Dürfen wir Deutsche eine türkische Jüdin eine Jüdin nennen?

17 Jan

Seyla Benhabib

„Mich hat unheimlich amüsiert und manchmal fast beleidigt, dass ich statt als Philosophin oder Professorin aus Yale in Deutschland immer als türkische Jüdin eingeführt wurde. Das erste Mal in meinem Berufsleben erwähnt wurde meine ethnische Zugehörigkeit und Identität – die ich nicht verheimliche – in Deutschland. Wenn meine ethnische Zugehörigkeit wichtig für meine Philosophie wäre, machte es Sinn, sie zu erwähnen. Aber so ist das nur merkwürdig. Journalisten und andere Menschen in der deutschen Öffentlichkeit sollten aufpassen (gefettet durch mich, niekisch) wie sie diese Begriffe benutzen und warum sie immer wieder solches Labelling machen. Ich kann darüber nur staunen.“

Wir hingegen staunen nicht, sondern halten es für völlig selbstverständlich, eine Jüdin eine Jüdin zu nennen, vor allem dann, wenn sie solche Artikel verfaßt:

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-gast-ist-immer-mitburger

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/unterwegs-zu-einer-kosmopolitischen-demokratie-1.2730516

Diese kosmopolitisierende Weltstaatsverfechterin hat übrigens gerade den mit 50000 Euro dotierten Meister Eckhart – Preis für 2014 erhalten.  (WAZ v. 17.1.2014) Ob der Meister sich jemals hätte vorstellen können, daß ausgerechnet eine wie Seyla Benhabib uns Deutschen empfehlen könnte, sich im Weltstaat aufzulösen und dafür noch so viele Schekel kassiert?

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