Wer wird der Retter sein?

13 Okt

Metapolitika meldet sich mit herzlichen Grüßen an die Leser zurück und arbeitet mit einer neuen Kategorie, der „Sezessionsbegleitung“. Warum? Nun, weil ich die „Sezession“ für das derzeit wichtigste Organ identitären Widerstandes halte, das allerdings nicht alles Wesentliche ausspricht, Widerständler leider aus der Debatte ausschließt oder verächtlich macht. Auch ich bin davon betroffen, so daß ich keinen anderen Weg sehe, als quasi „auf externer Festplatte“ Zitate und eigene Gedanken zu den Themen der Sezession hier auf Metapolitika abzulegen.

„Die Rettung wird von dort kommen, wo niemand auch nur träumt, sie zu suchen: von den Marginalisierten, den Narren, den Poeten, den Eremiten, den Heiligen, von allen, die dem Kleister der Debatten und der Abstumpfungsindustrie des Großen Austauschs entkommen“ ( Renaud Camus im Gespräch mit Benedikt Kaiser in Sezession 2016 Nr.74, S. 5 ).

Retter tauchen nicht unbedingt nur da auf, wo sie garnicht gesucht werden, sondern auch da, wo sie zurückgestoßen werden:

„So. Hier wurde aufgeräumt, und jetzt wird beim Thema geblieben. Wer irgendwelche unheimlich tapferen harten Phrasen vom »Handeln« dreschen möchte, baue seinen Druck bitte woanders ab.“ (Nils Wegner hier)

Jetzt wollte ich gerade das Paradebeispiel eines Kommentatoren bei „Sezession“ bringen, der nicht für würdig zum Diskurs befunden wurde und schon ist sein unliebsamer Kommentar samt Antworten gelöscht. Natürlich gibt es eine netiquette und das Erfordernis, einigermaßen hart am Thema zu bleiben. Wer aber so streng und abweisend wie die Sezession mit gutwilligen Diskutanten umgeht, der bestraft vielleicht den kommenden und schon im Startloch knienden Retter. Da muß ich mir ein anderes Beispiel suchen und habe den Retter vielleicht gefunden:

„Es mangelt m.E. an (solcher) grundsätzliche(n)r Analyse der Vorgänge hinter dem Geschehen. Die Gegenkultur beschränkt sich hier noch zu sehr auf bloße Empörung, reagiert dabei nur und bleibt zu oft an der Oberfläche der Dinge. Die große Transformation, die an Europa und der ganzen Welt vollzogen wird, ist bislang nur in Ansätzen beschrieben und verstanden worden. Alles Handeln muss ins Leere gehen, solange man das Umfeld nicht begreift, in dem man sich bewegt.“ („Morbrecht“ hier)

Der Anfang jeder Errettung ist das Erkennen der Lage und derjenigen Menschen, die die Lage herbeigeführt haben und beherrschen. „Morbrecht“ kann sich jedenfalls eher zum Retter aufschwingen als ein „deutscheridentitärer“(?), der im Rahmen der gleichen Debatte von sich gibt:

„Also konkret:

Wenn ein Türke unter Umständen assimilierbar ist, was die Geschichte bewiesen hat („Beutetürken“), dann sind für den logisch-abstrakten Geist grundsatzlich auch Schwarzafrikanier assimilierbar. Es braucht eventuell mehr Zeit und mehr Assimiliationsdruck, aber was bei einem Fremdstämmigen grundsätzlich geht ginge auch bei einem noch fremderen Fremdstämmigen.“ Solcher  Blödsinn wird natürlich jederzeit veröffentlicht.

Solange die Sezession nicht – natürlich rechtlich abgesichert – die Kardinalthemen Homogenität – Volkserhalt durch eigene Reproduktion – Schuldbefreiung- Historisierung der neueren deutschen Geschichte und deutsche Souveränität bis zu den Wurzeln aufgreift und von der freien Debatte über die Vernetzung bis zur metapolitischen Einflußnahme durchficht, kann die Rettung aus Schnellroda und seiner Gemarkung jedenfalls nicht erwachsen, werden die Sirenen des Rettungswagens dort nicht ertönen.

Euer niekisch

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/

PS: Mal sehen, ob dieser Artikel auf Sezession diskutiert wird.

 

Advertisements