agent Orange”, das Versuchsfeld war (mit Hilfe der US-Truppen) der ganze Urwald von Vietnam. Heute ist Monsanto mit Hilfe des Patent- und Urheberrechtes in der Lage, mit Hunger zu erpressen, in dem Monsanto ein durch Genmanipulation erzeugtes Saatgut verkauft, dessen Frucht nicht mehr keimungsfähig ist.

    Ich bin ideologiefrei und darum „bio“- ungläubig, in meinem Fachgebiet denke ich bäuerlich, d.h., ich bin höchst einfach „gestrickt“. Der Bio-Markt gleicht heute einem Drogenmarkt, die Preise sind traumhaft, wenn man landwirtschaftliche Produkte mit einander vergleicht. Der Traum von 1984-1986 bei der Gründung von „Bio-Läbels“ ist keineswegs aufgegangen.

    Monsanto will heute Gott spielen … und obwohl ich weder getauft
    noch gottesfürchtig bin, kämpfe ich gegen diese „Gottlosigkeit“ an.

    • niekisch Januar 11, 2013 um 11:30 am #

      „obwohl ich weder getauft
      noch gottesfürchtig bin, kämpfe ich gegen diese “Gottlosigkeit” an.“

      Das, Moritz, ehrt Dich.

  6. Hallo. Zeitgeist Januar 9, 2013 um 8:44 pm #

    Ja, man freut sich über jede positive Nachricht, Moritz! Argentinien dürfte ja auch einer der wenigen zur Zeit sovueränen Staaten sein. Wobei ich denke, dass es nach und nach wieder mehr Staaten werden.

    Die Machenschaften von Monsanto hat ja im übrigen auch F. Wiliam Engdahl geschrieben, einfach mal seinen Namen eingeben, bei http://info.kopp-verlag.de/index.html

    Ich denke, da bist du aber voll auf dem Laufenden, Moritz. Was sagst du zu dem folgenden Beitrag (auch auf Kopp), in dem es nicht nur, wie die Überschrift vermuten lässt, um Pilze geht?

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/christine-ruetlisberger/deutschland-vorsicht-giftpilze-im-handel.html;jsessionid=70100B43FA75BFA860D0F8DC601739B8

    Inzwischen sollen ja auch Bio-Produkte zum Teil kontaminiert sein. Und wirklich frische, unbehandelte Milch darf nach meinem Kenntnisstand überhaupt nicht mehr auf den Markt kommen. Darf der Landwirt sie eigentlich noch für den privaten Verzehr nutzen?

    Wie siehst du überhaupt die Situation unserer Landwirtschaft? Ist es von Bio-Bauernhöfen abgesehen nur noch Agrar-Industrie oder gibt es auch noch Bauern, die zum Beispiel Drei-Felder-Wirtschaft betreiben? Und ist die deutsche Landwirtschaft auf mögliche Krisenzeiten vorbereitet – ich meine jetzt die ganz normalen Betriebe? Habt ihr auf dem Lande für solche Fälle auch mal daran gedacht, Tauschringe zu organisieren? Wie würde da verrechnet werden?

    Hast du Ideen zu einer Gesundung der Landwirtschaft, zum Beispiel auch im Hinblick auf die EU-Subventionen, durch die bäuerliche Existenzen in der dritten Welt kaputt gemacht werden? Das sorgt dann wiederum für eine Verstärkung der Flüchtlingsströme nach Europa. Worin liegt deines Erachtens der Knackpunkt? Da unsereins von solchen Dingen keine Ahnung hat, allenfalls hier und da mal etwas aus den Medien aufschnapppt, wäre es interessant, etwas von einem Landwirt mit politischem Hintergrund zu erfahren.

    • niekisch Januar 10, 2013 um 4:10 pm #

      Da lese ich dann auch interessiert mit, Hallo Zeitgeist und Moritz. Mein Urgroßvater war noch, wie man früher auch sagte, Landmann. Ich besitze noch ein Notizbuch von ihm mit Bestellungen und ein Foto aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

      Im übrigen gebe ich jetzt die Kommentarspalte für j e d e s Thema frei. Nachdem ich in den letzten Tagen festgestellt habe, daß die IB neben der Abgrenzeritis nun auch noch außer pro – NRW und Junge Union durch „libertäre“ Kräfte „überwuchert“ wird, die sich solche Leute wie Hayek und Milton Friedman zum Vorbild nehmen, habe ich hinsichtlich einer positiven Entwicklung zum wirklich Identitären arge Bedenken bekommen und befürchte das Schlimmste. Ich werde mich die nächste Zeit mehr auf das Kulturelle und Geschichtliche stürzen, Themen aufgreifen, die ich schon immer mal bringen wollte, z.B. den Rückgriff auf die „Staatsbriefe“ Dr. Hans Dietrich Sanders. Beobachten wir mal mehr von außen, wie die IB sich weiterentwickelt. Ein begleitendes Eingreifen ist ja immer möglich:-)

  7. Moritz Haberland Januar 8, 2013 um 1:44 am #

    Auch das gehört zum Thema NATUR und liegt mir besonders am Herzen,
    ich kann Euch gar nicht sagen, wie das mein altes Bauernherz erfreut :

    Zitat (Netzfund) „Argentinien entzieht Genkonzern die Geschäftszulassung!

    Laut einem Bericht einer Online Zeitung aus Paraguay hat das argentinische Finanzministerium nach einem Prozess, der die Giftigkeit des Pflanzenschutzmittels „RoundUp“ bestätigt hat, dem amerikanischem Gen-Multi die Registrierung entzogen. Ein Grund, warum die Registrierung zurückgezogen wurde, ist nicht genannt.

    Dem Konzern und allen seinen lokalen Händlern ist es nun verboten, in Argentinien genmanipuliertes Saatgut und das dazu vermarktete „RoundUp“ zu verkaufen.

    In dem angestrengten Prozess gelang es Monsanto nicht die Unbedenklichkeit seiner Produkte nachzuweisen. Die Beweislast liegt nämlich in Argentinien seit 2009 nicht mehr beim Geschädigtem sondern beim Verursacher/Hersteller.

    Eine aktuelle argentinische Fernsehdokumentation „Raising Resistance“ beleuchtet die verheerenden gesundheitlichen Auswirkungen des Mittels in den Einsatzgebieten. Von zunehmenden Missbildungen bei Säuglingen über eine vervierzigfachte Krebsrate bis zu chronischen Beschwerden der betroffenen Bevölkerung reichen die angeführten Belastungen. In der Provinz Cordoba wurden beispielsweise bei 80 Prozent der Kinder Rückstände des Pestizides festgestellt.

    Monsanto war gegen die negative Indizienlage ohnmächtig. Mit dem Resultat,dass nach Frankreich und Ungarn auch Argentinien den Einsatz dieser kontraproduktiven Form der Landwirtschaft nun konsequent verbietet.

    In Anbetracht der extensiven Verbreitung genmanipulierter Saaten im letzten Jahrzehnt in Argentinien ein längst überfälliger und dringend anstehender Schritt in die gute Richtung, weg von lebensfeindlicher Umweltvernichtung und zurück zu gesunden natürlichen Kreisläufen.

    Zweifellos ein sehr schwerer Schlag gegen den amerikanischen Gentech-Multi, möglicher Weise ein letaler Impuls. Nicht verwunderlich ist es, dass bis dato international und in unseren Breiten darüber praktisch nichts vernommen wurde.“

    🙂 🙂 🙂

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