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Yuval Noah Harari will unser Harakiri…

21 Sep

E i n e Welt ist keine Welt.

Yuval Noah Harari will uns sein Freimaurerdenken schmackhaft machen:

„Entgegen der landläufigen Meinung gibt es nichts Natürliches am Nationalismus. Er ist nicht einmal in der menschlichen Biologie oder Psychologie verwurzelt. Der Homo sapiens und seine Vorgänger lebten seit Millionen von Jahren in kleinen Gemeinschaften, die nicht mehr als ein paar Dutzend Mitglieder zählten. Menschen entwickeln daher leicht Loyalität gegenüber ihren Familien, Dörfern oder Stämmen: Eben Gemeinschaften, in denen jeder jeden kennt. Aber es ist kaum natürlich, im Sinne eines Nationalismus Millionen von Fremden gegenüber loyal zu sein, die nur im gleichen Land leben, wie man selbst. Derartige Massenloyalitäten sind erst in den letzten paar tausend Jahren aufgetaucht und entwickelten sich, um mit großen Problemen fertig zu werden, die kleine Stämme nicht allein lösen konnten. Jetzt sind wir mit globalen Problemen konfrontiert, die selbst große Nationen nicht alleine lösen können. Deshalb ist es doch sinnvoll, zumindest einige unserer persönlichen Loyalitäten auch auf die Menschheit an sich zu übertragen…….Eine globale Identität zu entwickeln, erfordert nicht die Etablierung einer Weltregierung oder die Abschaffung aller kulturellen, religiösen und nationalen Unterschiede. Ich kann gleichzeitig mehreren Identitäten treu sein: meiner Familie, meinem Dorf, meinem Beruf, meinem Land und auch meinem Planeten und der ganzen menschlichen Spezies. Das ist nicht immer einfach. Aber wer hat gesagt, dass das Leben einfach sei?“

Wenn wir minimalistisch Nationalismus als Willen zur Verteidigung von Großgruppen definieren, dann ist er nicht nur landläufig, sondern nach vorherrschender wissenschaftlich begründeter Auffassung völlig natürlich und evolutiv weiterentwickelt worden zum Willen, eine Nation zu sein und diese gemeinsam mit Millionen anderen Menschen zu verteidigen. Harari hat Zweifel an seiner eigenen Auffassung, die Formulierung „kaum natürlich“ zeigt es an. Die Loyalität einigen wenigen Personen gegenüber hat sich seit der „Neolithischen Revolution“ mit Übergang vom Jagen und Sammeln in Kleingruppen zur Agrarwirtschaft mit Sesshaftigkeit und Vergrößerung der Menschengruppen auf völlig natürliche, evolutive Weise auf Großgruppen erweitert. Ihren Höhepunkt hat sie auf deutscher Seiten im Zweiten Weltkrieg erreicht, als die Loyalität gegenüber den eigenen Volksgenossen und der Führung unter größten Opfern bei beschränktesten Ressourcen bis zum letzten Tag aufrechterhalten blieb. Und das trotz der Radikalität der politischen und gesellschaftlichen Vorgaben sowie des Ausschlusses vieler Kleingruppen aus der Gemeinschaft mit Unterdrückung bis zur Vernichtung.

Harari fordert zwar keine Weltregierung, noch nicht. Er will aber darauf hinaus, seine Formulierung, nicht  a l l e  Unterschiede abschaffen zu wollen, erweist es eindeutig. Vorsicht ist für ihn die Mutter der Porzellankiste. Weiß er doch, wie umstritten schon die Gleichmacherei auf europäischer Ebene ist. Die Katze darf nur mit dem Schnäuzchen aus dem Sack!

Wir bleiben dabei: die naturgestützteste Art der Zusammenarbeit menschlicher Großgruppen in der Welt ist ein Bund der Nationen auf Grundlage der Gleichberechtigung mit Souveränität, Identität und Sozialität im Inneren.

 

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Welche Wahrheit ist wahrhaftig wahr?

19 Aug

Auge auf für die Wahrheit!

„Sashona“ auf „Politikforen.net“:

„Bei Kulmhof kann ich aber sagen, dass die Menschen mit einem Gaswagen zu einer Lichtung in einem Wald gefahren wurden. Es sind etwa zwei Kilometer der Fahrtstrecke, die dafuer zurueckgelegt wurden. Dort wurden die Toten verbrannt und die Asche verschuettet.

Der Bruder eines Freundes von mir ist dort ermordet worden. Er war im juedischen Widerstand.

Im Sandboden habe ich Holzkohle und Ueberreste von ermordeten Menschen gefunden.“

Demgegenüber „Wikipedia“:

„Die Männer des Sonderkommandos wurden unterstützt von 80 bis 100 Schutzpolizisten, die vom Bahnhof einer Kleinbahn aus den bewachten Transport mit Lastkraftwagen in das „Schloss“ nach Kulmhof durchführten. Im Schlosshof wurde den Ankömmlingen eine Rede gehalten, dass sie entlaust und gebadet würden, um dann zum Arbeitsdienst nach Deutschland zu kommen. Anschließend betraten die Opfer das Innere des Schlosses. Sie mussten sich entkleiden und wurden zu einer Rampe getrieben, an deren Ende einer der drei vorhandenen Gaswagen stand. Nachdem man die Opfer unter Peitschenschlägen dort hineingetrieben hatte, verschloss man die Türen. Der Fahrer kroch unter das Fahrzeug, schloss den Verbindungsschlauch vom Auspuff ins Wageninnere an und startete den Benzinmotor. Durch die eindringenden Abgase erstickten die Menschen innerhalb von zehn Minuten. Anschließend fuhr der Fahrer die Leichen in ein Lager im Wald, wo sie zunächst in Massengräbern vergraben wurden.“

Solche Diskrepanzen begegnen jedem Historiker und Geschichtsinteressierten sowohl bei Tatorten, Taten, Opferverbleib und Zeugenaussagen des Öfteren. Dennoch ist und bleibt die Wahrheit wahr.

 

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Warum, Götz Kubitschek?…

16 Aug

 

Art. 5 GG
Meinungsfreiheit

 

Götz Kubitscheck kämpft gegen Lüge und Verleumdung, läßt dabei jedoch die nachfolgende Aussage zu Franziska Schreiber los: „berüchtigt geworden durch den komischen Ansatz, die Beseitigung des gesetzlich festgeschriebenen Verbots der Holocaustleugnung zu fordern.“

Da interessiert jetzt, werter Herr Kubitschek, w a r u m dieser Ansatz komisch ist. Ob wir da jemals etwas zur Begründung hören werden? Wohl kaum!

Dabei tut sich in dieser brisanten Angelegenheit Interessantes: nach der rechtskräftigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 1 BvR 2083/15 „sind die Grenzen der Meinungsfreiheit nicht schon dann überschritten, wenn die anerkannte Geschichtsschreibung oder die Opfer nicht angemessen gewürdigt werden. Vielmehr sind von ihr auch offensichtlich anstößige, abstoßende und bewusst provozierende Äußerungen gedeckt, die wissenschaftlich haltlos sind und das Wertfundament unserer gesellschaftlichen Ordnung zu diffamieren suchen. (Rdn. 29) Die Meinungsfreiheit findet erst dann ihre Grenzen im Strafrecht, wenn die Äußerungen in einen unfriedlichen Charakter umschlagen. (Rdn. 30)

Inkriminierte Äußerungen oder Handlungen i.S. d. § 130 StGB müssen   i m m e r   geeignet sein, den öffentlichen Frieden zu stören, andernfalls sind sie nicht strafbewehrt. Dennoch rate ich dringend davon ab, ohne eigene juristische Kenntnisse oder eingehende fachliche Beratung zu diesem Thema die Meinungsfreiheit auszutesten.

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In der Bismarckstrasse…

16 Aug

Dresdener Öfen…

 

„“In der Bismarckstraße, unter der Gütergleisrampe des Hauptbahnhofs, waren die Leichen aufgeschichtet. Ordentlich,Leib für Leib, lagen sie da, fertig zum Abtransport. Leichen jeden Alters und in jedem nur denkbaren Zustand. Nackt und bekleidet, verkrampft und gestreckt, blutverkrustet und fleckenlos, verstümmelt und äußerlich unverletzt. Kinder, die weniger Platz brauchten, zwischen die Erwachsenen gedrängt. Dicke Flüchtlingsfrauen in ihren schwarzen Wolltüchern und Wollstrümpfen. Frauen, ungeschickt hingepackt, bis zur Hüfte entblößt. Männer wie schlaffe graue Säcke. Männer in langen weißen Unterhosen, verdreht, verschränkt, mit und ohne Schuhe. Gesichter mit offenen und geschlossenen Augen. Gelegentlich spießte ein Arm abgewinkelt in die Luft oder ein Körper konnte, wegen angezogener Beine, nicht so holzscheitartig hingepaßt werden. Ein wahnwitziges Monument, eine lange Barrikade. Diese Toten waren noch kenntlich. Später, auf den Pferdefuhrwerken, waren sie es nicht mehr.““
„In der Schlußmeldung der Polizei über die vier Luftangriffe auf Dresden am 13.,14.und 15. Februar 1945 heißt es, daß es sich bei den Gefallenen hauptsächlich um Frauen und Kinder gehandelt habe. Unter den Gefallenen, die auf vorläufig 35000 geschätzt werden, seien 100 Soldaten gewesen.“ 

(Paul, Wolfgang, Der Heimatkrieg 1939-1945, Bechtle1980, S. 398)

 

Dresden symbolisiert das   d e u t s c h e   Brandopfer!

 

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Hitlerbild und Hakenkreuzfahne…

14 Aug

 

Auch Polen waren Täter:

„Im Gartensaal eines einstmals schönen Hauses ist die Mehrzahl der zum Abtransport Bestimmten schon versammelt Um dorthin zu gelangen, muß man aber einen Vorraum passieren. Ein langer Tisch, quer vor eine Wand gerückt, weist ihn als die gefürchtete Kontrollstelle aus. Alles Gepäck muß auf diesen Tisch gelegt werden, zwei Polen besorgen das Auspacken und Sortieren. Sie gehen dabei so radikal vor, daß uns Hören und Sehen vergeht. Zwei andere greifen uns unter die Achseln, tasten den Leib ab, befühlen die Säume unserer Mäntel, um etwa verborgene Wertsachen aufzuspüren. Zwischendurch werden die Personalien aufgenommen. Der junge Pole, der damit beschäftigt ist, sitzt unter einer Hakenkreuzfahne, zur Rechten ein Hitlerbild. Ausgerechnet eine Frau, von der das ganze Dorf weiß, daß sie mit dem braunen Spuk nicht das geringste zu schaffen hatte, wird aufgefordert, Bild und Fahne mit dem Hitlergruß zu grüßen. Als sie sich weigert,  fährt ihr der Kolben einer Maschinenpistole unter das Kinn. Die Zähne knirschen, und Blut läuft aus dem Mundwinkel. Haß hat Haß gesät und immer trifft es die Unschuldigen.“ 

( Koepcke, Cordula, Blaue Wälder – Weiße Dünen, Erinnerungen an Pommern, Rautenberg, Leer, 1967, S. 132, 133 )

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