…wird diese Flut uns unerbittlich fassen.

25 Okt

„Wir stehen jetzt im Anfang jener Stürme,

die uns durch manche Zeit begleiten werden.

Es zittern unter fremdem Fuß die Erden,

in denen wir noch uns´re Plätze suchen,

und doch, wir woll´n nicht weinen, sondern fluchen

mit schwarzem Lächeln, in die Wellen schreiten

und sie mit tiefen Riesenschlücken trinken!

Womöglich uns ein frühes Grab bereiten

und in die See des Völkerabends sinken,

in der sich uns´re Feuerseelen kühlen.

In jedem Fall – ich kann es sehr gut fühlen-

wird diese Flut uns unerbittlich fassen.

Egal, ob man es will oder es leidet,

sie muß uns an die eine Stelle spülen,

an der sich in dem Spiegel uns´rer blassen

und alten Augen eine Welt entscheidet.“

 

(Till-Lucas Wessels in „Sezession“ Nr. 74)

 

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