Der Zerfall der Lage …II.

13 Dez
Karlheinz Weißmann

Karlheinz Weißmann

Hier: https://diskuswerfer.wordpress.com/2013/12/09/der-zerfall-der-lage/  (I.) haben wir begonnen, in die Frage einzusteigen, welche Möglichkeiten uns noch verbleiben, der weit fortgeschrittenen Auflösung aller Dinge, namentlich von Souveränität – Identität – Sozialität noch zu widerstehen und welche Ressourcen und Möglichkeiten uns dafür zur Verfügung stehen.

Haben Parteien oder eine metapolitisch außerparlamentarische Opposition Metapo S I S (oder einfach nur ApoS I S oder S I S) eine Chance? Läßt sich die Zersplitterung des oppositionellen antiglobalistischen und prodeutschen Lagers unter der Losung:  Souveränität – Identität – Sozialität   überwinden? Sind weitreichende oppositionelle Milieus erreichbar, wenn wir uns als Verfassungsschutzbewegung im Sinne des ursprünglichen Grundgesetztextes verstehen und bereit sind, das Widerstandsrecht des Art. 20 Absatz 4 GG gegen den Verfassungsverrat der Herrschenden auszuüben? Wenn wir zur Revolution, also zur Rückwälzung gegen den Verfassungsverrat aufrufen?

Aus dem Text „Geduld!“  von Karlheinz Weißmann in „Sezession“ (Druckausgabe) 55/2013, S. 10-13 entnehme ich Zitate, setzte sie in die Kommentarspalte, lasse sie stehen oder kommentiere sie, Ihr habt die Gelegenheit, jeweils darauf zu antworten, aber bitte immer ganz konkret am Text. 

Und nun viel Spaß!

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6 Antworten to “Der Zerfall der Lage …II.”

  1. Hermann Ortel Dezember 14, 2013 um 7:05 pm #

    Der heuer oft verBRDigte Jubilar gibt uns die Antwort:

    Aber vielleicht nur eine Ausflucht !?

    • niekisch Dezember 14, 2013 um 8:16 pm #

      Das Auflösen aller Dinge, herzlich begrüßter Hermann Ortel, hin zur jetzigen Lage des Zerfalls – Verfalls erstreckt sich auch auf die Verachtung gegenüber allem Meisterlichen, daß es als Zeichen der naturgegebenen Ungleichheit ja nicht mehr geben darf, besonders in Deutschland nicht.

      Da kommen wir dann gleich auch zum nächsten Weißmann – Zitat: ( Nr.2. fett)

      “..es bleiben:

      1. Resignation, sprich Aufgabe der bisher verfochtenen Meinung, Anpassung an die Mehrheit,” (S.11)

      “2. Dekoration, das heißt Entwicklung eines wahlweise esoterischen oder ästhetischen Modells, das es erlaubt, im Verborgenen oder privatim die bisherigen Auffassungen festzuhalten, ohne daß deren Geltung noch nach außen vertreten würde.” (S. 11)

      Das sind dann die Leute, die sich mit “Neuschwabenland”, “Germanischer Medizin”, TerraGermania oder ähnlichen Dingen beschäftigen, wobei dies durchaus auch außerhalb des rein Privaten im Netz oder an Stammtischen Gleichgesinnter geschehen kann. Du sprichst den künstlerischen Bereich an, wo auch heute noch ein gewisser Protest durch häusliche Konzerte, Konzertbesuche ausgeübt werden kann, z.B. auch einen Besuch auf dem Hügel.

      Die “Dekoration” sehe ich nicht so eng wie Karlheinz Weißmann auf das Verborgene oder das rein Private beschränkt. Durchaus können traditionale Hobbys in der Öffentlichkeit wirksam werden wie z.B. mittelalterliche Festivals, archäologische Betätigungen mit Publikum, Kriegsgräberpflege und Schutz von Ehrenmalen vor antifaschistischen Verwüstungen, Wanderungen und Märsche in Anlehnung an frühere Bestrebungen.

      Im Verwandten- und Bekanntenkreis mutig geäußerte, vom mainstream stark abweichende Ansichten oder gezeigte Traditionalismen können einen Schneeballeffekt haben.

      • niekisch Dezember 16, 2013 um 7:28 pm #

        Interessant hierzu auch die Auffassung von Armin Mohler in einem Brief v. 28.11.1954 an Ernst Jünger: “ Was ich mit dem allem sagen möchte: Am stärksten sind Sie immer noch, wenn Sie Einzelgänger bleiben. Mit jedem Schritt in der Öffentlichkeit engagieren Sie sich aber politisch. Dagegen hilft Ihnen nicht, wenn Sie sich auf die metapolitische Ebene beziehen, auf welcher die Gegensätze ja ohnehin zusammenfallen würden. Gewiß tun sie das – aber die Synthese dort oben besorgt ein anderer außerhalb der Zeit. Aber Sie leben nun einmal innerhalb der Zeit. Weil Sie garkein „Privatmann“ mehr sein können, können Sie es sich darum auch garnicht mehr leisten, „privat“ Vorstellungen anzuhängen, welche der Welt angehören, der Sie noch entstammen..“ („Sezession“ 56/2013, S.3)

        Der Schritt in die Öffentlichkeit verhindert also nicht nur das „Private“, sondern zwingt sogar zum Aufgeben privater Ansichten.

    • Hallo, Zeitgeist Dezember 16, 2013 um 12:26 pm #

      Sehr schoen…! Als mein Vater bei uns stundenlang Wagner – sehr gerne auch die Meistersinger – spielte, hatte ich als Kind und Jugendlicher keinen Sinn dafuer. Heute geben mir diemeisterlichen Saenger etwas. Wenn man das Mainstream-TV verfolgt, scheint Oper zeitgeistig einen neuen Stellenwert zu bekommen, wenn erst einmal mehr die italienische. Aber immerhin… (eventuell geistige Anknüpfungsmoeglichkeit).

      • niekisch Dezember 16, 2013 um 7:00 pm #

        (eventuell geistige Anknüpfungsmoeglichkeit).

        …aber keine geistige Koalition mit der italienischen Oper, Hallo, Zeitgeist, denn wie sagte Tacitus: „Zwischen Siegern und Besiegten kann es keine erfolgreiche Koalition geben.“:-) und gegenüber Italienischem waren wir des öfteren schon Sieger u n d Besiegte.

  2. niekisch Dezember 13, 2013 um 1:35 pm #

    „..es bleiben:

    1. Resignation, sprich Aufgabe der bisher verfochtenen Meinung, Anpassung an die Mehrheit,“ (S.11)

    Diese „Haltung“ schließe ich für mich persönlich seit 5 Jahrzehnten mit ganz wenigen Unterbrechungen aus.

    Karlheinz Weißmann meint, daß diese Variante nur individuelle Lösungen bietet, keine politischen Lösungen.

    Da meine ich: weder das eine noch das andere bietet eine Lösung für die Lage. Denn die Lage betrifft jeden einzelnen von uns so oder so. Und wenn es nur durch die Gesetze und Verordnungen geschieht, die die Beherrscher der Lage über uns verhängen. Wir sind betroffen, so daß Resignation keine individuelle Lösung darstellt. Sie beinhaltet auch keine politische Lösung, weil Resignation Stille bedeutet. Die Herrschenden erfahren garnicht erst mehr, was an abweichender Meinung von unserer Seite vorhanden ist, daß wir überhaupt vorhanden sind, müssen nicht mehr mit uns rechnen.
    Der einzige Vorteil von resignativer Haltung kann darin liegen, daß die Herrschenden und ihre Hilfstruppen keinerlei Korrektiv für ihr Planen und Handeln haben, sozusagen – was uns angeht – in den Nebel rennen und möglicherweise Fehler machen, die sie bei Lautstärke von unserer Seite vermeiden könnten.

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