Wirklich paradox?…V

25 Jul

Sezessions-
begleitung

Martin Sellners Artikel in „Sezession“ https://sezession.de/57307/politische-paradoxien  habe ich hier , hier sowie hier  und zuletzt hier begonnen zu kommentieren, besprach, ergänzte und erweiterte ihn angesichts des Textumfangs ohne Zitate Schritt für Schritt. Ich empfehle, ihn vorab aufmerksam zu lesen, ebenso wie „Wirklich paradox?…I, II, III und IV“ Und nun weiter zum Paradox Nr. 2, mit dem sich Sellner hier beschäftigt:

Vorab sei betont, daß schon Martin Sellners Erwägungen zum Paradox Nr. 1 angesichts der Struktur der identitären Bewegung nicht entbehrlich sind, vielmehr unabdingbar, weil die Intention für die Bewegung ganz offensichtlich dahin geht, sich innerlich zu festigen und unter Sympathiegewinn nach außen hin zu erweitern und zu vergrößern, dabei das Vorhandensein der AfD nicht zu vernachlässigen. Meine Überlegung geht begleitend dahin, zu prüfen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, den paradoxialen Schwierigkeiten beim herkömmlichen Aufbau idealistischer, metapolitisch arbeitender Bewegungen von vorneherein aus dem Wege zu gehen. Ist sich verfestigende Elitenbildung angesichts unserer Lage überhaupt notwendig, ist dafür überhaupt noch Zeit ? Läßt man uns überhaupt daran arbeiten? Verschleudern Anbindung und Rücksichtnahme auf eine Partei wie die AfD nicht zu viel Energie, lassen sie nicht Spaltpilze blühen, weil die AfD selber ja schon mehr als heterogon in ihren Anschauungen ist und zunehmend kriminalisiert wird? Brauchen wir angesichts der gerade beginnenden Afrikanisierung Deutschlands und Europas fast auf dem Totenbett liegend nicht eine Einfachlösung abseits bisheriger Überlegungen? Ist nicht ein Marsch auf den Strassen wie 1989 mit revolutionärem Aufbegehren als Szenario eher zu erwarten und für richtig zu befinden als ein Marsch durch die Sympathietunnel der Medien, der Parteien und Institutionen bis zu einer institutionellen Machtübernahme, die sowieso zu spät kommt?

Fragen über Fragen, die sich vielleicht in der Auseinandersetzung mit Martin Sellners Text beantworten. Das von ihm erwähnte zweite Paradoxon wird als „Polarisierungs-Paradox“ bezeichnet und betrifft nicht den inneren Zusammenhalt der Bewegung, sondern den Aktivismus. Es beschreibe die Notwendigkeit einer metapolitischen Bewegung, in der Provokation die Gesellschaft zu polarisieren und dabei manchmal auch den eigenen Sympathiesantenkreis vor den Kopf zu stoßen. Durch Verständnis dieser Dialektik sei auch der Unterschied von Partei und Bewegung zu begreifen. Besonders interessant sind Sellners Ausführungen zum Brechen der Schweigespirale, zum Antagonismus von Provokation und Verlust der Anschlußfähigkeit an Sympathisanten unter der „linken“ Herrschaft. Er sucht den Weg durch das Gestrüpp der jahrzehntelang verfestigten Denk- und Machtstrukturen, kulminierend im „linkslastigen Overton window“, gegen das ein gestärkter Vorstoß unternommen werden soll.

Es empfiehlt sich wirklich, Martin Sellners intellektuellem Parforceritt zu folgen, dabei aber immer zu überlegen, ob all diese Problematik und Lösungsversuche wirklich lagegerecht zielführend sind.

 

Um die vielen Knoten mit einem Hieb durchzuschlagen, stelle ich den von Martin Sellner geschilderten und diskutierten Paradoxien und Antagonismen schlagwortartig eigene Vorschläge gegenüber:

K e i n e  Elitebildung – wir wollen uns nicht aus dem einheimischen Volk herauslesen, sondern in es einlesen, es verstehen, ihm helfen.

K e i n  isoliertes „Wir-Gefühl“ der Gruppe – wir wollen Eins sein mit unserem Volk.

K e i n e  abgrenzende Gruppenidentität – wir schwimmen wie die grauen Fische unter den grauen Fischen der Gemeinschaft.

K e i n  Idealismus unter Bedingungen – wir verinnerlichen die ewigen Idealbilder unseres Volkstums.

K e i n  gemeinsames Gruppenziel – wir wenden unsere Herzen dem großen Überlebensziel des Volkes zu.

K e i n  unbedingtes Wachstum der Bewegung – wir wollen mit dem Volk und im Volk wachsen, wenn es sich ergibt.

K e i n e  Axt noch Pflug – wir hegen unseren deutschen Garten.

K e i n  metapolitisch veranlaßtes Überschreiten der Grenze des heute Sagbaren – deutsche Sprache und deutsche Rede kennen nur die Grenze unserer eigenen Sittlichkeit.

K e i n e  Revolution als bloßer Aufstand gegen die Politische Korrektheit – unsere Revolution ist Rückwälzen zum uns Deutschen natürlich Gegebenen und eigens Entwickelten.

K e i n e  Schuldzuweisung an „links“ – wir sehen den Teufel  in uns und überall um uns herum.

K e i n e Provokationen – wir versuchen unserem Volk durch tätige Mithilfe zu helfen.

K e i n e  metapolitischen Außenposten errichten – Metapolitik heißt mitten im Volk wirksam sein.

K e i n e  Fenster ohne Not öffnen – mitten im Raum des Volkes reden und handeln.

K e i n  Konflikt als Herzschlag sozialer Bewegung – mitfühlendes Herz und helfende Hand für die Gemeinschaft des Volkes sind gefragt.

K e i n e  Avantgarde als Vorhut – wir reiten in der Herde, bleiben im Sattel, stürmen mit ihr in eine bessere Zukunft!

 

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