Martin Sellner dixit…II.

22 Sept

I. hier

Doch nur wer den Mut zu klarer Analyse und klaren Forderungen hat, wird die Masse für sich gewinnen. Und nur wer den Schneid hat, seine eigene Nationalfahne  zu zeigen, kann auch das eigene Volk auf der Straße anführen“.

Satz 1 kann ich in vollem Umfang unterschreiben. Den Mut zu klarer Analyse und klaren Forderungen dürfte einige Mitstreiter haben. Die Frage ist nur, ob sie auch das Durchhaltevermögen besitzen, diese Kärrnerarbeit zu leisten. Ansätze gibt es, leider werden diese im eigenen Lager sofort bekrittelt. Der Mangel an Theoriebildung, Aufzeigen von Strategien und Taktiken, metapolitischer Begriffs- und Spracharbeit sowie einem Verhaltenskodex ist legendär.

Der avantgardistisch klingende 2. Satz Martin Sellners erinnert mich an die 60iger Jahre, als junge Nationalisten, die Solidaristen, mit riesigen schwarz-rot-goldenen Fahnen durch süddeutsche Städte zogen, ohne allerdings Massen anzuführen. Es waren immer relativ wenige Marschierer ohne Breitenwirkung. Mit zunehmendem Lebensalter verschwanden sie im bürgerlichen Spießerleben.

Also: erst die gnadenlose Analyse, dann eine am Deutschen orientierte Weltanschauung, dann eine überschaubare geistige Manifestation in volksnahen Worten, dann eine Strategie und Taktikgrundlage, zuletzt, aber bedeutend, ein Verhaltenskodex. Daraus folgend die Überlegung, inwieweit ein parlamentarischer Arm initiiert oder ein bereits vorhandener mit welcher Energieleistung unterstützt wird.

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com

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