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Milliarden Haare und Millionen Schuhe…

8 Nov

Ein Autorenzitat aus Ellen Kositzas Belletritik – Empfehlung:

„Die Haufen von abgeschnittenen Haaren. Die Berge von Schuhen. Jeder Tote eine Story. Dann wird’s echt haarig. Millionen Stories.“

Das Zitat betrifft das Lager Auschwitz. Stehen Ihnen, Frau Kositza, bei dieser Empfehlung nicht ein wenig die Haare zu Berge und der Schweiß in den Schuhen? Wäre es angesichts der anhaltenden Diskussionen um die Opferzahlen nicht angebracht gewesen, wenigstens einen kleinen Hinweis zu geben, z.B. diesen link aus der eigenen Publikation. Aber dazu fehlt Ihnen wohl der Mut…Bedeutet „Sezession“ nicht auch ein Sich – Trennen von der „Historical Correctness“? Sie müssen dabei ja nicht unbedingt in verbotswidrigen Revisionismus verfallen.

Die Würde der Opfer bleibt selbstverständlich unantastbar!

 

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Wer macht die Geschichte?…II.

27 Okt

Fortsetzung von „Wer macht die Geschichte?..I.:

Jede geschichtliche Zeit, jeder historische Augenblick ist nicht nur einmalig, sondern auch einzigartig. Deshalb fordert er von uns Menschen immer eine selbständige Stellungnahme, eine aktive und kämpferische Arbeit. Deshalb ist nicht die Deutung der Sinn geschichtlicher Forschung, sondern die Wegweisung zur gestaltenden Führung geschichtlichen Werdens soll durch sie erreicht werden, weil nur dort echte Geschichtlichkeit des Daseins vorhanden ist, wo der Mensch Maß und Gesetz der geschichtlichen Welt bestimmt. Er, der Mensch, muß sich in der Geschichte selbst zum handelnden Subjekt, zur entscheidenden Macht erheben. Davon unberührt bleiben durch den Menschen nicht beeinflußbare Naturereignisse oder Katastrophen.

Ein Menschentum, das nicht nur leidend, souveränitätslos, die Welt erleben will, dem vielmehr die Welt Ausdruck des eigenen wesenhaften Tatwillens ist, dessen Blick nicht vorrangig der Vergangenheit, sondern der Zukunft zugewendet ist, muß sein Sein und sein Sollen unbedingt setzen, d.h. es muß aus der unerschütterlichen Überzeugung leben und wirken, daß die Welt, die es formt und gestaltet, die für es selbst einzige gültige Welt ist und bleiben wird. Nur auf diese Weise sind wesensaffine Umwälzungen oder Rückwälzungen ( Revolutionen) möglich. Der seines wesenhaften Seins und seines geschichtlichen Auftrags gewisse Mensch ist das einzig Beständige und damit das einzig Unbedingte, das es im geschichtlichen Wandel gibt. Kein über dem Menschen stehendes und seiner Macht entzogenes Schicksal außer der lebensspendenden Sonne, die für ihn unerreichbar und unwandelbar ist, und keine der Geschichte innewohnende Gesetzlichkeit bestimmen den Gang der Welt.

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Wer macht die Geschichte?…I.

26 Okt

„Es gehört nun mal zum Wesen der Geschichte, dass sie niemand macht“ …schreibt „Meier Pirmin“ hier

Er meint in diesem Zusammenhang, man sei nicht intellektuell, wenn man ohne Kenntnis von Lübbe, „Geschichtsbegriff und Geschichtsinteresse“, Schwabe – Verlag 2012 (Neuausgabe) argumentiere. Ich versuche es, weil ich garnicht den Anspruch erhebe, ein Intellektueller zu sein und immer nur literaturgefilterte Gedanken wiedergeben zu müssen:

Geschichte ist nur als bewußte Gestaltung der menschlichen Wirklichkeit nach wesenhaften und ursprünglichen, nach dauernden, aller Zeitlichkeit überlegenen Werten als Geschichte anzusehen. Nur durch den Menschen, der sich seines wesenhaften bleibenden Selbst bewußt ist, wird Geschichte denkbar. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, allen Ansichten entgegenzutreten, die aus dem geschichtlichen Werden einen berechenbaren Gegenstand machen wollen. Andererseits soll die Möglichkeit bestehen, Wesen und Wohin der Geschichte auch mit deren Deutung erfassen zu wollen. Dabei sind alternative Deutungsmöglichkeiten so notwendig wie die Wesenheit des einzelnen Deutenden sich unterscheidet.

Sind wir aber deshalb hilflos der Geschichte ausgeliefert, immer nur ihr Objekt, das sich nicht in ein Subjekt verwandeln kann? Bleibt am Ende nur ein in Passivität verharrender Verzicht, ein tatenloses sich Ergeben übrig?

Wird fortgesetzt.

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Ins Auge des Hurricanes…

20 Okt

Die Historisierung der deutschen und europäischen Geschichte schreitet fort, insbesondere zum Ersten Weltkrieg, damit automatisch aber auch zum Zweiten Weltkrieg, denn beide Großkriege sind als Einheit zu sehen. Der Historiker Rainer F. Schmidt begibt sich jetzt ins Auge des Hurricans, will in der wichtigsten deutschen Geschichtspublikation „Historische Zeitschrift“ in Kürze einen Beitrag veröffentlichen, wie Frankreich ab 1912 den Weltfrieden aufs Spiel setzte. Nähere Informationen hier: https://diskuswerfer.wordpress.com/2013/10/27/erster-weltkrieg-der-wahrheit-eine-gasse/  Die „Welt“ berichtet darüber exklusiv vorab unter http://www.welt.de/geschichte/article158782749

 

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I. Weltkrieg 1914 – 1918… der Wahrheit eine Gasse!…..( wird ständig ergänzt )

27 Okt

2012-05-14 16.28.512014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Es steht zu befürchten, daß jene „mainstreamer“, die auch dort wieder „deutsche Schuld“ verorten wollen, massiv tätig werden. Metapolitika möchte insbesondere den jungen Deutschen Material an die Hand geben, um einen Diskursstand zu erreichen, der im Ausland längst selbstverständlich ist, nämlich das Abrücken von einer zumindest überwiegenden Schuld Deutschlands am ersten großen, weltumspannenden Krieg des 20. Jahrhunderts. Das Thema hat für uns Heutige eine überragende Bedeutung, weil unter der „immerwährenden Schuld“ und Greuelpropaganda unser Freiheitsstreben begraben werden soll.

Ich stelle Zitate, kurze Texte und links zum Thema ein, wobei die neuesten Hinweise immer oben stehen. Der neueste Beitrag wird immer gefettet, damit der aktuelle Stand feststellbar ist. In der Kommentarspalte dürfen weitere, streng sachbezogene Hinweise eingestellt und diskutiert werden, die ich bei Tauglichkeit in eigener Verantwortung in den fortlaufenden Text einbaue.

Viel Spaß bei diesem bisher wohl einmaligen Vorhaben!:

1912 – 1914: Zur Einkreisungspolitik Frankreichs und damit dessen Kriegsschuld ein link: http://www.welt.de/gesxchichte/article158782749

Im Rahmen des Projektes zum Ersten Weltkrieg, an dem ich in den letzten Monaten mitgearbeitet habe, hat sich eine Vielzahl neuer Erkenntnisse aufgetan. Ich erspare mir, sie hier alle zu schildern und verweise auf das neue und wohl aufschlußreichste Werk: Friedrich, Jörg, 14/18 – Der Weg nach Versailles, Propyläen 2014. Dort steht alles, was man heute wissen muß.

Hier ein Hinweis auf die prägnantesten Aussagen des Historikers Christopher Clark zum Thema: http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_epoche/geschichte-1914-77093.html – „Die Eliten haben versagt“

Medienhinweis: Karfreitag, 18.4.2014  im Ersten: 20:15 – 23.15 Film über das spannende Schicksal des deutschen Kaperkreuzers Emden und seiner Besatzung.

16.4.1917: „Ein Konsul der Vereinigten Staaten erzählte nach seiner Abreise aus Deutschland in die Schweiz im Februar 1917, daß die Deutschen aus den Körpern ihrer Toten Glyzerin destillierten.“ („Times“, 16.4.1917 lt. Wellems, Hugo, Das Jahrhundert der Lüge, Arndt 1989, S. 74)

13.10.1914: „Am 13.Oktober 1914 meldete Iswolsky aus Bordeaux an Sasanov nach einer Unterrredung mit Delcasse´:““Das Hauptziel Frankreichs-und in dieser Hinsicht ist der Standpunkt der drei alliierten Mächte durchaus solidarisch-ist, das deutsche Kaiserreich zu vernichten und die Militärmacht Preußens so sehr wie möglich zu schwächen.““ ( Ebray, Alcide, Der unsaubere Frieden (Versailles), Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1925, S. 43,44 )

4.8.1914:  Aus der Selbstbiographie von Mrs. Asquith, der Gattin des britischen Premierministers, vom Tag der englischen Kriegserklärung:
„Lord Crewe und Sir Edward Grey waren bereits da und wir saßen schweigend zusammen und rauchten Zigaretten; ein paar Leute gingen hinaus, andere kamen herein, niemand sprach ein Wort. Die Uhr auf dem Kaminsims schlug, und als der letzte Ton der mitternächtlichen Stunde verklang, war es so still wie in der Morgendämmerung. Wir waren im Krieg. Ich verließ den Raum, um zu Bett zu gehen, und als ich am Fuß des Treppenhauses innehielt, sah ich Winston Churchill mit glückstrahlendem Gesicht auf die Doppeltüren des Kabinettzimmers zueilen.“  ( Hughes, Emrys, Churchill – Ein Mann in seinem Widerspruch, Tübingen 1959, S. 67 )

Juli 1914: „Der Krieg wird ausbrechen..Von Österreich wird nichts mehr übrigbleiben…Sie werden sich Elsaß und Lothringen zurücknehmen…Unsere Armeen werden sich in Berlin vereinigen…Deutschland wird vernichtet werden.“ ( Die russische Großfürstin Anastasia lt. Freund, Michael, Deutsche Geschichte, München 1979, S. 904 )

20.-23.6.1914: Die Protokolle der Gipfeltreffen zwischen der französischen und russischen politischen Führung..in St. Petersburg, Dokumente von potenziell enormer Bedeutung für das Verständnis der letzten Phase der Krise, sind nie gefunden worden ( Clark, S. 12 )

1914: „Nationalismus, Rüstung, Bündnisse und Hochfinanz waren allesamt Teil der Geschichte, aber man kann ihnen lediglich dann eine echte erklärende Bedeutung beimessen, wenn man aufzeigen kann, daß sie Entscheidungen beeinflußten, die – zusammengenommen – den Krieg ( I. WK, niekisch ) ausbrechen ließen.“ ( Clark, Christopher, Die Schlafwandler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog -, DVA, 4. Auflage 2013, S. 17 )

Zu Clark bitte unbedingt lesen: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/zeitgeschichte/michael-grandt/dieses-buch-haette-kein-deutscher-schreiben-duerfen.html

1914: “ Das Jahr 1914 zieht herauf, mit ungeheuren und kaum noch erträglichen Spannungen geladen. Rußland schließt mit Frankreich die letzte Milliardenanleihe ab. Sie gilt, wie offen zugegeben wird, für den Bau strategischer Bahnen gegenüber Österreich und Deutschland. Ein russischer Kronrat stellt im Februar ein „Aktionsprogramm“ auf. Der russische Außenminister Sasonow erklärt vor diesem Kronrat, vielleicht müsse Rußland sich schon in naher Zeit „seiner historischen Aufgabe unterziehen“ und die Herrschaft über den Bosporus und die Dardanellen antreten. Es bestehe kein Zweifel, daß dieses Ziel nur durch einen europäischen Krieg erreicht werden könne….Französische Helfer sind überall an der Arbeit.“ ( Beumelburg, Werner, Sperrfeuer um Deutschland, Gerhard Stalling, Oldenburg, 1929?, 101.-110. Tausend, S. 13 )

1912: „Im Herbst 1912 hebt der russische Großfürst Nikolai Nikolajewitsch, als Vertreter des Zarenreiches an den großen französischen Manövern teilnehmend, beim Abschiedsdiner sein Glas, gefüllt mit schäumendem Champagner, und ruft unter dem begeisterten Beifall der französischen Offiziere: “ Ich trinke auf unsere gemeinsamen Siege in der Zukunft! Auf Wiedersehn in Berlin, messieurs!.“ ( Beumelburg, Werner, Sperrfeuer um Deutschland, Gerhard Stalling, Oldenburg, 1929?, 101. – 110. Tausend, S. 11 )

nach 1890: „Nicolai Giers war entsetzt, als Zar Alexander III. ihm mitteilte, falls ein Krieg zwischen Russland und Österreich ausbrechen sollte, sei das Ziel des französisch -russischen Bündnisses, Deutschland in seiner jetzigen Form zu „vernichten“. Es solle wiederum „in eine Anzahl kleiner, schwacher Staaten zerfallen.“
(Clark, Christopher, Die Schlafwandler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog, DVA, 4. Auflage 2013, S. 181)

1888: „Auf dem Deutschland Wilhelms II. liegt der Bannfluch der ganzen (Freimaurer-, niekisch) Welt. (Kriegk, O., hinter Genf steht Moskau, S. 30)