Wirklich paradox?…III

17 Jul

Sezessions-
begleitung

Martin Sellners Artikel in „Sezession“ https://sezession.de/57307/politische-paradoxien  habe ich hier  und hier begonnen zu kommentieren, bespreche, ergänze und erweitere ihn angesichts des Textumfangs ohne Zitate Schritt für Schritt. Ich empfehle, ihn vorab aufmerksam zu lesen, ebenso wie „Wirklich paradox?…I und II“ Und nun weiter:

Ist es wirklich paradox, widersprüchlich, widersinnig  zu sehen, daß starke Gruppenidentität mit Abgrenzung zu „den Anderen“ Abstoßung und Isolation ergibt mit der weiteren Folge mangelnden Wachstums, wobei Martin Sellner konstantes Wachstum für metapolitisch arbeitende Gruppen als notwendig ansieht. Oder liegt in diesem Faktum eine pure Selbverständlichkeit, die für nahezu jede irgendwe organisierte und einem gemeinsamen Zweck dienliche Gruppe Geltung beanspruchen kann?

Nehmen wir als Beispiel eine kleine evangelisch – christliche Religionsgemeinschaft, die sich hinsichtlich verschiedener Ausübungsrituale von den großen Kirchen absetzt, ein besonders intensives Gemeindeleben führt und ihren Mitgliedern bei Wohlverhalten besondere Versprechungen macht. Isoliert sich eine solche Gemeinschaft nicht automatisch bis zu einem gewissen Pegel selbst, stößt sie sich nicht selber aus der größeren Gemeinschaft von Christen aus, ermöglicht  durch vorbildhaftes Leben und Wirken einerseits ihr eigenes Wachstum, andererseits aber begrenzt sie sich nicht durch Argwohn bei anderen selbst? Und da geht es noch nicht einmal um metapolitisches Wirken.

Ist metapolitisches Denken und Handeln im Spiel, dann wird das selbverständliche Spannungsverhältnis zwischen Gruppenidentität und gleichzeitiger Isolation noch evidenter. Denn das Arbeiten mit die große  Gemeinschaft des Volkes betreffenden  Begriffen berührt weit mehr Menschen, stößt schneller auf Widerspruch, der  sehr entschieden, ja gewaltsam sein kann. Stattet sich die metapolitisch arbeitende Gruppe mit provokativer Symbolik und Wortwahl aus, agiert zudem aktionistisch – widerständlerisch bis zum Ungehorsam, dann verschärft sich der ganz natürliche Antagonismus der Gruppenidentität – Abstoßung/Isolation.

 

Wenn ich die Identitäre Bewegung recht verstehe, dann will sie unter Verwendung neuer, eigener, identitätsstiftender Begriffe den Boden dafür bereiten, daß dem Großen Austausch der deutschen Bevölkerung durch uns Fremde der Weg verlegt wird, indem Schritt für Schritt metapolitisch Vorfeldpositionen erobert, Institutionen besetzt, Parteien begleitet werden, Widerstand i.S.d. Art. 20 IV Grundgesetz – Widerstandsrecht – geleistet wird, bis die deutsche Identität wiederhergestellt ist.

Was dabei bisher meines Wissens nicht bedacht und durchdacht wird, ist eine zu erwartende Minderheitsposition der Einheimischen nach „ius sanguinis“ während des metapolitischen Kampfes in Deutschland und ganz Europa.

Es ist wahrscheinlich, daß zumindest in Landesteilen wie dem Ruhrgebiet die Widerstandsaktionen nicht nur gegen die vereinigten Internationalisten jeglicher Couleur, sondern auch gegen ausländische Gruppen  im Lande durchgefochten werden müssen, wobei nicht einmal mehr Polizei und Armee willensmäßig unterstützend zur Verfügung stehen werden.

Es kann in absehbarer Zeit eine Lage eintreten, die es verbietet, überhaupt gruppenmäßig unter Symbolik aufzutreten. Ja, vielleicht und sogar wahrscheinlich werden wir uns mehr oder weniger konspirativ treffen müssen, auf jedes Symbolik verzichten müssen, reduziert auf eine stille Kameradschaftlichkeit, eine Verschworenheit in den Herzen, Gedanken, Worten und Liedern, wie wir das in Deutschland früher schon hatten. Auch darin liegt ein natürliches Paradox: eingeschworene Verbundenheit der Gruppe in Isolation ohne berechenbares Wachstum. Zugleich aber auch eine Wahrheit:

Je einfacher das Wollen, Reden und Handeln, desto geringer Zwietracht und Spaltpilz!

In einer solchen absehbaren Lage treten Fragen nach der Bildung von Allianzen, Anschlußfähigkeit und Einflußnahme in den Hintergrund. Es wandelt sich der politische Zweck in die Suche nach einer Überlebensmöglichkeit im entfremdeten Deutschland und Europa.

Wie schon früher auf Metapolitika vorgeschlagen, sollten wir schnellstmöglich ein metapolitisches Minimum formulieren, verbunden mit einem minimalistischen Verhaltenskodex, der  j e d e n  einheimischen Menschen anspricht und für ihn annehmbar und erfüllbar ist.

Wird fortgesetzt

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/

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