Wer macht die Geschichte?…I.

26 Okt

„Es gehört nun mal zum Wesen der Geschichte, dass sie niemand macht“ …schreibt „Meier Pirmin“ hier

Er meint in diesem Zusammenhang, man sei nicht intellektuell, wenn man ohne Kenntnis von Lübbe, „Geschichtsbegriff und Geschichtsinteresse“, Schwabe – Verlag 2012 (Neuausgabe) argumentiere. Ich versuche es, weil ich garnicht den Anspruch erhebe, ein Intellektueller zu sein und immer nur literaturgefilterte Gedanken wiedergeben zu müssen:

Geschichte ist nur als bewußte Gestaltung der menschlichen Wirklichkeit nach wesenhaften und ursprünglichen, nach dauernden, aller Zeitlichkeit überlegenen Werten als Geschichte anzusehen. Nur durch den Menschen, der sich seines wesenhaften bleibenden Selbst bewußt ist, wird Geschichte denkbar. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, allen Ansichten entgegenzutreten, die aus dem geschichtlichen Werden einen berechenbaren Gegenstand machen wollen. Andererseits soll die Möglichkeit bestehen, Wesen und Wohin der Geschichte auch mit deren Deutung erfassen zu wollen. Dabei sind alternative Deutungsmöglichkeiten so notwendig wie die Wesenheit des einzelnen Deutenden sich unterscheidet.

Sind wir aber deshalb hilflos der Geschichte ausgeliefert, immer nur ihr Objekt, das sich nicht in ein Subjekt verwandeln kann? Bleibt am Ende nur ein in Passivität verharrender Verzicht, ein tatenloses sich Ergeben übrig?

Wird fortgesetzt.

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/

Metapolitika unterstützt: https://einprozent.de/Einprozent logo

Advertisements