Böse Verzauberung…

12 Okt

Wir sind in einem fremden Land,

ich bin in einem fremden Haus,

am Tisch ein welker Blumenstrauß,

die Seele ist vergällt.

Wir waren einmal, was wir sind,

vergaßen Berg und Bäume.

Nur manchmal grüßt dies Land im Traum,

da steht Germania mit güldnem Kranz

und winkt und winkt und winkt.

Wir wissen nicht, was unser ist,

Erinnerung verwirrte sich so sehr.

Als alles gut noch war, da war ich froh,

ein böser Regen fällt jetzt schwer.

Ich kann nicht denken.

Mir ist so schrecklich bang

um das uns fremdgewordne  Haus und Land.

Wann wird aus Schmutz zu Gold

der Volksverräter und Verderber Tand?

(n, 17.10.2014 in Anlehnung an Josef Weinheber, Böse Verzauberung. Der deutsche Dichter nahm sich 1945 aus Verzweiflung über Deutschlands Schicksal das Leben)

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/

 

 

 

 

 

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