Identitäres Dilemma lösbar?

16 Mai

Martin Sellner äußert sich in der Sezession zu den Repressionsmaßnahmen gegen die Identitäre Bewegung.

Ein nachfolgend zitierter Kommentar von Caroline Sommerfeld dazu paßt zu unseren Vorhaben auf Metapolitika, eine Überlebensidee für das deutsche Volk zu finden und in eine Handlungsform zu gießen.

„Caroline Sommerfeld
15. Mai 2018 09:28
„Wer das Vokabular des Feindes akzeptiert, ergibt sich ohne sein Wissen“ (Nicolas Gomez Dávila)
Ganz großartiger Text, lieber Martin. Offene Karten sind die allerbeste Verteidigung.
An einer Stelle will ich einhaken, die ich mit dem Dávila-Zitat markiert habe. Ich halte das Dilemma für unlösbar, das Du für lösbar hältst. Die IB grenzte sich „gegen Antisemitismus, Rassismus, Biologismus und Totalitarismus ab, ohne sich dabei dem multikulturalistischen Mainstream zu unterwerfen“, schreibst Du. In dem Moment, wo sie das tut, bedient sie sich des Vokabulars des politischen Gegners und signalisiert Defensive und füttert das Mimikryargument („Sie sagen jetzt wortreich und hübsch, sie sind keine Rassisten, das ist nur das Deckmäntelchen dafür, daß sie es sind!“). Ich glaube, nicht nur notorische Altrechte reagieren darauf mitunter mit dem „Cucking“-Vorwurf. Ich glaube weiters, daß alle diese o.g. Fragen weiterschwelen und das freudsche Schicksal jedes Tabus durchmachen, wenn man sich von ihnen „abgrenzt“.
Frage in die Runde: Ist das Dilemma lösbar?“

 

Ja, Frau Sommerfeld, dieses Dilemma ist hinsichtlich der Identitären unlösbar. Abgrenzung ohne Unterwerfung im Sellnerschen Sinne gleicht einem Tanz auf dem Seil ohne Stange, die den Absturz verhindern kann. Weder Martin Sellner noch alle anderen Oppositionellen, ja Dissidenten halten leider bis heute eine solche Stange in Händen. Sie liegt noch nicht einmal bereit, ohne bei bisherigen Aktionen ergriffen werden zu können. Sie ist überhaupt noch nicht geschmiedet worden, war nicht im Konstruktionsbüro, nicht im Kopf eines Ideeningenieurs. Eine Stange der „Abgrenzung ohne Unterwerfung“ ist ohne innere Konsistenz, ohne Stabilität. Sie gleicht eher einer aus vielerlei Fäden gewirkten Kordel, deren Enden rechts und links richtungslos herunterhängen. Daher auch das ständige Hin- und Herlavieren in der Argumentation ohne wirkliche Überzeugungskraft, verbunden mit der ständig bestehenden Gefahr staatlicher und sonstiger Repression, wie sie sich in Österreich gerade mit u.a. dem Vorwurf des Bildens einer „kriminellen Vereinigung“ manifestiert. Die Parole „Heimatliebe ist kein Verbrechen“ wird dagegen auch nicht weiterhelfen. Auch nicht der Glaube an die allgemeine Geltung des Rechts.

Jahrzehntelang Erfahrung sagt uns: Greife nie andere Menschen an, auch nicht mit Worten. Kämpfe möglichst nicht einmal gegen Dir fremde und schädliche Ideen, sondern bilde Dir Dein eigenes Ideengut, in Dir und den Deinen verwurzelt. Diese Ideen mögen dann kraftvoll und friedfertig vertreten werden,  sich  mit anderen Ideen reiben und im Falle des gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriffs durch das Gegenüber in Notwehr bis zum äußersten verteidigt werden. Immer aber das Eigene vertreten!

Bei aller Anerkennung der bisherigen identitären Bemühungen:  W o  ist die Idee, die zum großen  Z i e l, dem Überleben unseres Volkes und seiner Kultur führen soll? Auf einer meiner Waldgänge sah ich für mich:

Sie manifestiert als Symbol (Säule= Seele) das Wurzeln unserer seelisch – geistigen Grundlage in unserem Boden und ihre Verbindung zu den uns gültigen höheren Mächten als ewig romantisch, idealistisch, soldatisches Volk frei sein wollender Menschen.

Der Stamm der Säule repräsentiert zugleich unser Streben nach Souveränität aus Freiheitswillen, der rechte Ast des Weltenbaumes unser Bemühen um volkssichernde Identität und der linke Ast aus naturhaft angelegtem Gerechtigkeitsempfinden die Sozialität.

Warum nicht zum Begrünen der Säule Blätter ohne jedes Tabu, ohne jede Abgrenzung, ohne jede Unterwerfung heranziehen aus  a l l e n  woher auch immer stammenden Quellen? Ja, warum nicht! Dann entsteht das „identitäre Dilemma“ garnicht erst.

Machen wir den Weg zum „Deutschen Leben“ frei!

 

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com

Advertisements