Identitäre, tanzt die Fasenacht – basst die bösen Geister!

28 Jan

Wir sind in der Fasenachtszeit: Das Wort kommt von „Fasen“ = fruchtbar sein! Es hat mit Fasten nichts zu tun, das ist eine Verballhornung durch die Kirche. Die Abhängigkeit des Fasenachtsdienstags vom 1. Frühlingsvollmond, also von Ostern, beweist seinen Ursprung als germanisches Fest im Jahreslauf und hat mit der christlichen Religion ursprünglich nichts zu tun. Ende Hornung/ Februar kommt die Zeit, in der die Herrschaft der Winterriesen zu Ende geht. Die Eisdecke auf den Gewässern bricht auf, an den Zweigen bilden sich Knospen, die Weidenbüsche färben sich, das Wild schlägt seine Stangen ab. Da werden wir dieses Jahr, wo Fasenacht so früh gefeiert wird, noch etwas warten müssen! S o  wurde zur Fasenacht die Winteraustreibung gefeiert: Eine Strohpuppe wird verbrannt, nachdem die Kinder in Masken und Verkleidungen umhergezogen sind. Dabei haben sie Faselzweige in der Hand, damit berühren sie Menschen und Tiere, wünschen ihnen Heil und Segen. Mit Ratschen und Klappern wird der Winter mit höllischem Lärm verscheucht. Natürlich gibt es Fasenachtskrapfen, die ersten Frühlingslieder werden gesungen und es wird fröhlich gesungen. Hans Sachs und andere haben schöne Fasenachtsspiele beschrieben. Solche Bräuche zu pflegen ist vielleicht sinnvoller, als an diesen Tagen das Übliche und Eingefahrene zu tun. Die Fastenzeit, die auf die Leidenszeit Christi vorbereiten soll, verliert ohnehin ihren Sinn ein wenig, wenn man das übrige Jahr vernünftig lebt und sich im Fleischkonsum beschränkt. Überall sollte unser Gebot als Identitäre lauten: Zurück  und damit zugleich vorwärts zu den Bräuchen der Ahnen; sie wußten besser, was zu tun ist als der naturferne moderne Massenmensch. Aber nun vom Erklären zum Handeln:

Was für eine Gelegenheit für uns Identitäre – auf die mich „Hallo Zeitgeist“ hingewiesen hat – : Wir stürzen uns in den Fastnachts-, Karnevals-, Fasenachtstrubel, geben unserer Fröhlichkeit und der Freude über das abzusehende Weichen des Winters Ausdruck, verjagen die bösen Zeitgeister, indem wir unter fröhlicher Gesichtsanonymisierung und Identitätsummantelung wie auf dem Foto oben plötzlich und unerwartet unser Lambda – Symbol zeigen, identitäre Sprüche loswerden, Aufkleber und Flyer verbreiten. Auch Hardbass zur Karnevalsmusik erregt sicher Aufsehen!

Werdet aktiv und seid kreativ!

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16 Antworten to “Identitäre, tanzt die Fasenacht – basst die bösen Geister!”

  1. Moritz Haberland Januar 30, 2013 um 8:18 pm #

    Alle anderen Vermutungen wären zu beweisen, bester Niekisch … HELLAU !!!

    • niekisch Januar 30, 2013 um 8:24 pm #

      Im Karneval wird nichts bewiesen, Moritz, da reicht der Satz: Humor ist, wenn Du trotzdem lachst:-)

      • Moritz Haberland Januar 30, 2013 um 11:58 pm #

        🙂 🙂 🙂

  2. Moritz Haberland Januar 30, 2013 um 1:17 pm #

    Genaugenommen bin ich in jeder Hinsicht zu renitent,
    daran sind schon „Erich“ und „Helmut“ verzweifelt 🙂 .

    • niekisch Januar 30, 2013 um 5:44 pm #

      „bin ich in jeder Hinsicht zu renitent“… wenn es nur das wäre, Moritz:-)

  3. Moritz Haberland Januar 30, 2013 um 12:45 pm #

    Zugegeben, die geografischen Eigenheiten von NRW sind mir nicht bekannt, „Erich“ hat mich tatsächlich in den Knast gesteckt und konnte mir doch nicht die kindlich, unbeschwerten Botschaften austreiben.

    Unsere eigentliche Möglichkeit ist eben die Symbolsprache.

    • niekisch Januar 30, 2013 um 1:02 pm #

      „konnte mir doch nicht die kindlich, unbeschwerten Botschaften austreiben“

      Das ist erfeulich, Moritz.

  4. Hallo, Zeitgeist Januar 29, 2013 um 11:07 pm #

    Eigentlich könnte das doch ein richtig identitäres Lied sein, oder…?

    De Höhner gelten zwar wohl als eher links, aber ich denke mir, dass „echte Fründe“, im Grunde Chance hätte, gleichsam ein identitäres Motto zu werden. Und natürlich lassen sich für die identitäre Karnevalssession solche Titel in Texte geschmeidig mit einarbeiten, ohne dass es „ranschmeißig“ wirkt. Wir sind ja nun mal Tüftler…

    Für die nächstjährige Session wird sich vielleicht ja sogar eine identitäre Gruppe von Musikanten mit örtlichem Colorit heranbilden. Immerhin hat Lokalpatriotismus, und sei es der karnevalesk ausgetragene, auch etwas mit Patriotismus zu tun, mit Heimatgefühl eben.

    Und was fällt dem entzündeten Auge bei einer Fernsehübertragung auf, in die ich gerade eben noch reingeschaut habe – jemand in einer Kostümierung mit Sonnenblumen (Symbol der Grünen). Es muss also noch nicht einmal explizit „grün“ drauf stehen, um unterschwellig „grün“ werbend zu wirken. Und solche Symbolsprache-Werbung können wir doch vielleicht auch entwicken, vielleicht auch im diesjährigen oder im nächsten Karneval.

    • Moritz Haberland Januar 30, 2013 um 10:13 am #

      Immer dachte ich, daß der ganze Faschingsspaß eine Sache für Kinder ist, bis ich vor ca. 30 Jahren feststellte, daß die Nordrheinwestfalen das alles recht ernst nehmen, HELLAU 🙂 .

      • Hallo, Zeitgeist Januar 30, 2013 um 10:53 am #

        Moin, moin, Moritz,

        nehmen wir es einfach mal als Spaß, in dem wir mal kindlich-unbeschwert Botschaften zu ernsten Anliegen unterbringen können.

        Alaaf und Helau…!

        • niekisch Januar 30, 2013 um 11:22 am #

          „nehmen wir es einfach mal als Spaß“

          Das tun wir, Hallo Zeitgeist, so kennen wir unseren Moritz: Erich hat ihn in den Knast gesteckt, Moritz setzt Erich die Narrenkappe auf:-)

      • niekisch Januar 30, 2013 um 11:13 am #

        „die Nordrheinwestfalen“ .. das ist ein wenig zu generalisierend gesehen, Moritz. Es gilt eher für die „Rheinschiene“

    • niekisch Januar 30, 2013 um 11:05 am #

      „solche Symbolsprache-Werbung können wir doch vielleicht auch entwickeln“

      Das IB – Ideenkollektiv wird sich sicher damit beschäftigen. Oder auch unser „Basa Donard“.

    • niekisch Januar 30, 2013 um 11:11 am #

      “echte Fründe” ..Mal sehen, wie sich auf Dauer die Identitären gegenseitig nennen.

  5. Hallo, Zeitgeist Januar 29, 2013 um 6:34 pm #

    Wichtig scheint es mir, dass bei den Texten – etwa von Flugblattmaterial – etwas augenzwinkernd Karnevalistisches rüberkommt, das die politische Botschaft „narrenhaft“ transportiert. Auch geschichtilich gesehen ist es ja, so, dass – heute de Jäck‘ – früher der Narr Dinge äußern konnte, die niemand anders so aussprechen durfte. Und es kommt natürlich gut an, wenn wir den Fassenachts- bzw. Karnevalstonfall auf eine Weise treffen, dass wir die Menschen auf der Straße fröhlich-bewegend vom Herzen her erreichen.

    Auf Seite der Linken gab es ja mal die holländischen „Kabouters“, die jahreszeitenunabhänig – wenn ich mich recht erinnere – auf schalkhafte Weise ihre Anliegen transportierten, eben die „Heinzelmännchen“.

    • niekisch Januar 29, 2013 um 6:37 pm #

      Identitäre „Heinzelmännchen“, das wärs doch mal:-)

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