Du zahlst dabei drauf…

12 Okt

„Gib nicht die Heimat in fremde Hände

Mino Maccari

für ein glitzerndes Ohrgehänge:

Aufs Geschäft sinnt er nur, der lockende Fremde,

Du zahlst dabei drauf, wenn es ihm gelänge.

Wärst schlau du wie er und genauso gerieben,

Jedes Hausrezept würdest du vor ihm verstecken:

Einen Schnitt will er machen , der Fremde von drüben,

Nach deinen Schätzen die Hände ausstrecken.

Lieber ein Rülpser deines dörflichen Pfaffen

als aller Hochmut amerikanischer Laffen:

Hundert Jahrhunderte reicher Geschichte

Stehn jedem Italiener gut zu Gesichte.

Vom Tanzcabaret und vom Charleston

Wird wirr dir der Kopf und der Zunge Ton.

Italiener, stampf wieder den Reigen,

Lass zum Kuttelfleck deinen Gaumen sich neigen.

Sohn Italiens, wende dich zu deiner Scholle,

vertrau nicht den französischen Moden.

Iss Brot du und Zwiebeln

und dein Magen, der volle,

Sagt dir: Hast mir das Rechte geboten.“

Mino Maccari und der Amerikanismus. Aus dem Vergnüglichen Strapaese, Florenz, Vallecchi 1928 zitiert bei Antonio Gramsci, Gefängnishefte Bd. 9, S. 2080, Argument – Verlag 1999

„Maccari ist jedoch Chefredakteur der Turiner „Stampa“ geworden und isst Brot und Zwiebeln in dem von Asphaltliteratur und Industrie am stärksten geprägten Zentrum Italiens.“ ( Gramsci selber ebenda)

Gilt das auch heute und für Deutschland? Sind Ellen Kositza und Götz Kubitschek moderne Maccaris, die ebenfalls ins Zentrum wollen, nämlich zu den angesichts der AfD – Erfolge sich füllenden Fleischtöpfen? Oder über Beratungsleistungen zur CDU, die sich auch programmatisch in Schwierigkeiten befindet? Liegt vielleicht eine finanzielle Notlage vor, die dazu zwang, die Burg der Systemopposition zu verlassen und sich anzupassen? Wurde die Lage durch die Herrschenden genutzt, wie schon vor Jahrzehnten beim Magazin „Mut“, das heute ein harmloses Geschichtsblatt ist? Immerhin gibt es den Loci – Verlag, der den Antaios-Verlag übernimmt, erst seit April 2018. Dessen Eigentümer Dr. Thomas Veigel, ist seltsamerweise Implantologe. Metapolitika wird der Sache nachgehen und hier berichten. Es handelt sich um eine Kernfrage für die gesamte Dissidentenszene.

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War das Schlüpfen von „Antaios“ unter das Dach des „loci“-Verlages doch nur ein Trick, um auf der Buchmesse im Blickpunkt zu stehen? Wenn ja, dann bleibt noch die Absicht Götz Kubitscheks, zukünftig auch CDU-Abgeordnete zu beraten. Welcher wirkliche Dissident tut solches? Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Jetzt auch noch ein Überfall mit Anschlag auf die Pressefreiheit

Metapolitika wünscht Ellen Kositza, Götz Kubitschek und einem Begleiter gute Genesung sowie weiterhin viel Erfolg und bittet um Verständnis dafür, daß der Geniestreich auf der Frankfurter Buchmesse hier nicht sofort als solcher erkannt wurde. In unserer Zeit der Verrücktheiten wird es immer schwerer, zwischen Tatsachen und fake zu unterscheiden.

Zusammenfassende Presseschau hier.

Antonio Gramsci

 

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