Wer macht die Geschichte?…II.

27 Okt

Fortsetzung von „Wer macht die Geschichte?..I.:

Jede geschichtliche Zeit, jeder historische Augenblick ist nicht nur einmalig, sondern auch einzigartig. Deshalb fordert er von uns Menschen immer eine selbständige Stellungnahme, eine aktive und kämpferische Arbeit. Deshalb ist nicht die Deutung der Sinn geschichtlicher Forschung, sondern die Wegweisung zur gestaltenden Führung geschichtlichen Werdens soll durch sie erreicht werden, weil nur dort echte Geschichtlichkeit des Daseins vorhanden ist, wo der Mensch Maß und Gesetz der geschichtlichen Welt bestimmt. Er, der Mensch, muß sich in der Geschichte selbst zum handelnden Subjekt, zur entscheidenden Macht erheben. Davon unberührt bleiben durch den Menschen nicht beeinflußbare Naturereignisse oder Katastrophen.

Ein Menschentum, das nicht nur leidend, souveränitätslos, die Welt erleben will, dem vielmehr die Welt Ausdruck des eigenen wesenhaften Tatwillens ist, dessen Blick nicht vorrangig der Vergangenheit, sondern der Zukunft zugewendet ist, muß sein Sein und sein Sollen unbedingt setzen, d.h. es muß aus der unerschütterlichen Überzeugung leben und wirken, daß die Welt, die es formt und gestaltet, die für es selbst einzige gültige Welt ist und bleiben wird. Nur auf diese Weise sind wesensaffine Umwälzungen oder Rückwälzungen ( Revolutionen) möglich. Der seines wesenhaften Seins und seines geschichtlichen Auftrags gewisse Mensch ist das einzig Beständige und damit das einzig Unbedingte, das es im geschichtlichen Wandel gibt. Kein über dem Menschen stehendes und seiner Macht entzogenes Schicksal außer der lebensspendenden Sonne, die für ihn unerreichbar und unwandelbar ist, und keine der Geschichte innewohnende Gesetzlichkeit bestimmen den Gang der Welt.

Es gibt nur diesen oder jenen Weg: entweder verzichtet der Mensch , veranlaßt durch eine sich als zwingend ausgebende geschichtliche Erkenntnis, auf ein gestaltendes Formen der werdenden Welt nach den Gesetzen seines wesenhaften Seins und begibt sich damit jeder Möglichkeit, einen Sinn der Geschichte und seines eigenen Lebens zu gewinnen, oder aber er verkündet die Unantastbarkeit und Unbestreitbarkeit der in ihm offenbasr gewordenen Wesenswerte und gibt auf solche Weise der Geschichte, seinem eigenen Leben und der Zukunft einen vollen und gültigen Sinn.

Der Mensch als Gemeinschaftswesen, als Ausdruck einer ursprünglichen wesenhaften Ganzheit ist die formende Kraft der Welt, ist auch die Kraft, die der Zukunft mächtig ist. Die Gewißheit subjektiver Art, die solchem Menschentum entspringt, überläßt die Zukunft nicht objektiven, d.h. dem Menschen entzogenen Mächten, sondern gibt sie voll und ganz in die Hand des Menschen. Alle geschichtliche Existenz rechtfertigt sich alleine durch die Kraft, mit der sie das durch sie gewonnene Leben vollendet und behauptet. Soll eine wesensgemäße neue Ordnung geschaffen werden, so könnte man annehmen, daß hier sozusagen etwas ex nihilo, aus dem Nichts, zu schaffen sei. Eine Schöpfung aus dem Nichts behauptet nur der jüdische Mythos und vertritt damit die Möglichkeit eines ursachelosen, eines gesetzlosen Geschehens, also quasi eines Wunders. Wo solche Schöpfung für möglich gehalten wird, kann keine Ordnung entstehen, denn alle Ordnung ist gegründet auf der Geltung einer unaufhebbaren allumfassenden Gesetzlichkeit. Daraus folgert für den Menschen unserer Art: jenseits von gedanklichen oder phantasievollen Trugbildern der Wirklichkeit der Welt und des Lebens ihr in ihrer Härte und Unerbittlichkeit begegnen, um sie zu bestehen. Das war germanische und ist jetzt deutsche Art.

Unsere Wesensanlage als Deutsche weist sowohl auf eine leidbereite als auch auf eine tätig-kämpferische Stellung zur Welt hin. Sie ist so umfassend und vielseitig, daß sie diese äußersten Gegensätze einschließt. Nur glauben wir zu wissen, daß es der schöpferischen Mächtigkeit unseres Wesens und der Bedeutung unserer völkischen Anlage entspricht, wenn wir uns nicht von einem fremdem Schicksal führen lassen, sondern selbst schicksalsgestaltende Kraft und Größe gewinnen. Geschichtliches Existieren und die Existenz verteidigen ist nur dort gegenwärtig, wo ein ursprünglicher und wesenhafter Gehalt des Lebens der zeitlichen Wirklichkeit einen zeitlosen Ausdruck gibt.

Geschichte ist Sichtbarwerden des Ewigen in der Zeit, zugleich Überwinden der Zeit in der Zeit. Nur dann, wenn der Mensch Herr des Schicksals ist und bleibt, wenn er selbst ein Schicksal vollzieht, dann hat er im echten Sinn Geschichte. Im anderen Fall besitzt er nur ein organisches „Leben“, besitzt er nur bloßes Dasein.

Es gibt keine endgültige Erschöpfung der gestaltenden Kräfte und Mächte in der Welt. Wir stehen der Zukunft nicht hilflos, nicht ohnmächtig gegenüber, sind vielmehr davon überzeugt, sie nach unserem Wesen formen und durch unsere wesenhafte Ordnung meistern zu können. Das ist das Äußerste, was wir erreichen können, aber zugleich auch das Geringste, was wir von uns und unserer Gemeinschaft verlangen müssen.

Deutsches Schicksal heißt Kampf – nicht Unterwerfung und Zufall!

 

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