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Aus einem Brief…

24 Okt

„Nach dem Durchbruch von 50 Panzern bei Aschaffenburg am 26.3.1945 drängte die Front rasch in Richtung Heilbronn. Links vom Neckar rückte eine amerikanische Einheit vor, während eine andere vom Main zum Neckarbogen vorstieß und die Franzosen in ungeordneten Haufen (teils in Zivil) ihr altes Einfallstor, das Enztal, benutzten. Die beiden amerikanischen Einheiten versuchten sich im Raum Heilbronn zu vereinigen, doch die von Rappenau -Wimpfen konnte bei Eisesheim den Neckar und die von Osterburken her den Kocher nicht überqueren. Es entwickelten sich harte Kämpfe, bei denen auch der Volkssturm und mit diesem unser G.S. eingesetzt wurde. Während er zuerst nur Bahnhöfe und Güterzüge zu bewachen hatte, wurde er am 14.4.1945 (7 km südöstlich von Heilbronn, bei der Autobahnausfahrt) mit seiner Abteilung in ein Gefecht verwickelt und fand durch eine MG-Garbe den Tod. Erst 7 Tage war er von seiner Familie fort und lag nun 15 km von den Seinen entfernt tot am Waldesrand.

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Nur zwölf Zentimeter…

15 Okt

Ostdeutschland 1945:

„Die Straßen sind scheinbar vereinsamt, aber der Schein trügt. Den Knotenstock in der Hand, in abenteuerlicher Verkleidung, wandern die der Gefangenschaft entgangenen Reste der deutschen Armee, ziehen Geflüchtete, heimwärts Strebende, Suchende und Verirrte durch das..Land. Doch schon das geringste Geräusch, einfaches Räderrollen oder das eines Motors, hat panikartige Fluchtbewegungen zur Folge. Es rauscht in den Büschen, bewegt sich an den Straßenrändern, knackt im Unterholz – und die Straße ist ausgestorben, leer, todeseinsam. Obacht ist das Gebot der Stunde, ist wichtiger als Essen und Trinken oder eine Lagerstatt zur Nacht. Jedes verlassene Haus kann vernichtende Gefahren bergen. In jeder Ruine kann der Tod lauern. und es gibt viele verlassene Häuser und Ruinen, rauchgeschwärzt, von Verwesungsgerüchen umwittert. Einmal sitzt die Familie noch um den Tisch, das Mittagsmahl vor sich, Vater, Mutter und vier Kinder. Tot, Zyankali. In einem anderen Haus hatten sich acht  Frauen mit ihren Kindern zusammengefunden, als die Eroberung begann. Am nächsten Morgen findet man sie auf einer Wiese , die nur zwölf Zentimeter unter Wasser stand. Dort haben sich die Verzweifelten ertränkt. Seitdem betreten die Nachbarn das Grundstück nicht mehr“

( Koepke, Cordula, Blaue Wälder – Weiße Dünen, Erinnerungen an Pommern, Verlag Gerhard Rautenberg, Leer 1967, S. 115 )

Ob dieser Text zu den Ereignissen von 1945 bei der Eroberung Deutschlands durch seine Feinde bis heute auch nur an einer einzigen deutschen Schule einer einzigen Schülerin oder einem einzigen Schüler zu Gehör gelangt ist?

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Welche Wahrheit ist wahrhaftig wahr?

19 Aug

Auge auf für die Wahrheit!

„Sashona“ auf „Politikforen.net“:

„Bei Kulmhof kann ich aber sagen, dass die Menschen mit einem Gaswagen zu einer Lichtung in einem Wald gefahren wurden. Es sind etwa zwei Kilometer der Fahrtstrecke, die dafuer zurueckgelegt wurden. Dort wurden die Toten verbrannt und die Asche verschuettet.

Der Bruder eines Freundes von mir ist dort ermordet worden. Er war im juedischen Widerstand.

Im Sandboden habe ich Holzkohle und Ueberreste von ermordeten Menschen gefunden.“

Demgegenüber „Wikipedia“:

„Die Männer des Sonderkommandos wurden unterstützt von 80 bis 100 Schutzpolizisten, die vom Bahnhof einer Kleinbahn aus den bewachten Transport mit Lastkraftwagen in das „Schloss“ nach Kulmhof durchführten. Im Schlosshof wurde den Ankömmlingen eine Rede gehalten, dass sie entlaust und gebadet würden, um dann zum Arbeitsdienst nach Deutschland zu kommen. Anschließend betraten die Opfer das Innere des Schlosses. Sie mussten sich entkleiden und wurden zu einer Rampe getrieben, an deren Ende einer der drei vorhandenen Gaswagen stand. Nachdem man die Opfer unter Peitschenschlägen dort hineingetrieben hatte, verschloss man die Türen. Der Fahrer kroch unter das Fahrzeug, schloss den Verbindungsschlauch vom Auspuff ins Wageninnere an und startete den Benzinmotor. Durch die eindringenden Abgase erstickten die Menschen innerhalb von zehn Minuten. Anschließend fuhr der Fahrer die Leichen in ein Lager im Wald, wo sie zunächst in Massengräbern vergraben wurden.“

Solche Diskrepanzen begegnen jedem Historiker und Geschichtsinteressierten sowohl bei Tatorten, Taten, Opferverbleib und Zeugenaussagen des Öfteren. Dennoch ist und bleibt die Wahrheit wahr.

 

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Warum, Götz Kubitschek?…

16 Aug

 

Art. 5 GG
Meinungsfreiheit

 

Götz Kubitscheck kämpft gegen Lüge und Verleumdung, läßt dabei jedoch die nachfolgende Aussage zu Franziska Schreiber los: „berüchtigt geworden durch den komischen Ansatz, die Beseitigung des gesetzlich festgeschriebenen Verbots der Holocaustleugnung zu fordern.“

Da interessiert jetzt, werter Herr Kubitschek, w a r u m dieser Ansatz komisch ist. Ob wir da jemals etwas zur Begründung hören werden? Wohl kaum!

Dabei tut sich in dieser brisanten Angelegenheit Interessantes: nach der rechtskräftigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 1 BvR 2083/15 „sind die Grenzen der Meinungsfreiheit nicht schon dann überschritten, wenn die anerkannte Geschichtsschreibung oder die Opfer nicht angemessen gewürdigt werden. Vielmehr sind von ihr auch offensichtlich anstößige, abstoßende und bewusst provozierende Äußerungen gedeckt, die wissenschaftlich haltlos sind und das Wertfundament unserer gesellschaftlichen Ordnung zu diffamieren suchen. (Rdn. 29) Die Meinungsfreiheit findet erst dann ihre Grenzen im Strafrecht, wenn die Äußerungen in einen unfriedlichen Charakter umschlagen. (Rdn. 30)

Inkriminierte Äußerungen oder Handlungen i.S. d. § 130 StGB müssen   i m m e r   geeignet sein, den öffentlichen Frieden zu stören, andernfalls sind sie nicht strafbewehrt. Dennoch rate ich dringend davon ab, ohne eigene juristische Kenntnisse oder eingehende fachliche Beratung zu diesem Thema die Meinungsfreiheit auszutesten.

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In der Bismarckstrasse…

16 Aug

Dresdener Öfen…

 

„“In der Bismarckstraße, unter der Gütergleisrampe des Hauptbahnhofs, waren die Leichen aufgeschichtet. Ordentlich,Leib für Leib, lagen sie da, fertig zum Abtransport. Leichen jeden Alters und in jedem nur denkbaren Zustand. Nackt und bekleidet, verkrampft und gestreckt, blutverkrustet und fleckenlos, verstümmelt und äußerlich unverletzt. Kinder, die weniger Platz brauchten, zwischen die Erwachsenen gedrängt. Dicke Flüchtlingsfrauen in ihren schwarzen Wolltüchern und Wollstrümpfen. Frauen, ungeschickt hingepackt, bis zur Hüfte entblößt. Männer wie schlaffe graue Säcke. Männer in langen weißen Unterhosen, verdreht, verschränkt, mit und ohne Schuhe. Gesichter mit offenen und geschlossenen Augen. Gelegentlich spießte ein Arm abgewinkelt in die Luft oder ein Körper konnte, wegen angezogener Beine, nicht so holzscheitartig hingepaßt werden. Ein wahnwitziges Monument, eine lange Barrikade. Diese Toten waren noch kenntlich. Später, auf den Pferdefuhrwerken, waren sie es nicht mehr.““
„In der Schlußmeldung der Polizei über die vier Luftangriffe auf Dresden am 13.,14.und 15. Februar 1945 heißt es, daß es sich bei den Gefallenen hauptsächlich um Frauen und Kinder gehandelt habe. Unter den Gefallenen, die auf vorläufig 35000 geschätzt werden, seien 100 Soldaten gewesen.“ 

(Paul, Wolfgang, Der Heimatkrieg 1939-1945, Bechtle1980, S. 398)

 

Dresden symbolisiert das   d e u t s c h e   Brandopfer!

 

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