Der Zerfall der Lage…III. (wird fortlaufend ergänzt)

14 Dez
Karlheinz Weißmann

Karlheinz Weißmann

In Fortsetzung von „Der Zerfall der Lage“ I. und II.  ein weiteres Zitat  aus dem Artikel „Geduld!…“ von Karlheinz Weißmann in der Druckausgabe der „Sezession“ 55/2013, S.11, das für die angesichts der Lage der Auflösung aller Dinge noch Widerständigen als 3. noch verbleibende Wahlmöglichkeit  nennt:

„Akzeleration, also Beschleunigung der Prozesse in dem Sinn, daß die bisher eingenommene Stellung verschärft und nach radikaleren Lösungswegen gesucht wird.“

Wie bewerten wir diese Aussage?

Weißmann verneint diese Radikalisierung als Möglichkeit. Charakteristisch für die Strategien der Akzeleration seien die Unklarheit der Alternativentwürfe, die Neigung zur „Systemopposition“, die Geringschätzung fester Organisationsformen und der damit verbundenen Disziplin zugunsten diffuser „Bewegungen“, das Überschätzen der Bedeutung jugendlichen Engagements, die Vernachlässigung der gesellschaftlichen Mitte zugunsten des Kreis(es) der Unbedingten“ und ein Voluntarismus, der „der Einsatzbereitschaft und der Willensanstrengung seiner Minderheit fast alles“ zutraue. ( zusammengefaßt v. Manfred Kleine- Hartlage In „Sezession“ 56/2013, S.42)

Karlheinz Weißmann bevorzugt von den 4 verbliebenen  Varianten  Nr. 4: „Konzeption, das heißt Aufrechterhaltung der Grundpositionen und deren Fortentwicklung bei dauernder Kritik und Korrektur der getroffenen Vorannahmen in der Erwartung, künftig doch zum Zug zu kommen“ ( „Geduld!….“ in „Sezession“ 55/2013, S.11 ff.)

Da sich eine Debatte momentan nicht entflammt, stellen wir sie zurück.

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