Archiv | Fatum Germaniae – aus dem deutschen Schicksalsbuch RSS feed for this section

Nur zwölf Zentimeter…

15 Okt

Ostdeutschland 1945:

„Die Straßen sind scheinbar vereinsamt, aber der Schein trügt. Den Knotenstock in der Hand, in abenteuerlicher Verkleidung, wandern die der Gefangenschaft entgangenen Reste der deutschen Armee, ziehen Geflüchtete, heimwärts Strebende, Suchende und Verirrte durch das..Land. Doch schon das geringste Geräusch, einfaches Räderrollen oder das eines Motors, hat panikartige Fluchtbewegungen zur Folge. Es rauscht in den Büschen, bewegt sich an den Straßenrändern, knackt im Unterholz – und die Straße ist ausgestorben, leer, todeseinsam. Obacht ist das Gebot der Stunde, ist wichtiger als Essen und Trinken oder eine Lagerstatt zur Nacht. Jedes verlassene Haus kann vernichtende Gefahren bergen. In jeder Ruine kann der Tod lauern. und es gibt viele verlassene Häuser und Ruinen, rauchgeschwärzt, von Verwesungsgerüchen umwittert. Einmal sitzt die Familie noch um den Tisch, das Mittagsmahl vor sich, Vater, Mutter und vier Kinder. Tot, Zyankali. In einem anderen Haus hatten sich acht  Frauen mit ihren Kindern zusammengefunden, als die Eroberung begann. Am nächsten Morgen findet man sie auf einer Wiese , die nur zwölf Zentimeter unter Wasser stand. Dort haben sich die Verzweifelten ertränkt. Seitdem betreten die Nachbarn das Grundstück nicht mehr“

( Koepke, Cordula, Blaue Wälder – Weiße Dünen, Erinnerungen an Pommern, Verlag Gerhard Rautenberg, Leer 1967, S. 115 )

Ob dieser Text zu den Ereignissen von 1945 bei der Eroberung Deutschlands durch seine Feinde bis heute auch nur an einer einzigen deutschen Schule einer einzigen Schülerin oder einem einzigen Schüler zu Gehör gelangt ist?

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/

Advertisements

Chemnitz, Chemnitz über allem…

30 Aug

„Liebe Freunde, Unterstützer und Mitstreiter,

Deutschland steht Kopf: Chemnitz ist in aller Munde. Der „hässliche Deutsche“ ist zurück und hat seinen Platz natürlich im geografischen Herzen des patriotischen Widerstands gefunden: in Sachsen. Fremdenhass, „Jagdszenen“ und Gewalt gegen Ausländer sowie Andersdenkende, das sei längst Alltag im Osten der Republik. Der „braune Mob“ tobe und Deutschland befinde sich, unterstützt durch das kollektive „Wegschauen“ der staatlichen Organe, auf dem Weg in einen neuerlichen „Faschismus“.

Das alles, liebe Freunde, wollen sie uns suggerieren, die Medien und die „Zivilgesellschaft“ samt ihrer „Experten“ von ganz links. Wer gestern in Chemnitz mit rund 8000 anderen Bürgern demonstrierte, ist ein Neonazi der übelsten Sorte und macht sich automatisch mit jenen Chaoten gemein, die tatsächlich hier und dort für abstoßende Szenen gesorgt haben mögen.

Bilder machen Leute: erwünschte Gewalt.

Wir allen kennen die Kraft der Bilder. Unser Medienzeitalter lebt von der Inszenierung, von der flimmernden Mattscheibe und jenen selektiven Ausschnitten, die nun durch die Sozialen Netzwerke geistern. Zwei, drei verwackelte Filmsequenzen, mit dem Smartphone aufgezeichnet, stehen nun Pate für eine vermeintliche kollektive und bundesweite Bedrohung von rechts. Die üblichen Gestalten von links, vermeintliche Experten der „demokratischen Gesellschaft“, können nun wieder mit dem Finger auf jene zeigen, die gestern Abend mit Hitlergrüßen, peinlicher Inszenierung und unüberlegter Gewalt ein schändliches Bild abgaben.

Weiterlesen

Welche Wahrheit ist wahrhaftig wahr?

19 Aug

Auge auf für die Wahrheit!

„Sashona“ auf „Politikforen.net“:

„Bei Kulmhof kann ich aber sagen, dass die Menschen mit einem Gaswagen zu einer Lichtung in einem Wald gefahren wurden. Es sind etwa zwei Kilometer der Fahrtstrecke, die dafuer zurueckgelegt wurden. Dort wurden die Toten verbrannt und die Asche verschuettet.

Der Bruder eines Freundes von mir ist dort ermordet worden. Er war im juedischen Widerstand.

Im Sandboden habe ich Holzkohle und Ueberreste von ermordeten Menschen gefunden.“

Demgegenüber „Wikipedia“:

„Die Männer des Sonderkommandos wurden unterstützt von 80 bis 100 Schutzpolizisten, die vom Bahnhof einer Kleinbahn aus den bewachten Transport mit Lastkraftwagen in das „Schloss“ nach Kulmhof durchführten. Im Schlosshof wurde den Ankömmlingen eine Rede gehalten, dass sie entlaust und gebadet würden, um dann zum Arbeitsdienst nach Deutschland zu kommen. Anschließend betraten die Opfer das Innere des Schlosses. Sie mussten sich entkleiden und wurden zu einer Rampe getrieben, an deren Ende einer der drei vorhandenen Gaswagen stand. Nachdem man die Opfer unter Peitschenschlägen dort hineingetrieben hatte, verschloss man die Türen. Der Fahrer kroch unter das Fahrzeug, schloss den Verbindungsschlauch vom Auspuff ins Wageninnere an und startete den Benzinmotor. Durch die eindringenden Abgase erstickten die Menschen innerhalb von zehn Minuten. Anschließend fuhr der Fahrer die Leichen in ein Lager im Wald, wo sie zunächst in Massengräbern vergraben wurden.“

Solche Diskrepanzen begegnen jedem Historiker und Geschichtsinteressierten sowohl bei Tatorten, Taten, Opferverbleib und Zeugenaussagen des Öfteren. Dennoch ist und bleibt die Wahrheit wahr.

 

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/
Metapolitika unterstützt: https://einprozent.de/

 

In der Bismarckstrasse…

16 Aug

Dresdener Öfen…

 

„“In der Bismarckstraße, unter der Gütergleisrampe des Hauptbahnhofs, waren die Leichen aufgeschichtet. Ordentlich,Leib für Leib, lagen sie da, fertig zum Abtransport. Leichen jeden Alters und in jedem nur denkbaren Zustand. Nackt und bekleidet, verkrampft und gestreckt, blutverkrustet und fleckenlos, verstümmelt und äußerlich unverletzt. Kinder, die weniger Platz brauchten, zwischen die Erwachsenen gedrängt. Dicke Flüchtlingsfrauen in ihren schwarzen Wolltüchern und Wollstrümpfen. Frauen, ungeschickt hingepackt, bis zur Hüfte entblößt. Männer wie schlaffe graue Säcke. Männer in langen weißen Unterhosen, verdreht, verschränkt, mit und ohne Schuhe. Gesichter mit offenen und geschlossenen Augen. Gelegentlich spießte ein Arm abgewinkelt in die Luft oder ein Körper konnte, wegen angezogener Beine, nicht so holzscheitartig hingepaßt werden. Ein wahnwitziges Monument, eine lange Barrikade. Diese Toten waren noch kenntlich. Später, auf den Pferdefuhrwerken, waren sie es nicht mehr.““
„In der Schlußmeldung der Polizei über die vier Luftangriffe auf Dresden am 13.,14.und 15. Februar 1945 heißt es, daß es sich bei den Gefallenen hauptsächlich um Frauen und Kinder gehandelt habe. Unter den Gefallenen, die auf vorläufig 35000 geschätzt werden, seien 100 Soldaten gewesen.“ 

(Paul, Wolfgang, Der Heimatkrieg 1939-1945, Bechtle1980, S. 398)

 

Dresden symbolisiert das   d e u t s c h e   Brandopfer!

 

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/
Metapolitika unterstützt: https://einprozent.de/

 

 

Hitlerbild und Hakenkreuzfahne…

14 Aug

 

Auch Polen waren Täter:

„Im Gartensaal eines einstmals schönen Hauses ist die Mehrzahl der zum Abtransport Bestimmten schon versammelt Um dorthin zu gelangen, muß man aber einen Vorraum passieren. Ein langer Tisch, quer vor eine Wand gerückt, weist ihn als die gefürchtete Kontrollstelle aus. Alles Gepäck muß auf diesen Tisch gelegt werden, zwei Polen besorgen das Auspacken und Sortieren. Sie gehen dabei so radikal vor, daß uns Hören und Sehen vergeht. Zwei andere greifen uns unter die Achseln, tasten den Leib ab, befühlen die Säume unserer Mäntel, um etwa verborgene Wertsachen aufzuspüren. Zwischendurch werden die Personalien aufgenommen. Der junge Pole, der damit beschäftigt ist, sitzt unter einer Hakenkreuzfahne, zur Rechten ein Hitlerbild. Ausgerechnet eine Frau, von der das ganze Dorf weiß, daß sie mit dem braunen Spuk nicht das geringste zu schaffen hatte, wird aufgefordert, Bild und Fahne mit dem Hitlergruß zu grüßen. Als sie sich weigert,  fährt ihr der Kolben einer Maschinenpistole unter das Kinn. Die Zähne knirschen, und Blut läuft aus dem Mundwinkel. Haß hat Haß gesät und immer trifft es die Unschuldigen.“ 

( Koepcke, Cordula, Blaue Wälder – Weiße Dünen, Erinnerungen an Pommern, Rautenberg, Leer, 1967, S. 132, 133 )

Vorläuferblog und Archiv: http://metapolitika.wordpress.com/
Metapolitika unterstützt: https://einprozent.de/