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Nicht nur eine Phrase…

9 Aug

 

 

Die allergrößte Lüge in dieser lügnerischen Phase 

ist nicht nur eine hingeplappert blöde Phrase

sie beißt und frißt in Knochen, Blutkreislauf und Hirn –

die allergrößte Lüge ist eine böse Flut von Metastasen,

ja, von giftdurchtränkten Metastasen.

 

Da hilft es nicht zu fluchen, nach dem Grund zu suchen,

das Gift zu ignorieren, alles Mögliche probieren –

Lokalisiert die große Lüge, zieht die Phiole raus,

zielt gut und ladet  immer wieder nach –

Löscht mit Gegengift  die Metastasen aus…

 

Dann ist der Körper für die Wahrheit frei

das gute Blut kann wieder kräftig fließen –

Wir finden  neue starke Kraft,

die uns den langverlorenen, langersehnten Weg

zu strahlend schöner  deutscher Zukunft schafft…

n. 9.8.2017

 

 

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NZZ – Geschrei zu Sieferle..

1 Aug

Ellen Kositza bespricht „Finis Germania“:

 

Die NZZ zerreißt das Werk. Hier ein ausführliches Zitat zum Kernpunkt. Ich kommentiere in den gefetteten und kursiven Text:

„…Sieferle arbeitet sich an dem ab, was bei der neuen Rechten als sogenannter «Schuldkult» firmiert. – Der  Schuldkult firmiert nicht nur bei der neuen Rechten, sondern er existiert tatsächlich und ganz allgemein, immer wieder neu aufpoliert. Die Schuld existiert und der Kult ebenso, wobei beide besonders und ausnahmetatbestandsmäßig gesetzlich beschützt und unantastbar sind. Stolpersteine müssen durch Schulkinder mit Zahnbürsten sauber geschrubbt werden, mangelnder Respekt ihnen gegenüber kann strafbar sein. Ihr Verlegen und Bewahren ist Kulthandlung. Prozessionen führen nach Yad Vashem, die jüdische „Lesung des Sabbat des Eingedenkens“ ist die einzige Pflichtlesung während des Jahres und wird ausnahmsweise stehend gehört. Damit der „deutsche Amalek“ nie vergessen wird. Sieferle hat sich also an etwas Tatsächlichem „abgearbeitet“, nicht an einer Fiktion – Die Tatsache, dass Deutschland sich bis heute um eine bestmögliche Aufarbeitung des «Dritten Reichs», speziell der Shoah, bemüht, soll ins Absurde gezogen werden. – Woran genau ist das bitte festzumachen? Wird das  g e s a m t e  „Dritte Reich“  aufgearbeitet? Oder immer nur Mosaiksteinchen davon? Je nach volkspädagogischer Intention und niemals entlastend. Will der Autor Sieferle die Shoah ins Absurde ziehen? Woran genau ist das zu belegen? Ist nicht die Shoa selber in mancherlei Hinsicht eine absurde Erscheinung, weil sie entgegen sonstiger juristischer Gepflogenheit nie kriminalistisch bzgl. Taten, Tatorten und Opfern untersucht worden ist? – Die  Ver- gangenheitsbewältigung wird als eigene «Staatsreligion» namens Holocaust hingestellt, deren Dogma so repetitiv wie unanfechtbar sei…. –  Dieser Satz ist schon in sich selber widersprüchlich: Dogmen sind immer nur Teile einer Religion und daher ist nicht die gesamte Religion unanfechtbar. Der Holocaust aber ist insgesamt unanfechtbar, so daß er garkeine Religion sein kann. Das meint Sieferle auch nicht. Er meint vielmehr, daß der Umgang mit dem Holocaust als „Staatsreligion“ anzusehen sei. Das allerdings stimmt nicht nur, es wird noch übertroffen, weil es hier nicht um einen rein persönlichen Glauben geht, sondern zugleich auch um Strafrecht, so daß der Holocaust sozusagen zu seiem Schutz von Bajonetten umstellt ist –  Das Relativieren der deutschen Schuld im Gewand legitimer Meinungsfreiheit ist spätestens seit der Causa Walser nichts Neues mehr – Sieferle verbrämt es lediglich mit mythologisch aufgeladenen Gleichsetzungs- und Untergangsphantasmen – Ein Relativieren deutscher Schuld im Gewand legitimer Meinungsfreiheit gibt es nicht, liebe NZZ, denn die Meinungsfreiheit ist bzgl. des Holocaust partiell aufgehoben, die deskriptive Meinung ist gesetzlich vorgeschrieben – Die Deutschen seien wie die Juden ein zum Sündenbock – nein, mehr: Amalekiter – verdammtes Volk, da der Holocaust ein bis heute unverzeihliches Verbrechen sei: «Die Welt braucht offenbar Juden oder  Deutsche, um sich ihrer moralischen Qualitäten sicher zu sein.» – eher des Bösen sicher zu sein – beschwörendem Duktus wird da von einem «Drama alttestamentarischer Härte» gefaselt, und biblische Bilderwelten werden mit einem kruden teleologischen Geschichtsverständnis verbunden: «Adam Hitler wird durch keinen Jesus aufgehoben.» Diese Passagen sind dermassen zusammengesponnen, dass vorrangig der Vorwurf eines dadaistisch-de­li­rie­renden Stammtischgeblubbers in Buchform greift als der des Antisemitismus. – „alttestamentarische Härte“ nur Geblubber? Jakob Taubes jedenfalls sah den Gesamtzusammenhang um Hitler und den Holocaust als weltgeschichtliche Auseinandersetzung mit dem „erwählten Heilsvolk der Juden“ und so lief der geschichtliche Vorgang auch ab, nicht nur Hitlerseits – Wer in «Finis Germania» antisemitische Töne finden will, wird sie je nach Antisemitismus-Definition aus diesem Behauptungs-Aquarium – es gibt auch Behauptungsmeere –  sicherlich herausfischen können. Doch erwischt er damit nur einen Aspekt eines kaum aufzudröselnden Bündels von eklektischer antimodernistischer Pauschal-Rhetorik. Schliesslich entwirft Sieferle eine Weltdeutung mit dem «Auschwitz-Mythos» im Zentrum, der noch als letzte Bastion absoluter Gewissheit – wohl aufgrund nackter Angst um ein baldiges Zerbröseln der Mauern dieser Bastion auf Seiten der Mythologen – dienen soll, wo sonst überall der Zweifel nagt: «Die Festschreibung des Auschwitz-Mythos kann daher als der Versuch verstanden werden, einer skeptischen Welt Gewissheiten zurückzugeben.» – nein, posthum an Herrn Sieferle: nicht einer skeptischen Welt Gewissheiten zurückgeben, sondern Skepsis in einer indoktrinierten Welt garnicht erst aufkommen zu lassen  – Von dort aus ist es nur einen Schritt weit zu einer Kritik des Antifaschismus, der, ebenfalls zur Staatsdoktrin geworden, zweierlei Mass an völkisches Denken anlege. Während andere Ethnien ihre Besonderheiten ausleben dürften, seien die Deutschen auf ewig dazu verdammt, «absolute Täter» zu sein.“ ( NZZ v. 27.7.2017 )

 

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Wirklich paradox?…V

25 Jul

Sezessions-
begleitung

Martin Sellners Artikel in „Sezession“ https://sezession.de/57307/politische-paradoxien  habe ich hier , hier sowie hier  und zuletzt hier begonnen zu kommentieren, besprach, ergänzte und erweiterte ihn angesichts des Textumfangs ohne Zitate Schritt für Schritt. Ich empfehle, ihn vorab aufmerksam zu lesen, ebenso wie „Wirklich paradox?…I, II, III und IV“ Und nun weiter zum Paradox Nr. 2, mit dem sich Sellner hier beschäftigt:

Vorab sei betont, daß schon Martin Sellners Erwägungen zum Paradox Nr. 1 angesichts der Struktur der identitären Bewegung nicht entbehrlich sind, vielmehr unabdingbar, weil die Intention für die Bewegung ganz offensichtlich dahin geht, sich innerlich zu festigen und unter Sympathiegewinn nach außen hin zu erweitern und zu vergrößern, dabei das Vorhandensein der AfD nicht zu vernachlässigen. Meine Überlegung geht begleitend dahin, zu prüfen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, den paradoxialen Schwierigkeiten beim herkömmlichen Aufbau idealistischer, metapolitisch arbeitender Bewegungen von vorneherein aus dem Wege zu gehen. Ist sich verfestigende Elitenbildung angesichts unserer Lage überhaupt notwendig, ist dafür überhaupt noch Zeit ? Läßt man uns überhaupt daran arbeiten? Verschleudern Anbindung und Rücksichtnahme auf eine Partei wie die AfD nicht zu viel Energie, lassen sie nicht Spaltpilze blühen, weil die AfD selber ja schon mehr als heterogon in ihren Anschauungen ist und zunehmend kriminalisiert wird? Brauchen wir angesichts der gerade beginnenden Afrikanisierung Deutschlands und Europas fast auf dem Totenbett liegend nicht eine Einfachlösung abseits bisheriger Überlegungen? Ist nicht ein Marsch auf den Strassen wie 1989 mit revolutionärem Aufbegehren als Szenario eher zu erwarten und für richtig zu befinden als ein Marsch durch die Sympathietunnel der Medien, der Parteien und Institutionen bis zu einer institutionellen Machtübernahme, die sowieso zu spät kommt?

Fragen über Fragen, die sich vielleicht in der Auseinandersetzung mit Martin Sellners Text beantworten. Das von ihm erwähnte zweite Paradoxon wird als „Polarisierungs-Paradox“ bezeichnet und betrifft nicht den inneren Zusammenhalt der Bewegung, sondern den Aktivismus. Es beschreibe die Notwendigkeit einer metapolitischen Bewegung, in der Provokation die Gesellschaft zu polarisieren und dabei manchmal auch den eigenen Sympathiesantenkreis vor den Kopf zu stoßen. Durch Verständnis dieser Dialektik sei auch der Unterschied von Partei und Bewegung zu begreifen. Besonders interessant sind Sellners Ausführungen zum Brechen der Schweigespirale, zum Antagonismus von Provokation und Verlust der Anschlußfähigkeit an Sympathisanten unter der „linken“ Herrschaft. Er sucht den Weg durch das Gestrüpp der jahrzehntelang verfestigten Denk- und Machtstrukturen, kulminierend im „linkslastigen Overton window“, gegen das ein gestärkter Vorstoß unternommen werden soll.

Es empfiehlt sich wirklich, Martin Sellners intellektuellem Parforceritt zu folgen, dabei aber immer zu überlegen, ob all diese Problematik und Lösungsversuche wirklich lagegerecht zielführend sind.

 

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Wirklich paradox?…IV

24 Jul

Sezessions
begleitung

Martin Sellners Artikel in „Sezession“ https://sezession.de/57307/politische-paradoxien  habe ich hier  und hier sowie hier begonnen zu kommentieren, bespreche, ergänze und erweitere ihn angesichts des Textumfangs ohne Zitate Schritt für Schritt. Ich empfehle, ihn vorab aufmerksam zu lesen, ebenso wie „Wirklich paradox?…I, II und III“ Und nun weiter:

Martin Sellner bezieht sich hinsichtlich des Political Identity Paradox mit Matthew Smucker, dem „Entdecker“ des Phänomens, auf den US – amerikanischen SDS, der Students for a democratic society, in den 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts. Damals verschreckte die elitäre Kerntruppe der Bewegung fast alle Anhänger und zerstörte damit ihre eigene Schlagkraft.

Abgesehen davon, daß dieses Beispiel wohl kaum auf heutige deutsche Verhältnisse übertragbar ist, taugt es als Beleg für das Paradox schon deswegen nicht, weil es sich beim SDS nicht um eine idealistische Gruppe, sondern um eine Ausprägung des marxistischen Materialismus handelte. Idealismus war allenfalls mit Lenin als „Kinderkrankheit“ ein Anfangsstadium solcher internationalistischen Bestrebungen, in denen die Fraktionsbildung und Facettierung von Liberalextremismus bis Terrorismus strukturell angelegt sind, somit zwangsläufig zum späteren Auseinanderbrechen der Bewegung führen. Da hilft auch Smuckers Vorschlag, durch Ausgleich von „Bonding“ und „Bridging“ Gewalt und Terror zu vermeiden, Auseinanderfallen und Wirkungslosigkeit der Bewegung  nach außen zu verhindern, nicht weiter. „Bridging“, also Offenheit, Transparenz und Anschlußfähigkeit, kann für marxistische Internationalisten niemals Gegengewicht zum übertriebenen „Bonding“, dem inneren Zusammenhalt der Gruppe, sein, da es die apodiktischen Grundlagen des ideologisierten Materialismus aufhebt.

Wir begeben uns immer tiefer vom für uns maßgeblichen Begriff der Metapolitik hinweg, lassen wir uns von solchen Überlegungen leiten, nehmen sie zumindest ernst und halten sie für uns bedeutsam.

In letzter Konsequenz geht es heute alleine noch darum, das Letzte zu verteidigen, das wir Deutsche noch weitgehend zu Eigentum haben: unseren kleinen Reststreifen deutschen Landes mit seiner Infrastruktur und seinen deutschen Menschen, die aufgrund ihrer indigenen Erbmasse als Fortpflanzungsgemeinschaft ein natürliches Überlebensrecht haben.

Dieses Mysterium und nur dieses kann der Ausgangspunkt all unseres Denkens und Handelns sein!

Wird fortgesetzt.

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Wirklich paradox?…III

17 Jul

Sezessions-
begleitung

Martin Sellners Artikel in „Sezession“ https://sezession.de/57307/politische-paradoxien  habe ich hier  und hier begonnen zu kommentieren, bespreche, ergänze und erweitere ihn angesichts des Textumfangs ohne Zitate Schritt für Schritt. Ich empfehle, ihn vorab aufmerksam zu lesen, ebenso wie „Wirklich paradox?…I und II“ Und nun weiter:

Ist es wirklich paradox, widersprüchlich, widersinnig  zu sehen, daß starke Gruppenidentität mit Abgrenzung zu „den Anderen“ Abstoßung und Isolation ergibt mit der weiteren Folge mangelnden Wachstums, wobei Martin Sellner konstantes Wachstum für metapolitisch arbeitende Gruppen als notwendig ansieht. Oder liegt in diesem Faktum eine pure Selbverständlichkeit, die für nahezu jede irgendwe organisierte und einem gemeinsamen Zweck dienliche Gruppe Geltung beanspruchen kann?

Nehmen wir als Beispiel eine kleine evangelisch – christliche Religionsgemeinschaft, die sich hinsichtlich verschiedener Ausübungsrituale von den großen Kirchen absetzt, ein besonders intensives Gemeindeleben führt und ihren Mitgliedern bei Wohlverhalten besondere Versprechungen macht. Isoliert sich eine solche Gemeinschaft nicht automatisch bis zu einem gewissen Pegel selbst, stößt sie sich nicht selber aus der größeren Gemeinschaft von Christen aus, ermöglicht  durch vorbildhaftes Leben und Wirken einerseits ihr eigenes Wachstum, andererseits aber begrenzt sie sich nicht durch Argwohn bei anderen selbst? Und da geht es noch nicht einmal um metapolitisches Wirken.

Ist metapolitisches Denken und Handeln im Spiel, dann wird das selbverständliche Spannungsverhältnis zwischen Gruppenidentität und gleichzeitiger Isolation noch evidenter. Denn das Arbeiten mit die große  Gemeinschaft des Volkes betreffenden  Begriffen berührt weit mehr Menschen, stößt schneller auf Widerspruch, der  sehr entschieden, ja gewaltsam sein kann. Stattet sich die metapolitisch arbeitende Gruppe mit provokativer Symbolik und Wortwahl aus, agiert zudem aktionistisch – widerständlerisch bis zum Ungehorsam, dann verschärft sich der ganz natürliche Antagonismus der Gruppenidentität – Abstoßung/Isolation.

 

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