Das verachtete Geschäft einer ziemlich verachteten Klasse…

20 Mrz

Carl Schmitt im Jahre 1912

Liebe Leser,

nach einer längeren Pause melde ich mich tatendurstig zurück und danke zugleich Euch, die Ihr trotz meiner Abwesenheit in Treue Metapolitika in erstaunlich hoher Frequenz aufgerufen habt. Sogar Artikel, die schon Jahre alt sind und solche vom Vorläuferblog. Für mich ist dies ein Ansporn, den schweren Zeiten entsprechend wieder in die Schwerstarbeit einzusteigen.

Die Politik – das verachtete Geschäft einer ziemlich verachteten Klasse. Diese Worte des Staats- und Verfassungsrechtlers Carl Schmitt (1888-1985) passen in unsere Zeit des mehr als berechtigten Wutbürgertums, das sich neben der wohlüberlegten und argumentativ unterfütterten Wahlentscheidung so vieler  AfD – Wähler  Bahn gebrochen hat. Unter der neuen Kategorie „Schmittiana“ zitiere und kommentiere ich Textstellen aus Carl Schmitts Schrift “ Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus“, 5. Auflage, unveränderter Nachdruck der 2. Auflage von 1926, Dunker &Humblot, Berlin 1979. Eine recht gute Einführung zu Carl Schmitt befindet sich hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt

Und hier nun das ganze und erste Zitat: „..in manchen Staaten hat es der Parlamentarismus schon dahin gebracht, daß sich alle öffentlichen Angelegenheiten in Beute- und Kompromißobjekte von Parteien und Gefolgschaften verwandeln und die Politik, weit davon entfernt, die Angelegenheit einer Elite zu sein, zu dem ziemlich verachteten Geschäft einer ziemlich verachteten Klasse von Menschen geworden ist.“ ( S. 8)

Wer erkennt da nicht aktuelle Bezüge zu unseren deutschen, aber nicht nur diesen Zuständen? Gefolgschaften haben wir nicht mehr, da diese ja denknotwendig Führerschaft voraussetzen. Und Führerschaft in der Politik ist uns nicht mehr erlaubt.

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