„Protokolle der Weisen von Zion“ noch übertroffen?

18 Mrz

„Sobald das Anleihespiel vorbei ist, steht der Staat vor der Tatsache einer empfindlichen Vermehrung seiner Staatsschuld. Um die Zinsen für diese Schuld aufzubringen, nimmt er seine Zuflucht meist zu neuen Anleihen. Dadurch wächst die Schuld- und Zinslast immer mehr. Hat der Staat das ihm entgegengebrachte Vertrauen ( der Geldgeber, niekisch ) bis zur Neige ausgenutzt, so muß er durch neue Steuern  nicht etwa die Schuld, sondern nur die Zinslast decken. Dann ist er unrettbar verloren, dann kann ihn nichts mehr aus der Schuldknechtschaft befreien.“  

( „Protokolle“, einundzwanzigste Sitzung )

Betrachten wir die Situation von Zypern aktuell im „Liveticker“ :

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-30164/liveticker-zur-zypern-rettung-merkel-verhandlungen-gibt-es-nur-mit-der-troika_aid_942933.html

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-30138/liveticker-zur-zypern-rettung-merkel-erneuert-einlagengarantie-fuer-deutsche-sparer-merkel-erneuert-einlagengarantie-fuer-deutsche-sparer_aid_942470.html

Der  Staat Zypern ist pleite, seine Banken sind pleite, wir haben eine neue Lage: Die Eurokraten wollen Zypern nur unter der Bedingung helfen, daß eine Zwangsabgabe auf Spareinlagen vom Baby bis zum oligarchischen Milliardär erhoben wird. Dafür werden in der festgesetzten Höhe Guthaben eingefroren, bevor die Abgabe parlamentarisch abgesegnet ist und die Einlageninhaber können nicht über  ihre Konten verfügen.

Ein Testlauf für die modernen „Raubritter“  Schäuble und Merkel?

Kommen auch wir dran und wann? Wie ist die rechtliche Situation? Das soll hier auf Metapolitika nach und nach geprüft und debattiert werden, insbesondere Deutschland betreffend auch unter dem Blickwinkel des Grundgesetzes.

Schäuble hat seine Rechtsansicht schon geäußert: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Schaeuble-Zyprische-Bank-Abgabe-verstoesst-nicht-gegen-Einlagensicherung-2324934

…und schiebt die Schuld auf Zypern: http://www.stern.de/politik/deutschland/zypern-laiendarsteller-spielen-eurorettung-1986129.html

Diese Ansicht bezieht sich allerdings auf Zypern und nur auf die Einlagensicherung. Was ist bei uns mit Art. 2, 3, 14, 20, 74 Grundgesetz?

Hier die Ansicht von Prof. Dr. Joachim Wieland, der einmalige Vermögensabgaben für verfassungsgemäß hält: http://www.boeckler.de/38555_40761.htm

Werden wir in Übererfüllung der „Protokolle der Weisen von Zion“ nach der Bundestagswahl ganz einfach enteignet? Mit einer „einmaligen Vermögensabgabe“ nach Art. 106 I Nr. 5 GG bei außergewöhnlichem Finanzbedarf? Wird nach dem Erdrosseln des Staates nun auch der Bürger finanziell erdrosselt?

Unser „virtueller Verfassungsschutz“ Metapolitika klärt auf und paßt auf.

Mal sehen, ob  der Bundestag bei der Abstimmung über das neue Rettungspaket für Zypern diese Woche die Einhaltung der rechtlichen Anforderungen des „ESM“ wirklich prüft, wie er sich verhält.

Wenn plötzlich die Geldautomaten wegen „technischer Störung“ kein Geld mehr auswerfen:

Nach Paragraph 47 des Kreditwesengesetzes ist die Bundesregierung berechtigt, wenn Kreditinstitute in derart große Schwierigkeiten geraten, die schwerwiegende Gefahren für die Gesamtwirtschaft erwarten lassen, „anzuordnen, dass die Kreditinstitute für den Verkehr mit ihrer Kundschaft vorübergehend geschlossen bleiben und im Kundenverkehr Zahlungen und Überweisungen weder leisten noch entgegennehmen dürfen“.

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Euer niekisch

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5 Antworten to “„Protokolle der Weisen von Zion“ noch übertroffen?”

  1. Criticon März 30, 2013 um 4:49 am #

    Besucht unsere FB-Seite und diskutiert mit uns über Themen wie Islamisierung, Masseneinwanderung, Identitätsverlust, Überfremdung, Inländerfeindlichkeit und vieles mehr.

    http://www.facebook.com/pages/Identit%C3%A4re-Bewegung-Konz/193839340739964

    PS: Und nicht vergessen, „Gefällt mir“ zu drücken! 😉

  2. Moritz Haberland März 18, 2013 um 10:15 pm #

    Ach bester Niekisch, die „wirkliche Prüfung“ durch den Bundestag
    setzt wirkliche Kenntnisse der „gewählten“ Abgeordneten voraus.
    Aus die Maus.

    • niekisch März 19, 2013 um 10:25 am #

      Viele wissen schon, Moritz, aber sie dürfen und wollen ihr Wissen nicht umsetzen.

      • Moritz Haberland März 19, 2013 um 11:14 am #

        Ich meine eher eine gediegene Kaufmannsausbilung, ein vollständiges VWL-Studium wäre im Zusammenhang mit den bösartigen Finanzganoven eher wünschenswert.

        Stattdessen erinnere ich mich an eine Textilarbeiterin aus Plauen, die 16 Jahre arbeitslos war und dann über die PDS-Liste in den Bundestag einzog.

        • Moritz Haberland März 21, 2013 um 12:47 am #

          PS. Plauen liegt im Vogtland 🙂 .

Kommentare sind geschlossen.