Sternstunde…

13 Mai

12. Mai des Jahres 919:

Gründung des Ersten Deutschen Reiches.

Nach den schrecklichen Verfolgungen der Sachsen durch Karl den Großen und über einem Jahrhundert Todfeindschaft zwischen den beiden Stämmen schlägt Konrad, der letzte König der Franken mit Sitz in Weilburg / Lahn, auf dem Sterbebett den Sachsenherzog zum Nachfolger vor. In dem volkstümlichen Gedicht des Herrn Heinrich am Vogelherd ist diese Sternstunde der deutschen Geschichte beschrieben: Eberhard, der Bruder des verstorbenen Königs, sucht den Sachsenherzog im Wald auf und bietet ihm die Königswürde an. Es ist eine der ergreifensten Begebenheiten unserer Vorzeit. Am 12. Mai 919 reitet der Sachsenherzog Heinrich unter dem Jubel des Volkes zur Reichsversammlung in Fritzlar ein und wird dort zum ersten deutschen König gewählt. Als der Erzbischof von Mainz ihm auch die geistliche Salbung geben will, um damit den Anspruch der Kirche zum Ausdruck zu bringen, lehnt Heinrich freundlich, aber bestimmt ab: Ihm genüge Gottes Gnade und der Wille der Reichsversammlung. Dann wird der junge König auf den Schild gehoben und dem Volk gezeigt, welches in unbeschreiblichen Jubel ausbricht: „Heil König Heinrich! Unserem König Heinrich Liebe und Treue!

Damit beginnt die Geschichte des Deutschen Reiches.

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