Identitär mit Julius Evola…

4 Jun

„..So bleibt das Problem einer geistigen Grundlage für ein organisch einheitliches Europa ungelöst, und der mögliche Elan aktivistischer und revolutionärer Kräfte im Zeichen eines solchen Europas bliebe sozusagen ohne ein sicheres spirituelles Hinterland und würde ein labiles und vermintes Gebiet zurücklassen, es sei denn, man beginnt damit, die Übel im Inneren zu bekämpfen, und zwar in all ihren Formen, den akuten wie auch den mehr verwässerten. Übel, die uns heute in makroskopischer  Größe und bei den nichteuropäischen und antieuropäischen Mächten fast als eine Art Rachegöttin erscheinen. Die unabdingbare Forderung wäre eine innere Entgiftung , die so weit wie möglich durchgezogen werden müßte, auch wenn sie mit einem hohen Preis verbunden wäre. Wie kann man z.B. das Maß verkennen, in dem sich, abgesehen vom politischen und wirtschaftlichen Bereich, bereits eine praktische Amerikanisierung in den Sitten, dem Geschmack und den Schwärmereien der europäischen Massen breitgemacht hat? Mit anderen Worten: es muß zuerst das Problem der europäischen Einstellung gegenüber dem, was man im allgemeinen als die moderne Welt ( zur „Globalisierung“ geführte Welt, niekisch ) bezeichnen kann, angegangen werden..“

( Evola, Julius, Menschen inmitten von Ruinen, Hohenrain – Verlag Tübingen – Zürich – Paris, 1991, S. 381 )

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