Identitärer Bewegungsmelder v. 20. Februar 2013…

20 Feb

Die Identitären rechtsextrem?:

http://www.stopptdierechten.at/2013/02/14/die-braunen-rander-der-identitaren-v-sind-die-identitaren-rechtsextrem/

Eine Bibel für die „Sekte“ IB ?:

http://www.publikative.org/2013/02/24/eine-bibel-fur-die-sekte-der-identitaren/

Da findet die Metapolitika – Aussage „W I R = weiß – identitär – revolutionär“ Erwähnung. Ein Beweis dafür, daß unsere Gedanken http://metapolitika.wordpress.com/2011/03/06/w-i-r/  Verbreitung finden.

Durch Einfachheit gefährlich?:

http://www.voiceyourthoughts.de/tag/identitare-bewegung-deutschlands/

Identität statt Identitär?:

http://maulwurfeninfos.wordpress.com/2013/02/17/identitat-statt-identitar/

Der „Experte“ Alexander Häusler zur IB:

http://detektor.fm/politik/identitaere-bewegung-was-steckt-dahinter/

Antifa – Termin zur IB am 25.2.2013 in Düsseldorf!!!!

http://beta.linkes-zentrum.de/termine/2013-02-weiss-jung-identitaer-eine-neurechte-jugendbewegung-die-identitaere-bewegung-als-neuer-hype-in-der-extremen-rechten

Die IB  „konservative Revoluzzer?

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3251041/identitaere-bewegung-konservative-revoluzzer.story

Die „Tagesschau“ zur IB:

http://www.tagesschau.de/inland/identitaerebewegung100.html

Über die Identitären in Bremen:

http://www.radiobremen.de/politik/themen/identitaere100.html

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_kompakt/audio106074-popup.html

Hierzu die Netzseite der identitären Bewegung:

http://identitaere-bewegung.de/?p=1554

Verfassungsschutz will prüfen:

http://www.weser-kurier.de/bremen/vermischtes2_artikel,-Verfassungsschutz-ueberprueft-neue-Gruppierung-_arid,503830.html

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51 Antworten to “Identitärer Bewegungsmelder v. 20. Februar 2013…”

  1. Moritz Haberland Februar 23, 2013 um 11:21 pm #

    Zitat : „Danke, Hallo Zeitgeist, für den Hinweis auf Gewaltlosigkeit, …“

    Ach Niekisch, sei nicht so prüde, das Bild des „evola“, die kämpfenden Millionäre
    im Vorgarten ihrer Grunewaldvillen zu sehen, ist doch kaum zu übertreffen, außer
    vielleicht, wenn man sich vorstellt, wie ihre an Waffen ausgebildeten Körpergardisten
    eine Kurzausbildung(!) an Schußwaffen für ihre in aller Regel ungedienten Chefs
    durchführen.

    Das war mein „Kringelwitz“ des Samstagabends, Danke evola 🙂 .

    • niekisch Februar 24, 2013 um 5:06 pm #

      „das Bild des “Evola”, die kämpfenden Millionäre im Vorgarten ihrer Grunewaldvillen zu sehen, ist doch kaum zu übertreffen“

      Stimmt, Moritz, dieses schöne Bild habe ich beim schnellen Durcharbeiten der vielen Kommentare garnicht so recht beachtet.

      Ich revanchiere mich mit diesem hier:

      U m s t u r z!

      „Ja, wir erkennen es, die alte Welt, sie geht in Trümmer, eine neue wird aus ihr entstehen, denn die erhabene Göttin Revolution, sie kommt dahergebraust auf den Flügeln der Stürme, das hehre Haupt von Blitzen umstrahlt, das Schwert in der Rechten, die Fackel in der Linken, das Auge so finster, so strafend, so kalt, und doch, welche Glut der reinsten Liebe, welche Fülle des Glückes strahlt dem daraus entgegen, der es wagt, mit fetsem Blicke hereinzuschauen in dies dunkle Auge.“

      Aufsatz von Richard Wagner : Die Revolution, Volksblätter v.8. April 1849 zitiert in:
      ( Richard Wagner – der deutsche Musiker und Mensch, Selbstzeugnisse und Zeitberichte, eingeleitet und biographisch gestaltet von Paul Alfred Merbach, bei Robert Lutz Nachfolger Otto Schramm stuttgart, 1933, S. 78 )

      Vielleicht landet die Göttin Revolution ja zuerst im Grunewald.-)

      Richard Wagner jedenfalls begegnete ihr 1849 in Dresden, als er Druckstreifen an das revolutionsfeindliche Militär verteilte. „Daß er bei diesem Beginnen nicht sofort festgenommen, ja sogar erschossen wurde, ist ein wahres Wunder.“ R. Römpler, Eine Erinnerung an R.W., 1890 in Richard Wagner aaO S. 82

  2. evola Februar 23, 2013 um 4:54 pm #

    @ dem „Triumvirat“
    Da liest man ja ganz erstaunliche Dinge und ich lerne dazu, was man sich selbst für Lebenslügen auftischt: 1. Aus der brd hätte etwas werden können. Frage: Wer wollte denn bitte ein freies, gerechtes und starkes Deutschland? Die Alliierten als Heilsbringer wohl kaum. Teilung, Vertreibung und Kontrolle sprechen wohl ganz klar eine andere Sprache. Wer hat die Presselizenzen verteilt und die Politiker eingesetzt und vor allem, wann hat man das Deutsche Volk dazu befragt?? Nein, meine Herren das GG war nie dazu ausgelegt dem deutschen Volk zu seinem Recht zu verhelfen. Nur aus Scham hat man den 146 hinzugefügt als Beruhigungspille für all jene welche noch wußten, daß einen Deutschen Osten gibt und Deutschland nicht an der Oder/Neiße-linie endet.
    2. Man war 1989 Gesamtdeutsch gesinnt. Die Gehirnwäsche war auch damals schon so weit fortgeschritten, daß es keine, Euer Lieblingswort: Identitären, Wurzeln mehr gab. Das Volk schrie nach Reisefreiheit und Bananen, auch wenn es phonetisch sich nach „einem Volk“ anhörte. Sicherlich wollte man auch die rote Diktatur loswerden und ist dann zur allgemeinen Überraschung in der brd-Realität wieder aufgewacht.
    3. Es wird ein großes „Erwachen“ geben. Wer soll bitte „erwachen“? 30% Ausländer, denen es hier besser geht als zuhause und sich deshalb gerne mit Dumpinglöhne auspressen lassen. Oder die 20% Beamte , öffentliche Hand usw., welche die klaren Nuztnießer vom „Maul Halten“ sind. Natürlich die 10% Millionäre, ich sehe schon den ganzen Grunewald mit identitären Fahnen den Reichstag stürmen. Die 10% die auf Hartz IV- Basis um jeden Tag kämpfen, um zu überleben werden nicht genug Kraft haben, was man von den 20% Rentnern auch behaupten kann, dabei die sind auch noch die 68er Zausel und somit ganz zufrieden. Und der Rest an Handwerkern wird sich wohl kaum im Kollektiv einen Massensuicid zuwenden.
    Die paar Wenigen, welche das Spiel überhaupt durchschauen wollen, haben längst die innere Kündigung zu diesem Land vollzogen. Schäuble hat die Wahrheit gesprochen, als er sagte „Deutschland war seit dem 8.Mai 1945 nicht mehr souverän“. … und soll es wohl auch nie mehr werden, möchte man hinzufügen. Das war der Plan.

    • niekisch Februar 23, 2013 um 5:32 pm #

      Es ging uns um den Ursprungstext des Grundgesetzes als Fremdgeburt, Evola. Ist das nicht genau umschrieben? Von BRD ist da nicht die Rede.

      Gehen wir zeitlich ein wenig weiter zurück, dann sehen wir vielleicht deutlicher, was gemeint ist: War nicht auch die Weimarer Reichsverfassung insofern eine Fremdgeburt mit gutem Inhalt, als sie unmittelbar mit US – Präsident Wilsons betrügerischen Versprechungen auf Souveränität für die im I. Weltkrieg geschlagenen Mittelmächte zusammenhängt? War sie nicht der schriftliche Ausdruck dessen? Dennoch konnte auf ihrem Kodex und in ihrem Rahmen auf fast völlig friedliche Weise die deutsche innere und äußere Souveränität in den 30iger Jahren wiedergewonnen werden. Lieber mit dem GG den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach!

      Zum Volksaufstand: Ich habe während weit mehr als 30 Berufsjahren Zehntausende von existentiellen Gesprächen mit Menschen aller Schichten geführt und behaupte ohne Beweismöglichkeit, daß er nicht unmöglich ist.

      • Hallo, Zeitgeist Februar 23, 2013 um 6:30 pm #

        @ Niekisch

        „Zum Volksaufstand:…“

        Damit das Wort draußen nicht missverstanden wird, schließlich verstehen wir uns als „gewaltfrei“, sei angemerkt: In gewisser Weise ist das, was sich gerade in Spanien vollzieht, ein „Volksaufstand“. Oder den Tendenzen vieler Engländer qua Referendum die EU verlassen zu wollen, lassen sich auch schon gewisse Qaulitäten von „Volksaufstand“ zuschreiben.

        Maßgebliche Beobachter der politischen Szene gehen, was Situaionen, die status-quo-verändernd sein könnten, von regierungsseitigen Maßnahmen nach den nächsten Bundeswahlen aus, die Entwicklungen auch zum Eskalieren bringen könnten. Man denke an die 10-%ige Abgabe auf alle Vermögenswerte bis hin zum Reihenhäuschen, das ungünstigstenfalls sofort abzugeben wäre. Man denke auch an Rentenkürzungen, die vermutlich erwogen werden und manches mehr. Was sich da dann emotional zusammenbraut, lässt sich unschwer denken. Man kann wirklich nur hoffen, dass die Leute auf unserer Seite sehr viel Disziplin und Besonnenheit zeigen werden.

        • niekisch Februar 23, 2013 um 6:52 pm #

          Danke, Hallo Zeitgeist, für den Hinweis auf Gewaltlosigkeit, die Metapolitika ja stets explizit betont. Ein Volksaufstand i.S. des Art. 20 IV GG mag der Maßstab für unser Handeln sein, wenn dessen Voraussetzungen gegeben sind. Gewalt im Rahmen eines gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriffs gegen uns als Personen ist immer gerechtfertigt. Die gestattet ja schon das Strafgesetzbuch, ist auch in bestimmten Fällen des Zivilrechts gestattet.

          In Deinen beiden letzten Kommentaren habe ich ein wenig redigierend herumgefuhrwerkt:-)

    • Hallo, Zeitgeist Februar 23, 2013 um 6:13 pm #

      @evola

      Mit „Erwachen“ meinte ich nicht, dass sich bestimmte Kreise der Krise gechuldet auf einmal vom Saulus zum Paulus verwandeln würden. Womit ich ein geflügeltes Wort nutze, das bei kritischer historischer Analyse sicher nur bedingt brauchbar ist, aber jeder weiß wohl, was mit „Saulus“ und „Paulus“ gemeint ist.

      Zur Sache: „Ein großes Erwachen“ unterstellte ich in diesem Diskussionsstrang zunächst einmal nicht. Vielmehr vertrat ich die Auffassung, dass es eine große Zahl von System-Mitläufern geben mag, die sich überhaupt nicht klarmachen, was ihr Tun und Handeln wider die eigenen Wurzeln an Konsequenzen beinhalten könnte. Dass sie nämlich eines Tages Gelegenheit haben könnten, festzustellen, dass sie und ihre Kinder womöglich mitten drin in einer Katastrophe stecken, deren mentale und emotionale Bedingungen sie zu einem wesentlichen Teil wie die Zauberlehrlinge mit hervorgerufen hätten.

      Damit der Gedankengang als solcher verstanden wird, sollte ich vielleicht kurz ausholen. Zunächst einmal wird wahrscheinlich einleuchten, dass zwischen Menschen, die durch Gechichte, Sprache und Kultur verbunden sind, ein vergleichsweise hoher Grad an Zusammenhalt gegeben sein dürfte, wenn das Bewusstsein für die gemeinsamen Wurzeln gepflegt wird. Rupert Sheldrake als Experte auf diesem Gebiet spricht davon, dass etwa Traditionspflege bestimmte Morphogenetische Felder hervorbringe, die offenbar gemeinschaftsunterstützend wirken. Tradierte Wert, wie sie unter anderem dem abendländischen Lebensgefühl entsprechen, geben nach meinem Dafürhalten im Idealfall auch eher eine Gewähr für zivilisiertes Miteinander selbst in starken Krisensituaitonen, als wenn weitgehend anonymisierte und entwurzelte Individuen aufeinandertreffen. Das ist eine These, der man zustimmen kann oder auch nicht. Ich denke allerdings, dass hiermit eine Richtung beschrieben sein könnte, in der sich manche Leute doch noch erreichen ließen, die alles, was „rechts“, „identitär“, „national“ oder einfach nur „konservativ“ ist, ablehnen, geradezu so, als handelte es sich um das gesellschftliche Grundübel schlechthin. Wie bei dem Beühen, solche Menschen rückzugewinnen, im einzelnen argumentativ vorzugehen wäre, kann ich noch nicht sagen. Über so etwas ließe sich aber gemeinsam nachdenken.

      Wenn man solche und ähnliche Themen anstößt, muss man – die Erfahrung zeigt es wieder einmal – aber wohl stets dessen gewahr sein, dass irgendwelche Worte oder irgendwelche Gedankenverbindungen geradezu als ein Sakrileg wahrgenommen werden. Anstatt, dass wir gemeinsam pragmatisch etwas voran bringen, geraten wir erst einmal in Grundsatzdiskussionen. Die scheue ich zwar nicht, und ich will es auch nicht prinzipiell negativ bewerten, wenn sie angestoßen werden. Im einen oder anderen Fall könnte es aber auch sein, dass hierin Energien hinein gegeben werden, die – pragmatisch angewandt – für alle letztlich nutzbringender wären. Das betrifft nach meiner Wahrnehmung auch die Kritik an der Wertschätzung für Art. 146 GG.

      Wir wissen doch, denke ich, hier alle, dass sich das deutsche Volk nach verlorenen zwei Weltkriegen das Grundgesetz nicht jubelnd selbst gegeben hat. Es bietet aber in sich zuspitzender Krisensituation eine Grundlage, die noch eine gewisse Rechtssicherheit gewährt. Damit kann man zunächst etwas machen, hiervon lässt sich als Bezugspunkt ausgehen. Wir leben nun einmal derzeit nicht in der besten aller Welten, auf die mit jedem Wort stets und ständig einzugehen wäre. Das, womit sich jetzt sinnvoll operieren lässt, darauf kommt es erst einmal an. Und vor einem solchen Hintergrund ist das Grundgesetz gar nicht mal so schlecht, auch wenn es nicht von einem Nationalkonvent, wie er historisch etwa der Paulskirchenversammlung entsprochen hätte, verabschiedet worden ist.

      Im übrigen freue ich mich, wieder einmal von Ihnen zu hören, Evola.

  3. Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 8:11 pm #

    Bester Zeitgeist, das Erstaunen über „Elite“ und „Mittelbau“ habe ich vor gut 20 Jahren erlebt, es waren Kollegen, Nachbarn, Verwandte. Du wärest sehr erstaunt, denn sie haben alle gar nicht lange gebraucht.

    Du hängst einer Illusion an, wenn Du glauben solltest, daß das Erstaunen und die Umstellung auf die neuen Verhältnisse mehr als einen Wimpernschlag dauern würde, dem ist nicht so, ich war „live“ dabei.

    Da verdorrt nichts, es entsteht kein Chaos,
    die sind schneller wieder auf den Beinen
    als Du Dich je rappeln kannst, vertrau mir.

    • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 8:33 pm #

      Ich weiß genau, was du meinst. Die alten Kader, die – seinerzeit blitzschnell gewendet – heute wieder das Sagen und die Pfründe haben. Doch die mussten sich ja auch nicht in eine Situation von wirtschaftlichem Niedergang und Chaos zurecht finden, einem Szenario, dass künftig auch für Deutschland nicht mehr unrealistisch erscheint.

    • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 8:58 pm #

      Noch so eine Illusion, sie machen das wie ich und jeder, der bei Troste ist, man hat nutzbares(!) Land, zur Selbstversorgung oder zur Energiegewinnung oder beides, wer klug ist.

      Selbst wenn mir meine vier Mieter komplett
      ausfallen, können wir doch alle leben.

      • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 9:19 pm #

        Lassen wir das mal so stehen, ob in der Hinsicht Illusion oder nicht. Ich frage dich mal etwas anderes. Ein Freund rief mich heute gerade an und schnitt das Thema an, wieso er, ich und ein weiterer Freund denn in Bezug auf einige Dinge aufgewacht seien und warum noch so viele schlafen. Warum zig Tausende, ja Millionen, den Nachrichten im Fernsehen und all den Quatsch glauben.

        Meine Vermutung zunächst einmal: Sie haben etwas zu verlieren, nämlich das Gefühl scheinbarer Sicherheit. Denn wer erst anfängt, über einen Punkt nachzudenken, kommt bald auch auf einen anderen und noch einen anderen. Auf einmal würde die eigene Rente fraglich werden, die Hypotheken, die abzuzahlen sind und damit das Dach überm Kopf usw. Oder man müsste all das aufgeben, wohinein man all die Jahre Energie investiert hatte. Die Wahlkämpfe, in denen man für eine Partei fieberte und manches mehr. All das sollen Illusionen gewesen sein, fühlen die Leute vielleicht insgeheim und beschäftigen sich lieber nicht mit heiklen Themen.

        Oder hast du da eine andere Theorie? Wie ich dich kenne, ganz bestimmt – also, frei weg!

        • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 9:48 pm #

          Ja und Nein müßte ich jetzt sagen und riesenweit ausholen. Das geht aus verschiedenen Gründen jetzt nicht, also so :

          Im Prinzip, sagt Sender Jerewan, hast Du recht, wenn man den Satz: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ richtig anwendet, bleibt das eine der erstaunlichsten, oft nichtsnutzigsten Beharrungskräfte der Menschen.

          Hinzu kommt Selbstvertrauen, eine Eigenschaft, die ich besonders bei meinen Schleswig-Holstein-Bauern-Mitstudenten erlebte, deren Familien zum Teil 3-5-hundert Jahre nachweislich auf ihren Höfen gewirtschaftet haben.

          Ich persönlich schöpfe meinen Optimismus, den eigenen Untergang (und den meiner Kinder / Familie) zu verhindern, sehrwohl aus meinem bäuerlichen Dasein und der Tatsache, daß ich zeitlebens Land zusammen geschachert habe, meine Mädels und meine Schwiegersöhne melken und pflügen, füttern und ernten können.

          Es geht um echte oder unechte Wertschöpfung
          und die eigene Fähigkeit dazu, wenn Aktien und
          Fondsanteile längst nicht mehr satt machen.

          • niekisch Februar 22, 2013 um 10:01 pm #

            „Es geht um echte oder unechte Wertschöpfung
            und die eigene Fähigkeit dazu, wenn Aktien und
            Fondsanteile längst nicht mehr satt machen.“

            Wahre Worte, Moritz.

          • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 10:04 pm #

            Menschen, die verwurzelt sind, im wahrsten Sinne des Wortes Bodenhaftung haben, entwickeln weniger oder bestenfalls gar keine Zukunftsangst. Das ist ein wichtiges Plus…!

          • niekisch Februar 22, 2013 um 10:31 pm #

            ..aber wohl auch ein Minus, weil sie im Gegensatz zu Skeptikern – worüber es wissenschaftliche Untersuchungen gibt – Gefahren weniger intensiv empfinden, letztlich wohl auch weniger kreativ sind, was das zukünftig Notwendige angeht, Hallo Zeitgeist.

          • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 10:43 pm #

            Als geborenes Stadtkind und gelernter Bauer kann ich Dir, bester Niekisch sagen, das ist falsch.

            Gefahr und Gefahrenabwehr funktioniert anders, die Kreativität ist erheblich besser ausgeprägt.

        • niekisch Februar 22, 2013 um 10:27 pm #

          „Sie haben etwas zu verlieren, nämlich das Gefühl scheinbarer Sicherheit. Denn wer erst anfängt, über einen Punkt nachzudenken, kommt bald auch auf einen anderen und noch einen anderen.“

          Es könnten 3 Elemente sein, Hallo Zeitgeist:

          1. Dieses Gefühl.
          2. Das Wissen, daß die Sicherheit nur scheinbar besteht.
          3. Die Vermutung, daß die Verwalter allmächtig sind.

          Millionen schwanken innerlich hin und her, ich meine es aus vielen ehrlichen Gesprächen zu wissen.

          • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 10:33 pm #

            @Niekisch

            „daß die Verwalter allmächtig sind“

            Sagen wir mal, dass sie derzeit noch nahezu „allmächtig“ erscheinen. So, dass ihnen ein geradezu vorauseilender Gehorsam entgegen gebracht wird – überkompensatorich im Hinblick auf das insgeheim Geahnte, dass mit aller Macht in der eigenen Psyche „unter der Decke“ gehalten wird.

            Da ist wohl was dran.

          • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 10:37 pm #

            Glaub ich nicht, in Übergangszeiten ist der Umgang mit dem Volk ähnlich dem mit einer Herde … ein guter Hammel vornweg linke Flanke rechte Flanke je zwei gute Hunde und hinten der Schäfer mit seinem besten Hund.

          • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 10:44 pm #

            Damit bestätigst du das doch. Die Leute haben Angst vor der Wahrheit, weil es unter anderem die „inneren Wachhunde“ gibt, die den äußeren Herdenhunden seelisch entsprechen. Letztere hat man also schlichtweg verinnerlicht. Ohne, dass du es so ausgesprochen hast, übrigens ein guter Gedanken-Anstoß von dir…!

          • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 11:05 pm #

            Das ist mein eigentliches Problem, bester Zeitgeist, damals seid Ihr immer gleich über mich hergefallen, wenn ich derartige Vergleiche brachte … und mit moralinsauer wollte ich nicht mehr umgehen.

            Locker vom Hocker stelle ich fest, daß der Mensch weder in seiner biologischen noch in seiner sozialen Bedingtheit dem Tiere wirklich fremd ist.

            Sogar Pawlows Glöckchen funktionieren,
            wenn wir an die Werbeindustrie denken.

          • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 11:15 pm #

            Sind wir uns in dem Punkt also in mancher Hinsicht wieder einig…!

          • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 11:26 pm #

            In vielen mehr als seinerzeit, manchmal muß man auch etwas länger „schnuppern“, auf beiden Seiten.

          • Hallo, Zeitgeist Februar 23, 2013 um 12:21 am #

            Na, gut, ich habe eben in der Zwischenzeit auch auf verschiedenen Seiten mal „geschnuppert“ und so neue Eindrücke gewonnen. Ich denke, wir haben jetzt gegenseitig miteinander andere Möglichkeiten, die wir einbringen können – ist doch prima…!

          • Moritz Haberland Februar 23, 2013 um 11:55 am #

            Stimmt, das ist prima, zumal es immer gut ist, mehr Möglichkeiten des Lebens zu erfahren und diese auch (gleich mal) auszuprobieren.

            Eine Frage an dieses Leben habe ich schon lange, warum geht man so unnachsichtig mit den Menschen um, die einem eigentlich nahestehen ?

    • niekisch Februar 22, 2013 um 10:21 pm #

      „das Erstaunen und die Umstellung“

      ..dürfen aber nicht wie 1989 dazu führe, Moritz, daß das lautere Wollen fehlgeleitet wird. Die DDR – Bürger hätten die Revolution fortsetzen sollen, bis Art. 146 Grundgesetz seine Verwirklichung gefunden hat, nämlich nicht nur ein gutes Grundgesetz zu haben, sondern endlich auch ein Eigenes.

      • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 10:30 pm #

        Das wäre die von mir inbrünstig gepredigte, erbettelte und fast erflehte Lösung gewesen. Ab Herbst 1990 war es nur noch die PDS, die das forderte, damit war das Ding (Gesamtdeutsche Verfassung) leider vom Tisch, da hatte „Franz-Herbert Kohl“ gut kalkuliert.

  4. Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 4:10 pm #

    @ Beide : An sich vertieft Ihr beide Euch wieder genüßlich in die Euch eigene Welt, da spricht nichts gegen, doch es ginge auch einfacher.

    Das fluchtfähige Fischernetz und der kindgerechte Schock des platzenden Luftballon wären wirklich gute Bilder, meine Herren.

    Ich will mal so sagen : Hättet Ihr damit begonnen und nicht geendet,
    dann hätte ich über diesen Allgemeinplatz hinaus womöglich noch
    so richtig dazu gelernt, um Euch beide so ganz richtig zu verstehen.

    • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 4:44 pm #

      Moin, Moritz,

      „…über diesen Allgemeinplatz hinaus womöglich noch
      so richtig dazu gelernt“

      Wie bereits einmal erwähnt: Ich bin kein Pädagoge, bin es auch noch nie gewesen. Es geht aus meiner Sicht insofern auch nicht darum, dass jemand hier etwas „dazu lernt“. Was ich einfach nur zum Ausdruck bringen will, ist die Tatsache, dass dieses immer weniger demokratische Züge annehmende System in seinem gegenwärtigen Zustand nur noch eine begrenzte Halbwertzeit haben wird. Und zwar aus seinen eigenen Bedingungen heraus. Wenn einem andererseits daran gelegen ist, dass sich der Übergang in etwas Anderes und hoffentlich Menschlicheres und Besseres so wenig chaotisch wie möglich vollzieht, sollten die Systemprofiteure vielerlei Ursprungs auf etwas aufmerksam gemacht werden. Nämlich, dass im eigenen Interesse zu berücksichtigen wäre, inwieweit die Entwurzelung von Menschen – also beispielsweise die Trennung von Tradition und überlieferten Werten – nicht eben angenehme Folgen nach sich zieht. Die Menge wird schnell zum aufgebrachten Mob, wenn sie an innerem Halt erst einmal alles verloren hat.

      • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 5:24 pm #

        In ökonomischer Hinsicht habe ich das sehr eindrucksvoll aufgeschlüsselt in einem Vortrag von Lyndon Larouche gefunden, der bei „politaia.org“ ins Netz gestellt worden ist. Siehe hier:

        http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/lyndon-larouche-hyperinflation-kommt-massenmorder-finanzmafia/

        • niekisch Februar 22, 2013 um 9:48 pm #

          „Lyndon Larouche“

          Ich habe die Kopie eines wunderbaren Aufsatzes seiner Frau Zepp – Larouche zur seelischen Verfassung der Deutschen, muß aber erst suchen.

      • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 5:38 pm #

        Ich muß mal etwas zur allgemeinen Aufklärung sagen, ich alter Bauer, Genießer, Familienchef, Politinteressenter und was nicht noch alles, lese mit viel Aufmerksamkeit, was alles heute so in meiner Umgebung, wozu ich Metapolitika (alt) und Metapolitika (neu) zähle, abspielt.

        Ich finde gut, was ich gut finde und doof, was ich doof finde.
        Am besten finde ich neue Erkenntnisse, guter Zeitgeist und
        Niekisch macht die Mischung. Punkt.

        PS. Ich wollte Dich niemals als Pädgogen übel schimpfieren.

        • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 6:00 pm #

          Als „schimpfieren“ habe ich‘ s auch nicht aufgefasst, guter Moritz.

          Den Beitrag von Lyndon Larouche, so finde ich, lohnt es indes wirklich einmal zu berücksichtigen (übrigens ein Video, kein langatmiger Text). Dazu noch die Bemerkung: Ein geflügeltes Wort sagt zwar, die Revolution frisst ihre eigenen Kinder. Aber, man kann es auch abgewandelt formulieren: Die Repression frisst ihre eigenen Kinder. Und mehr noch gilt: Je stärker sich etwas aufstaut und überdehnt, desto rücksichtsloser fressen die späteren Konsequenzen all die Mitläufer und Fasst-den-Dieb-Schreier, die selbst nur verkappte Diebe waren (manchmal aus ihrer engmaschigen Sicht heraus ohne dass sie selbst es hätten merken können oder merken wollen).

          Zu dem Vortrags-Video (siehe 5: 24). Was sich da auf die Wirtschaft bezieht, hat seine Ensprechungen in vielen Bereichen. Man muss es nur weiter denken.

          • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 6:56 pm #

            Hm… eine lange Antwort würde Dich enttäuschen, eine kurze Antwort auch. Ich habe gelernt, zaghaft mit Euch umzugehen, sonst wäre die Antwort klarer.

            Ich glaube nicht, daß der ältere, nette Herr irgendetwas relevantes für die Zukunft beschreibt. Er beschreibt, was er heute(!) tuen könnte, doch wenn es soweit sein wird, sind diese Möglichkeiten futsch und er (wie ich) auch.

            Es ist gut, sich über die Zukunft Gedanken zu machen, doch wir werden sie nicht (mehr) bestimmen. Das sogenannte Finanzsystem mit seinen Schulden, Zinsen und Derivaten bricht lange vor dem Hungerkrieg (der Brotrevolution) zusammen.

          • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 7:30 pm #

            Mir geht es in unserem Zusammenhang nicht so sehr darum, was er tun will oder nicht vorhat. Worauf ich hinaus will, ist der Hinweis von Larouche, dass viele heutige Profiteure eines Tages noch ganz große Augen machen werden – milde umschrieben. Und was er auch deutlich macht: Ein System, das sich immer mehr aufbläht, ist gleichsam zum Untergang verurteilt. Es sind die eigenen inneren Bedingungen, welche die Sache lo löchrig wie Schweizer Käse werden lassen. Da nützt dann irgendwann auch keine Gedankenpolizei und Pflaster-über-den-Mund-Politik mehr. So ist das nun einmal.

          • niekisch Februar 22, 2013 um 10:04 pm #

            In den 60iger Jahren habe ich schon einmal einen Sturm auf Säle in der Uni, auf Theater, Gerichtssäle miterleben dürfen. Ich werde es noch einmal erleben und diesmal werden die Straßen und Plätze einbezogen sein.

          • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 7:38 pm #

            Als hätte ich es nicht „schon immer geahnt“, denn das meinte ich mit der kurzen Antwort, die sich z. B. mit einem marx´schen Zitat herbeiführen ließe, dies zu unterlassen, meinte ich mit dem zaghaften Umgang.

            Kurzum: Sie werden merken, wenn es vorbei ist.
            Und das ist keineswegs neu für die „Eliten“ ! 🙂 .

          • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 7:48 pm #

            Verfolge aber mal den roten Faden, den ich zu ziehen bemüht bin. Dabei geht es allenfalls am Rande um die Eliten. Viel mehr aber geht es um das „Mittelfeld“ und die unteren Chargen der Repression. Etwa um die Politische-Korrektheits-Kommissare mit ihrer Blockwartmentalität, die Denunzianten, die sich selbst für das Inkriminieren von Lapalien oder sogar von ganz normalen Wertvorstellungen bei den Aufsehern für die herrschenden Machtinteressen nicht zu schaden sind. All diese Leute werden noch ein großes Erwachen erleben und wahrscheinlich die Welt nicht mehr verstehen. Dann, wenn ihre vermeintlich heile Welt mit ihren Lebenslügen aus den Fugen geraten ist.

          • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 7:57 pm #

            Und da diese Mentalität eventuell auch in manchem Nachbarn und manchem Bekannten, eventuell auch Arbeitskollegen von uns steckt, macht es schon Sinn, die erwähnten Fragestellungen hier zu erörtern. Der Kreis schließt sich nämlich, wenn es im einen oder anderen Fall gelingen würde, wenigstens ansatzweise klar zu machen, wie das bewusste Verdorrenlassen der eigenen Wurzeln auch so etwas wie abendländische Kultur, Verwurzelung in Werten und so weiter verkommen lässt. Wie hieraus wiederum der psychologische Nährboden für gefährliches Chaos entstehen kann usw.

            Hierfür zu sensibilisieren ist, wie ich meine, ein lohnendes Anliegen.

          • niekisch Februar 22, 2013 um 10:16 pm #

            „ein lohnendes Anliegen.“

            ..ein unabdingbares Erfordernis, Hallo Zeitgeist, sogar, denn entsprechend dem „Überdehnen der Fronten“ durch die Verwalter der Auflösung aller Dinge besteht die Gefahr, daß auch wir zur Abwehr keine geistigen Stoßkeile bilden, sondern ein endlos breites Gummiband, das der Gegner auch in seinem Untergang noch zerreißen kann.

          • niekisch Februar 22, 2013 um 10:09 pm #

            „großes Erwachen“

            Es wird ohne Parteien, Organisationen, Schlauredner, Funktionäre, Politiker beginnen: Ein Schlüsselereignis wird der Auslöser eines Volksaufstandes i.S. d. Art. 20 IV Grundgesetz sein, kein 1989, sondern ein 5x 1989.

      • niekisch Februar 22, 2013 um 9:40 pm #

        „die Systemprofiteure vielerlei Ursprungs auf etwas aufmerksam gemacht werden. Nämlich, dass im eigenen Interesse zu berücksichtigen wäre, inwieweit die Entwurzelung von Menschen – also beispielsweise die Trennung von Tradition und überlieferten Werten – nicht eben angenehme Folgen nach sich zieht.“

        Zumindest die Führungskräfte nehmen das Auflösen aller Dinge ganz bewußt in Kauf, Hallo Zeitgeist, um die ersehnte Weltbruderkette der behauenen Rohlinge in einem Weltstaat zu erreichen. Identitäre Elemente stehen da nur im Weg. Chaos, Unruhe, Revolten sind ganz in ihrem Sinne, werden bewußt gefördert, um in den Menschen die Vorstellung hervorzurufen, daß nur übernationale Lösungen noch helfen.

        • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 10:09 pm #

          Weiß ich wohl, aber die meine ich auch nicht, die sich Konsequenzen noch klarmachen könnten. Und Lyndon Larouche äußerte in seinem Vortrag, dass selbst diese Kreise sich womöglich eines Tages Sorgen zu machen hätten, ob der Kräfte, die sie dann entfesselt haben.

          Sagen wir mal so: Bekanntlich soll es ja schon in der Französischen Revolution recht hohe Laternenpfähle gegeben haben.

    • niekisch Februar 22, 2013 um 9:33 pm #

      „Hättet Ihr damit begonnen und nicht geendet“

      Kein Erreichen des großen Ziels ohne das Sehen solcher Bilder, Moritz. Es soll Leute geben, die schon garnicht erst mehr sehen. Und zu Deiner Beruhigung: Oft genug ist auf Metapolitika ganz konkret die Aussage getroffen worden, daß in unserem alten Ursprungstext des Grundgesetzes, dieser vielseits verschmähten Fremdgeburt, die deutsche Wiedergeburt ganz schlicht evolutionär durch Auslegung und Weiterentwicklung genauso möglich ist wie das Entschlüpfen des Schmetterlings aus seinem Kokon.

      • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 10:13 pm #

        Richtig, bester Niekisch, der Ursprungstext dieser Fremdgeburt war ein Qualitätstext, es hätte nur eines Veränderungsverbotes und eines Grundgesetzgerichtes mit scharfem Schwert bedurft, dann hätte sogar aus der BRD etwas Gutes werden können.

        • niekisch Februar 22, 2013 um 10:33 pm #

          Auch die alte DDR – Verfassung lohnt sich zu lesen, Moritz:-)

          Jetzt kann ich nicht mehr:-) Gute Nacht allseits und vielen Dank für Eueren nimmermüden (!) Einsatz!

          • Moritz Haberland Februar 22, 2013 um 10:57 pm #

            Zitat: „Auch die alte DDR – Verfassung lohnt sich zu lesen, Moritz 🙂 “

            Sie wurde 1968 (da war ich fast 15 Jahre alt) durch Volksentscheid angenommen, ich erinnere mich noch gut und sie steht als Erstausgabe bei mir im Regal.

            Beide Regelwerke hatten ihr Ende 1990 gefunden,
            uns war es aufgetragen, etwas Neues zu schaffen.

            Versagt.

  5. Hallo, Zeitgeist Februar 21, 2013 um 11:25 pm #

    Die Phobie nicht nur gegenüber der Auseinandersetzung mit bestimmten Themen, die gedanklich mit Rechts assoziiert werden, sondern generell hinsichtlich allem, was nicht „links“ oder amorphe Mitte ist, hat bereits pathologische Züge angenommen. Die geistige Konstruktion des sich zunehmend anti-demokratisch entwickelnden Gesellschaftssystemes der Gegenwart programmiert damit aber auch bereits ihren Verfall aus den eigenen Bedingungen heraus. Denn wo ein Links ist, bedarf es der inneren Balance halber auch eines Rechts. Indem aber der Begrifflichkeit des Rechten nach und nach immer mehr das Etikett eines Synonyms für Verwerflichkeit und Schrecken an sich angeheftet wurde, gelangte zeitgleich auch die Selbstverständlichkeit in der Wahrnehmung des (für viele immer noch verdeckt) demokratischen Abbau betreibenden Systems als „Hort des Guten“ ins Wanken. So agitieren interessierte Kreise und ihre denkfaulen Mitläufer zwar oft geradezu schon geifernd in ihrem „Kampf gegen Rechts“. Wenn sich zeitgleich ein statistisch schon mehr als auffälliger Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Parteien diagnostizieren lässt, mag sich das eine zwar nicht notwendig aus dem anderen ergeben, doch dürfte mindestens eine Art sinnvoller Zufall eine Rolle dabei spielen. Geht man beispielsweise den Ursachen jener Krisenentwicklung für den heutigen Parteienstaat nach, so haben diese immerhin mit einem Verdorren der Wurzeln wesentlicher gesellschaftlicher Kräfte zu tun.

    Es ist als hätte man pflanzlichen Kulturen (nämlich die in ihrem Bewusstsein gesteuerte Öffentlichkeit) in einer klimatischen Trockenzone (spätes Nachkriegseuropa im Anschluss an den „Kalten krieg“) die Bewässerung entzogen (einen Rest von Heimatgefühl und psychologischer Bindekräfte für die gesellschaftliche Verwurzelung). So nimmt derzeit alles seinen Lauf in – stellenweise mehr und stellenweise wohl eher weniger – chaotische Verhältnisse. Niemand von denen, die sich dem vermeintlichen Schutz der politischen Ordnung, wie sie geworden ist, verschrieben haben – seien es Handelnde in den Medien, in politischen oder teils auch behördlichen Instanzen – bekommt das auch nur annähernd mit. Und zwar so lange nicht, bis die gelegte Flamme des inszenierten Wahns eines vielleicht nicht all zu fernen Tages neuralgische Zündflächen erreicht. Dann könnte es zumindest für allzu blinde Verantwortliche ein Spiel mit dem mentalen Feuer im Hinblick auf die eigenen existenziellen Grundlagen geworden sein. Und dabei hat es Züge von Russischem Roulette zu meinen, man werde schon auf der sicheren Seite sein. In einer erst einmal völlig entwurzelten Gesellschaft werden Komfortzonen kaum noch danach verteilt werden können, wer doch immer ein treuer Parteisoldat oder beflissentlich ausführendes Organ gewesen ist. Noch könnte immerhin der Zug der allgemeinen Chaotisierung tendenziell gestoppt werden, wenn man der Bewusstseinskultur wenigstens noch halbwegs Wurzeln lässt. Aber, wie war das noch gleich mit dem Gang der Lemminge…?

    • niekisch Februar 22, 2013 um 1:03 pm #

      „Die geistige Konstruktion des sich zunehmend anti-demokratisch entwickelnden Gesellschaftssystemes der Gegenwart programmiert damit aber auch bereits ihren Verfall aus den eigenen Bedingungen heraus.“

      Dazu erscheint vor meinen Augen ein Bild:

      Fischer werfen immer größere Netze aus, um immer mehr Fische zu fangen, ziehen immer längere Netze hinter den Kuttern her, fahren in immer bewegtere Gewässer, lassen die Netze zu tief bis auf den zerklüfteten Meeresboden sinken….Was passiert? Statt immer mehr Fische zu fangen, immer mehr Beute zu machen, immer erfolgreicher zu sein zerreissen die Netze, entflieht der sicher geglaubte Fang in die Weiten des Meeres..

      S o wird es eines nicht mehr fernen Tages auch Tages auch den Verwaltern unserer Niederlage, den Organisierern unserer Not, den bloß schwarz – rot – gold angestrichenen, auf unsere Kosten prassenden Bonzen aller Couleur ergehen: unser Volk wird ihren eng geknüpften, aber zu weit ausgeworfenen, zerrissenen Netzen entfleuchen und seinen eigenen Weg gehen..

      • Hallo, Zeitgeist Februar 22, 2013 um 2:21 pm #

        Dein Bild, Niekisch, weist interessante gedanklich Assoziationen auf. Mir kommen da folgende gedankliche Verbindungen:

        Das Meer beinhaltet in der Psychologie Symbolik für das Unbewusste (hier das Kollektive Unbewusste). Damit korrespondierend steht das beschriebene (eng geknüpfte) Fischernetz für Engmaschigkeit im Denken gesellschaftlicher Akteure, und „zu weit ausgeworfen“ spricht für die Überdehnung eines kollektiven Musters. Jedes Muster, das sich überdehnt, sprengt sich selbst aber einmal. Und zwar genau so, wie sich als Musterkonkretisierungen alle Großreiche einmal überdehnt haben – siehe das „imperium romanum“, das Reich Alexanders des Großen oder das Napoleons. Auch für Ideologien mit Absolutheitsanspruch gilt der Grundsatz, sei es der historische Nationalsozialismus oder der Kommunismus und heute eben die Ideologie von Political Correctness und Multikulturalismus sowie Globalismus.

        Jedes kleine Kind kann schon die Erfahrung machen: Ein Ballon, der zu weit aufgeblasen wird, muss eines Tages platzen – ganz einfach!

        • niekisch Februar 22, 2013 um 9:25 pm #

          „wie sich als Musterkonkretisierungen alle Großreiche einmal überdehnt haben “

          Ich dachte neben dem Bild mit den Netzen auch an die überdehnten deutschen Fronten im Ostfeldzug des II. Weltkrieges, das „Unternehmen Barbarossa“, und die überlangen Transportwege.

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